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	<title>Hallesches Heiltum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T03:51:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Agnete am 18. August 2024 um 20:36 Uhr</title>
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		<updated>2024-08-18T20:36:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Marientod aus Monstranz makffm.jpg|mini|Elfenbeinrelief &amp;#039;&amp;#039;Marientod,&amp;#039;&amp;#039; Fragment aus einer nicht erhaltenen Monstranz aus dem &amp;#039;&amp;#039;Halleschen Heiltum,&amp;#039;&amp;#039; franco-flämisch, um 1400; [[Museum Angewandte Kunst]], Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hallesches Heiltum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die [[Reliquie]]nsammlung des [[Erzbistum Magdeburg|Erzbischofs von Magdeburg]], Kardinal [[Albrecht von Brandenburg]], in seiner [[Residenzstadt|Residenz]] [[Halle (Saale)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die von Albrecht von Brandenburgs Amtsvorgänger [[Ernst II. von Sachsen]] begonnene Reliquiensammlung bestand zu ihrer Blütezeit um 1520 aus 42 Körpern von [[Heilige]]n und 8133 Partikeln in 353 künstlerisch und materiell wertvollen Reliquiaren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Albrecht ließ in seiner Lieblingsresidenz Halle (Saale) neben dem Neubau der [[Marktkirche Unser Lieben Frauen|Marktkirche]] eine ehemalige [[Dominikaner]]kirche zur [[Stiftskirche]] (als [[Hallescher Dom]] bezeichnet) umbauen und direkt daneben seine [[Neue Residenz (Halle)|Neue Residenz]] errichten. Das Hallesche Heiltum bewahrte Albrecht zunächst in der erzbischöflichen [[Moritzburg (Halle (Saale))|Moritzburg]], ab 1520 im „Neuen Stift des hl. Moritz und der Seligen Maria Magdalena zum Schweißtuch des Herrn“ in Halle auf, wo 1520 und 1521 Heiltumszeigungen stattfanden. Der Reliquienschatz wurde durch ein 1520 gedrucktes, reich bebildertes Heiltumsbuch bekannt gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzbischof ließ nicht nur Reliquien und kostbare [[Reliquiar|Reliquiare]] aus aufgelösten Klöstern und Stiften Halles in das „Neue Stift“ überführen, sondern akquirierte auch unter nachdrücklichem Einsatz seiner bischöflichen Autorität Heiligtümer in anderen Kirchen Mitteldeutschlands. Die immer größer werdende Reliquiensammlung wurde von [[Martin Luther]] 1521 als „Abgott von Halle“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die immense und stetig wachsende Verschuldung des Kardinals, die u. a. durch den Ausbau des Heiltums verursacht wurde, veranlassten Albrecht aber auch, dem Heiltum immer wieder kostbare Reliquiare zu entnehmen und diese nach Entnahme der Reliquien zu veräußern oder einschmelzen zu lassen. Um der gewaltig angewachsenen Verschuldung Herr zu werden, musste Albrecht seine Finanzen vor dem Landtag in [[Calbe]] (Saale) offenlegen und die [[Landstände]] um Hilfe bitten. Diese nötigten Albrecht 1541, das „Neue Stift“ aufzulösen, Halle für immer zu verlassen und sich in das nicht von der [[Reformation]] erfasste [[Bistum Mainz|Mainzer Erzbistum]] zurückzuziehen. Das Hallesche Heiltum und die meisten seiner Kunstschätze nahm er nach [[Aschaffenburg]] mit, wo er sie in einer Handschrift, dem „Aschaffenburger Codex“ (in der Aschaffenburger Hofbibliothek, Ms. 14), beschreiben und abbilden ließ. Teile des Reliquienschatzes verkaufte er, um Ansprüche der [[Domkapitel]] von Magdeburg und [[Bistum Halberstadt|Halberstadt]] abgelten zu können. Heiltum und Kunstwerke sind heute verstreut; nur etwa zwanzig [[Reliquiar]]e – und diese meist nur als Fragment – haben die Zeit überdauert.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Halle’sche Heiltum, 2002/2003, S. [4].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen von Ahn: &amp;#039;&amp;#039;Erzbischof Ernst von Wettin und das »Frühe Hallesche Heiltum« ... etlich tausent stuck hochwirdigs hayligtumbs ...&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2017, ISBN 978-3-8325-4562-8.&lt;br /&gt;
* Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Halle’sche Heiltum. Reliquienkult und Goldschmiedekunst der Frührenaissance in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg 2002/2003.&lt;br /&gt;
* [[Klaus Friedrich (Geograph)|Klaus Friedrich]] / [[Manfred Frühauf]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Halle und sein Umland. Geographischer Exkursionsführer.&amp;#039;&amp;#039; Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2002, ISBN 3-89812-167-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Hallesche Heiltumbuch von 1520.&amp;#039;&amp;#039; Nachdruck zum 450. Gründungsjubiläum der Marienbibliothek zu Halle, hg. und mit einem Nachwort versehen von [[Heinrich L. Nickel]]. Verlag Janos Stekovics, Halle (Saale) 2001, ISBN 3-932863-44-5.&lt;br /&gt;
* [[Holger Brülls]] / Thomas Dietzsch: &amp;#039;&amp;#039;Architekturführer Halle an der Saale.&amp;#039;&amp;#039; Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-496-01202-1.&lt;br /&gt;
* Rose-Marie Frenzel / Reiner Frenzel: &amp;#039;&amp;#039;Kunst- und Kulturführer Leipzig, Halle und Umgebung.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, Leipzig 1993, ISBN 3-361-00351-2.&lt;br /&gt;
* Jörg Rassmussen: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Halleschen Heiltum des Kardinals Albrecht von Brandenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: Münchner Jahrbuch der Bildenden Kunst, 3. Folge, Bd. XXVII, München 1976, S. 59–118; ebd., 3. Folge, Bd. XXVIII, München 1977, S. 91–132.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Hallesche Heiltum.&amp;#039;&amp;#039; Hg. von [[Philipp Maria Halm]] und [[Rudolf Berliner]], Deutscher Verein für Kunstwissenschaft, Berlin 1931.&amp;lt;ref&amp;gt;([https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/halm_berliner1931 Digitalisat])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reliquie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Halle (Saale))]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Agnete</name></author>
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