<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hallescher_Porphyrkomplex</id>
	<title>Hallescher Porphyrkomplex - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hallescher_Porphyrkomplex"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallescher_Porphyrkomplex&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T03:17:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallescher_Porphyrkomplex&amp;diff=2273522&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gretarsson: /* Alter */ Archivlink auf ältere Version geändert, die vom Bot verlinkte Version hat nicht funktioniert, macht auch inhaltlich keinen Unterschied, denn das PDF ist von 2002...</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallescher_Porphyrkomplex&amp;diff=2273522&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-05-23T21:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Alter: &lt;/span&gt; Archivlink auf ältere Version geändert, die vom Bot verlinkte Version hat nicht funktioniert, macht auch inhaltlich keinen Unterschied, denn das PDF ist von 2002...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Positionskarte|Deutschland |maptype=relief |mark=Red Dot.svg |marksize=12 |lat=51/35/48.9 |long=11/57/9 |region=DE-ST |position=right |width=250 |float=right}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Galgenber Halle.jpg|250px|mini|[[Aufschluss (Geologie)|Aufgeschlossener]] Rhyolith an der Ostspitze des Kleinen Galgenbergs in Halle.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Loebejuener porphyr poliert.jpg|250px|mini|In Form gesägtes Handstück aus Löbejüner Porphyr mit polierter Oberfläche.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:PetersbergGoethebruch.JPG|250px|mini|Auflässiger Rhyolithsteinbruch („Goethe-Bruch“) am Petersberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Östliche Lunzberge.JPG|250px|mini|Blick vom Lunzberg auf die östlichen Lunzberge in Richtung Nordosten. Hinter den Kuppen erstreckt sich die brettebene Flussaue der Saale und dahinter, am anderen Ufer der Saale, „erheben“ sich die „Brachwitzer Alpen“.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Saalehochwasser in Halle 2011 053.jpg|mini|250px|Die Burg Giebichenstein während des Saalehochwassers von 2011, Blick von Nordwesten. Ein Teil des Rhyolithsockels, auf dem die Burg ruht, ist in der Bildmitte oberhalb der Baumkronen, schwarz verwittert und bemoost, relativ deutlich erkennbar.]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hallesche Porphyrkomplex&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch Hallescher Vulkanitkomplex, Halle-Vulkanitkomplex, Hallescher Paläovulkanitkomplex oder Hallescher Eruptivkomplex) ist ein durch [[permokarbon]]e intermediäre und vor allem [[Saures Gestein|saure]] [[Vulkanit|Vulkangesteine]] („[[Porphyr]]“) gekennzeichneter Gesteinskomplex innerhalb des Stadtgebietes von [[Halle (Saale)]] sowie im nordwestlichen, nördlichen, nordöstlichen und östlichen Umland der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regionale Geologie ==&lt;br /&gt;
Der Hallesche Porphyrkomplex befindet sich im Nordostteil der [[Saale-Senke]], eines [[Rotliegend]]beckens, das sich am Ende des Karbons in die [[Variszische Orogenese|variszisch]] gefaltete [[Erdkruste|Kruste]] des heutigen Mitteldeutschlands einsenkte. Die Füllung des nordöstlichen Teils der Saale-Senke und mit ihr die Vulkanite des Halleschen Porphyrkomplexes, die sich über ein Areal von etwa 500 km² erstrecken, sind heute weitgehend von geringmächtigen [[Känozoikum|känozoischen]] Sedimenten überdeckt. Der Hallesche Porphyrkomplex wird im Nordosten begrenzt von der Köthen-Bitterfelder Störungszone und im Südwesten von der Halleschen Störung (auch [[Hallesche Marktplatzverwerfung]], weil sie u.&amp;amp;nbsp;a. unterhalb des historischen Marktplatzes der Stadt verläuft). Die Hallesche Störung, die heute, alpidisch reaktiviert, die Halle-Wittenberger Scholle von der Merseburger Scholle (nordöstliches [[Thüringer Becken (mit Randplatten)|Thüringer Becken]]) trennt, könnte seinerzeit eine wichtige Rolle als Aufstiegsbahn für die [[Magma|Magmen]] des Halleschen Porphyrkomplexes gespielt haben. Südwestlich der Halle-Störung setzt sich das Rotliegend der Saale-Senke unterhalb der [[Trias (Geologie)|triassischen]] und oberpermischen ([[Zechstein]]) Sedimentgesteine des Thüringer Beckens bis in etwa zum [[Thüringer Wald]] fort.&amp;lt;ref&amp;gt;Das Rotliegend im südöstlichen Teil des Thüringer Waldes wurde früher ebenfalls als Teil der Füllung der Saale-Senke betrachtet, wird aber heute einer eigenen Senkungstruktur, dem Thüringer-Wald-Becken, zugerechnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Alter ==&lt;br /&gt;
Die frühesten Zeugnisse vulkanischer Tätigkeit stammen aus dem [[Stefanium|Stefanium C]]. Der Hauptteil der Magmenförderung fällt zeitlich jedoch ins [[Rotliegend|Unterrotliegend]], repräsentiert durch bis zu 1000 m mächtige [[Kryptovulkanismus|subvulkanische]] [[Intrusion (Geologie)|Intrusionen]]. [[Radiometrische Datierung]]en ergaben für diese Intrusionskörper absolute Gesteinsalter zwischen 301 und 294 Millionen Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;C. Breitkreutz, M. Geißler, A. Mock, B.-C. Ehling: &amp;#039;&amp;#039;Sedimentation und Vulkanismus im östlichen Teil des Saale-Beckens an der Wende Karbon-Perm: Stand der Arbeiten im Halle-Vulkanit-Komplex.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Oberkarbon – Untertrias in Zentraleuropa: Prozesse und ihr Timing. Workshop zu den Freiberger „GeoTagen 2002“.&amp;#039;&amp;#039; TU Bergakademie Freiberg, Geologisches Institut, 22.–23. Juni 2002, S.&amp;amp;nbsp;7–9 ({{Webarchiv|url=http://www.geo.tu-freiberg.de/palaeo/GeoTage-2002.pdf |wayback=20160130093836 |text=PDF}} auf geo.tu-freiberg.de; 3,3&amp;amp;nbsp;MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteine ==&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil des Halleschen Porphyrkomplexes besteht aus [[Rhyolith]]en in [[Porphyrisches Gefüge|porphyrischer Ausprägung]] („Quarzporphyr“). Ein deutlich geringeres Volumen entfällt auf basische bis intermediäre Vulkanite („Porphyrite“: [[Trachybasalt]]e, [[Trachyandesit]]e und [[Trachydazit]]e), die vor allem im Norden und Südosten des Komplexes auftreten und dort zum Teil auch nur aus Bohrungen bekannt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gliederung ==&lt;br /&gt;
Der Hallesche Porphyrkomplex wird traditionell wie folgt gegliedert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Oberer Hallescher Rhyolith&amp;#039;&amp;#039; (Oberer Hallescher Porphyr, feinporphyrisch)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Wettiner Rhyolith&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Für detaillierte Betrachtungen zu dieser Einheit siehe Mark Exner, Max Schwab: &amp;#039;&amp;#039;Der Wettin-Rhyolith – Beitrag zur Oberflächenverbreitung und Entstehung eines Halleschen Quarzporphyrs.&amp;#039;&amp;#039; Hercynia, Neue Folge. Bd.&amp;amp;nbsp;33, 2000, S.&amp;amp;nbsp;173–190 ({{ZOBODAT |pfad=pdf/Hercynia_33_0173-0190.pdf |KBytes=8900}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Petersberg-Rhyolith&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Unterer Hallescher Rhyolith&amp;#039;&amp;#039; (Unterer Hallerscher Porphyr, großporphyrisch)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;[[Löbejüner Porphyr|Löbejüner Rhyolith]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Landsberger Rhyolith&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Hallescher Rhyolith i.e.S.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der komplex aufgebaute &amp;#039;&amp;#039;Schwerzer Rhyolith&amp;#039;&amp;#039; nimmt eine Sonderstellung ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen auf das Landschaftsbild ==&lt;br /&gt;
Da die Halle-Wittenberger Scholle im Zuge der Fernwirkung der [[Alpidische Orogenese|Alpenbildung]] an der Halle-Störung gegen die südlich angrenzende Merseburger Scholle aufgeschoben und damit angehoben wurde, kam es dort zur [[Erosion (Geologie)|Erosion]] vormaliger Deckschichten der Trias, des Zechsteins und des jüngeren Rotliegend, die südwestlich der Halle-Störung erhalten geblieben sind. Die im Vergleich zu diesen Deckschichten deutlich erosionsresistenteren Vulkanite des Halleschen Porphyrkomplexes wurden dabei aus dem Untergrund herauspräpariert, wodurch das typisch kuppige Relief der Region entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dieser „Porphyrkuppenlandschaft“ gehören u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Burg Giebichenstein|Giebichenstein mitsamt Burg]] und der [[Galgenberg (Halle)|Galgenberg]] in Halle (134,2&amp;amp;nbsp;m), die [[Lunzberge]] (Lunzberg: ca. 108&amp;amp;nbsp;m) nordwestlich von Halle links der Saale und, unweit der Lunzberge am rechten Saale-Ufer, die [[Brachwitzer Alpen]] sowie der 250,4&amp;amp;nbsp;m hohe [[Petersberg (bei Halle)|Petersberg]] nördlich von Halle und der Kapellenberg (148&amp;amp;nbsp;m) in [[Landsberg (Saalekreis)]] östlich von Halle. Auch der Haltberg (ca. 186&amp;amp;nbsp;m) und der Wettiner Berg (ca. 175&amp;amp;nbsp;m) bei Löbejün, ca. 10 km nördlich von Halle, werden von Rhyolith gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;Höhe der Berge (ü. NN) angegeben in oder abgeschätzt nach TK 1:10.000 im {{GeoQuelle|DE-ST|SAV|ref=nein}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Wettiner Berg befindet sich ein Großsteinbruch, in dem der Löbejüner Porphyr (Löbejüner Rhyolith) als Werk- und Baustein abgebaut wird. Aufgeschlossener und über längere Zeiträume der Witterung ausgesetzter Rhyolith besitzt oft eine charakteristische schwarze [[Patina]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{GeoQuelle|DE|RG-Ost|ref=nein}}, u. a. mit einer [http://regionalgeologie-ost.de/Abb.%2030.2%20Magmatite%20Halle-Wittenberg.pdf Karte der Magmatitvorkommen (spätvariszische Granitoide und Rotliegend-Vulkanite) der Halle-Wittenberger Scholle] (PDF; 532&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* [http://mars.geographie.uni-halle.de/mlucampus/geoglossar/terme_datenblatt.php?terme=Hallescher%20Porphyr-Komplex &amp;#039;&amp;#039;Hallescher Porphyr-Komplex.&amp;#039;&amp;#039;] Eintrag im Online-Geo-Glossar der [[Martin-Luther-Universität]] Halle-Wittenberg.&lt;br /&gt;
* [http://www.geocaching.com/seek/cache_details.aspx?guid=bb51cc7c-e643-475a-950d-c9282672e3c7 &amp;#039;&amp;#039;Die Brachwitzer Schweiz.&amp;#039;&amp;#039;] auf geocaching.com: Populärgeologisch-heimatkundliche Infoseite über die „Brachwitzer Alpen“ mit Fotos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie Deutschlands]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rhyolith]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gretarsson</name></author>
	</entry>
</feed>