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	<title>Hallertau - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T12:50:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallertau&amp;diff=31531&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stefan Karl: /* Museen */ Wikilinks ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hallertau&amp;diff=31531&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-19T19:21:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Museen: &lt;/span&gt; Wikilinks ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Grenze der Hallertau.png|mini|Ausdehnung der Hallertau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hallertau03 wiki.png|mini|Lage der Hallertau in Bayern]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hallertau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holledau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hollerdau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Kulturlandschaft]] in [[Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie ist mit 2.400&amp;amp;nbsp;km² das größte zusammenhängende [[Hopfenanbaugebiet]] der Welt. Hier wurden 2016&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://hopfen.de/wp-content/uploads/21.11.2016-Abschluss-Hopfenmarktbericht-2016.pdf |titel=Abschlussbericht für die Hopfen der Ernte 2016 die der amtlichen Bezeichnung unterliegen |hrsg=Hopfen-Rundschau |datum=2016-11-18 |format=PDF |abruf=2017-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hmelj-giz.si/ihgc/doc/2016%20NOV%20IHGC%20EC%20country%20reports.pdf |titel=IHGC – Economic Commission Summary Reports |hrsg=International Hop Growers’ Convention |datum=2016-11-07 |format=PDF |abruf=2017-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; rund 86 % des deutschen und rund 34 % des weltweit verarbeiteten Hopfens produziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie und Geologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hallertau im September.jpg|mini|Sonnenaufgang über abgeernteten Hopfengärten]]&lt;br /&gt;
Die Hallertau erstreckt sich über die bayerischen Regierungsbezirke [[Oberbayern|Ober-]] und [[Niederbayern]] auf Teile der Landkreise [[Landkreis Pfaffenhofen|Pfaffenhofen]], [[Landkreis Freising|Freising]], [[Landkreis Kelheim|Kelheim]], [[Landkreis Landshut|Landshut]], [[Landkreis Eichstätt|Eichstätt]] und [[Landkreis Neuburg-Schrobenhausen|Neuburg-Schrobenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grenze der Hallertau ergibt sich aus einer Rechtsvorschrift des Freistaates Bayern&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayHopfDV-2] Bayerische Staatskanzlei&amp;lt;/ref&amp;gt;. Einen groben Rahmen bilden die Städte [[Ingolstadt]], [[Kelheim]], [[Landshut]], [[Moosburg an der Isar|Moosburg]], [[Freising]] und [[Schrobenhausen]]. Die Gesamtfläche der Hallertau beträgt circa 2.400&amp;amp;nbsp;km², sie erstreckt sich in Ost-West-Richtung maximal 65&amp;amp;nbsp;km und ist in Nord-Süd-Richtung bis zu 50&amp;amp;nbsp;km breit. Sie grenzt im Norden an den [[Oberpfälzer Jura]], im Osten an den [[Gäuboden]], im Süden an die [[Erdinger Moos|Mooslandschaft um Erding und Freising]] und im Westen an das [[Altbayerisches Donaumoos|Donaumoos]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die südlichen Begrenzungen der Hallertau entspricht ungefähr dem Verlauf von [[Glonn (Amper)|Glonn]], [[Amper]] und [[Isar]], die nördliche Grenze ist ungefähr die [[Donau]], seit der Eingliederung des Siegelbezirks Altmannstein wird aber auch nördlich der Donau &amp;#039;&amp;#039;Hallertauer Hopfen&amp;#039;&amp;#039; angebaut. Die rechten Donau-Nebenflüsse [[Paar (Donau)|Paar]], [[Ilm (Abens)|Ilm]], [[Abens]] und [[Große Laber]] sowie die [[Kleine Laber]] durchfließen das Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchsten Erhebungen in der Hallertau befinden sich laut amtlicher topografischer Karte mit {{Höhe|534|DE-NHN|link=1}} nordwestlich von [[Osseltshausen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&amp;amp;topic=ba&amp;amp;bgLayer=tk&amp;amp;catalogNodes=11,122&amp;amp;E=697176&amp;amp;N=5382511&amp;amp;zoom=12&amp;amp;crosshair=marker] amtliche topografische Karte&amp;lt;/ref&amp;gt;, mit {{Höhe|533|DE-NHN}} in [[Schweitenkirchen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&amp;amp;topic=ba&amp;amp;bgLayer=tk&amp;amp;catalogNodes=11,122&amp;amp;E=692483&amp;amp;N=5375812&amp;amp;zoom=12&amp;amp;crosshair=marker] amtliche topografische Karte&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie mit {{Höhe|531|DE-NHN}} nördlich von Winden (westlich von Schweitenkirchen)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?lang=de&amp;amp;topic=ba&amp;amp;bgLayer=tk&amp;amp;catalogNodes=11,122&amp;amp;E=688833&amp;amp;N=5375728&amp;amp;zoom=12&amp;amp;crosshair=marker] amtliche topografische Karte&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Naturräumlich gehört die Hallertau zum größten Teil zum [[Donau-Isar-Hügelland]], das erdgeschichtlich dem [[Tertiäres Hügelland|Tertiären Hügelland]] zuzuordnen ist und während des [[Pleistozän]]s nicht mit Eis bedeckt war. Die obersten Ablagerungen, die unter der Bodenkrume liegen, sind Süßwasserablagerungen aus dem [[Miozän]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namenserklärungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Philipp Apian - Bairische Landtafeln von 1568 - Tafel 14.jpg|mini|hochkant=1.5|&amp;#039;&amp;#039;Halberthaw&amp;#039;&amp;#039;, im westlichen Teil des damaligen &amp;#039;&amp;#039;[[Landgericht Moosburg|Landgerichts Moßpurg]]&amp;#039;&amp;#039; auf der Landtafel 14 von [[Philipp Apian]] (1568)&amp;lt;small&amp;gt; (grün eingefärbt)&amp;lt;/small&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Die ursprüngliche Bedeutung des seit dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gebräuchlichen Namens ist nicht völlig geklärt. Am wahrscheinlichsten ist die Zusammensetzung aus den [[althochdeutsch]]en Wörtern „Hardt“ (=&amp;amp;nbsp;Wald) und „hall“, ablautend von „helan“ (=&amp;amp;nbsp;verbergen, hehlen), zu „Hal hart“, also einem Wald, der sein Inneres verbirgt, ein wilder Urwald, dem noch der Flurname „Au“ angehängt wurde. [[Johannes Aventinus]] führt im frühen 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zur Lage der Quelle des Flusses [[Abens]] aus: „… entspringt Gegen mitternacht bey einem dorff haißt Haller unnd Hollerthaw.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Theodor Wiedemann]] |Titel=Johann Turmair, genannt Aventinus, Geschichtschreiber des bayerischen Volkes |Verlag=Datterer |Ort=Freising |Datum=1858 |Seiten=5 |Online=[http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10380858_00017.html Johann Turmair, genannt Aventinus, Geschichtschreiber des bayerischen Volkes]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Kilometer südlich der Abensquelle, zwischen den Dörfern [[Holzhausen (Schweitenkirchen)|Holzhausen]] und [[Hirschbach (Kirchdorf an der Amper)|Hirschbach]] südöstlich von [[Schweitenkirchen]], befindet sich ein drei Kilometer langer Mischwald, der auch heute noch die Flurbezeichnung „Holledau“ trägt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Busler&amp;quot;&amp;gt;Peter M. Busler: &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau. Porträt einer urbayerischen Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Ludwig Verlag, 2001, ISBN 978-3-7787-3365-3, S.&amp;amp;nbsp;9.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Philipp Apian]] gibt zu diesem Waldstück in seinen Landtafeln von 1566 unter dem Stichwort Hirschbach folgende Erklärung ab: „…&amp;amp;nbsp;der sich von dort gegen Osten nach Norden erstreckende Wald heißt Hallerthaw. Davon erhält fast der ganze Landstrich bis hin zur Ilm den gleichen Namen; er ist ganz voll von Hügeln und Wäldern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Busler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die offizielle Schreibweise stammt erst aus dem Jahr 1926, als der Name der Ortschaft Au von „Au bei Freising“ in „Au in der Hallertau“ umgeändert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl eher ins Reich der Legenden gehört die mündlich tradierte Geschichte, dass ein Fürst, als er in der [[Schlacht von Gammelsdorf]] (1313) in Bedrängnis kam, mit den Worten „Hol’ Er d’ Auer“ um Hilfe schickte, woraus sich dann der Name Hallertau für die Region um [[Au in der Hallertau|Au]] entwickelt haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hopfenanbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Stock(Hopfen)garten Anf 19.Jh.jpeg|150px|mini|Stockgarten Anfang 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hopfenernte um 1900.jpg|mini|200px|Hopfenernte um 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hopfenzupfer 1930.jpg|mini|200px|Hopfenzupfer, ca. 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hopfenernte in der Holledau (Hallertau).JPG|mini|200px|Hopfenernte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hopfenausputzen Hallertau.JPG|mini|200px|„Hopfenausputzen“ im Frühjahr]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hopfengarten-Juni.jpg|mini|200px|Hopfengarten Mitte Juni]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hallertau hopfenernte.JPG|mini|200px|Hallertauer Hopfengarten während der Ernte]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Häckselabfall Hopfenernte.jpg|200px|mini|Häckselabfall bei der Hopfenernte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Der [[Echter Hopfen|Hopfenanbau]] in der Region ist seit dem [[8.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] belegt. Die Orte [[Geisenfeld]] und [[Gründl (Nandlstadt)|Gründl]] bei [[Nandlstadt]] beanspruchen beide, das Ursprungsgebiet des Anbaus zu sein. Im Jahre 736 sollen kriegsgefangene [[Wenden]] – ein slawischer Volksstamm – auf Geisenfelder Boden den ersten Hallertauer Hopfengarten angelegt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter M. Busler, S.&amp;amp;nbsp;29&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis Anfang des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts war die Region um [[Spalt]] bei Nürnberg das Hauptanbaugebiet in der Region. Erst nach der [[Bauernbefreiung]] waren ab 1848 die Voraussetzungen für eine Produktionssteigerung in der Hallertau erfüllt; so stieg der Ertrag von 1.500 [[Zentner]] 1815 auf über 75.000 Zentner 1865. Seit 1912 ist die Hallertau das größte Anbaugebiet in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rationalisierung ===&lt;br /&gt;
Um die Ernte haltbar zu machen, wurden die [[Dolde]]n auf so genannten „Horden“, auch „Reuter“ genannt, zur Trocknung an der Luft aufgeschichtet. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte der Wolnzacher [[Zimmerer]] Max Eder eine zweistöckige [[Darre]]. Der unten befeuerte Ofen erwärmte eine Heizrohrspirale, die die obenliegenden Dolden trocknete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wuchs jede einzelne Rebe an einer Holzstange als Kletterhilfe nach oben. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg erfolgte die Umstellung der Hopfengärten auf Drahtgerüstsysteme, die um 1930 in der Hallertau abgeschlossen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Dolden von den Reben abzutrennen, kamen in Spitzenzeiten bis zu 200.000 so genannte „Hopfenzupfer“ aus den strukturschwachen Gebieten der [[Oberpfalz]], dem [[Bayerischer Wald|Bayerischen Wald]] und dem [[Altbayerisches Donaumoos|Donaumoos]] um [[Ingolstadt]] in die Hallertau. Als in der Zeit des Wirtschaftswachstums die Arbeitskräfte rar wurden, erfolgte ab den 1950er Jahren die Einführung von mechanischen Pflückmaschinen. Die erste Maschine wurde 1955 aus England importiert, später baute die Firma Wolf in [[Geisenfeld]] Pflückmaschinen. Seit 1967 wird der [[Hopfen]] komplett maschinell geerntet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wird der Anbau von Hopfen nahezu ausschließlich von Familienbetrieben bewerkstelligt. Lediglich in der Wachstumsphase zum Ausschneiden und „Anleiten“ und während der Ernte werden einige Helfer zumeist aus Osteuropa beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Das Hopfenanbaugebiet erstreckt sich zu 37 % über den [[Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm|Landkreis Pfaffenhofen]], 37 % über den [[Landkreis Kelheim]], zu 13 % über den [[Landkreis Freising]] sowie zu 8 % über den [[Landkreis Landshut]] &amp;lt;small&amp;gt;(Stand September 2004)&amp;lt;/small&amp;gt;. Diese vier Landkreise haben sich im Jahr 2005 zur Förderung des Tourismus in der Hallertau zur Arbeitsgemeinschaft „Hopfenland Hallertau“ zusammengeschlossen. 4 % der Anbauflächen liegen im [[Landkreis Eichstätt]], 0,3 % im [[Landkreis Neuburg-Schrobenhausen]] und 0,7 % entfallen auf die Stadt [[Hersbruck]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der Pflanzerbetriebe weist seit Beginn der 1990er-Jahre wegen des gesunkenen Durchschnittspreises für Hopfen und der daraus resultierenden geringeren Rentabilität von Hopfenanbau im Nebenerwerb stark fallende Tendenz auf. Auch die bewirtschaftete Hopfenfläche in der Region ging in diesem Zeitraum um etwa 4.000 Hektar zurück. Zwei Drittel des geernteten Hopfens werden exportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 14.200 [[Größenordnung (Fläche)|Hektar]], die von 1.251 Pflanzerbetrieben bewirtschaftet werden &amp;lt;small&amp;gt;(Stand September 2006)&amp;lt;/small&amp;gt;, ist die in 14 [[Siegelbezirk]]e unterteilte Hallertau das größte zusammenhängende [[Echter Hopfen|Hopfenanbaugebiet]] der Welt. Hier werden ca. 85,4 % des deutschen Hopfens erzeugt, der Anteil am Weltmarkt liegt bei etwa 31,5 % &amp;lt;small&amp;gt;(Stand 2005)&amp;lt;/small&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklung der Anzahl der Anbaubetriebe und -flächen in der Hallertau:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.hvg-germany.de/de/hopfenanbau/anbaugebiete/hallertau |wayback=20161118165616 |text=hvg-germany.de: Anbaugebiet Hallertau |archiv-bot=2025-06-13 10:54:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot;&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot; style=&amp;quot;width:60px&amp;quot;| Jahr&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot; style=&amp;quot;width:60px&amp;quot;| Betriebe&lt;br /&gt;
! class=&amp;quot;hintergrundfarbe9&amp;quot; style=&amp;quot;width:70px&amp;quot;| Flächen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1950 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ~&amp;amp;nbsp;15.000 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ~&amp;amp;nbsp;7.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1960 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 7.818 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ~&amp;amp;nbsp;8.000&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1996 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 2.270 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | ~&amp;amp;nbsp;17.800&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1999 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.930 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14.652&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2001 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.630 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15.510&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2006 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.251 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 14.221&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2009 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 1.197 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15.485&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 2016 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 931 || align=&amp;quot;right&amp;quot; | 15.510&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siegelbezirke ===&lt;br /&gt;
Um die Qualität des Hopfens zu sichern, werden die Hopfenballen versiegelt und zertifiziert. Die erste Siegel- und Waagstelle entstand 1834 in Wolnzach.&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Geisenfeld (Siegelbezirk)|Geisenfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Hohenwart (Siegelbezirk)|Hohenwart]]&lt;br /&gt;
* [[Pfaffenhofen an der Ilm (Siegelbezirk)|Pfaffenhofen an der Ilm]]&lt;br /&gt;
* [[Wolnzach (Siegelbezirk)|Wolnzach]]&lt;br /&gt;
 | valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landkreis Kelheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Abensberg (Siegelbezirk)|Abensberg]]&lt;br /&gt;
* [[Langquaid (Siegelbezirk)|Langquaid]]&lt;br /&gt;
* [[Mainburg (Siegelbezirk)|Mainburg]]&lt;br /&gt;
* [[Neustadt an der Donau (Siegelbezirk)|Neustadt an der Donau]]&lt;br /&gt;
* [[Siegenburg (Siegelbezirk)|Siegenburg]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;width:270px&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landkreis Freising&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Au in der Hallertau (Siegelbezirk)|Au in der Hallertau]]&lt;br /&gt;
* [[Nandlstadt (Siegelbezirk)|Nandlstadt]]&lt;br /&gt;
 | style=&amp;quot;width:270px&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Landkreis Landshut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Pfeffenhausen (Siegelbezirk)|Pfeffenhausen]]&lt;br /&gt;
* [[Rottenburg an der Laaber (Siegelbezirk)|Rottenburg an der Laaber]]&lt;br /&gt;
 |}&lt;br /&gt;
Das Anbaugebiet [[Altmannstein]] im [[Landkreis Eichstätt]] wurde 1992 der Hallertau angegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hersbruck]] im [[Landkreis Nürnberger Land|Nürnberger Land]] wird seit 2004&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen_url_1_89.pdf |text=Jahresbericht der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft |wayback=20060906062349}} S.&amp;amp;nbsp;23 (PDF-Datei; 1,53&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; als 15. Siegelbezirk zugerechnet; geografisch liegt es allerdings nicht in der Holledau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spargelanbau ==&lt;br /&gt;
Neben dem Hopfen, der praktisch in der gesamten Hallertau produziert wird, ist in einigen Regionen auch der Anbau von [[Gemüsespargel|Spargel]] von großer Bedeutung. Die wichtigsten Anbaugebiete liegen rund um [[Abensberg]], [[Schrobenhausen]] und [[Pörnbach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abensberg Maderturm.jpg|200px|mini|Maderturm in Abensberg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ainau Kirche.jpg|200px|mini|St.&amp;amp;nbsp;Ulrich in Ainau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzogskasten Abensberg.JPG|200px|mini|Herzogskasten in Abensberg]]&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten ist im Gebiet der Hallertau zu finden. Ein Glanzlicht darunter ist wohl das [[Kloster Scheyern]], hervorgegangen aus der ehemaligen Stammburg der [[Wittelsbach|Grafen von Scheyern]]. Das Wahrzeichen von [[Pfaffenhofen an der Ilm]] ist die [[Stadtpfarrkirche St. Johannes Baptist (Pfaffenhofen an der Ilm)|Stadtpfarrkirche]], deren 77,7 Meter hoher, sich verjüngender Turm das Ortsbild überragt. Südlich der Kreisstadt steht auf einem Hügel die imposante ehemalige Kollegiatstiftskirche [[St. Arsatius (Ilmmünster)|St.&amp;amp;nbsp;Arsatius]] von [[Ilmmünster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem weitläufigen englischen Park liegt das [[Schloss Reichertshausen|Wasserschloss Reichertshausen]]. Das [[Schloss Rohrbach (Oberbayern)|Rohrbacher Schloss]] bildet mit der historischen [[Wehrkirche]] und der alten Tafernwirtschaft ein sehenswertes Ensemble. Auf einer Anhöhe über dem Ort dominiert die moderne [[Basilika (Bautyp)|Basilika]] &amp;#039;&amp;#039;Verklärung Christi auf dem Berge&amp;#039;&amp;#039; des Architekten [[Alexander Freiherr von Branca|von Branca]]. Jeweils zwei Kilometer von [[Rohrbach (Ilm)|Rohrbach]] entfernt liegen die Wallfahrtskirchen [[Sankt Kastl]] und [[Lohwinden]], Kleinode der Gotik und des Barock. Eine bauliche Besonderheit ist die Stadtpfarrkirche (ehemalige [[Kloster Geisenfeld|Klosterkirche]]) von [[Geisenfeld]], deren Südturm im Stil der Renaissance auf das Doppelte erhöht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abensberger Altstadt ist nahezu unversehrt erhalten. Im [[Herzogskasten (Abensberg)|Herzogskasten]] wurde im Jahre 2006 das neue Stadtmuseum eröffnet, das bis dahin den Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Johannes Aventinus|Aventinusmuseum]]&amp;#039;&amp;#039; trug und über dem Kreuzgang des [[Karmelitenkloster Abensberg|Karmelitenklosters]] untergebracht war. Am Rande der Abensberger Altstadt befindet sich der 2010 eröffnete, von [[Friedensreich Hundertwasser]] entworfene [[Kuchlbauer-Turm]]. Im Ortsteil Allersdorf steht die barocke [[Mariä Himmelfahrt (Allersdorf, Abensberg)|Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt]]. Beim [[Neustadt an der Donau|Neustädter]] Ortsteil Eining sind die Überreste der [[Kastell Eining|Abusina]] zu finden, eine ehemalige römische Wehranlage. Im äußersten Norden der Hallertau befindet sich am [[Donaudurchbruch bei Weltenburg|Donaudurchbruch]] die Benediktinerabtei [[Kloster Weltenburg]] mit der Asamkirche. Auch im Landkreis Kelheim liegt das [[Kloster Rohr (Niederbayern)|Kloster Rohr]], ebenfalls mit einer Asamkirche. Das Wahrzeichen [[Mainburg]]s ist die &amp;#039;&amp;#039;Salvatorkirche St.&amp;amp;nbsp;Peter und Paul&amp;#039;&amp;#039; des [[Kloster Mainburg|Paulinerklosters]] auf dem Salvatorberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Nandlstadt]] im Landkreis Freising besitzt das Rathaus von 1881 ein neugotisches Zinnentürmchen. In [[Hörgertshausen]] befindet sich neben der [[St. Jakobus der Ältere (Hörgertshausen)|Pfarrkirche Jakobus der Ältere]] die Wallfahrtskirche [[St. Alban (Hörgertshausen)|Sankt Alban]]. In [[Au in der Hallertau]] steht neben dem Wasserschloss der Familie &amp;#039;&amp;#039;Beck von Peccoz&amp;#039;&amp;#039; die Schlossbrauerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich bei drei Kirchen blieb das [[Romanik|romanische]] Aussehen nahezu unverändert erhalten: [[St. Ulrich (Ainau)|St.&amp;amp;nbsp;Ulrich]] in Ainau, [[St. Petrus (Griesbach)|St.&amp;amp;nbsp;Petrus]] in Griesbach und die [[Unsere Liebe Frau (Gasseltshausen)|Turmkirche in Gasseltshausen]] bei Aiglsbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Siegenburg]] im [[Landkreis Kelheim]] thront hoch über dem Marienplatz die [[St. Nikolaus (Siegenburg)|Kirche St. Nikolaus]]. Sie wird weithin als „Dom der Hallertau“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
* Das [[Deutsches Hopfenmuseum|Deutsche Hopfenmuseum]] im [[Wolnzach]]er Zentrum der Hallertau wurde 2002 eröffnet. Die Ausstellungen behandeln neben der regionalen Hopfengeschichte auch die Entwicklung in den anderen deutschen Anbaugebieten.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls in Wolnzach befindet sich das [[Museum der Hand]] (vormals &amp;#039;&amp;#039;Museum Kulturgeschichte der Hand&amp;#039;&amp;#039;). Seit 1996 zeigt die Ausstellung Exponate zu den Themen Anatomie, Gebärden und Symbolik.&lt;br /&gt;
* Im [[Stadtmuseum Mainburg]] befindet sich das einzige Hopfenmuseum Niederbayerns.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://stadtmuseum-mainburg.de/de/dauerausstellung/oh-herrliche-schinderei stadtmuseum-mainburg.de: Oh herrliche Schinderei]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 1912 gegründeten Museum widmet sich eine Abteilung der Geschichte der Kultivierung des grünen Goldes der Hallertau. Geräte, Werkzeuge und Maschinen erzählen von den Anstrengungen, Erfindungen und Fertigkeiten im Hopfenanbau aus vergangenen Tagen, welcher Aufwand für die Hopfenbauern vor der Technisierung mit dem Anbau und der Ernte des Hopfens verbunden war.&lt;br /&gt;
* Im [[Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum]] in [[Geisenfeld]] und im [[Heimatmuseum Margarethenried-Hörgertshausen|Heimatmuseum]] [[Hörgertshausen]] wird ein Überblick über die Geschichte des örtlichen Hopfenanbaus gegeben und religiöse Volkskunst und landwirtschaftliche Geräte gezeigt.&lt;br /&gt;
* Das [[Stadtmuseum Abensberg]] im [[Herzogskasten (Abensberg)|Herzogskasten]] zeigt die Entwicklung der Stadt in wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und religiöser Hinsicht und beschreibt das Leben verschiedener bedeutender Söhne der Stadt, allen voran das des bayerischen Geschichtsschreibers [[Johannes Aventinus]].&lt;br /&gt;
* In Pfaffenhofen ist im Torturm am „Platzl“ dem Schriftsteller [[Joseph Maria Lutz]] ein Dichtermuseum gewidmet. Am Hauptplatz zeugt das Lebzelterei- und Wachsziehermuseum von vergangenen Berufen.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Museum im Mesnerhaus&amp;#039;&amp;#039; in Pfaffenhofen a.&amp;amp;nbsp;d. Ilm birgt eine reiche Sammlung religiöser Gegenstände aus Kirchen und Bürgerhäusern, wie Heiligenfiguren, [[Klosterarbeit]]en, [[Fatschenkindl]], [[Votivgabe]]n oder [[Totenbrett]]er. Im Erdgeschoss findet der Besucher einen Abriss der Geschichte der Kreisstadt Pfaffenhofen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.landkreis-pfaffenhofen.de/TOURISMUS/AktiveFreizeit/A-Z.aspx?orgid=94b0fda2-d73a-4aae-b448-819774583431 |titel=Museum im Mesnerhaus in Pfaffenhofen |werk=Webseite Landkreis Pfaffenhofen |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131020130723/http://www.landkreis-pfaffenhofen.de/TOURISMUS/AktiveFreizeit/A-Z.aspx?orgid=94b0fda2-d73a-4aae-b448-819774583431 |archiv-datum=2013-10-20 |abruf=2013-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem Museum im Mesnerhaus in Pfaffenhofen ist ein Museumsdepot angegliedert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.landkreis-pfaffenhofen.de/TOURISMUS/AktiveFreizeit/A-Z.aspx?orgid=0732e97f-ce11-40e7-8610-9042c234c270 |titel=Museumsdepot Heißmanning |werk=Webseite Landkreis Pfaffenhofen |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131020091241/http://www.landkreis-pfaffenhofen.de/TOURISMUS/AktiveFreizeit/A-Z.aspx?orgid=0732e97f-ce11-40e7-8610-9042c234c270 |archiv-datum=2013-10-20 |abruf=2013-08-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist im Ortsteil Heißmanning im Thalmeier-Hof untergebracht. Dort haben der Landkreis und die Stadt Pfaffenhofen eine umfangreiche Sammlung alter Geräte und Fahrzeuge aus Landwirtschaft und Handwerk zusammengetragen, z.&amp;amp;nbsp;B. eine Schusterwerkstatt, Schmiede, Seilerei, Hutmacherei.&lt;br /&gt;
* Die vermutlich einzige Kur- und Badeanlage der Römer in Bayern ist unter der säkularisierten St.-Andreas-Kirche in [[Bad Gögging]] zu besichtigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
=== Tracht ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Holledauer Tracht.jpg|mini|130px|Hochzeit, 1907]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hallertauer Tracht}}&lt;br /&gt;
Die Holledauer Tracht wird erstmals um 1800 vom Landesdirektionsrat [[Joseph von Hazzi]] beschrieben. Das Gewand der Männer bestand demnach aus einer schwarzen Leinen- oder Wollhose mit blauen Strümpfen. Dazu wurden eine rote Weste und ein schwarzer oder blauer langer Rock (Mantel) getragen. Neben großen Silberknöpfen waren die so genannten Faltenstiefel (Ziehharmonikabalg) ein Merkmal der Tracht. Frauen hatten gepolsterte Röcke und ein enges Mieder, darüber eine kurze Jacke. Verheiratete Frauen trugen eine Otter-Mütze, unverheiratete blaue Stoffhauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Musik ===&lt;br /&gt;
Der Titel des Hallertauer Lieds lautet „Mia san Holledauer“. Musikhistoriker datieren es auf etwa 1790. Ein zweites Lied ist das so genannte „Holledauer Schimmellied“ von etwa 1750. Ein ebenfalls sehr bekanntes Lied in der Hallertau ist das „Holledauer Liad“. In 5, bisweilen auch 6 Strophen werden Heimatliebe, Glaube und Kultur auch auf eine humorvolle Art und Weise besungen. In der 6.&amp;amp;nbsp;Strophe, die jedoch nicht immer bzw. nicht überall gesungen wird, wird der Autor des Liedes besungen und gelobt. 1920 komponierte [[Erhard Kutschenreuter]] das Singspiel &amp;#039;&amp;#039;[[Der Holledauer Fidel]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannt ist die seit 1948 bestehende Gruppe „Dellnhauser Musikanten“, die unter anderem auf dem Münchener [[Oktoberfest]] spielten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
=== Märkte und Feste ===&lt;br /&gt;
Traditionell veranstaltet nahezu jede Stadt, jeder Markt und jede Gemeinde ein Volksfest. Drei Märkte haben jedoch eine Jahrhunderte dauernde Tradition:&lt;br /&gt;
* Der [[Gillamoos]] in Abensberg wird „das Fest der Hallertau“ genannt und ist einer der ältesten Märkte Bayerns. Der fünftägige Markt mit markigen Reden prominenter deutscher Politiker findet am Wochenende um den ersten Sonntag im September statt.&lt;br /&gt;
* Der viertägige [[Gallimarkt (Mainburg)|Gallimarkt]] in Mainburg wird am zweiten Oktoberwochenende durchgeführt. Das [[Marktrecht (historisch)|Marktrecht]] wurde Mainburg im Jahr 1397 vom Herzog von [[Bayern-München]] verliehen.&lt;br /&gt;
* Der Albiganer Markt in [[Sankt Alban (Hörgertshausen)|Sankt Alban]] war die wichtigste Wallfahrt in der Hallertau mit ihrem, am 5. Sonntag nach Ostern und dem am Folgetag stattfindenden, Personal- und Tiermarkt der bis ins 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurückreicht und noch heute stattfindet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Augsburger Abendzeitung |Titel=Der Sammler |Ort=Augsburg |Datum=1873 |Seiten=212}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit ist der [[Hellring]], eine [[Dult]] im Gemeindebereich von Langquaid. Die ansässigen Höfe haben während einer Wallfahrt Anfang Oktober für fünf Tage ein seltenes Schankrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastronomische Wochen ===&lt;br /&gt;
Über die gesamte Holledau verteilt beteiligen sich viele Gastronomiebetriebe an Aktionswochen für saisonale Produkte:&lt;br /&gt;
* Hallertauer [[Hopfenspargel]]wochen: Mitte März bis Ende April – die jungen, noch weißen Triebe des Hopfens gelten als Delikatesse;&lt;br /&gt;
* Hallertauer [[Gemüsespargel|Spargelwochen]]: Ende April bis 24. Juni;&lt;br /&gt;
* Hallertauer [[Hopfen]]wochen: Anfang August bis Mitte September;&lt;br /&gt;
* Hallertauer [[Wild]]wochen: Mitte Oktober bis Mitte November.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
Der Chronist und Wegbereiter der klassischen Philologie [[Johannes Aventinus]] wurde in [[Abensberg]] geboren; ebenso der Reformator [[Stephan Agricola]] und der Bildhauer [[Sebastian Osterrieder]]. Der Dekan der medizinischen Lehrstuhls der [[Universität Ingolstadt]] und Leibarzt von [[Maximilian III. Joseph|Maximilian III. Joseph von Bayern]] [[Philipp Fischer (Mediziner)|Philipp Fischer]] wurde 1744 in [[Hörgertshausen]] geboren. Der Rokoko-Maler [[Christoph Thomas Scheffler]] stammt aus [[Mainburg]], der bedeutendste Bildhauer des Rokoko, [[Ignaz Günther]], wurde in Altmannstein geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schriftsteller [[Joseph Maria Lutz]] ist ein Sohn der Stadt Pfaffenhofen, ebenso der Schriftsteller [[Steffen Kopetzky]]. Der Kunstmaler und Unternehmer [[Claus Hipp]] leitet die Firma [[Hipp Holding|Hipp]] und lebt bei Pfaffenhofen. Der Germanist und Sprachforscher [[Johann Andreas Schmeller]] verbrachte die Kinder- und Jugendjahre in Rinnberg bei Rohrbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Volkssänger [[Roider Jackl]] wurde in [[Weihmichl]] geboren und arbeitete bis zu seinem Ruhestand im Forstamt Freising. Im Rohrbacher Ortsteil Fahlenbach wurde der Volksschauspieler [[Josef Thalmaier]] geboren. Der Komponist [[Erhard Kutschenreuter]] wirkte in [[Rudelzhausen]], wo er zu seinem bekanntesten Stück, dem &amp;#039;&amp;#039;[[Der Holledauer Fidel|Holldedauer Fidel]]&amp;#039;&amp;#039;, inspiriert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kloster Scheyern 1.jpg|mini|300px|[[Kloster Scheyern]]]]&lt;br /&gt;
Das [[Autobahndreieck]] der [[Bundesautobahn 9|A&amp;amp;nbsp;9]] mit der [[Bundesautobahn 93|A&amp;amp;nbsp;93]] trägt nach der Region den Namen &amp;#039;&amp;#039;Holledau,&amp;#039;&amp;#039; ebenso wie die zwei Kilometer südlich gelegene [[Autobahnraststätte]]. Die &amp;#039;&amp;#039;Raststätte Holledau&amp;#039;&amp;#039; wurde 1938 als erste in Bayern eröffnet und zählt zu den drei ältesten in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. Juni 2006 erhielt die [[Deutsche Hopfenstraße]] entlang der B&amp;amp;nbsp;301 offiziell ihren Namen (inoffiziell war die Bezeichnung schon länger in Gebrauch). Ebenfalls führt die [[Bayerische Bierstraße]] von Ingolstadt ausgehend bis nach Kelheim durch die Hallertau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Rohrbach (Ilm)|Rohrbach]] führte die [[Bahnstrecke Rohrbach–Mainburg|Hallertauer Lokalbahn]] über [[Wolnzach]] nach [[Mainburg]] durch die Hallertau. Von dieser ging in [[Enzelhausen]] eine [[Bahnstrecke Langenbach–Enzelhausen|Zweigstrecke nach Langenbach]] ab. Ebenfalls von Rohrbach aus verlief eine [[Bahnstrecke Wolnzach–Geisenfeld|Bahnstrecke nach Geisenfeld]]. Von Landshut existierte eine [[Bahnstrecke Landshut–Rottenburg|Bahn nach Rottenburg]]. Bis auf kurze Teile für den Güterverkehr auf der Hallertauer Lokalbahn sind diese Strecken stillgelegt und größtenteils rückgebaut. Hinter dem Gleisende beim Wolnzacher Ortsteil Jebertshausen beginnt ein Radweg, der großteils auf der ehemaligen Strecke verlaufend durch die Hallertau führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Goebelsbach2.jpg|mini|Ortsschild mit Hopfenranke]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohwinden 2011.jpg|mini|Lohwinden im Herzen der Hallertau]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsches Hopfenmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[Hallertauer Hopfen- und Heimatmuseum]]&lt;br /&gt;
* [[Hallertauer Hopfenkönigin]]&lt;br /&gt;
* [[Hopfenforschungszentrum Hüll]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Emmi Böck]] (Texte), Helmut Münch (Photos): &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau&amp;#039;&amp;#039;. Pinsker-Verlag, Mainburg 1973, ISBN 3-920746-10-4.&lt;br /&gt;
* Anton Graf: &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau und ihr Hopfenbau: eine volkskundliche und wirtschaftliche Untersuchung&amp;#039;&amp;#039;. München 1975 (Dissertation).&lt;br /&gt;
* Lorenz Kettner: &amp;#039;&amp;#039;Die Entwicklung der Hallertau zum größten Hopfenanbaugebiet der Welt im 19. und Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. BLV-Verlagsgesellschaft, München 1975.&lt;br /&gt;
* Lorenz Kettner: &amp;#039;&amp;#039;Hallertauer Hopfenbau&amp;#039;&amp;#039;. Pinsker-Verlag, Mainburg 1976.&lt;br /&gt;
* Günther Knoll (Texte), Hannes Sieber (Photographien): &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau&amp;#039;&amp;#039;. Frisinga Verlag, Freising 1986, ISBN 3-88841-013-4.&lt;br /&gt;
* Dieter Vogel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau. Heimatbuch&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Kiebitz-Buch, Vilsbiburg 1998, ISBN 3-9804048-4-6.&lt;br /&gt;
* Peter M. Busler: &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau: Porträt einer urbayerischen Landschaft&amp;#039;&amp;#039;. Pfaffenhofen 1990, ISBN 3-7787-3365-6.&lt;br /&gt;
* Adolf Widmann: &amp;#039;&amp;#039;Mia san Holledauer. Hallertauer Landsleut, ihre Heimat und ihr Leben&amp;#039;&amp;#039;. Galli, Kartographischer Verlag, Hohenwart 2001, ISBN 3-931944-58-1.&lt;br /&gt;
* Christoph Pinzl: &amp;#039;&amp;#039;Die Hopfenregion. Hopfenanbau in der Hallertau – eine Kulturgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Deutsches Hopfenmuseum Wolnzach, Wolnzach 2002, ISBN 3-929749-02-5.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Lang (Autor)|Reinhold Lang]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Das Hallertau-Lesebuch. Bilder und Geschichten aus der Hallertau&amp;#039;&amp;#039;. Pinsker-Verlag, Mainburg 2004, ISBN 3-936990-11-5.&lt;br /&gt;
* [[Franz X. Bogner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Hallertau aus der Luft&amp;#039;&amp;#039;. Bayerland-Verlag, Dachau 2013, ISBN 978-3-89251-439-8.&lt;br /&gt;
* Eduard Albrecht: &amp;#039;&amp;#039;Lebensbeschreibung des Simon Wittmann. Der Aufstieg eines Schneidergesellen zum Großökonom.&amp;#039;&amp;#039; In: Heimatkundliches Blatt 2016-2 der Stadt Neustadt a.d.Donau ({{Toter Link |url=http://cms.neustadt-donau.de/Portals/33/2016-2%20Der%20Aufstieg%20eines%20Schneidergesellen%20zum%20Gro%C3%9F%C3%B6konom.pdf |date=2025-11-24 |text=cms.neustadt-donau.de}} [http://cms.neustadt-donau.de/Portals/33/2016-2%20Der%20Aufstieg%20eines%20Schneidergesellen%20zum%20Gro%C3%9F%C3%B6konom.pdf PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fernsehdokumentationen ==&lt;br /&gt;
* 2003 – &amp;#039;&amp;#039;Damals … Hopfenernte in der Hallertau&amp;#039;&amp;#039;, [[Bayerischer Rundfunk|BR]]-Dokumentation von [[Sybille Krafft]]&lt;br /&gt;
* 2009 – &amp;#039;&amp;#039;La Vita: Die Holledau&amp;#039;&amp;#039;, [[Bayerischer Rundfunk|BR]] und [[3sat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.hopfenland-hallertau.de/ Hopfenland Hallertau]&lt;br /&gt;
* [http://www.hallertau-magazin.de/ Hallertau Magazin]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/38/5/N |EW=11/46/28/E |type=adm2nd |region=DE-BY|dim=65000}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4023044-2|VIAF=244524935}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Bayern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hallertau| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Freising)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Kelheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Landshut)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stefan Karl</name></author>
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