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	<title>Haller-Organ - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T22:07:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haller-Organ&amp;diff=1353567&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Felsenbirne42: Bild Elektronenmikroskopie</title>
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		<updated>2024-08-26T08:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild Elektronenmikroskopie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haller-Organ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hallersche Organ&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein besonderes [[Sinnesorgan]] an den Vorderbeinen von [[Zecken]] (Ixodidae), das verschiedene haarförmige [[Sensillum|Sensillen]] enthält, die u.&amp;amp;nbsp;a. spezifische [[Chemorezeptor]]en tragen. Es kann insbesondere chemische Verbindungen detektieren, die auf die Nähe eines potentiellen [[Wirt (Biologie)|Wirtes]] schließen lassen, und dient so der Wirtsfindung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/neurowissenschaft/haller-organ/5143 Haller-Organ] im &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Neurowissenschaft&amp;#039;&amp;#039; auf spektrum.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Organ ist bei allen Zeckenarten in allen Entwicklungsstadien vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Tick (PSF) Hallersches Organ Ort.png|mini|Position des Haller-Organs am ersten Tarsenglied]]&lt;br /&gt;
Es ist benannt nach dem Schweizer Privatdozenten für Zoologie&amp;lt;ref&amp;gt;[https://biblio.unibe.ch/digibern/dozenten_uni_bern.pdf Dozenten der Uni Bern]&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottfried Haller (1853–1886), der es 1881 entdeckte und mutmaßte, es sei ein Gehörorgan.&amp;lt;ref&amp;gt;G. Haller: &amp;#039;&amp;#039;Vorläufige Bemerkungen über das Gehörorgan der Ixodiden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zoologischer Anzeiger.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, Nr. 79, Leipzig 1881, S.&amp;amp;nbsp;165–167. [https://www.biodiversitylibrary.org/item/36963#page/179/mode/1up online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Morphologie ==&lt;br /&gt;
Das Organ befindet sich an der Oberseite des [[Tarsus (Gliederfüßer)|Tarsus]], dem letzten Beinsegment des ersten Beinpaars (Vorderbeine). Es besteht aus jeweils zwei benachbarten Strukturen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Organe de Haller d&amp;#039;une nymphe d&amp;#039;Ixodes ricinus.tif|alternativtext=Elektronenmikroskopische Aufnahme des Haller-Organ einer Nymphe von Ixodes ricinus.|mini|Elektronenmikroskopische Aufnahme des Haller-Organ einer Nymphe von &amp;#039;&amp;#039;Ixodes ricinus&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Vorne (distal) am Tarsus befindet sich zum einen eine langgestreckte, mehr oder weniger stark eingetiefte Grube. Dahinter (proximal) liegt eine stark verhärtete (sklerotisierte) hohle Kapsel, die über eine Lücke im Chitinpanzer nach außen geöffnet ist. Von außen sichtbar ist vielfach nur die Öffnung auf einer kuppelförmigen Verdickung, die aus dem Oberteil der Kapsel besteht. Bei manchen Gattungen wie &amp;#039;&amp;#039;[[Ixodes]]&amp;#039;&amp;#039; kann die Öffnung aber recht weit sein, sodass weite Anteile der Kapselinnenseite sichtbar sind. Sowohl in der Grube wie auch innerhalb der Kapsel befindet sich eine (artspezifisch unterschiedliche) Anzahl haarähnlicher Gebilde, [[Sensillum|Sensillen]], die [[Sinneszelle]]n enthalten. Die Zahl an Haaren beträgt typischerweise zwischen 15 und 20, davon sind 6 oder 7 frei sichtbar innerhalb der Grube. Die Haarsensillen der Kapsel können teilweise nach außen ragen. Ihre Anordnung in der Kapsel dient vermutlich dem Schutz gegen mechanische Beschädigung, sie schützt auch vor Austrocknung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Sinneshaare in der Kapsel sind mit einer Vielzahl kleiner Öffnungen versehen. Diese Poren an der Oberfläche der Sensillen lassen bereits die Funktion als ein Sinnesorgan mit Chemosensoren vermuten. Flüchtige Substanzen aus der Umgebung können durch die Poren in den hohlen Innenraum (Lumen) eines Sensillums diffundieren. Darin befindet sich eine Ansammlung von Rezeptorneuronen, die [[Olfaktorischer Rezeptor|olfaktorische]] Reize erkennen und weiterleiten können. Doch nicht alle Sinneshaare der distalen Grube haben Poren; möglicherweise dienen einige eher als Feuchterezeptoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hallerschen Organ besitzen Zecken eine Reihe weiterer chemorezeptorischer Sinneshaare, die auf den Tastern (Palpen) seitlich der Mundwerkzeuge und den beiden vorderen Beinpaaren sitzen. Verglichen mit blutsaugenden Insekten ist ihre Anzahl bei diesen Milben gering. Die Gesamtzahl der Chemorezeptoren in allen tarsalen Sinnesorganen liegt bei Zecken kaum höher als etwa 100.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sensorik ==&lt;br /&gt;
Die Rezeptoren ermöglichen es der Zecke, chemische Verbindungen wie [[Kohlendioxid]], [[Ammoniak]], [[Schwefelwasserstoff]] und eine Vielzahl organischer Komponenten wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Benzaldehyd]] wahrzunehmen, die im Atem oder Schweiß ihrer Wirtsarten vorkommen. Dabei besitzen verschiedene Rezeptoren unterschiedliche Zielmoleküle und Empfindlichkeiten. [[Phenole|Phenolrezeptoren]] erkennen Phenolverbindungen wie o-Chlorphenol, o-Bromphenol, o-Methylphenol und einige Derivate; [[Lacton]]rezeptoren erkennen γ-Valerolacton. Sensillen mit Empfindlichkeit gegenüber [[Buttersäure]] kommen vor, dieser Sinn ist aber weit weniger ausschlaggebend für die Wirtsfindung, als nach Pionieruntersuchungen (vor den 1950er Jahren) angenommen worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zecke ist wahrscheinlich in der Lage, mögliche Wirte über weite Entfernungen (10–15&amp;amp;nbsp;m) wahrzunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;S.A. Leonovich: &amp;#039;&amp;#039;Phenol and lactone receptors in the distal sensilla of the Haller’s organ in Ixodes ricinus ticks and their possible role in host perception.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Exp Appl Acarol.&amp;#039;&amp;#039; 2004;32(1-2), S. 89–102, PMID 15139275.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der tropischen Rinderzecke &amp;#039;&amp;#039;[[Amblyomma variegatum]]&amp;#039;&amp;#039; dient das Organ auch zur Wahrnehmung eines Aggregations-Pheromons. Dieses geben Männchen ab, sobald sie einen Wirt gefunden haben, sie dienen damit den Weibchen und den übrigen Tieren als eine Art „Pfadfinder“. Als eine der Komponenten des Pheromons konnte 2-Nitrophenol identifiziert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Heinz Mehlhorn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedic Reference of Parasitology.&amp;#039;&amp;#039; Springer 2001, ISBN 3-540-66239-1.&lt;br /&gt;
* Pascal Steullet: &amp;#039;&amp;#039;Perception of vertebrate volatiles in the tropical bont tick, Amblyomma variegatum Fabricius.&amp;#039;&amp;#039; Thèse présentée à la Faculté des Sciences de l&amp;#039;Université de Neuchâtel pour obtenir le grade de docteur es sciences. 1993.&lt;br /&gt;
* [[Rainer F. Foelix]], Richard C. Axtell: &amp;#039;&amp;#039;Ultrastructure of Haller&amp;#039;s Organ in the Tick Amblyomma americanum.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Zellforschung.&amp;#039;&amp;#039; 124, 1972, S. 275–292.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie (Wirbellose)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Felsenbirne42</name></author>
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