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	<title>Halbschmarotzer - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T02:29:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Halbschmarotzer&amp;diff=175613&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;George Chernilevsky: Bild</title>
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		<updated>2026-01-19T20:51:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bild&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Viscum album 2026 G1.jpg|mini|Die Mistel, ein heimischer Halbschmarotzer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halbschmarotzer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halbparasiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hemiparasiten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;; griech. &amp;#039;&amp;#039;hemi&amp;#039;&amp;#039; = halb) sind [[Samenpflanzen|Blütenpflanzen]] ([[Phytoparasitismus|Phytoparasiten]]), die ihren [[Wirt (Biologie)|Wirtspflanzen]] mit Hilfe spezieller Saugorgane ([[Haustorien]]) Wasser und [[Nährsalze]] entziehen, so dass sie teils [[Heterotrophie|heterotroph]] und teils [[Autotrophie|autotroph]] leben. Diese Pflanzen ernähren sich somit nur anteilig [[Parasit|parasitär]]&amp;lt;ref name = Hemiparasiten&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/hemiparasiten/31280 &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Biologie: Hemiparasiten.&amp;#039;&amp;#039;] [[Spektrum der Wissenschaft]], abgerufen am 24. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als die [[Vollschmarotzer]] (Holoparasiten; griech. &amp;#039;&amp;#039;holos&amp;#039;&amp;#039; = ganz), besitzen sie [[Chlorophylle|Chlorophyll]] und betreiben [[Photosynthese]], so dass sie die ihren Wirten entnommenen Stoffe selbständig zu [[Kohlenhydrate|organischen Kohlenstoffverbindungen]] weiterverarbeiten. Teilweise gewinnen sie ihre Nährstoffe jedoch auch [[Heterotrophie|heterotroph]]. So ist beispielsweise die [[Misteln|Mistel]] nur an das [[Xylem]] ihres Wirtes angeschlossen.&amp;lt;ref name = Hemiparasiten/&amp;gt;&amp;lt;ref name = Zoo&amp;gt;[https://www.zoobasel.ch/de/aktuelles/blog/1/zwischen-den-gehegen/77/ein-halbparasit-die-mistel/ &amp;#039;&amp;#039;Ein Halbparasit: die Mistel.&amp;#039;&amp;#039;] [[Zoo Basel]], abgerufen am 24. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidungskriterien ==&lt;br /&gt;
Neben [[Fakultative Parasiten|fakultativen Halbschmarotzern]], die sich auch ohne Wirtspflanzen fortpflanzen können, gibt es [[Obligate Parasiten|obligate Hemiparasiten]], die zur Blüten- und Fruchtbildung unbedingt auf den Anschluss an Wirtspflanzen angewiesen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Vollschmarotzern sind Halbschmarotzer zumeist wenig wirtsspezifisch. Hemiparasitäre [[Sommerwurzgewächse]] zapfen, teilweise sogar gleichzeitig, bei einer Reihe von Wirtsarten Wasser und Nährstoffe ab. Diese können sowohl [[Rosengewächse]] sein, [[Hülsenfrüchtler]], als auch [[Lippenblütengewächse]], [[Korbblütler]], [[Sauergräser]] oder [[Süßgräser]]. Bestimmte Pflanzen, wie beispielsweise [[Orchideen]], werden dagegen streng gemieden. Auch Selbstparasitismus kommt vor.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Christian Weber: &amp;#039;&amp;#039;Über Wirtspflanzen und Parasitismus einiger mitteleuropäischer Rhinanthoideae (Scrophulariaceae)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Systematics and Evolution&amp;#039;&amp;#039; 125 (1976), S. 97–107, {{doi|10.1007/BF00986775}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Lytton J. Musselmann &amp;amp; William F. Mann Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Host plants of some Rhinanthoideae (Scrophulariaceae) of eastern North America. &amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plant Systematics and Evolution&amp;#039;&amp;#039; 127 (1977), S. 45–53, {{doi|10.1007/BF00988018}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen ==&lt;br /&gt;
[[File:Gravity Discovery Centre - Native Christmas Tree.jpg|thumb|&amp;#039;&amp;#039;[[Nuytsia floribunda]]&amp;#039;&amp;#039;, der auch „Australischer Weihnachtsbaum“ genannt wird, wächst zu einem Baum heran.]]&lt;br /&gt;
Die Auswirkungen von Halbschmarotzern auf die mit ihnen zusammen wachsenden Pflanzen sind nicht notwendigerweise negativ.&amp;lt;ref&amp;gt;Malcolm C. Press: &amp;#039;&amp;#039;Dracula or Robin Hood? A functional role for root hemiparasites in nutrient poor ecosystems&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oikos&amp;#039;&amp;#039; 82 (1998), S. 609–611, {{ISSN|1600-0706}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; So zeigten Untersuchungen in [[nährstoff]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;armen, sub[[Arktis|arktischen]] [[Pflanzengemeinschaft]]en, dass Halbschmarotzer in ihren Blättern höhere Stickstoffgehalte hatten als [[Zwergsträucher]], [[Gräser]] und [[krautige Pflanzen]]. Dadurch werden der Abbau der [[Streu (Ökologie)|Blattstreu]] und der Nährstoffkreislauf beschleunigt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen M. Quested, Malcolm C. Press, Terry V. Callaghan &amp;amp; Hans J. Cornelissen: &amp;#039;&amp;#039;The hemiparasitic angiosperm &amp;#039;&amp;#039;Bartsia alpina&amp;#039;&amp;#039; has the potential to accelerate decomposition in sub-arctic communities&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Oecologia&amp;#039;&amp;#039; 130 (2002), S. 88–95 ([[doi:10.1007/s004420100780]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall der Mistel kommt es allerdings vor, dass die Wirtsbäume stark geschädigt werden, falls zu viele Misteln ihm Wasser und Mineralsalzen abzapfen.&amp;lt;ref name = Zoo/&amp;gt; Obwohl die Mistel mitunter sogar für das Absterben von Bäumen sorgt, fördert ihre Anwesenheit die [[Artenvielfalt]]. [[Weißbeerige Mistel]]n reduzieren die Ernten sowohl im [[Obstbau]] als auch in der [[Forstwirtschaft]]. In  Mischwäldern mit einem erhöhten Anteil von Nadelbäumen schwächt die Mistel diese, was dafür sorgt, dass anderen Pflanzen mehr Raum zur Verfügung steht. Das Wurzelwerk und die Baumkrone befallener Bäume sind schwächer ausgeprägt und in den Nadeln werden zudem mehr Nährstoffe eingelagert, was die Qualität des umliegenden Waldbodens erhöht und jungen Sprösslingen so das Wachstum erleichtert.&amp;lt;ref name = NZZ&amp;gt;[https://www.nzz.ch/wissenschaft/die-mistel-traditionelle-heilpflanze-kultur-und-mehr-wissen-ld.1863065 &amp;#039;&amp;#039;Die Mistel: O du charismatischer Parasit.&amp;#039;&amp;#039;] [[Neue Zürcher Zeitung]], abgerufen am 24. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
Zu den [[Sandelholzartige]]n zählen über 2.500 Parasiten und Halbparasiten, deren unterschiedliche Arten überall auf der Welt vertreten sind.&amp;lt;ref name = NZZ/&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Beispiele aus Europa === &lt;br /&gt;
* [[Misteln|Mistel]]&lt;br /&gt;
* [[Läusekraut]]&lt;br /&gt;
* [[Wachtelweizen]]&lt;br /&gt;
* Diverse [[Klappertöpfe|Klappertopf]]arten, einschließlich [[Großer Klappertopf]] und [[Drüsiger Klappertopf]]&lt;br /&gt;
* [[Zahntroste]], wie der [[Odontites hollianus|Madeira-Augentrost]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Außereuropäische Standorte ===&lt;br /&gt;
* [[Sandelholzbaum]], ursprünglich aus [[Indonesien]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Nuytsia floribunda]]&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Riemenblumengewächse|Riemenblumengewächs]] aus [[Australien]]&amp;lt;ref name =&amp;quot;australiangeographic&amp;quot;&amp;gt;[https://www.australiangeographic.com.au/topics/wildlife/2017/05/australias-giant-parasitic-christmas-tree/ &amp;#039;&amp;#039;Australia’s giant parasitic Christmas tree.&amp;#039;&amp;#039;] Australian Geographic, abgerufen am 24. Februar 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Bornmuellerantha aucheri]], ein [[Sommerwurzgewächse|Sommerwurzgewächs]] aus [[Vorderasien]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/hemiparasiten/31280 Lexikon der Biologie – Hemiparasiten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stoffwechsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernährungstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;George Chernilevsky</name></author>
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