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	<title>Halbbrigade - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Halbbrigade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (frz.: &amp;#039;&amp;#039;demi-brigade&amp;#039;&amp;#039;) war eine taktische Formation aus drei oder mehr [[Bataillon]]en, die besonders im [[Französische Streitkräfte|Französischen Militär]] während der [[Koalitionskriege]] Bedeutung erlangte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im [[Heer]] des schwedischen Königs [[Gustav II. Adolf|Gustav Adolf]] gab es eine Gefechtsaufstellung mehrerer [[Infanterie]]-Regimenter, die als &amp;#039;&amp;#039;Halbbrigade&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde. Dies war jedoch keine administrative Einheit, sondern lediglich eine &amp;#039;&amp;#039;ad hoc&amp;#039;&amp;#039; formierte Aufstellung zur Schlacht. Erst zur Zeit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wurden die &amp;#039;&amp;#039;Halbbrigaden&amp;#039;&amp;#039; zu einer festen Institution.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Koalitionskrieg|ersten Koalitionskrieges]] wurde von [[Wohlfahrtsausschuss]] und [[Nationalkonvent]] 23. August 1793 die &amp;#039;&amp;#039;[[levée en masse]]&amp;#039;&amp;#039;, beschlossen. Es begann eine allgemeinen Mobilisierung der Bevölkerung, die auch die Einberufung von etwa 300.000 Soldaten einschloss und die personelle Stärke des französischen Heeres auf über eine Million Mann anwachsen ließ. Anders als die verbliebenen regulären Truppen waren die neu ausgehobenen Verbände jedoch nicht nur schlecht ausgebildet, sondern zeigten auch eine schlechte Disziplin und Kampfmoral. Sie waren nicht in der Lage, unter Feuer die komplizierten [[Militärmanöver|Manöver]] der [[Lineartaktik]] auszuführen. Statt in Linie und Kolonne kämpften sie bestenfalls in losen Schützenschwärmen, im Feuerkampf statt mit dem von den Linien- und Freiwilligentruppen bevorzugten &amp;#039;&amp;#039;[[Nahkampf|arme blanche]]&amp;#039;&amp;#039;, und waren daher kaum in der Lage, Gelände gegen einen angreifenden Feind zu halten oder im Angriff Gelände zu gewinnen. Nicht selten ergriffen diese Truppen unter dem Druck des Feindes die Flucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hew Strachan: &amp;#039;&amp;#039;European Armies and the Conduct of War&amp;#039;&amp;#039;, London 2005, S. 40f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Formierung der Halbbrigaden (&amp;#039;&amp;#039;demi-brigades&amp;#039;&amp;#039;), durch Dekret des [[Nationalkonvent]]s vom 21. Februar 1793, das auf Initiative des Kriegsministers [[Lazare-Nicolas-Marguerite Carnot]] zurückging, wurde versucht, die Schwächen der Wehrpflichtigenverbände zu kompensieren, indem man sie in gemischten Verbänden mit regulären Truppen zusammenfasste und die alte [[Regiment]]sstruktur auflöste. Auf diese Weise entstanden 209 Halbbrigaden der Linie (&amp;#039;&amp;#039;demi-brigades de bataille&amp;#039;&amp;#039; oder „demi-brigades premiére formation“) und 42 Halbbrigaden leichter Fußtruppen (&amp;#039;&amp;#039;demi-brigades légères&amp;#039;&amp;#039;). Der hohe Anteil [[Leichte Infanterie|leichter Infanterieeinheiten]], in anderen Ländern eine kleine elitäre [[Truppengattung]], war ebenso ein Zugeständnis an die Kampfweise der ungedienten Verbände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Premier amalgame}}&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;demi-brigade de ligne&amp;#039;&amp;#039; bestand nach diesem Dekret aus 2.437 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften und war gegliedert in&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=8pMddQkUoU8C&amp;amp;pg=RA6-PA150#PRA6-PA150 &amp;#039;&amp;#039;Décret de la convention nationale. Du 21. Février 1793, l&amp;#039;an second de la Republique Francoise&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiheft zum Militair-Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039; 33. Jahrgang (Sept. 1849), S. 150f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* einen Brigadestab bestehend aus 31 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften&lt;br /&gt;
* drei Bataillone (eines der Regulären Truppen und zwei Bataillone Freiwilliger) mit je&lt;br /&gt;
** einer [[Grenadier]]kompanie, bestehend aus 3 Offizieren und 62 Grenadieren&lt;br /&gt;
** acht [[Füsilier]]kompanien, bestehend aus 3 Offizieren und 86 Schützen&lt;br /&gt;
* einer Feldgeschütz[[Kompanie (Militär)|kompanie]] mit 6 [[Kaliber#Herkunft der Bezeichnung „Kaliber“|vierpfündigen]] Kanonen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch ein weiteres Dekret vom 29. November 1793 stieg die Anzahl der Wehrpflichtigen-Bataillone in einigen Halbbrigaden auf vier bis fünf. Jeweils zwei Halbbrigaden waren einer [[Brigade]] unterstellt, zwei Brigaden bildeten wiederum, zusammen mit anderen Verbänden, eine [[Division (Militär)|Division]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=8pMddQkUoU8C&amp;amp;pg=RA6-PA155 &amp;#039;&amp;#039;Décret de la convention nationale. Du 21. Février 1793, l&amp;#039;an second de la Republique Francoise&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Beiheft zum Militair-Wochenblatt&amp;#039;&amp;#039; 33. Jahrgang (Sept. 1849), S. 155.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Dekret vom 18 [[Nivôse]] an IV (7. Januar 1796) befahl mit der [[Deuxième amalgame]] (Zweite Zusammenlegung) eine Verschmelzung der bestehenden Halbbrigaden zu 100 neuen Linien-Halbbrigaden (jetzt „demi-brigades d’infanterie“ genannt) und 30 Halbbrigaden leichter Infanterie. Diese Zahl wurde mit dem Dekret vom 10 germinal an IV (30. März 1796) auf 110 erhöht. Auf diese Weise reagierte man organisatorisch auf die hohen Verluste, die vor allem durch die hohe Anzahl, weniger durch die Intensität der Gefechte, aber auch durch [[Fahnenflucht]] und Krankheit entstanden (bis 1797 sank die personelle Stärke der französischen Armee auf weniger als 400.000 Mann).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den entstandenen Halbbrigaden bildeten die regulären Bataillone im Gefecht das Rückgrat der Formation und verliehen ihr Standvermögen und Stoßkraft. Gleichzeitig hoffte man, dass die Wehrpflichtigen von den Regulären lernen könnten und ihre Moral und Disziplin durch deren Anwesenheit wachsen würde, zumal alle Bataillone möglichst aus dem gleichen [[Département|Departement]] stammen sollten. Es wurden außerdem die Unterschiede in Besoldung und Ausrüstung beider Formationen beseitigt. Bis zum Ende des ersten Koalitionskrieges 1797 waren aus diesen heterogenen Kampfformationen erfahrene, einheitliche und kampfstarke Verbände geworden. Das gegenseitige Misstrauen zwischen Freiwilligen, Wehrpflichtigen und Regulären war einem eigenen „esprit de corps“ gewichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hew Strachan: &amp;#039;&amp;#039;European Armies and the Conduct of War&amp;#039;&amp;#039;, London 2005, S. 40f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24. September 1803 bestimmte ein Erlass des Ersten Konsuls [[Napoléon Bonaparte]], dass die Halbbrigaden ihre alte Nummerierung behalten sollten, aber wieder in Regimenter umzubenennen seien, was im Jahre [[1804]] auch geschah. Die Bezeichnung blieb jedoch für Verbände bestehen, die schnell aus verschiedenen kleineren Einheiten zusammengesetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letzter Verband  der französischen Heeres führt aktuell die &amp;#039;&amp;#039;[[13e demi-brigade de Légion étrangère]]&amp;#039;&amp;#039; diese Bezeichnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Siegfried Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Taktik und Strategie der Revolutionskriege 1792-1848&amp;#039;&amp;#039;, Bonn 1988. ISBN 3-8289-0521-8&lt;br /&gt;
* Frankenberg: &amp;#039;&amp;#039;Halbrigade&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bernhard von Poten]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch der gesamten Militärwissenschaften&amp;#039;&amp;#039; 4. Band, Leipzig 1878, S. 244. [http://www.archive.org/details/handwrterbuchde07potegoog Online]&lt;br /&gt;
* Carl Schulze, / Torsten Verhülsdonk: &amp;#039;&amp;#039;Napoleonische Kriege&amp;#039;&amp;#039;, Herne 1996. ISBN 3-932077-00-8&lt;br /&gt;
* Hew Strachan: &amp;#039;&amp;#039;European Armies and the Conduct of War&amp;#039;&amp;#039;, London 2005. ISBN 0-415-07863-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.1789-1815.com/arfr7_vts.htm Amalgames] (frz.) – nahezu vollständiger Überblick über die Umformierungen der beiden Verschmelzungen von 1793 und 1796&lt;br /&gt;
* [https://www.demi-brigade.org 22e demi-brigade de ligne - an XI] – Re-Enactment Einheit einer Demi-Brigade des Konsulats&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brigade]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Französische Militärgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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