<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hain</id>
	<title>Hain - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Hain"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hain&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T03:39:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hain&amp;diff=49699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jonas aus Großwechsungen2: /* Orts- und Flurnamen */Ortsname Hainrode/Hainleite bei Bleicherode im Landkreis Nordhausen Beispielsweise ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hain&amp;diff=49699&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-10-11T22:19:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Orts- und Flurnamen: &lt;/span&gt;Ortsname Hainrode/Hainleite bei Bleicherode im Landkreis Nordhausen Beispielsweise ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt Hain in der ursprünglichen Bedeutung, weitere Bedeutungen unter [[Hain (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Baumgruppe|Siehe auch: [[Baumartengruppe]].}}&lt;br /&gt;
{{Weiterleitungshinweis|Wäldchen|Siehe auch: [[Preußisch Wäldchen]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Sacred Grove (1882) - Arnold Böcklin (Kunstmuseum Basel).jpg|mini|hochkant=1.2|&amp;#039;&amp;#039;Heiliger Hain&amp;#039;&amp;#039; (Ölgemälde von [[Arnold Böcklin]], 1882)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gehölz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wäldchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein kleiner [[Wald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Pfarrkirche weissenbach an d Triesting-kirchenplatz-winter.jpg|mini|Lindenhain (angelegt 1893) vor der [[Pfarrkirche Weissenbach an der Triesting]], [[Niederösterreich]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Wittelsbacherpark Hain.JPG|mini|Der [[Rudolf-Diesel-Gedächtnishain]] (seit 1957) im Augsburger [[Wittelsbacher Park]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039; entstand im 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert aus [[mittelhochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;hagen&amp;#039;&amp;#039; für „gehegter Wald“, als eine Variante von &amp;#039;&amp;#039;[[Hag]]&amp;#039;&amp;#039; (vgl. [[Hainbuche]], Hagebuche) und gilt in dieser Bedeutung heute als veraltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 24. Auflage, 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es wird heute primär im Sinne „Wäldchen, Baumgruppe“ verwendet, also für einen kleinen Wald oder ein Gehölz.&amp;lt;ref&amp;gt;Mackensen: &amp;#039;&amp;#039;Großes Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Bedeutungsentwicklung und -ausdehnung des Begriffs Hain auf einen „gehegten und gefriedeten Wald, in dem eine Gottheit verehrt wird“ („heiliger Hain“) und auf landwirtschaftliche Flächen („Rebenhain“) waren insbesondere [[Martin Luther]] (1483–1546) und später [[Friedrich Gottlieb Klopstock]] (1724–1803) verantwortlich.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Belegstellen in &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm&amp;#039;&amp;#039;, 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. S. Hirzel, Leipzig 1854–1960. Im Kluge (2002) und im &amp;#039;&amp;#039;Etymologie-Duden&amp;#039;&amp;#039; (1989) wird nur Klopstocks Bedeutung herausgestellt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem findet sich &amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039; in der Bedeutung von „Lustwald“ und „[[Park]]“, sowie als Wortbestandteil in Fügungen wie &amp;#039;&amp;#039;Friedenshain&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Totenhain&amp;#039;&amp;#039;, mit denen Waldfriedhöfe gemeint sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Belegstellen in &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm&amp;#039;&amp;#039;, 16 Bde. [in 32 Teilbänden], S. Hirzel, Leipzig 1854–1960. Der „Friedenshain“ ist dort zusätzlich einzeln lemmatisiert.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luther verwendete &amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039; in seiner Bibelübersetzung ins Deutsche. [[Christoph Martin Wieland]] und Klopstock nahmen das Wort wieder auf. In Klopstocks Vorstellungswelt war der Hain Sitz und Symbol der [[Germanen|germanisch]]en Dichtkunst.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Duden Etymologie. Herkunftswörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, Dudenverlag, 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter seinem Einfluss begründete [[Johann Heinrich Voß]] mit seinen Dichterfreunden in Göttingen 1772 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039; einen Dichterbund, der 1804 in &amp;#039;&amp;#039;[[Hainbund]]&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde. Der „Hain“ wurde dann zu einem allgemeinen literarischen [[Topos (Geisteswissenschaft)|Topos]]. [[Johann Wolfgang Goethe|Goethes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Iphigenie auf Tauris]]&amp;#039;&amp;#039; von 1786 beginnt mit den Zeilen: &amp;#039;&amp;#039;Heraus in eure Schatten, rege Wipfel&amp;amp;nbsp;/ Des alten, heil’gen, dichtbelaubten Haines&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Orts- und Flurnamen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hain&amp;#039;&amp;#039; findet sich – ebenso wie &amp;#039;&amp;#039;[[Hag]]&amp;#039;&amp;#039; – als Namensbestandteil in vielen deutschsprachigen Ortsnamen, beispielsweise [[Hainburg]], [[Haindorf]], [[Hainfeld]], [[Hainrode (Bleicherode)|Hainrode]] und [[Hainholz (Hannover)|Hannover-Hainholz]], oder [[Belgershain]], [[Berlin-Friedrichshain]], [[Dreieichenhain]], [[Hirzenhain]] und [[Ziegenhain]], oder als [[Hainleite]] und [[Hainich]], zwei Höhenzüge in Nordwest-[[Thüringen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Haine“ im Altertum ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche antike Belegstellen geheiligter Waldstücke wurden mit dem Wort „Hain“ ins Deutsche übersetzt und reicherten ihrerseits den Begriff mit sakralen und poetischen [[Konnotation]]en an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altes Israel ===&lt;br /&gt;
[[Abraham]] ließ sich im Heiligen Land nieder (1. Mose, 13, 18, in Luthers Urfassung von 1545): „Also erhub Abram seine Hütten | kam und wonet im Hayn [[Mamre]] | der zu [[Hebron]] ist | Vnd bawet daselbs dem [[Jahwe|HERRN]] einen Altar.“&amp;lt;ref&amp;gt;Edition [[Hans Volz]], dtv, München 1974, ISBN 3-423-06031-X.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Griechen und Römer ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Antikes Olympia Stadion.JPG|mini|Der heilige Hain von Olympia (Teilansicht)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Griechen wählte man ein Waldstück aus und weihte es einer Gottheit, der man darin bald auch Altäre, Tempel und Statuen errichtete. Stehende Begriffe im Deutschen wurden seit dem [[Neuhumanismus]] der Eichenhain von [[Dodona]], der heilige Hain (die &amp;#039;&amp;#039;Altis&amp;#039;&amp;#039;) zu [[Olympia (Griechenland)#Altis|Olympia]], der [[Erinnyen|Eumeniden]]&amp;amp;shy;hain am [[Kolonos]] nahe [[Athen]]&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. den &amp;#039;&amp;#039;[[Ödipus auf Kolonos]]&amp;#039;&amp;#039; des [[Sophokles]].&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Hain der [[Artemis Ephesia|Artemis]] bei [[Ephesos]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Korinth vgl. [[Friedrich Schiller]], &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kraniche des Ibykus]]&amp;#039;&amp;#039;: „Und in Poseidons Fichtenhain&amp;amp;nbsp;/ Tritt er mit frommem Schauder ein.“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch für den &amp;#039;&amp;#039;lucus&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;nemus&amp;#039;&amp;#039;) der Römer setzte sich das Wort „Hain“ im Deutschen durch, so für den Hain der [[Egeria (Mythologie)|Egeria]] bei [[Ariccia|Aricia]], den der [[Furien]] bei [[Rom]] und den [[Muse (Mythologie)|Musenhain]] in [[Latium]].&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Heiliger Hain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Germanen ===&lt;br /&gt;
In ähnlicher Weise begegnet man bei den [[Germanen]] der Verehrung geheiligter Waldungen und Bäume (vgl. [[Baumkult]], [[Irminsul]]; unter den Bäumen galt vornehmlich die [[Gemeine Esche|Esche]] als heilig, vgl. [[Yggdrasil]], sodann die [[Linden (Botanik)|Linde]], auch [[Ulme]], [[Eiche]] oder [[Tannen|Tanne]]). Das Bestehen der Sitte für die vorchristliche Zeit erwähnt schon [[Tacitus]], und weiter wird sie oft bestätigt, so ordnete [[Arminius]] seine Scharen in einem Hain, und in einem solchen versammelte auch [[Civilis]] seine [[Bataver]] zu Schmaus und Beratung. Wer als Verfolgter in einen heiligen Hain fliehen konnte (oder den Schatten eines heiligen Baums erreichte), war unverletzlich. Mit dem Aufblühen der [[Germanistik#Geschichte der Germanistik|Altgermanistik]] wurde auch hier die Bezeichnung „Hain“ für die entsprechenden Begriffe der meist lateinischen Schriftquellen gewählt.&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Semnonenhain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Volkspark Friedrichshain|Friedrichshain]] (Berlin): Erste kommunale Parkanlage Berlins (später Volkspark Friedrichshain)&lt;br /&gt;
* [[Heiliger Hain (Begriffsklärung)]]&lt;br /&gt;
* [[Kaiser-Wilhelm-Hain (Wuppertal)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hain}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4471182-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldtyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum (Mythologie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flurname]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jonas aus Großwechsungen2</name></author>
	</entry>
</feed>