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	<title>Haifischknorpel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T01:13:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haifischknorpel&amp;diff=780183&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rjh: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-06-16T13:59:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Bei &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haifischknorpel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um [[Knorpel]] von [[Haie]]n, der in getrockneter und pulverisierter Form als [[Nahrungsergänzungsmittel]] im Handel erhältlich ist. Die Präparate werden als Mittel zur „Stärkung der Gelenke“ für Menschen mit Verschleißerscheinungen der [[Gelenk (Anatomie)|Gelenke]], [[Osteoporose]] und [[Arthritis]] beworben, auch als Therapeutikum gegen [[Schuppenflechte]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angela Clausen, Volker Clausen |Titel=Wundermittel gegen Krebs?: Nahrungsergänzungsmittel auf dem Prüfstand |Auflage=1 |Verlag=Verbraucherzentrale NRW |Ort=Düsseldorf |Datum=2012-07-31 |ISBN=978-3-86336-209-6 |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit den 1980er Jahren wird in Publikationen insbesondere behauptet, Präparate mit Haifischknorpel seien geeignet, [[Krebs (Medizin)|Krebs]] vorzubeugen oder sogar zu heilen. Ein Wirksamkeitsnachweis für alle behaupteten Effekte fehlt; da sie nicht als [[Arzneimittel]] zugelassen sind, dürfen von den Herstellern keine dementsprechende Heilungsversprechen gemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bekannteste Mittel dieser Art in Deutschland und in der Schweiz heißt &amp;#039;&amp;#039;Haifit&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
Um ein Kilogramm Haiextrakt herzustellen, werden 50 Kilogramm Hai benötigt. Verwendet werden die getrockneten und pulverisierten [[Knorpelfische|Skelette von Haien]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Der weltweit größte Lieferant von Haiknorpel ist die Firma &amp;#039;&amp;#039;Shark Technology&amp;#039;&amp;#039; in [[Costa Rica]], die von William Lane gegründet wurde. In den 1990er Jahren verarbeitete sie nach eigenen Angaben täglich 200 Tiere. Aus Costa Rica wird das Pulver in die USA exportiert und dort für den europäischen Markt verarbeitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mare.de/mare/hefte/beitrag-buend.php?id=261&amp;amp;&amp;amp;heftnummer=14 |text=Mare No. 14: Der Hai kann den Krebs nicht besiegen |wayback=20051215151645 |archiv-bot=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Haiextrakt wird auch Kosmetika zugesetzt. Die Hersteller der Haiknorpel-Präparate erklären, dass für die Produkte nicht eigens Haie gefangen werden, sondern es handele sich um „[[Beifang (Fischerei)|Beifang]]“, beispielsweise aus der [[Thunfisch]]-Fischerei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot;&amp;gt;[http://www.sharkinfo.ch/SI1_96d/knorpel.html Shark Info: Haiknorpel gegen Krebs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschung und Publikationen ==&lt;br /&gt;
1983 stellten zwei Forscher in [[Massachusetts]] bei Laborversuchen fest, dass Knorpelextrakte von Kälbern und auch von Haien &amp;#039;&amp;#039;[[in vitro]]&amp;#039;&amp;#039; das Wachstum von neuen [[Blutgefäß]]en verhindern. Bei Mäusen und Ratten ließ sich durch das Einpflanzen von Haiknorpel das Wachstum von [[Tumor]]zellen nicht verhindern, aber verlangsamen. Tumore benötigen ein eigenes Netz von Blutgefäßen, um zu wachsen. Eine abtötende Wirkung auf bereits vorhandene Tumorzellen habe der Extrakt bei diesen Versuchen nicht. Für die Wirkung werden zwei aus dem [[Hammerhaie|Hammerhai]] isolierten [[Glykoproteine]] Sphyrnastatin 1 und 2 vorgeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Publikation dieser Ergebnisse begann der Biochemiker Lane, damals Präsident der amerikanischen &amp;#039;&amp;#039;Fishmeal Trade Association&amp;#039;&amp;#039;, sich für die Erforschung von Haiknorpel und deren Nutzung zu interessieren. Als Regierungsbeauftragter der US-Regierung war es seine Aufgabe, nach neuen Investitionsmöglichkeiten für die Fischindustrie zu suchen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 veröffentlichte Lane ein Buch unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Sharks don&amp;#039;t get cancer&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; das 1994 mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Warum Haie gegen Krebs immun sind&amp;#039;&amp;#039; auf Deutsch erschien. Darin verweist er vor allem auf die Ergebnisse aus Massachusetts; unabhängige klinische Studien liegen nicht vor. Lane empfiehlt Haiknorpel jedoch auch bei [[Psoriasis]], [[Diabetische Retinopathie|diabetischer Retinopathie]], [[Glaukom]], [[Enteritis]] und [[Arthritis]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lane nennt als tägliche Dosis für einen Erwachsenen 80 Gramm Pulver, wenn es oral eingenommen wird. Er empfiehlt jedoch die [[rektal]]e Aufnahme als [[Einlauf (Medizin)|Einlauf]]; dafür seien 20 Gramm ausreichend.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozesse ==&lt;br /&gt;
Ende 1999 klagte die amerikanische &amp;#039;&amp;#039;[[Food and Drug Administration]]&amp;#039;&amp;#039; (FDA) als Kontrollbehörde für Arzneimittel gegen die Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;LaneLabs&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Cartilage Consultants&amp;#039;&amp;#039; wegen unlauterer Werbung mit falschen Aussagen für das Haiknorpelpräparat &amp;#039;&amp;#039;BeneFin&amp;#039;&amp;#039; und eine Sonnencreme. Eigentümer von &amp;#039;&amp;#039;Cartilage&amp;#039;&amp;#039; ist William Lane, Präsident von &amp;#039;&amp;#039;LaneLabs&amp;#039;&amp;#039;, und sein Sohn Andrew Lane. Am 30. Juni 2000 untersagte die zuständige amerikanische Handelskommission [[Federal Trade Commission|FTC]] die Werbeaussage, es handele sich um „klinisch getestete“ Krebsmittel und verurteilte &amp;#039;&amp;#039;LaneLabs&amp;#039;&amp;#039; zur Zahlung von einer Million US-Dollar als Strafe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shark&amp;quot;&amp;gt;[http://www.sharkinfo.ch/SI3_00d/knorpel.html Shark Info: Das brutale Geschäft mit Haiknorpel und Krebs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 verklagte der &amp;#039;&amp;#039;Haifit&amp;#039;&amp;#039;-Hersteller &amp;#039;&amp;#039;Medisana&amp;#039;&amp;#039; den Marburger Apotheker Gregor Huesmann, weil dieser das Präparat im Schaufenster als „Scheiß des Monats“ angeprangert und als unwirksam und völlig überteuert bezeichnet hatte. Nach Medienberichten über die Aktion war der Umsatz des Präparats deutlich zurückgegangen. &amp;#039;&amp;#039;Medisana&amp;#039;&amp;#039; klagte auf [[Unterlassen (Deutschland)|Unterlassung]] und 300.000 Mark [[Schadenersatz]]. 1998 untersagte das Oberlandesgericht München als letzte Instanz Huesmann zwar einige Formulierungen. Er durfte jedoch weiterhin behaupten, den Verbrauchern sei durch entsprechende Formulierungen eine Heilwirkung vorgetäuscht worden. Die Schadenersatzforderung wurde abgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.oekotest.de/cgi/nw/nwgs.cgi?doc=9368 |text=Ökotest (1998) |wayback=20070930152517 |archiv-bot=}} und getoese.de: {{Webarchiv|url=http://www.getoese.de/tauchen/themen/haie_wunderhai.htm |wayback=20061021200214 |text=Der Hai – das Wundermittel }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bewertung und Kritik ==&lt;br /&gt;
* Die Behauptung, dass Haie keinen Krebs bekommen, ist falsch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Edzard Ernst]] |Titel=Heilung oder Humbug?: 150 alternativmedizinische Verfahren von Akupunktur bis Yoga |Auflage=1 |Verlag=Springer |Ort=Berlin |Datum=2020-12-02 |ISBN=978-3-662-61708-3 |DOI=10.1007/978-3-662-61709-0 |Seiten=130f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Tumorregister der amerikanischen &amp;#039;&amp;#039;George Washington University&amp;#039;&amp;#039; und in wissenschaftlichen Publikationen sind über 20 Krebsarten bei Haien registriert worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shark&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die beiden aus dem Hammerhais isolierten Sphyrnastatine sollen zwar eine [[Antiangiogenese|antiangiogene]] Aktivität aufweisen. Jedoch werden diese nicht im Darmtrakt absorbiert, so dass nach oraler Einnahme Sphyrnastatine nicht in ausreichend hoher Konzentration in den Blutkreislauf gelangen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Es gibt keine unabhängige wissenschaftliche Studie, die eine Wirkung von Haiknorpel bei menschlichen Krebserkrankungen belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;shark&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegenteil: Wissenschaftler der [[Mayo-Klinik]] konnten in einer Studie keine positiven Effekte von Haiextrakt bei [[Brustkrebs]] und bei [[Darmkrebs]] feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles L. Loprinzi et al. |Titel=Evaluation of shark cartilage in patients with advanced cancer: a North Central Cancer Treatment Group trial |Sammelwerk=Cancer |Band=104 |Nummer=1 |Datum=2005-07-01 |DOI=10.1002/cncr.21107 |PMID=15912493 |Seiten=176–182}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Großteil der ausgewählten Patienten brach die Teilnahme an der Studie ab. Der physische und psychische Zustand der Patienten der Haiknorpelgruppe verschlechterte sich signifikant im Unterschied zur [[Placebo]]-Gruppe. Es wird von beträchtlichen gastrointestinalen Nebenwirkungen berichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=D. R. Miller et al. |Titel=Phase I/II trial of the safety and efficacy of shark cartilage in the treatment of advanced cancer |Sammelwerk=Journal of Clinical Oncology: Official Journal of the American Society of Clinical Oncology |Band=16 |Nummer=11 |Datum=1998-11 |DOI=10.1200/JCO.1998.16.11.3649 |PMID=9817287 |Seiten=3649–3655}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei guten Studien beim [[Bronchialkarzinom]] wurde keine Wirksamkeit belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angela Clausen, Volker Clausen |Titel=Wundermittel gegen Krebs?: Nahrungsergänzungsmittel auf dem Prüfstand |Auflage=1 |Verlag=Verbraucherzentrale NRW |Ort=Düsseldorf |Datum=2012-07-31 |ISBN=978-3-86336-209-6 |Seiten=119}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Einnahme von Haiknorpel wird von mehreren Wissenschaftlern als völlig wirkungslos bezeichnet, da er im Magen von der [[Magensäure]] zersetzt werde und mögliche Wirksubstanzen bei der [[Verdauung]] zerstört würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das [[Deutsches Krebsforschungszentrum|Deutsche Krebsforschungszentrum]] sieht nach derzeitigem Forschungsstand keine Belege für eine tumorspezifische Wirkung von Haiknorpel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Dr. Gerd Büschel von der &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie&amp;#039;&amp;#039; am &amp;#039;&amp;#039;Institut für Medizinische Onkologie&amp;#039;&amp;#039; in [[Nürnberg]] hat erklärt: „Was behauptet wird und was wirklich nachgewiesen ist, klafft weit auseinander. Es handelt sich hier einfach um überzogene Interpretationen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;sharkinfo&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Es gilt als das am meisten beworbene alternativmedizinische Mittel gegen Krebs, 1995 überstieg der jährliche Weltmarkt für Haiknorpelprodukte 30 Mio. Dollar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Wegen der hohen Absatzrate von Produkten mit Haifischknorpel kam es zu einem dramatischen Rückgang einiger Haifischpopulationen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Durch die falschen Werbeversprechen als angebliches Antikrebsmittel können Patienten die tatsächlich wirksamen Therapien verzögern oder aussetzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nahrungsergänzungsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fisch in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hai als Thema]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Alternativmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tierisches Produkt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rjh</name></author>
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