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	<title>Hafenstraße - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;CamelBot: Bot: http2https, linkfix: taz.de; siehe user:CamelBot.</title>
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		<updated>2025-12-23T10:20:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http2https, linkfix: taz.de; siehe &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:CamelBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:CamelBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;user:CamelBot&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Hamburg hafenstrasse von hafen aus.JPG|mini|Häuser der Hafenstraße, Oktober 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hafenstraße 1.jpg|mini|Hafenstraßen-Häuser an der Balduintreppe, April 1989]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hh-onkel-otto.jpg|mini|Balduintreppe, Ecke Bernhard-Nocht-Straße mit der Kneipe &amp;#039;&amp;#039;Onkel Otto&amp;#039;&amp;#039;, Juli 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pincerno - 20. Dezember 1986 001.png|mini|Demonstration für den Erhalt der Hafenstraße am 20.&amp;amp;nbsp;Dezember&amp;amp;nbsp;1986, hier nach ihrem Auftakt in St. Georg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Schlagwort (Linguistik)|Schlagwort]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hafenstraße&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden besonders in Medien und Politik die etwa elf ehemals [[Hausbesetzung|besetzten]], von Abriss bedrohten und in eine [[Genossenschaft]] überführten mehrgeschossigen Wohnhäuser vorwiegend aus der [[Gründerzeit]] in der &amp;#039;&amp;#039;St. Pauli Hafenstraße&amp;#039;&amp;#039; und in der &amp;#039;&amp;#039;[[Bernhard-Nocht-Straße]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Hamburg-St. Pauli|St. Pauli]], [[Hamburg]], [[Deutschland]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Häuser, die um das Jahr 1900 gebaut wurden, befinden sich am [[Hamburger Hafen]] zwischen [[Reeperbahn]] und [[Landungsbrücken]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Der-Kampf-um-die-besetzten-Haeuser,hafenstrasse155.html |titel= Schleichende Besetzung |werk=[[ndr.de]] |datum=2012-11-12 |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die betroffenen Immobilien – Eigentum der [[SAGA Unternehmensgruppe|SAGA]], einer Wohnungsgesellschaft der Stadt Hamburg – standen zeitweise teils leer. Die Gesellschaft hatte die einst architektonisch anspruchsvollen Häuser am Hafenrand über die Jahre verkommen lassen. Auf diesem städtebaulichen Grundstück am Hafenrand sollten Büroimmobilien entstehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;deutschlandfunk191112&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Reiner Scholz |url=https://www.deutschlandfunk.de/das-soziotop-hafenstrasse-100.html |titel=Das Soziotop Hafenstraße |werk=[[deutschlandfunk.de]] |datum=2012-11-12 |abruf=2022-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Wohnungen wurden unter anderem auch an die [[Jusos]] vermietet, die darin eine „Sozialpädagogische Forschungsgemeinschaft“ betrieben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dradio-2012&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.dradio.de/download/155628/ |autor=Axel P. Schröder |titel=Deutschlandradio Kultur – Länderreport – 30 Jahre Hamburger Hafenstraße |werk=dradio.de |datum=2012-01-02 |abruf=2022-08-19 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131020183501/http://www.dradio.de/download/155628/}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Verträge waren kurzfristig kündbar, um problemlos mit den Abrissarbeiten beginnen zu können.&amp;lt;ref name=&amp;quot; deutschlandfunk191112&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Häuserkampf der 1980er Jahre ===&lt;br /&gt;
Ein Teil der Häuser sollte aufgrund eines Baugutachtens, das die Unbewohnbarkeit der Gebäude feststellte, abgerissen werden. Ende 1981 wurden die Häuser während einer Silvesterparty „schleichend besetzt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Der-Kampf-um-die-besetzten-Haeuser,hafenstrasse155.html &amp;#039;&amp;#039;Schleichende Besetzung&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1982 ließ die SAGA die Häuser räumen; zwei Tage später wurden diese von Besetzern „instandbesetzt“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Der-Kampf-um-die-besetzten-Haeuser,hafenstrasse155.html &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf um die besetzten Häuser&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam zu weiteren Auseinandersetzungen, als die SAGA das Erdgeschoss eines der Häuser zumauern ließ und Unbekannte den Eingang der SAGA-Verwaltung in Altona zumauerten. Die Bewohner forderten Verhandlungen um einen Nutzungsvertrag; es kam zu einer Vereinbarung über eine „Winterfestmachung“ und zur Reparatur der Elektrik in den Häusern.&amp;lt;!-- Beleg ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1983 wurden Gelder bewilligt; dennoch gab es erste Ausschreitungen und dann Durchsuchungen einiger Häuser und Festnahmen. Die Stadt Hamburg schrieb einen Architektenwettbewerb zur Neugestaltung des Hafenrandes aus; im Senat wurden Forderungen nach „eindeutigen Rechtsverhältnissen“ laut. Die Besetzer forderten einen Generalnutzungsvertrag für alle Häuser sowie für die vor und zwischen den Häusern liegenden Freiflächen. Im November 1983 wurden auf drei Jahre befristete Mietverträge abgeschlossen. Die Bewohner begannen mit Instandsetzungsarbeiten an den Häusern, um die im Baugutachten festgestellte „Unbewohnbarkeit“ zu entkräften.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag7080.html &amp;#039;&amp;#039;Das Hamburger Wunder&amp;#039;&amp;#039;] wdr.de vom 19. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zwischen Weihnachten und Silvester fanden die ersten „Silvestertage“ statt, eine Mischung aus politischen Treffen, Veranstaltungen und Konzerten. &amp;lt;!---In der Silvesternacht gab es eine Demonstration zur [[Untersuchungshaftanstalt Hamburg|Untersuchungshaftanstalt]] Holstenglacis mit der Forderung nach „Zusammenlegung aller politischer Gefangenen in große Gruppen“. ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1985 wurden zur Unterstützung des Hungerstreiks von RAF-Gefangenen brennende Barrikaden auf der Hafenrandstraße errichtet. Einige Vertreter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, der Innen- und der Baubehörde begannen an einem Plan zur Räumung der Häuser zu arbeiten. Im März wurde die Begehung der Häuser unter Polizeischutz erzwungen. Die [[Hamburgische Electricitäts-Werke|HEW]] kappten mehrere Stromanschlüsse wegen nicht bezahlter Rechnungen, die Polizei machte Durchsuchungen wegen mutmaßlicher Teilnahme von Personen an kriminellen Handlungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst thematisierten Medien den Verdacht, Personen aus dem Umfeld der [[Rote Armee Fraktion]] würden in der Hafenstraße wohnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dradio-2012&amp;quot; /&amp;gt; Der Leiter des Hamburger Verfassungsschutzes, [[Christian Lochte]], gab der [[die tageszeitung|taz]] ein ausführliches Interview, um wie er später zugab, „eine Entsolidarisierung (...) hinzubekommen“. Danach verwüsteten [[Autonome]] die Redaktionsräume der taz Hamburg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Kein-Tennisarm-beim-Werfen/!1214525/]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1986 wurde weiter versucht, der drohenden Räumung und dem Abriss entgegenzuwirken; die Bewohner deckten Dächer neu&amp;lt;ref&amp;gt;Torsten Herrmann (Mabuse), Bewohner der besetzten Häuser: „Die Arbeit wird so abgesprochen zwischen den Leuten, wer Bock drauf hat. ... Morgen früh zum Beispiel werden wir um neun frühstücken und dann aufs Dach gehn ... Dann decken wir die zweite Hälfte ab.“ Juli 1986. In: [[Jörg Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich möchte keine Minute missen. Menschen auf St. Pauli erzählen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl., Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-846-6. S. 207 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; und beschlossen, sich Diskussionen mit gesellschaftlichen Gruppen zu öffnen. Mit ihren kreativen Aktionen auf den Grundstücken der Häuser gewannen sie nicht nur viel öffentliche Aufmerksamkeit, sondern auch die Sympathie zahlreicher Passanten und Bürger. So errichtete Harald Rosenberg einen großen [[Totempfahl]] zur Abschreckung [[Zivilstreife|ziviler Polizisten]].&amp;lt;ref&amp;gt;„Die (Zivilbullen) sind mittlerweile versetzt worden, weil die Angst haben, daß sie da irgendwann mal rangehängt werden.“ Harald Rosenberg, Bewohner der besetzten Häuser. Juli 1986 in: [[Jörg Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich möchte keine Minute missen. Menschen auf St. Pauli erzählen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl., Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-846-6. S. 214&amp;lt;/ref&amp;gt; Torsten Herrmann legte einen [[Biotop]] für „Fische ... Teichrosen und Schilfrohr“ an, wurde aber von einem Einsatzkommando der Polizei überrascht.&amp;lt;ref&amp;gt;„Auf einmal kommen die (Bullen) von drei Seiten anmarschiert im Kampfanzug, Helm auf, Knüppel ... und ich stand da ganz verdattert in der Grube mit meinem Spaten. Ich konnt’ das irgendwie gar nicht fassen.“ Torsten Herrmann. Bewohner der besetzten Häuser. Juli 1986 in: [[Jörg Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich möchte keine Minute missen. Menschen auf St. Pauli erzählen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl., Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-846-6. S. 209&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Haus wurde besetzt und bald darauf wieder geräumt. In einem Großeinsatz der Polizei wurden mehrere Wohnungen durchsucht und geräumt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dradio-2012&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es kam zu einer Demonstration und zu teils militanten Aktionen im Stadtgebiet Hamburgs sowie in verschiedenen Städten Europas. Großeinsätze der Polizei fanden fast regelmäßig statt; sie schlossen Demonstrationen zeitweilig ein. Am 20. Dezember zogen 12.000 Demonstrierende von der Hamburger Innenstadt zur Hafenstraße.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/hafenstrasse155_page-2.html &amp;#039;&amp;#039;„Chaos-Sightseeing“ und Straßenschlachten&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.mopo.de/hamburg/szenen-wie-im-buergerkrieg-hafenstrasse--hier-spricht-ein-ehemaliger-hausbesetzer--7159308 |wayback=20200123064202 |text=Hafenstraße: Hier spricht ein ehemaliger Hausbesetzer!}} mopo.de vom 7. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Demonstranten verletzten dabei keine Polizisten, es kam allerdings zu massiven Körperverletzungen durch die Polizei am Lautsprecherwagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Frühjahr 1987 kam es zu mehreren koordinierten, teils militanten Aktionen an verschiedenen Orten in Hamburg. Im Sommer gelang die offizielle Wiederbesetzung der geräumten Wohnungen. Die Befestigung der Häuser gegen die anstehende Räumung sowie eine breite Öffentlichkeitsarbeit zugunsten einer vertraglichen Lösung bestimmten fortan den Alltag in den Häusern. Während einer Demonstration zur Unterstützung der Besetzung ging der [[Piratensender]] „Radio Hafenstraße“ auf Sendung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://taz.de/Haeuserkampf-in-der-Hafenstrasse/!5080327/ &amp;#039;&amp;#039;Acht Tage im November&amp;#039;&amp;#039;] taz.de vom 2. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als im November 1987 die laufenden Verhandlungen um einen neuen Vertrag zwischen Bewohnern und dem Senat der Freien und [[Hansestadt]] Hamburg beiderseitig als gescheitert angesehen wurden, errichteten Bewohner und Unterstützer Barrikaden um die Häuser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.mopo.de/hamburg/ein-ehemaliger-hausbesetzer-hafenstrasse---wir-wollten-keine-toten-polizisten--7212058 |wayback=20160309210447 |text=Hafenstraße: &amp;quot;Wir wollten keine toten Polizisten&amp;quot; }} mopo.de vom 8. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Besetzer bauten Stahltüren in die Häuser ein, verschweißten und verbarrikadierten die Fenster im Erdgeschoss, versperrten die Treppenhäuser und sicherten die Dächer mit [[NATO-Draht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.mopo.de/hamburg/szenen-wie-im-buergerkrieg-hafenstrasse--hier-spricht-ein-ehemaliger-hausbesetzer--7159308 |wayback=20200123064202 |text=Hafenstraße: Hier spricht ein ehemaliger Hausbesetzer!}} mopo.de vom 7. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; 5000 Polizisten standen zur Stürmung des Geländes bereit.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stern.de/politik/geschichte/hamburger-hafenstrasse-symbol-fuer-den-haeuserkampf-512470.html &amp;#039;&amp;#039;Symbol für den Häuserkampf&amp;#039;&amp;#039;] stern.de vom 9. Juni 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ein Kompromiss wurde schließlich unter Federführung des Ersten Bürgermeisters [[Klaus von Dohnanyi]] erreicht: Am 19. November wurde ein Pachtvertrag unterzeichnet,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; die Barrikaden wurden abgebaut und es kam nach einem 24-stündigen Ultimatum zu einer friedlichen Lösung, für die Dohnanyi später von der [[Theodor-Heuss-Stiftung]] mit einer Medaille geehrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/hafenstrasse155_page-2.html &amp;#039;&amp;#039;„Chaos-Sightseeing“ und Straßenschlachten&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Politik der diplomatischen Toleranz gegenüber der linken Hafenstraßen-Szene hatte in großen Teilen der Bevölkerung allerdings auch den Eindruck der Ungleichbehandlung erweckt und das Vertrauen in den Staat geschwächt, wenn nicht gar erschüttert.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Elschner, Polizeimeister: „Die Leute, die in den Häusern wohnen, die fühlen sich schon so mächtig, weil die schon viele Demonstrationseinsätze überstanden haben ... Wenn jemand in ’ner normalen Mietswohnung im Garten grillt und einer der Anwohner beschwert sich bei der Polizei, dann kommt der Streifenwagen sofort, und die müssen ihren Grill ausmachen, oder der wird einfach weggenommen. Dann müssen die vielleicht noch ’ne Geldstrafe zahln. Aber die in der Hafenstraße, die können machen, was sie wolln. Irgendwie stimmt da doch was nicht!“ Juni 1986 in: [[Jörg Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Ich möchte keine Minute missen. Menschen auf St. Pauli erzählen.&amp;#039;&amp;#039; 1. Aufl., Greno, Nördlingen 1987, ISBN 3-89190-846-6. S. 205&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Blümke, Polizeihauptmeister bei der [[Wasserschutzpolizei]] an den [[Landungsbrücken]]: „Durch die Hafenstraße ist das Rechtsbewusstsein der Leute gestört. Dadurch haben sie das Vertrauen in ihre Polizei oft nicht mehr.“ Mai 1989 in: [[Jörg Otto Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Menschen und großen Pötten. Das Hafenbuch Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz, Hamburg 1996, ISBN 3-930802-30-9. S. 25&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Backhus, Feuerwehrbeamter und [[Deckshelfer|Decksmann]] auf der &amp;#039;&amp;#039;Nostra&amp;#039;&amp;#039; im [[Museumshafen Oevelgönne]]: „Die (Politiker) sind doch ganz froh, dass sie die Hafenstraße noch haben. So können sie ... von sich ablenken, von dem Scheiß, den sie selber machen. ... So, wie ich das seh, hat die Hafenstraße unsere Polizei, unsern Senat, ... so richtig vorgeführt. ... Und nun müssen (d)ie sich ... wieder was (Neues) einfallen lassen, damit sie die Grundstücke kriegen.“ Juni 1989 in: [[Jörg Otto Meier]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Menschen und großen Pötten. Das Hafenbuch Hamburg.&amp;#039;&amp;#039; Dölling und Galitz, Hamburg 1996, ISBN 3-930802-30-9. S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1990 wurden alle Häuser durch Polizei und [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Bundesanwaltschaft]] durchsucht. 1993 wurde die Kündigung des Pachtvertrages wegen Verfehlungen der Bewohner durch das [[Hanseatisches Oberlandesgericht|Hanseatischen Oberlandesgericht]] in Hamburg als rechtmäßig anerkannt. 1994 bot der damalige Bürgermeister [[Henning Voscherau]] (SPD) an, auf Räumung und Abriss zu verzichten, wenn diese die Bebauung der angrenzenden Freifläche akzeptieren würden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;[https://www1.wdr.de/themen/archiv/stichtag/stichtag7080.html &amp;#039;&amp;#039;Das Hamburger Wunder&amp;#039;&amp;#039;] wdr.de vom 19. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bewohner nahmen das Angebot an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Genossenschaftsgründung ===&lt;br /&gt;
1995 verkaufte die Stadt 11 Häuser an die eigens zu diesem Zweck gegründete Genossenschaft „Alternativen am Elbufer“,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/hafenstrasse177_page-2.html Hafenstraße: &amp;#039;&amp;#039;Das war wie eine Dauerdroge&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 20. Oktober 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; die Häuser wurden saniert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/hafenstrasse155_page-2.html &amp;#039;&amp;#039;„Chaos-Sightseeing“ und Straßenschlachten&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; Von den Gesamtkosten, mehr als 9 Millionen Euro, trug die Behörde 3,85 Millionen; die Genossenschaft brachte 1,3 Millionen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stern.de/politik/geschichte/hamburger-hafenstrasse-symbol-fuer-den-haeuserkampf-512470.html &amp;#039;&amp;#039;Symbol für den Häuserkampf&amp;#039;&amp;#039;] stern.de vom 9. Juni 2004&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Entwicklungen ===&lt;br /&gt;
2012 bestand die Hafenstraße aus 12 Häusern im Eigentum einer [[Genossenschaft]]. Im Oktober 2007 kam ein Wohnungsneubau für ca. 40 Bewohner (Wohnprojekt planB)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/hafenstrasse155_page-2.html &amp;#039;&amp;#039;„Chaos-Sightseeing“ und Straßenschlachten&amp;#039;&amp;#039;] ndr.de vom 12. November 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; an der Bernhard-Nocht-Straße 26 hinzu.&lt;br /&gt;
Heute gilt das Viertel etwa in Reiseführern als „hip und schick“.&amp;lt;ref&amp;gt;Doris Brandt: [https://www.zeit.de/hamburg/kultur/2014-09/hamburg-hafenstrasse-geschichte-bewohner &amp;#039;&amp;#039;Als die Linken ein Filetgrundstück eroberten&amp;#039;&amp;#039;], Zeit online vom 21. Oktober 2014, abgerufen am 19. Juli 2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Seit 2016 kommt es zu Konflikten zwischen Anwohnern und der Polizei, weil eine [[Task Force]] der Polizei verstärkt Personen tatsächlich oder vermeintlich schwarzafrikanischer Herkunft im Bereich der Hafenstraße kontrolliert. Hintergrund ist der offen betriebene Drogenhandel durch schwarzafrikanische Flüchtlinge insbesondere an der Balduintreppe. Im Zuge des Konflikts wurde das Auto des Leiters der Task Force von Unbekannten angezündet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.abendblatt.de/hamburg/polizeimeldungen/article208308289/Konflikt-zwischen-Linken-und-Polizei-eskaliert.html|titel=Konflikt zwischen Linken und Polizei eskaliert|autor=Daniel Herder und Christoph Heinemann|werk=www.abendblatt.de|abruf=2017-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Elbmeile (ship, 2005).JPG|mini|Hafenstraße 2013 – Neubauten neben Altbauten. Weithin sichtbarer Protest: „[[kein mensch ist illegal]]“]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Terrible Houses in Danger&amp;#039;&amp;#039;, Winter 1984/85, ca. 45&amp;amp;nbsp;min&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Dachziegel und Pflasterstein&amp;#039;&amp;#039;, 1985, ca. 45&amp;amp;nbsp;min, Film über die Hausbesetzungen Hafenstraße, Chemnitzstraße, Jägerpassage und Pinnasberg&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Augen schließen um besser zu sehen&amp;#039;&amp;#039;, 1986, ca. 20&amp;amp;nbsp;min&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Irgendwie, irgendwo, irgendwann&amp;#039;&amp;#039;, 1987/88, ca. 100&amp;amp;nbsp;min, Wiederbesetzung und Barrikadentage&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Polizeiüberfall auf die Hafenstraße&amp;#039;&amp;#039;, 1989, ca. 20&amp;amp;nbsp;min, Räumung des großen Bauwagenplatzes&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Selbst das kleinste Licht durchbricht die Dunkelheit&amp;#039;&amp;#039;, 1990, ca. 60&amp;amp;nbsp;min, Film über die Durchsuchung der Häuser durch [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|BKA]] und [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Bundesanwaltschaft]] und die darauf folgende Besetzung der [[Kantine]] des [[Stern (Zeitschrift)|Stern]] (Bezug über: [[Medienpädagogik Zentrum Hamburg]] e.&amp;amp;nbsp;V., Susannenstraße 14 c,d, 20357 Hamburg)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Hafentreppe&amp;#039;&amp;#039;, Regie: Thomas Tode &amp;amp; Rasmus Gerlach. D 1991, 75&amp;amp;nbsp;min&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.empire-stpauli.de/online.php Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen.]&amp;#039;&amp;#039; Ein Dokumentarfilm von Irene Bude und Olaf Sobczak, Produktion Steffen Jörg, GWA St. Pauli (Mini-DV, 2009, 85&amp;amp;nbsp;min).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.empire-stpauli.de/file/Filminfo.pdf Empire St. Pauli – von Perlenketten und Platzverweisen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/kultur/kino/st-pauli-dokumentation-vom-rotlichtviertel-zur-sahnelage-a-623399.html St. Pauli Dokumentation vom Rotlichtviertel zur Sahnelage]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ton ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;10 Meter ohne Kopf&amp;#039;&amp;#039;, Live Sampler von Konzerten mit Beiheft, Fishcore und Buback Tonträger, 1991&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://home.wtal.de/ollmann/RUNDFUNKSITUATION/Ton8.wav |wayback=20170915074108 |text=Radio Hafenstraße, Ansage (Ton8 .wav 640k, download) |format= |()= }}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://home.wtal.de/ollmann/RUNDFUNKSITUATION/Ton8.mp3 |wayback=20170915074119 |text=Radio Hafenstraße, Ansage (Ton8 .mp3 400k) |format= |()= }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Michael Hermann u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Hafenstraße – Chronik und Analysen eines Konfliktes&amp;#039;&amp;#039;, Verlag am Galgenberg 1987, ISBN 3-925387-34-X&lt;br /&gt;
* Monika Sigmund: &amp;#039;&amp;#039;Zu bunt… Wandbilder in der Hafenstraße&amp;#039;&amp;#039;, St. Pauli-Archiv e.&amp;amp;nbsp;V. 1996, ISBN 3-00-000713-X&lt;br /&gt;
* Carl-Heinz Mallet: &amp;#039;&amp;#039;Die Leute von der Hafenstraße: Über eine andere Art zu leben&amp;#039;&amp;#039;, Edition Nautilus 2000, ISBN 3-89401-346-X&lt;br /&gt;
* André Scheer: &amp;#039;&amp;#039;Hier spricht Radio Hafenstraße: Sendetexte eines freien Radios in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, Schriftenreihe Politische Untergrundsender, 5, 1987, ISBN 3-86071-205-5&lt;br /&gt;
* Kurzwellen-Pressedienst (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Radio Hafenstraße&amp;#039;&amp;#039;, Heiße Phase in Hamburg (November 1987), Radio von unten Tonstudio, ISBN 3-86071-129-6, 1987&lt;br /&gt;
* Werner Lehne: &amp;#039;&amp;#039;Der Konflikt um die Hafenstraße: Kriminalitätsdiskurse im Kontext symbolischer Politik&amp;#039;&amp;#039;, Hamburger Studien zur Kriminologie, 18, Centaurus-Verl.-Ges. 1994, ISBN 3-89085-893-7.&lt;br /&gt;
* Willi Baer und Karl-Heinz Dellwo (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Häuserkampf II: Wir wollen alles – Hausbesetzungen in Hamburg&amp;#039;&amp;#039;, LAIKA-Verlag 2013, ISBN 978-3-942281-18-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Nahe der Hafenstraße, am [[Pinnasberg]], befindet sich das [[Park Fiction|Park-Fiction]]-Projekt&amp;lt;ref name=&amp;quot;dradio-2012&amp;quot; /&amp;gt; und der [[Golden Pudel Club]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Liste der [[Hausbesetzungen in Hamburg]]&lt;br /&gt;
* [[Räumung der Mainzer Straße]] (Berlin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hafenstraße (Hamburg)|Hafenstraße}}&lt;br /&gt;
* [https://www.nadir.org/nadir/archiv/Haeuserkampf/Hafenstrasse/doku.html Archiviertes zur Hafenstraße bei nadir.org]&lt;br /&gt;
* [https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hamburg_journal/hamj19325.html 30 Jahre Hafenstraße – Beitrag auf NDR]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/frauenforum/audio175801_podcastID-podcast2992.html | wayback=20131030053819 | text=Hausbesetzerinnen – Beitrag auf NDR Info}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/hausbesetzer-und-autonome-a-946486.html Bilderreihe: Die Zebras aus der Hafenstraße]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=53/32/47/N |EW=9/57/34/E |type=landmark |region=DE-HH}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4195157-8|VIAF=239505304}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hafenstrase}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburger Geschichte (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hamburg-St. Pauli]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politikgeschichte (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausbesetzung (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohnungsbaugenossenschaft (Hamburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politisches Schlagwort (Deutsch)]]&lt;/div&gt;</summary>
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