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	<title>Hackschnitzel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T23:50:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Hackschnitzel&amp;diff=202415&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tom md am 14. Januar 2026 um 09:53 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-14T09:53:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Holzhackschnitzel.jpg|mini|Holzhackschnitzel: oben im Bild feine Laubholz-Hackschnitzel, unten grobe Nadelholz-Hackschnitzel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hackschnitzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzschnitzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Holzhackschnitzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hackgut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) sind mit schneidenden Werkzeugen zerkleinertes [[Holz]]. [[Schreddergut|Schredderholz]] dagegen wird durch Zerkleinerung von Holz mit stumpfen, zertrümmernden Werkzeugen erzeugt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TFZ&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.tfz.bayern.de/festbrennstoffe/17370/mb_b_rs_klassen_holzhackschnitzel_din__cen_ts_14961.pdf |titel=Klassen für Holzhackschnitzel nach DIN CEN/TS 14961 |werk= |hrsg=Technologie- und Förderzentrum (TFZ) Straubing |datum=2008 |format=PDF |offline=1 |abruf=2023-01-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hackschnitzel dienen vor allem als Rohstoff für die [[Holzindustrie|holzverarbeitende Industrie]] sowie als biogener und erneuerbarer [[Brennstoff]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Herkunft werden auch die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rindenhackschnitzel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder [[Waldhackschnitzel]] (Waldhackgut) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Heizohack HM 8-500 K der Fa. doepik.jpg|alt=Professionelle Hackschnitzelproduktion mit einem Trommelhacker im Schlepperbetrieb|mini|Hackschnitzelproduktion mit einem Trommelhacker im Schlepperbetrieb]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Holzhacker Heizohack mit Verbrennungsmotor.jpg|alt=Handbeschickter Holzhacker mit Verbrennungsmotor für Gartenbaubetriebe und Kommunen|mini|Handbeschickter Holzhacker mit Verbrennungsmotor für Gartenbaubetriebe und Kommunen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hackschnitzel werden mit [[Schredder (Maschine)|Hackern]] produziert. Mobile oder stationäre Scheiben-, Trommel- oder Schneckenhacker zerkleinern [[Waldrestholz]] (beispielsweise abgeschnittene Äste), [[Schwachholz]] (zu geringer Durchmesser) und anderes minderwertiges Holz (zum Beispiel aus [[Durchforstung]] und Wind- und Schneebrüchen, Schnittgut aus Landschaftspflegemaßnahmen oder [[Altholz]]), welches von der Industrie nicht zu höherwertigen Produkten verarbeitet werden kann. Mit der vermehrten Anlage von [[Kurzumtriebsplantage]]n werden diese zur Rohstoffquelle für Hackschnitzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Hackschnitzel bestehen zu 100 % aus [[Holz]]. Sie haben einen [[Brennwert]] von etwa 4,0&amp;amp;nbsp;[[Wattstunde|kWh]] (=&amp;amp;nbsp;14,4&amp;amp;nbsp;[[Joule|MJ]]) je kg (je nach [[Holzart]], bei ca. 20 % [[Wassergehalt]]) und sind zur automatischen Beschickung zum Beispiel von [[Heizanlage]]n mittels [[Schneckenförderer|Förderschnecken]], Federzinkenaustragungen, Schubstangen-Austragungen und [[Förderband|Förderbändern]] geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wassergehalt ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Hackschnitzel: Heizwert in Abhängigkeit vom Wassergehalt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022952/index.php Merkblatt 12 &amp;#039;&amp;#039;Der Energiegehalt von Holz und seine Bewertung&amp;#039;&amp;#039;] der [[Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft|Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft]] (LWF), Stand Juli 2014, Seite 3; Für die Tabelle wurden gerundete und gemittelte Werte der verschiedenen Holzarten aus dem Merkblatt von 2007 verwendet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
! Wassergehalt w&lt;br /&gt;
! 0 %&lt;br /&gt;
! 15 %&lt;br /&gt;
! 20 %&lt;br /&gt;
! 30 %&lt;br /&gt;
! 50 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Feuchte u&lt;br /&gt;
! 0 %&lt;br /&gt;
! 18 %&lt;br /&gt;
! 25 %&lt;br /&gt;
! 43 %&lt;br /&gt;
! 100 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Heizwert Nadelholz [kWh/srm]&lt;br /&gt;
| 840&lt;br /&gt;
| 820&lt;br /&gt;
| 815&lt;br /&gt;
| 800&lt;br /&gt;
| 730&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Heizwert Laubholz (hart) [kWh/srm]&lt;br /&gt;
| 1130&lt;br /&gt;
| 1100&lt;br /&gt;
| 1090&lt;br /&gt;
| 1060&lt;br /&gt;
| 970&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Heizwert Laubholz (weich) [kWh/srm]&lt;br /&gt;
|  700&lt;br /&gt;
|  690&lt;br /&gt;
| 680&lt;br /&gt;
| 665&lt;br /&gt;
| 610&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Graf-heizwert-je-kg.gif|mini|Heizwert je Gewichtseinheit (Nadelholz/Laubholz) in Abhängigkeit vom Wassergehalt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ EN 14961, nach Massenanteilen gegliedert&lt;br /&gt;
! Norm&lt;br /&gt;
! Hauptfraktion&lt;br /&gt;
! Feinanteil&lt;br /&gt;
! Grobanteil&lt;br /&gt;
! Extremwerte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! P&lt;br /&gt;
! &amp;gt; 80 %&lt;br /&gt;
! &amp;lt; 5 %&lt;br /&gt;
! &amp;lt; 1 %&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| P16&lt;br /&gt;
| 3,15…16 mm&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;4&amp;quot; | &amp;lt; 1 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 45 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 85 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| P45&lt;br /&gt;
| 3,15…45 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 63 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 120 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| P63&lt;br /&gt;
| 3,15…63 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 100 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 350 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| P100&lt;br /&gt;
| 3,15…100 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 200 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 350 mm&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable float-right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ ÖNORM M 7133, nach Massenanteilen gegliedert&lt;br /&gt;
! Norm&lt;br /&gt;
! Hauptfraktion&lt;br /&gt;
! Feinanteil&lt;br /&gt;
! Grobanteil&lt;br /&gt;
! Extremwerte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! G&lt;br /&gt;
! &amp;gt; 60 %&lt;br /&gt;
! &amp;lt; 20 %&lt;br /&gt;
! &amp;lt; 20 %&lt;br /&gt;
!&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| G30&lt;br /&gt;
| 2,8…16 mm, ø 30 mm²&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 2,8 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 16 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 85 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| G50&lt;br /&gt;
| 5,6…31,5 mm, ø 50 mm²&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 5,6 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 31,5 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 120 mm&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| G100&lt;br /&gt;
| 11,2…63 mm, ø 100 mm²&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 11,2 mm&lt;br /&gt;
| &amp;gt; 63 mm&lt;br /&gt;
| &amp;lt; 250 mm&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Größenklassen von Hackschnitzeln.png|mini|Gegenüberstellung der Normen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Baumart können verschiedene zentrale Eigenschaften der Holzhackschnitzel variieren und somit den Brennwert beeinflussen. Dies betrifft insbesondere den Wassergehalt, der einen wichtigen Einfluss auf den Heizwert der Hackschnitzel hat und die Lagerfähigkeit beeinflusst. Hackschnitzel mit einem Wassergehalt von weniger als 30 % gelten als „für die Lagerung geeignet“, und es wird mit keinem oder keinem wesentlichen mikrobiellen Abbau der Schnitzel gerechnet. Daher wird eine [[Hackschnitzeltrocknung|Trocknung]] vor der Einlagerung empfohlen. Waldfrische Hackschnitzel enthalten dagegen einen Wasseranteil von 50 bis 60 %. Erntefrisches Nadelholz hat einen Heizwert, der etwa bei 2&amp;amp;nbsp;kWh/kg liegt, bei 20 % Wasseranteil ist der Heizwert doppelt so hoch und liegt bei etwa 4&amp;amp;nbsp;kWh/kg.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--  &lt;br /&gt;
=== Brandverhalten ===&lt;br /&gt;
Ein Stoff brennt umso besser, je niedriger sein [[Sauerstoffindex]] ist. Ist in einem Stoff Sauerstoff chemisch gebunden, so kann dieser bei einem Brand freigesetzt werden und mit enthaltenem Kohlenstoff reagieren. Holz beispielsweise enthält rund 42 % Sauerstoff.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandgefahren&amp;quot;&amp;gt;Holzaufbau: Brand- und Explosionsschutz –Brandlehre, Kohlhammer-Verlag, Stuttgart, 1998, zitiert bei: Werner Bauer (Brandsachverständiger): &amp;#039;&amp;#039;Brandgefahr bei holzverarbeitenden Betrieben&amp;#039;&amp;#039;, bei schadenprisma.de, ([http://www.brand-feuer.de/images/1/1d/Brandgefahren_in_Holzverarbeitenen_Betrieben_2012_2_5.pdf PDF; 2,1&amp;amp;nbsp;MB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ahornholz, Birkenholz oder Kiefernholz als Feststoff hat einen niedrigeren Sauerstoffindex als [[Polyamide#Nylon|Nylon]], [[Polyvinylchlorid|PVC]] hart, PVC weich, [[Polyester]] oder [[Wolle]] und kann daher auch als [[Grünholz]] eine [[Brandlast]] bilden, was Brände in Hackschnitzellagern deutlich zeigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brandgefahren&amp;quot; /&amp;gt; Siehe dazu auch [[Heuselbstentzündung]].      &amp;lt;&amp;lt;    Unklar. Bitte verständlicher formulieren.   --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Größe und Größenverteilung ===&lt;br /&gt;
Relevante Eigenschaften sind Größe, Größenverteilung und die [[Schüttdichte]] der Hackschnitzel sowie die [[Energiedichte]] als Brennstoff&amp;lt;!-- und die für Transport und die Lagerung notwendige Raumgröße  &amp;lt;&amp;lt;  ?? --&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das schwere [[Eichenholz|Eichen-]] und [[Buchenholz]] (571 bzw. 668&amp;amp;nbsp;kg [[Trockenmasse|TM]]/[[Festmeter|fm]]) hat mit einem Wasseranteil von 20 % einen [[Heizwert]] von 1103&amp;amp;nbsp;kWh/Schüttraummeter. Das weniger dichte [[Pappelholz]] (353&amp;amp;nbsp;kg [[Trockenmasse|TM]]/[[Festmeter|fm]]) besitzt bei gleichem Wasseranteil einen Heizwert von 682&amp;amp;nbsp;kWh/Schüttraummeter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.klimaaktiv.at/article/archive/13517/ |text=klima:aktiv &amp;#039;&amp;#039;Management; Heizwert und Brennwert&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20071017232751}}. Abgerufen am 12. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rindenanteil ===&lt;br /&gt;
Einfluss auf die Qualität der Hackschnitzel hat auch der [[Rinde]]nanteil. Wird für Hackschnitzel, die als Brennmaterial in kleineren [[Hackschnitzelheizung]]en zum Einsatz kommen, üblicherweise entrindetes Holz verwendet, so enthalten die geringerwertigen Rindenhackschnitzel größere Rindenanteile. Sie werden vor allem aus [[Waldrestholz]], [[Schwachholz]] und anderem minderwertigem Holz (zum Beispiel aus einer [[Durchforstung]], Schnittgut aus Landschaftspflegemaßnahmen) produziert. Sie können für die Produktion von [[Spanplatte]]n oder zur Energieerzeugung in größeren Anlagen wie [[Biomasseheizwerk]]en oder [[Biomasseheizkraftwerk]]en verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Normen ===&lt;br /&gt;
Für Hackschnitzel gilt die [[Europäische Norm]] EN 14961, die Kennwerte und Klassen für Wassergehalt, Aschegehalt, Korngrößenverteilung, Schüttraumdichte, Stickstoff- und Chlorgehalt und [[Heizwert|Heiz-]] bzw. Brennwert von Hackschnitzeln als [[Biobrennstoff]] festlegt. In der Praxis ist auch in Deutschland die Klassifizierung nach der älteren österreichischen Norm [[ÖNORM]] M 7133 verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.&amp;amp;nbsp;V. (FNR), 2007: Marktübersicht Hackschnitzel-Heizungen. S. 9 ({{Webarchiv |url=http://www.fnr-server.de/ftp/pdf/literatur/pdf_293mu_hackschnitzelheizungen_150dpi.pdf |text=PDF |wayback=20071012054440}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;TFZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hackschnitzel in der Praxis ===&lt;br /&gt;
In der Praxis werden Hackschnitzel je nach Quelle und Verwendungszweck in unterschiedliche Produkt-Kategorien eingeordnet. So wird in der Spanplatten- bzw. Holzwerkstoff-Industrie zwischen [[Mitteldichte Holzfaserplatte|MDF]]-Hackschnitzeln und [[Spanplatte]]n-Hackschnitzeln unterschieden. Diese Namen deuten auf die unterschiedlichen Produktionsprozesse hin, in denen die Hackschnitzel zu hochwertigen Produkten, wie Tisch- und Dämmplatten verarbeitet werden. Da jeder Produktionsprozess, meist sogar jede Fabrik individuelle Anforderungen an den Rohstoff hat, ist der Hackschnitzel-Markt stark fragmentiert. Ein weiterer Grund für die Fragmentierung des Marktes sind die vielfältigen Quellen für Hackschnitzel. [[Waldhackschnitzel]] werden beispielsweise von Sägewerkshackschnitzeln unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://brenner.eu/holz-biomasse-rinde/ Hackschnitzel, Biomasse und Holz für Bioenergie, Papier &amp;amp; Zellstoff und Holzwerkstoff] Abgerufen am 9. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Hackschnitzel dienen als Rohstoff für die holzverarbeitende Industrie (zum Beispiel [[Pressspanplatte]]n, [[Holzfaserdämmplatte]]n, [[Papierindustrie]]) sowie als Brennstoff für [[Heizkraftwerk]]e oder für [[Hackschnitzelheizung]]en. Zudem finden sie Verwendung als [[Substrat (Ökologie)|Substrat]] im [[Pilzzucht|Pilzanbau]] sowie als Material zur Bodenbedeckung, zum Beispiel im [[Garten- und Landschaftsbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brennstoff ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Ruehrrad.JPG|mini|Rührrad einer Holzhackschnitzelheizung]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Biomasseheizwerk Parksiedlung Graffit.jpg|mini|[[Biomasseheizwerk]] in Containerbauweise eines örtlichen Wärmeversorgers; rechts Teil der zu versorgenden Wohnsiedlung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ybbstalnews.at/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=56&amp;amp;Itemid=237&amp;amp;textid=24242&amp;amp;IDTextnewsCategories=237&amp;amp;ttitle=Amstetten:%20Biow%C3%A4rme%20Heizwerk%20erhielt Ybbstal news]&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Als Brennstoff finden Hackschnitzel vor allem Verwendung in Hackschnitzelheizwerken und -[[Biomasseheizkraftwerk|heizkraftwerken]], daneben in Hackschnitzelheizungen. Die Beschickung erfolgt meist mit elektrischen [[Förderschnecke]]n oder Kratzkettenförderern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für kleinere [[Heizkessel]] werden zumeist kleinere Waldholzhackschnitzel (Größenklassen P16 und P45) hoher Qualität benötigt. Heizkraftwerke sind flexibler bezüglich der Rohstoffqualität. So dient in großen Anlagen meist Gebrauchtholz und Industrierestholz ([[Altholz]]) als Rohstoff. Die Brennstoffkosten liegen unter denen vergleichbarer Biobrennstoffe wie [[Holzpellet]]s oder [[Brennholz|Scheitholz]], zu berücksichtigen ist jedoch der Bedarf meist brennstoffspezifischer Verfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzung von Holzhackschnitzeln als [[Energieholz]] in privaten Haushalten betrug 2005 in Deutschland rund 580.000 [[Schüttraummeter]], das sind etwa 1,1 % der gesamten Energieholzverwendung. 9 Millionen Schüttraummeter wurden in Heizkraftwerken mit einer Leistung von bis zu einem Megawatt verfeuert, der Verbrauch größerer Anlagen lag bei circa 39 Millionen Schüttraummeter Hackschnitzel bzw. Schreddergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pilzzucht ===&lt;br /&gt;
Beim Anbau von Pilzen werden Hackschnitzel der Größe KL 2-16 alleine oder häufig in Kombination mit Sägespänen, Stroh, Dung oder anderen Substanzen verwendet. Je nach Pilzart stammen die Hackschnitzel von Eichen, Buchen, Birken oder anderen Bäumen. Die Hackschnitzel werden gewässert und anschließend mit [[Mycel]] (Pilzgeflecht, [[Pilzbrut]]) beimpft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kinderspielplatz ===&lt;br /&gt;
Holzhackschnitzel sind auch als stoßdämpfender Bodenbelag auf Spielplätzen zugelassen. Sie müssen hierzu allerdings den Anforderungen der DIN/EN 1176 für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden entsprechen, d.&amp;amp;nbsp;h. die Korngröße muss im Bereich zwischen 5 und 30&amp;amp;nbsp;mm liegen. Sie bestehen aus geschältem Holz. In der Regel sind geeignete Materialien von unabhängigen Instituten (z.&amp;amp;nbsp;B. TÜV) für die Verwendung als Spielplatz-Bodenbelag zertifiziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Markt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Forsthäcksler Hubertushof.jpg|mini|Forsthäcksler im Einsatz]]&lt;br /&gt;
Die Produktion von Holzhackschnitzeln und vor allem der Außenhandel nehmen deutlich zu, zudem steigen seit Jahren die Marktpreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Preis ===&lt;br /&gt;
Der Preis für Holzhackschnitzel stieg zwischen 2003 und 2015 um über 100 % auf ca. 33,5 Euro/[[Wattstunde|MWh]]. Bis 2022 sank er zunächst ab und stieg wieder auf 33,5 Euro/[[Wattstunde|MWh]] (Megawattstunde).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.carmen-ev.de/infothek/preisindizes/hackschnitzel &amp;#039;&amp;#039;Preisentwicklung bei Waldhackschnitzeln&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 11. März 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Endverbraucherpreis für trockene [[Waldhackschnitzel]] lag 2009 (4. Quartal) in Deutschland bei rund 119&amp;amp;nbsp;Euro/t (20 % Wassergehalt bzw. 25 % [[Holzfeuchte]], 30&amp;amp;nbsp;m³ Liefermenge, inkl. Anfahrt bis 20&amp;amp;nbsp;km und Mehrwertsteuer). Das entspricht einem Preis für das [[Heizölequivalent#Heizöläquivalent|Heizöläquivalent]] von 29,71 Cent/l. Je nach Region, Saison, Qualität, Wassergehalt und Lieferentfernung gibt es erhebliche Unterschiede bzw. Schwankungen im Preis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.carmen-ev.de/dt/energie/hackschnitzel/hackschnitzelpreis.html |text=Preisentwicklung bei deutschen Waldhackschnitzeln |wayback=20111220032658}} (C.A.R.M.E.N – Centrales Agrar-Rohstoff-Marketing- und Entwicklungs-Netzwerk e.&amp;amp;nbsp;V.) Basis: Preise für Bayern, 20 % Wassergehalt, 30&amp;amp;nbsp;m³ Liefermenge, inkl. Anfahrt bis 20&amp;amp;nbsp;km und MWSt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein wichtiger Faktor ist auch die Liefermenge, so dass Großkraftwerke über 40 % weniger Ausgaben für den Brennstoff haben können als Kleinanlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lwf.bayern.de/waldbewirtschaftung/holz-logistik/energie-aus-holz/hackschnitzel/index.php Informationen der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWL) zur Nutzung von Hackschnitzeln für Heizzwecke], abgerufen am 30. Dezember 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter Wohlleben]]: &amp;#039;&amp;#039;HOLZRAUSCH. Der Bioenergieboom und seine Folgen.&amp;#039;&amp;#039; adatia Verlag Marion Zartner, Sankt Augustin 2008, ISBN 978-3-940461-03-2.&lt;br /&gt;
* [[Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft]] (LWF): [http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/012448/index.php Merkblätter zu verschiedenen Themen, auch als PDF erhältlich], unter anderem&lt;br /&gt;
** Merkblatt 10: [http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022986/index.php &amp;#039;&amp;#039;Bereitstellung von Waldhackschnitzeln&amp;#039;&amp;#039;], Stand Mai 2012,&lt;br /&gt;
** Merkblatt 11: [http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022955/index.php &amp;#039;&amp;#039;Hackschnitzel richtig lagern!&amp;#039;&amp;#039;], Stand Dezember 2012,&lt;br /&gt;
** Merkblatt 12: [http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022952/index.php &amp;#039;&amp;#039;Der Energiegehalt von Holz&amp;#039;&amp;#039;], Stand Juli 2014,&lt;br /&gt;
** Merkblatt 20: [http://www.lwf.bayern.de/service/publikationen/lwf_merkblatt/022727/index.php &amp;#039;&amp;#039;Scheitholz&amp;#039;&amp;#039;], Stand Juli 2014&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Woodchips|Hackschnitzel}}&lt;br /&gt;
* [http://www.waldwissen.net/wald/boden/bfw_grenzen_biomassenutzung/index_DE &amp;#039;&amp;#039;Ökologische Grenzen der Biomassenutzung in Wäldern&amp;#039;&amp;#039;] auf www.waldwissen.net.&lt;br /&gt;
* [http://www.waldwissen.net/waldwirtschaft/holz/energie/lwf_oekobilanz_waldhackschnitzel/index_DE &amp;#039;&amp;#039;Ökobilanz Waldhackschnitzel&amp;#039;&amp;#039;] auf www.waldwissen.net.&lt;br /&gt;
* [http://www.spielplatz-doerper.de/spielgeraete-holzhackschnitzel-holzhaecksel-als-fallschutz-unter-spielgeraete-nach-en-1176/holzhackschnitzel-fallschutz-normative-anforderungen/anforderungen-holzhackschnitzel-bodenbelag.html &amp;#039;&amp;#039;Anforderungen der Spielgerätenorm DIN EN 1176 an stoßdämpfende Bodenbeläge aus Holzhackschnitzel unterhalb von Spielplatzgeräten.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.holzenergieonline.de/ &amp;#039;&amp;#039;Holzenergie – Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;] auf www.lwf.bayern.de.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4306823-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nachwachsender Rohstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brennholz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzprodukt der Verfahrenstechnik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tom md</name></author>
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