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	<title>Hackledt (Adelsgeschlecht) - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HerrAdams: (GR)  File:Schloss Hackledt Wening.jpg → File:Wening B050b Hocklöd, Schloss.jpg bessere Auflösung</title>
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		<updated>2026-02-17T14:49:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;(&lt;a href=&quot;/index.php?title=C:GR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:GR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;GR&lt;/a&gt;)  &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Schloss_Hackledt_Wening.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Schloss Hackledt Wening.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Schloss Hackledt Wening.jpg&lt;/a&gt; → &lt;a href=&quot;/index.php?title=Datei:Wening_B050b_Hockl%C3%B6d,_Schloss.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Datei:Wening B050b Hocklöd, Schloss.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File:Wening B050b Hocklöd, Schloss.jpg&lt;/a&gt; bessere Auflösung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hackledt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der Name eines [[Altbayern|altbayerischen]] [[Adelsgeschlecht]]s, das aus dem [[Innviertel]] stammte und dort über mehrere Jahrhunderte auch seinen Schwerpunkt hatte. Die Angehörigen dieses Geschlechtes, das sich später in mehrere Linien teilte, waren vor allem als Besitzer und Verwalter von [[Hofmark]]en von Bedeutung, einige waren auch [[Beamtentum|Beamte]] der [[Herzogtum Bayern|bayerischen Herzöge]] und der [[Hochstift Passau|Fürstbischöfe von Passau]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Hackledt Siebmacher.jpg|mini|Wappen der Familie von Hackledt nach [[Johann Siebmacher]]s Wappenbuch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft ===&lt;br /&gt;
Die Herren von Hackledt (andere Schreibweisen sind u.&amp;amp;nbsp;a. &amp;#039;&amp;#039;Hacklöd&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Häckelöder&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Häckhledt&amp;#039;&amp;#039;) hatten ihren [[Stammsitz]], das [[Schloss Hackledt]], in der heutigen [[Gemeinde (Österreich)|Gemeinde]] [[Eggerding]]. Die Herren von Hackledt erscheinen zum ersten Mal im 14. Jahrhundert, einer Familienüberlieferung nach soll &amp;#039;&amp;#039;Dietrich Hackelödter&amp;#039;&amp;#039; 1322 in der [[Schlacht bei Mühldorf]] als [[Hauptmann (Offizier)|Hauptmann]] der [[Infanterie|Fußtruppen]] des [[Hochstift Passau|Bischofs von Passau]] gekämpft haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste historisch fassbare Angehörige der Familie ist jedoch &amp;#039;&amp;#039;Chunrat Hächelöder&amp;#039;&amp;#039;, der 1377 in einer [[Schenkung]]surkunde der [[Pfarrgemeinde|Pfarrleute]] von [[St. Marienkirchen bei Schärding]] genannt wird, als die Pfarrgemeinde mit [[Albert III. von Winkel|Bischof Albert von Passau]] die Stiftung eines eigenen [[Pfarrhaus|Pfarrhofes]] vereinbarte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ununterbrochene Stammreihe beginnt 1451 mit Matthias I. von Hackledt, einem [[Hofrichter]] des [[Augustiner-Chorherren]]-[[Stift Reichersberg|Stiftes Reichersberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Hackledter galten frühzeitig als adelig und hatten auch ein althergebrachtes [[Wappen]]. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts werden in den bayerischen [[Landtafel]]n mehrere Angehörige des Geschlechts erwähnt. 1533 wurde Bernhard I. von Hackledt, der Sohn des Matthias I., durch den [[Römisch-deutscher König|römisch-deutschen König]] und späteren [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] [[Ferdinand I. (HRR)|Ferdinand I.]] im [[Adel]]sstand bestätigt. Im Jahr darauf erhielt die Familie durch die [[Wittelsbach]]er [[Wilhelm IV. (Bayern)|Wilhelm IV.]] und [[Ludwig X. (Bayern)|Ludwig X.]] die Anerkennung des Adels im [[Herzogtum Bayern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sie sich zu einem blühenden Geschlecht, das besonders in der Gegend um [[Eggerding]], [[St. Marienkirchen bei Schärding|St. Marienkirchen]], [[Mayrhof]], [[Reichersberg]] und [[Bad Griesbach im Rottal|Griesbach im Rottal]] weitläufigen Grundbesitz erwarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Obernberg am Inn Pfarrkirche - Relief Auferstehung.jpg|mini|hochkant|[[Pfarrkirche Obernberg am Inn]], Epitaph der Familie von Hackledt mit einem Relief der [[Auferstehung Christi]]]]&lt;br /&gt;
Um Erbstreitigkeiten in der Familie zu vermeiden, teilten die beiden Söhne des Bernhard I. von Hackledt, Wolfgang II. und Hans I., in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts den damaligen Familienbesitz unter sich auf: Wolfgang II. von Hackledt erhielt dabei den [[Schloss Hackledt|Stammsitz Hackledt]], Hans I. von Hackledt das in der Pfarre [[Antiesenhofen]] gelegene [[Schloss Maasbach]]. Die von Wolfgang II. abstammende Hauptlinie verblieb seither auf Schloss Hackledt, mit den Nachkommen des Hans I. existierte über zwei Jahrhunderte zudem eine bedeutende Linie auf Schloss Maasbach, der zeitweise auch das [[Schloss Wimhub]] bei [[St. Veit im Innkreis]] gehörte und die im 17. Jahrhundert ausstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthias II. von Hackledt (&amp;#039;&amp;#039;Matthias Hackleder&amp;#039;&amp;#039;), einer der Söhne des oben erwähnten Wolfgang II., war ebenfalls ein bedeutender Grundbesitzer. Er war Beamter der landesfürstlichen Verwaltung und Richter in [[Mattighofen]], erwarb aber auch einen stattlichen Grundbesitz mit den Schlössern [[Schloss Wimhub|Wimhub]] und [[Schloss Brunnthal|Brunnthal]], die zuvor bereits zeitweise im Besitz anderer Hackledter gewesen waren. Nach seinem Tod 1616 gingen seine Güter zunächst auf seine Tochter und nach deren Tod 1637 schließlich auf ihren entfernten Verwandten Johann Georg von Hackledt († 1677, siehe unten) über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[protestantismus|protestantische]] [[Prediger]] das [[Innviertel]] erreicht hatten, und [[Maximilian II. (HRR)|Kaiser Maximilian II.]] dem Adel durch die Religionskonzession von 1568 die freie Religionsausübung gestattete, bekannten sich auch zahlreiche Personen aus dieser Familie zur [[luther]]ischen [[Konfession]]. Während der [[Gegenreformation]] kehrten sie jedoch wieder zum [[Katholizismus]] zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wening B050b Hocklöd, Schloss.jpg|mini|Kupferstich des Schlosses Hackledt von [[Michael Wening]] aus dem Jahr 1721]]&lt;br /&gt;
Johann Georg von Hackledt (1611–1677), ein Urenkel des bereits mehrfach erwähnten Wolfgang II., ließ um 1664 das Stammschloss ausbauen und wesentlich vergrößern. Dabei wurde der [[Burggraben|Schlossgraben]] zugeschüttet und an seiner Stelle ein Verlängerungsbau errichtet. Gleichzeitig wurde die Anlage im Geschmack der Zeit [[barock]]isiert und die [[Schlosskapelle]] zu Ehren des Hl. Jakob und der Hl. Anna eingebaut. Das Schloss erhielt dabei jenes Aussehen, das auch im [[Kupferstich]] von [[Michael Wening]] überliefert ist. Johann Georg erbte von einer entfernten Verwandten – nämlich der 1637 verstorbenen Tochter des Matthias II. von Hackledt – außerdem die Schlösser [[Schloss Wimhub|Wimhub]] und [[Schloss Brunnthal|Brunnthal]] bei [[St. Veit im Innkreis]], die er allerdings nicht selber bewohnte, sondern von Angestellten verwalten ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine wichtigsten [[Grablege]]n hatte das Geschlecht der Hackledter in der [[Pfarrkirche St. Marienkirchen bei Schärding|Pfarrkirche St. Marienkirchen]] bei [[Schärding]] und in der [[Filialkirche St. Veit im Innkreis|Filialkirche St. Veit]] bei [[Altheim (Oberösterreich)|Altheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Johann Nepomuk von Hackledt.JPG|mini|hochkant|Pfarrkirche St. Marienkirchen, Epitaph des Johann Nepomuk von Hackledt (1727–1799)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Anton von Hackledt.JPG|mini|hochkant|Pfarrkirche St. Marienkirchen, Epitaph des  Joseph Anton von Hackledt (1729–1799)]]&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert teilten sich die Nachkommen des Johann Georg von Hackledt in drei neue Linien: Sein Sohn Wolfgang Matthias von Hackledt (1649–1722) hatte drei Söhne, die je eine Linie des Geschlechtes begründeten: Franz Joseph Anton († 1729) verblieb auf Schloss Hackledt, sein Bruder Johann Karl Joseph I. († 1747) erhielt den Sitz Wimhub, und der dritte Bruder Paul Anton Joseph († 1752) erhielt den Sitz Brunnthal, wohnte aber vorerst weiterhin in Wimhub, ehe er auf das von seiner Gemahlin ererbte [[Schloss Teichstätt]] bei [[Lengau]] übersiedelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1739 wurden die beiden Söhne des Franz Joseph Anton († 1729) aus der Linie auf Hackledt, Johann Nepomuk (1727–1799) und Joseph Anton (1729–1799), durch [[Kurfürst]] [[Karl VII. (HRR)|Karl Albrecht von Bayern]] in den [[Freiherr]]enstand erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 kam das Innviertel nach dem [[Frieden von Teschen]] an die [[Habsburger]]. Es gehörte seither nicht mehr zum [[Rentamt Burghausen]], sondern zu [[Österreich ob der Enns]]. Auch die Herren von Hackledt kamen mit ihrem Besitz im Innviertel unter österreichische Landeshoheit, besaßen aber weiterhin Schlösser in Bayern, wie [[Großköllnbach]] (bei [[Pilsting]]), [[Schloss Klebstein|Klebstein]] (bei [[Schönberg (Niederbayern)|Schönberg]]) und [[Schloss Aicha vorm Wald|Aicha vorm Wald]] (bei [[Vilshofen an der Donau|Vilshofen]]). Zur [[Hofmark]] des Schlosses Hackledt gehörten um diese Zeit insgesamt 60 [[Untertan|untertänige]] Güter, vor allem [[Bauernhof|Bauernhöfe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Leopold Ludwig Karl von Hackledt (1763–1824) aus der Linie auf Teichstätt, einem Enkel des Paul Anton Joseph († 1752), wurden 1787 durch [[Joseph II. (HRR)|Kaiser Joseph II.]] der erbländisch-österreichische Freiherrenstand und der [[Reichsfreiherr]]enstand sowie eine [[Wappenbesserung]] verliehen. 1813 erfolgte die Immatrikulation des Geschlechtes in die bayerische [[Adelsmatrikel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die Anwesenheit der Familie auf dem Schloss Hackledt fand Anfang des 19. Jahrhunderts ihr Ende, als der kinderlose Joseph Anton Freiherr von Hackledt (1729–1799) seinen entfernten Verwandten Johann Nepomuk Freiherrn von Peckenzell aus [[Dorfbach (Ortenburg)|Dorfbach]] als [[Universalerbe]]n einsetzte. 1799 und 1800 erloschen die Linien der Familie auf den Schlössern Hackledt und Wimhub. Als damit das Aussterben der Hackledter bevorstand, gestattete [[Ferdinand I. (Österreich)|Kaiser Ferdinand I.]] im Jahr 1846 auf Betreiben der Schwester des Leopold Ludwig Karl dessen Enkel Johann, und seinen Nachkommen, die Führung des Adels und Wappens der Familie. Der erwähnte Freiherr von Peckenzell verkaufte das Schloss Hackledt 1839 um 27.000 [[Gulden]] an das Stift Reichersberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schlösser und Landgüter ==&lt;br /&gt;
Die Familie von Hackledt war im Lauf ihrer Geschichte auf den unten aufgeführten Schlössern ansässig. In einigen Fällen über Jahrhunderte, in anderen auch nur für eine Generation. Die Bedeutung der einzelnen Herrschaften, zu denen stets auch eine Reihe von Untertanengütern gehörten, war dabei sehr unterschiedlich. Einige hatten den rechtlichen Status einer [[Hofmark]], andere den eines [[Ansitz|Edelsitzes]] oder eines [[Meierhof|Sedelhof]]es:&lt;br /&gt;
* [[Schloss Aicha vorm Wald]] bei [[Vilshofen an der Donau|Vilshofen]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Brunnthal]] bei [[St. Veit im Innkreis]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Erlbach]] bei [[Kirchham (Landkreis Passau)|Kirchham]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Großköllnbach]] bei [[Pilsting]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Hackledt]] bei [[Eggerding]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Klebstein]] bei [[Schönberg (Niederbayern)|Schönberg]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Langquart]] bei [[Bodenkirchen]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Maasbach]] bei [[Eggerding]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Oberhöcking]] bei [[Landau an der Isar]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Saalhof]] bei [[Maishofen]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Schörgern]] bei [[Andorf]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Teichstätt]] bei [[Lengau]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Teufenbach]] bei [[St. Florian am Inn]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Triftern]] bei [[Pfarrkirchen]].&lt;br /&gt;
* [[Schloss Wimhub]] bei [[St. Veit im Innkreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Die Herren von Hackledt können aufgrund ihrer sozialen und ökonomischen Stellung als repräsentativer Querschnitt durch den niederen Adel des Innviertels in der [[Frühe Neuzeit|frühen Neuzeit]] angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Seddon, Christopher R., &amp;quot;Adelige Lebenswege zwischen Bayern und Österreich. Herrschaftsformen und Herrschaftsstrukturen des Landadels am unteren Inn in der Frühen Neuzeit&amp;quot;, Wien 2009, S. 419.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind durch eine Reihe von wissenschaftlichen Studien auch außergewöhnlich gut erforscht. 2002 wurden ihre [[Grabdenkmal|Grabdenkmäler]] im Rahmen der „[[Die Deutschen Inschriften|Deutschen Inschriften]]“ katalogisiert, seit 2009 liegen zudem detaillierte [[Biographie]]n aller bekannten Familienmitglieder (insgesamt 117) sowie Besitzgeschichten ihrer Güter (insgesamt 60) vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar gehörten die Hackledter weder zu den größten Grundbesitzern des Innviertels noch erlangten sie je einen bedeutenden politischen Einfluss, sie brachten auch nie eine Einzelperson von überragender historischer Bedeutung hervor. Als [[Grundherrschaft|Grund-]] und [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherren]] auf lokaler Ebene kam ihnen in den Dörfern ihres Herrschaftsbereiches jedoch eine besondere Geltung zu. Von ihren [[Hofmark]]en, [[Ansitz|Edelsitzen]] und [[Meierhof|Sedelhöfen]], die in vor allem in den [[Altbayern|altbayerischen]] [[Rentamt|Rentämtern]] [[Rentamt Burghausen|Burghausen]] und [[Landshut]] lagen, übten Generationen von Hackledtern ihre lokalen Rechte der Verwaltung und der [[Niedergerichtsbarkeit]] über ihre Untertanen, Dorfbewohner und Pfarrmitglieder aus. Andere Familienmitglieder bekleideten Positionen in der zivilen und militärischen Beamtenschaft Bayerns und des [[Hochstift Passau|Fürstbistums Passau]]. Ihr Werdegang illustriert zudem die Geschichte der Region, da sie entweder selbst oder über ihre Verwandtschaft an fast allen großen historischen Ereignissen beteiligt waren, die den [[Innkreis]] in der Neuzeit berührten.&amp;lt;ref&amp;gt;Seddon, Christopher R., &amp;quot;Adelige Lebenswege zwischen Bayern und Österreich. Herrschaftsformen und Herrschaftsstrukturen des Landadels am unteren Inn in der Frühen Neuzeit&amp;quot;, Wien 2009, S. 419.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
=== Stammwappen ===&lt;br /&gt;
Das [[Stammwappen]] der Familie von Hackledt zeigt in Gold einen aufgerichteten schwarzen [[Bär (Wappentier)|Bären]] mit roter Zunge, der in seinen Vordertatzen ein silbernes Beil pfahlweise hält. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen [[Helmdecke|Decken]] der wachsende Bär mit dem Beil. Bei den [[Standeserhöhung]]en wurde das Wappen durch [[Wappenbesserung]]en jeweils leicht verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappensage ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen at eggerding.png|miniatur|100px|Gemeindewappen [[Eggerding]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wappen at st marienkirchen bei schaerding.png|miniatur|100px|Gemeindewappen [[St. Marienkirchen bei Schärding|St. Marienkirchen]]]]&lt;br /&gt;
Um die Familie von Hackledt rankt sich folgende [[Legende]]: „Eines Tages machten sich einige Bauern auf, um in die Wälder zu gehen und Boden für neue Äcker zu roden. Die Gegend war früher dicht bewaldet und gehörte zum Bistum Passau. Die Bauern fällten in harter Arbeit viele Bäume, bis eine Lichtung entstand, eine Ödung. Da stürzte sich ein Bär auf sie. Ein Jäger, der zufällig vorbeigeritten war, nahm die Verfolgung auf. Er hieß Bernhart. Als er lange im Wald herumgestreift war fand er auf einem Baumstumpf ein Marienbild. Schließlich entdeckte er den Bären in einer sumpfigen Gegend unter einer großen Fichte. Nach heftigem Kampf konnte er den Bären mit seinem Beil besiegen. Die Bauern schenkten ihm zum Dank das Grundstück, das sie vorher gerodet hatten. Bernhart nannte diesen Besitz die &amp;#039;&amp;#039;Hackel-Öde&amp;#039;&amp;#039;, nach der Art, wie die Bauern den Boden bewohnbar gemacht hatten. Seine Nachkommen bauten sich später dort ein Schloss. Sie wurden die &amp;#039;&amp;#039;Hackel-Öder&amp;#039;&amp;#039; genannt. Das Marienbild, das Bernhart im Wald gefunden hatte, hängten die Bauern an die Fichte, unter der er den Bären besiegt hatte. Bald besuchten viele Wallfahrer dieses Marienbild. Sie bauten dort eine hölzerne Kapelle &amp;#039;&amp;#039;Maria im Moos&amp;#039;&amp;#039; und später auch Häuser. So entstand der Ort Sankt Marienkirchen mit seiner Pfarrkirche.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindewappen ===&lt;br /&gt;
Der Bär aus dem Familienwappen wurde später in die [[Gemeindewappen]] von [[Eggerding]] und [[St. Marienkirchen bei Schärding]] übernommen, die durch ihre Gestaltung auch auf die Wappensage hinweisen. Die Gemeinde Eggerding erhielt ihr Wappen 1979 durch die [[oberösterreich]]ische [[Landesregierung (Österreich)|Landesregierung]] verliehen, die Gemeinde St. Marienkirchen im Jahr 1981.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--chronologisch--&amp;gt; &amp;lt;!--Vorname vor Nachname--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Adel zwischen Bayern und Österreich – Die Herren von Hackledt und ihre Lebenswelt 1550 bis 1800&amp;#039;&amp;#039;, Linz (Oberösterreichisches Landesarchiv) 2011, 529 S. (ISBN 978-3-902801-04-3)&lt;br /&gt;
* Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Adelige Lebenswege zwischen Bayern und Österreich. Herrschaftsformen und Herrschaftsstrukturen des Landadels am unteren Inn in der Frühen Neuzeit, dargestellt am Beispiel der Herren und Freiherren von Hackledt&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2009.&lt;br /&gt;
* Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Bestattungsformen als Spiegel der gesellschaftlichen Verhältnisse eines Innviertler Adelsgeschlechtes der frühen Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Passauer Jahrbuch]] 47 (2005)&amp;#039;&amp;#039;, S. 121–154.&lt;br /&gt;
* Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Ein Innviertler Landadelsgeschlecht der Frühen Neuzeit: die Geschichte der Herren und Freiherren von Hackledt&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Der Bundschuh – Schriftenreihe des [[Museum Innviertler Volkskundehaus]] Ried im Innkreis 6 (2003)&amp;#039;&amp;#039;, S. 45–56.&lt;br /&gt;
* Christopher R. Seddon: &amp;#039;&amp;#039;Die inschriftlichen Denkmäler der Herren und Freiherren von Hackledt&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2002. (Katalog aller bekannten Epitaphe der Hackledter im Rahmen der [[Die Deutschen Inschriften|Deutschen Inschriften]])&lt;br /&gt;
* [[Herbert Erich Baumert]]: &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Gemeindewappen&amp;#039;&amp;#039;, Linz 1996.&lt;br /&gt;
* [[Otto Titan von Hefner]], [[Gustav Adelbert Seyler]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wappen des bayerischen Adels&amp;#039;&amp;#039;, J. [[Johann Siebmachers Großes Wappenbuch]], Band 22, Neustadt an der Aisch 1971.&lt;br /&gt;
* Alois Haberl: &amp;#039;&amp;#039;St. Marienkirchen bei Schärding. Hackenbuch - Hackelöd&amp;#039;&amp;#039;, in: Schärdinger Heimatbund  (Hg.), Heimat. Beiträge zur Heimatkunde und Heimatgeschichte des Bezirkes Schärding 8 (1911), S. 117–127.&lt;br /&gt;
* [[Ernst Heinrich Kneschke]] (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Neues allgemeines Deutsches Adels-Lexicon&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1859.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Hackledt family}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=124511112|VIAF=8323230}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerisches Adelsgeschlecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberösterreichisches Adelsgeschlecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;HerrAdams</name></author>
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