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	<title>Habit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Habit&amp;diff=59892&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Andreas Ley: /* Geschichte */ Interpunktion, Kasus</title>
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		<updated>2024-08-06T10:29:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Interpunktion, Kasus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt Ordenstrachten. Zur traditionellen Tracht im Bergbau siehe [[Berghabit]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Francisco de Zurbarán 058.jpg|mini|[[Francisco de Zurbarán]] – [[Mercedarier]] mit weißem Habit, [[Skapulier]] und Chormantel]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Habit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Tracht (Kleidung)|Tracht]] einer [[Ordensgemeinschaft]], meist in der [[Römisch-katholische Kirche|katholischen Kirche]]. Auch einige Ordensgemeinschaften der [[Anglikanische Gemeinschaft|anglikanischen Kirche]] tragen einen Habit. Das Wort ist vom [[Lateinische Sprache|lateinischen]] &amp;#039;&amp;#039;habitus&amp;#039;&amp;#039; „Haltung, Gestalt“ abgeleitet und bezieht sich auf die Gesamtheit der für einen Orden spezifischen Kleidung. Diese umfasst meist mehrere Teile, auch wenn im alltäglichen Sprachgebrauch manchmal bereits das Hauptkleidungsstück als Habit bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Formen ==&lt;br /&gt;
In vielen [[Männerorden]] besteht der Habit aus einer [[Tunika]] oder einer [[Soutane]] und wird mit einem Gürtel oder einem [[Zingulum]] gebunden. Hierzu tragen die Angehörigen vieler Orden ein [[Skapulier]]. In manchen Orden ist auch eine [[Kapuze]] oder zum Chorgebet zusätzlich das Tragen einer [[Kukulle]] üblich. Auch eine [[Mozetta]] (Schulterüberwurf) oder ein weiter Mantel, wie ihn der [[Deutscher Orden|Deutsche Orden]] oder die [[Karmeliten]] tragen, kann zum Habit gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Farben sind vor allem Schwarz, Weiß, Braun, Grau oder Dunkelblau verbreitet. Farbe und Beschaffenheit der Ordenstracht können auch innerhalb eines Ordens variieren, wenn z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Missionsgesellschaft#Missionsorden|Missionsorden]] in tropischen Regionen eher hellere und leichtere Stoffe verwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Conventual Franciscan.JPG|mini|Die Kutte der [[Minoriten]]]]&lt;br /&gt;
[[Benediktiner]] tragen Tunika (Untergewand), Zingulum (Gürtel), Skapulier mit Kapuze, zum Chorgebet die Kukulle;&lt;br /&gt;
[[Augustiner-Chorherren]] tragen Gürtel und [[Mozetta]];&lt;br /&gt;
[[Franziskanische Orden|Franziskaner]] tragen einen braunen ([[Franziskaner (OFM)|OFM]] und [[Kapuziner]]) oder schwarzen ([[Minoriten]]) mit einem weißen Zingulum gegürteten Habit mit Kapuze. Der Habit wird in den franziskanischen Orden gelegentlich auch als [[Kutte]] bezeichnet, das Zingulum als „Kordel“. Die Kapuze ist bei den Kapuzinern&amp;amp;nbsp;– die zunächst volkstümlich und ab 1535 auch in päpstlichen Dokumenten nach ihrer Kapuze benannt wurden&amp;lt;ref&amp;gt;{{LThK|[[Karl Suso Frank]]|Kapuziner|3|5|1220-1221}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;amp;nbsp;– etwas länger und direkt an der Kutte angenäht, bei den Minoriten und Franziskanern befindet sie sich an einem separaten Kragen, der über der Kutte getragen wird und bei den Franziskanern schmaler, bei den Minoriten breiter ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Barmherzige Brüder]] tragen einen schwarzen [[Talar]] mit einem Ledergürtel und ein Skapulier mit Kapuze.&lt;br /&gt;
[[Dominikaner]] tragen einen weißen Habit mit Ledergürtel, weißem Skapulier, weißer Kapuze, dazu einen schwarzen Radmantel ([[Capa]]).&lt;br /&gt;
[[Kartäuser (Orden)|Kartäuser]] haben einen weißen Habit mit einem Skapulier, das an den Seiten durch breite Stoffstreifen (Bandolen) zusammengehalten wird. [[Karmeliten]] tragen einen braunen Habit und einen weißen [[Chormantel (Ordensleute)|Chormantel]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Zusters in Sevilla.JPG|mini|[[Nonne]]n in Sevilla. Die [[Noviziat|Novizin]] ist am weißen Schleier erkennbar.]]&lt;br /&gt;
Ordensfrauen erkennt man fast immer an ihrem [[Schleier#Verschleierung im Christentum|Schleier]], der bei den Novizinnen meist weiß, nach der zeitlichen oder ewigen [[Profess]] in der Regel schwarz ist oder die Farbe des Habits hat. Es sind unterschiedliche Formen des Schleiers in Gebrauch, von einer vollständigen Bedeckung von Haaren und Hals bis zu einer auf die Haare aufgesteckten leichten Kopfbedeckung. Dazu wird ebenfalls eine Tunika mit Gürtel oder Zingulum sowie, je nach Ordensgemeinschaft, ein Skapulier getragen. Habits mit Kapuze sind bei [[Ordensschwester]]n wenig verbreitet. Zum Habit der [[Nonne]]n gehört ebenfalls die Kukulle bzw. der Chormantel.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; perrow=&amp;quot;4&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Habit (Cistercian Order).svg|Habit der [[Zisterzienser]]&lt;br /&gt;
Habit (Order of Saint Benedict).svg|Habit der [[Benediktiner]]&lt;br /&gt;
Habit (Camaldolese Order).svg|Habit der [[Kamaldulenser]]&lt;br /&gt;
Habit (Order of Saint Jerome).svg|Habit der [[Hieronymiten]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Carmelitas de la comunidad de Nogoyá.jpg|mini|Unbeschuhte Karmelitinnen in Argentinien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:SaintLouisNuns.jpg|mini|Ordensschwestern in vereinfachter Tracht im [[Senegal]]]]&lt;br /&gt;
Auch wenn viele Orden ihre Gründung und ihre Wurzeln früher ansetzen, entwickelten sich ordensspezifische Habite erst mit der Ausdifferenzierung der europäischen Mönchs- und Kanoniker-Gemeinschaften in der Folge der [[Kirchenreformen des 11. Jahrhunderts|Kirchenreform des 11. Jahrhunderts]] und dem Aufkommen zentral organisierter Orden wie der [[Zisterzienser]]. Bis dahin gab es zwar typische Kleidungsstücke für [[Mönchtum|Mönche]], [[Kanoniker]] und Religiose, deren Bezeichnungen und Formen oft in den Regeln und Gewohnheiten festgelegt wurden, aber noch keine Orden, die sich visuell unterscheiden mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gert Melville |Titel=Die Welt der mittelalterlichen Klöster |Verlag=C.H.Beck |Ort=München |Datum=2012 |ISBN=978-3-406-63659-2 |Seiten=159–162}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die genaue Form eines in einer Regel genannten Kleidungsstücks konnte je nach Zeit und Ort unterschiedlich ausfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Ausdifferenzierung, die durch die [[Bettelorden]] im 13. Jahrhundert nochmal verstärkt wurde, entwickelten sich für einzelne Orden reservierte Sets von Kleidungsstücken und Farben auf Basis der im 12. und 13. Jahrhundert für ein geistliches, weltabgewandtes Leben üblichen Kleidung. Prägend sind bis heute lange Kleidung (auch bei Männern), Kapuzen bei Männern und Schleier bei Frauen sowie Farben, die mit ungefärbter Wolle und ungefärbtem Leinen erreicht werden können: weiß, grau, braun, beige und schwarz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sebastian Slawik |url=https://www.academia.edu/36838745/Die_fr%C3%BChe_Ordenskleidung_der_Franziskaner_und_Dominikaner |titel=Die frühe Ordenskleidung der Franziskaner und Dominikaner |werk=academia.edu |sprache=de |abruf=2021-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Gemeinschaften orientierten sich mit ihren Habiten in der Regel an dem so entstandenen Bild. Ältere Orden versuchten, die Teile und Form ihrer Habite mit Statuten und päpstlichem Schutz zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Innerhalb dieser Ordenshabite gab es trotzdem immer Entwicklung und Veränderung. Schnitte wurden in Weite und Länge variiert. Ursprünglich angenähte Kapuzen wurden zu separaten Gugeln. Baumwolle verdrängte in besser beheizten Klöstern die Schafswolle. Modernere Unterkleidung und Schuhformen kamen auf. Die Nutzung weiter, schwerer Überkleidungsstücke wurde aus dem Alltag in den Chordienst verdrängt. Reformbewegungen versuchten, sich über Änderungen im Habit auch innerhalb eines Ordens abzugrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzil]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Dekret&amp;quot;&amp;gt;Dekret über die zeitgemäße Erneuerung des Ordenslebens 1965: „Das Ordensgewand als Zeichen der Weihe sei einfach und schlicht, arm und zugleich schicklich, dazu den gesundheitlichen Erfordernissen, den Umständen von Zeit und Ort sowie den Erfordernissen des Dienstes angepasst. Ein Gewand, das diesen Richtlinien nicht entspricht, muss geändert werden. Das gilt sowohl für Männer wie für Frauen.“&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde die Ordenstracht in vielen Klöstern vereinfacht. Dabei wurden wiederum Anleihen an der üblichen Zivilkleidung genommen (bei Frauen z.&amp;amp;nbsp;B. ein einfach geschnittener Trägerrock und Bluse oder ein langärmeliges Kleid) und auf Einheitlichkeit und Einfachheit in Stoff und Schnitt geachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Sisters of Charity.jpg|mini|[[Missionarinnen der Nächstenliebe]] im für den Orden charakteristischen schlichten [[Sari (Kleidung)|Sari]]]]&lt;br /&gt;
Die praktische Bedeutung des Ordensgewandes innerhalb des Ordens liegt darin, dass das einheitliche Gewand die Gemeinschaft betont und die Individualität zurücknimmt. Der Habit ist äußeres Zeichen der Armut und des einfachen Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die [[Spiritualität|spirituelle]] Bedeutung des Habits ist die Nebenbedeutung von „habitus“ als „Gesinnung, Verhalten“ wichtig (vgl. {{B|Gal|3|27}}, {{B|Röm|13|14}}). Für den Träger dieser Kleidung bringt der Habit die innere Einstellung zum Ausdruck und verstärkt zugleich das Gefühl der Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft und die Bindung an die eigene [[Profess]]. Nach außen ist außerdem die Vorbildwirkung des Ordenskleides von Bedeutung, es hat zeichenhaften Charakter und ist zugleich ein Bekenntnis zum Glauben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Orden haben sich ganz für das Tragen ziviler Kleidung entschieden oder die Entscheidung darüber ihren Mitgliedern jeweils individuell überlassen (beispielsweise bei den [[Congregatio Jesu|Englischen Fräulein]]). Dies kann bei bestimmten Berufsfeldern (z.&amp;amp;nbsp;B. in der Sozialarbeit oder in der Mission) den Kontakt zu den Menschen vereinfachen. In diesen Ordensgemeinschaften ist das Tragen einfacher, schmuckloser Kleidung in der Ordensregel festgelegt. Die Mitglieder tragen auch häufig als Zeichen ihrer Gemeinschaft ein Abzeichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht wenige [[Laie (Religion)|Laien]] suchen nähere Bindung an Ordensgemeinschaften, auch wenn sie die Profess nicht ablegen wollen oder können; sie versammeln sich in ordensähnlichen Vereinigungen, die man [[Oblation (Orden)|Oblaten]] oder [[Dritter Orden|dritte Orden]] nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ein unbeschuhter Karmelit der Bayerischen Provinz |Titel=Der dritte Orden der allerseligsten Jungfrau Maria vom Berge Karmel und der seraphischen heiligen Jungfrau Theresia: ein Unterrichts- und Erbauungsbuch zunächst für die Tertiarier dieses Ordens und die Mitglieder der Erzbruderschaft des heiligen Scapuliers |Verlag=Stahl |Ort=München |Datum=1861 |Seiten=628}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In gewissen Fällen dürfen sie den Habit in eingeschränkter Weise tragen; vor allem die Bestattung im Habit als Totenkleid ist und war bei vielen Laien beliebt und findet häufig statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Alkuin Volker Schachenmayr|Alkuin Schachenmayr]] |Titel=Lay Use of Monastic Clothing |Sammelwerk=Academia Letters |Datum=2021-03-20 |DOI=10.20935/AL840 |Online=https://www.academia.edu/45611590/Lay_Use_of_Monastic_Clothing |Abruf=2021-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Habit in der evangelischen Kirche ==&lt;br /&gt;
In der evangelisch-lutherischen Kirche in den Hansestädten Hamburg und Lübeck gibt es als Amtstracht als Sonderform des [[Talar]]s ein zweiteiliges sogenanntes „[[Hamburger Ornat|Ornat]]“ bestehend aus Unterhabit und Oberhabit. Dazu wird anstelle des [[Beffchen]]s eine [[Halskrause (Mode)|Halskrause]] getragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Peter von Moos]]: &amp;#039;&amp;#039;Das mittelalterliche Kleid als Identitätssymbol und Identifikationsmittel&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Unverwechselbarkeit. Persönliche Identität und Identifikation in der vormodernen Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039;, Peter von Moos (Hrsg.), Köln 2004, S. 124–126.&lt;br /&gt;
* Sebastian Slawik: &amp;#039;&amp;#039;Die Kleidung der Cistercienser im Mittelalter. Weiße Mönche im braunen Kleid&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Analecta Cisterciensia]] 65 (2015), S. 134–151.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Habit}}&lt;br /&gt;
* [http://www.barmherzige.de/1354.html Anmerkungen zum Habit] der [[Barmherzige Brüder vom hl. Johannes von Gott|Barmherzigen Brüder vom hl. Johannes von Gott]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172725-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sakramentale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ordenstracht (christliche Ordensgemeinschaft)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosterwesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Andreas Ley</name></author>
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