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	<title>Haarzelle - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T22:17:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haarzelle&amp;diff=417921&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: Änderungen von 2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B (Diskussion) auf die letzte Version von Aka zurückgesetzt</title>
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		<updated>2024-11-09T09:24:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B&quot;&gt;2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2003:DE:2729:8FB5:9047:4C46:446D:185B (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Aka&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Wie beeinflusst Lärm unser Gehör?.webm|mini|Video: Wie beeinflusst Lärm unser Gehör? (1:56 min) – Funktion der innere und äußere Haarzellen sowie die Entwicklung von [[Schwerhörigkeit]] durch dauerhafte [[Lärmbelastung]]|thumbtime=36]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haarzellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haarsinneszellen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind ein Typ von sekundären [[Sinneszelle]]n (Rezeptoren) im [[Nervensystem]] von [[Wirbeltiere]]n, die mechanische Reize in Nervenaktivität umwandeln. Sie tragen [[Anatomische Lage- und Richtungsbezeichnungen|apikal]] [[Stereozilien]] und gehören damit zur Klasse der [[Mechanorezeptor]]en. Haarzellen können je nach Typ durch Schall, Wasserströmungen, Dreh- oder Linearbeschleunigung erregt werden. Am besten untersucht sind die Haarzellen des [[Innenohr]]es der [[Säugetiere]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
Haarzellen bestehen aus dem [[Soma (Zellbiologie)|Zellkörper]] und den namensgebenden haarähnlichen Strukturen, die zur Aufnahme des Reizes dienen. Dieses Haarbündel sitzt der Zelle am oberen Ende auf und besteht aus einer [[Zilie]] (Kinozilie) und mehreren [[Stereozilien|Stereovilli]]. Beim Menschen werden die Zilien der Haarzellen der [[Hörschnecke]] im Gegensatz zu denen des [[Gleichgewichtsorgan|Gleichgewichtsapparats]] nach der Geburt wieder zurückgebildet. Die einzelnen Stereovilli sind an den Spitzen miteinander verbunden, diese Verbindungen nennt man „Tip-Links“. Am unteren, dem Haarbündel entgegengesetzten Ende der Zelle befindet sich eine Region, in der die Erregung der Haarzelle zu einer Ausschüttung von Botenstoffen, den [[Neurotransmitter]]n, führt. Hier bilden Haarzellen [[Synapse]]n mit [[Interneuron]]en, die die Information in Form von [[Aktionspotential]]en weiter in das [[Zentralnervensystem|zentrale Nervensystem (ZNS)]] tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
=== Reizaufnahme – Transduktion ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Haarzelle Funktion.png|mini|Schematische Darstellung der Funktion einer Haarzelle. Links: Hemmung, Mitte: ohne Reizung, Rechts: Erregung.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kanäle einer Haarsinneszelle.png|mini|Schematische Darstellung der Kanalverhältnisse einer Haarsinneszelle bei Auslenkung]]&lt;br /&gt;
Die für die Reizaufnahme entscheidende Struktur der inneren Haarzellen bildet das Haarbündel. Die einzelnen [[Stereovilli]] sind an den Spitzen durch die Tip-Links verbunden. Am unteren Ende dieser Verbindungen (am kürzeren Stereovillus) befindet sich der [[Ionenkanal]], der sogenannte Transduktionskanal, der je nach Spannung durch den Tip-Link geöffnet oder geschlossen wird. Allerdings konnte das Molekül, welches den Transduktionskanal bildet, noch nicht identifiziert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;David P. Corey (2006): &amp;#039;&amp;#039;What is the hair cell transduction channel?&amp;#039;&amp;#039;, J. Physiol. 576: 23–28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Öffnung der Kanäle führt zu einem Einstrom positiver Kaliumionen, die die Zelle damit [[Depolarisation (Physiologie)|depolarisieren]]. Ohne eine auslenkende Kraft, die auf das Haarbündel wirkt, sind die Kanäle nur teilweise geöffnet – die Zelle ist also in Ruhe mittelmäßig erregt. Bei Auslenkungen der Stereovilli in Richtung der Zilien werden die Kanäle geöffnet und führen über den Einstrom des Kaliums zu einer Erregung der Haarzelle. Auslenkungen entgegen der Zilie schließen die Kanäle. Bewegungen auf einer anderen Achse als der durch Zilienanordnung bestimmten führen nicht zu einer Veränderung der Kanalöffnung und spielen damit keine Rolle für den Erregungszustand der Zelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiterleitung der Erregung ===&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu primären Sinneszellen kommt es bei den Haarsinneszellen (sekundäre Sinneszellen) nicht zur Bildung eines [[Aktionspotential]]s. Dieses könnte mit der hohen Geschwindigkeit des akustisch bewegten Rezeptors gar nicht generiert werden. Die Menge der ausgeschütteten Transmitter wird vielmehr von der Höhe des [[Rezeptorpotential]]s bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transduktionsmechanismus der Haarzellen im Innenohr ===&lt;br /&gt;
In der [[Cochlea]] des menschlichen Innenohres finden sich drei Reihen von äußeren und eine Reihe von inneren Haarzellen. Die sensorische Aufnahme mechanischer Bewegungen in der Cochlea erfolgt fast ausschließlich durch die inneren Haarzellen, während die äußeren Haarzellen v.&amp;amp;nbsp;a. [[efferente Innervierung]] durch übergeordnete Zentren des ZNS erhalten.&lt;br /&gt;
Prinzipiell erfolgt die Transduktion der mechanischen Auslenkung der (inneren) Haarzellen im Innenohr in ein elektrisches Signal wie oben beschrieben durch Kaliumioneneinstrom. Es gibt jedoch einige Besonderheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ionenverteilung ====&lt;br /&gt;
Der untere, basale Teil der Haarzelle ist von Corti-Lymphe umgeben, die sich im inneren und äußeren Tunnel und dem Nuel-Raum des [[Corti-Organ]]s befindet und die in ihrer Zusammensetzung der [[Perilymphe]] ähnlich ist – jener Flüssigkeit, welche die [[Scala vestibuli]] (und [[Scala tympani]]) füllt. Die Spitze der Haarzelle mit den Stereovilli befindet sich in der [[Endolymphe]] der [[Scala media]].&lt;br /&gt;
Die Perilymphe weist eine hohe Konzentration von Natrium- und eine niedrige Konzentration von Kaliumionen auf. In der Endolymphe ist dieses Verhältnis umgekehrt (viele Kaliumionen, wenig Natriumionen). Zwischen diesen beiden äußeren Bereichen der Haarzelle besteht ein Spannungsunterschied: die Endolymphe (oben) ist gegenüber der Perilymphe (unten) +85&amp;amp;nbsp;mV positiv geladen.&lt;br /&gt;
In Ruhestellung (wenn keine Auslenkung der Stereovilli erfolgt), ist das [[Zytoplasma]] der Haarzelle gegenüber der Perilymphe negativ geladen. Im oberen Teil der Haarzelle, der von der endolymphen Flüssigkeit umgeben ist, besteht zwischen dem Zelleninneren und der Umgebung ein Spannungsgefälle von −155&amp;amp;nbsp;mV. Im unteren Zellbereich, welcher von der Perilymphe umgeben ist, besteht ein Spannungsunterschied zur Umgebung von −70&amp;amp;nbsp;mV.&amp;lt;ref&amp;gt;Zenner H.-P.: Hören. Physiologie, Biochemie, Zell- und Neurobiologie. G. Thieme Verlag, Stuttgart, 1994.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Depolarisation ====&lt;br /&gt;
Werden die Stereovilli der Haarzellen durch mechanische Schwingungen des Corti-Organes in Richtung des längsten Stereoziliums ausgelenkt, bewirkt dies (wie oben beschrieben) über Tip-Link-Verbindungen die Öffnung von Ionenkanälen und den Einstrom von Calcium- und Kaliumionen in die Haarzellen. Dies führt zur Depolarisation und damit zur Bildung des Rezeptorpotentials.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID35218890&amp;quot;&amp;gt;G. A. Caprara, A. W. Peng: &amp;#039;&amp;#039;Mechanotransduction in mammalian sensory hair cells.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Molecular and cellular neurosciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 120, Mai 2022, S.&amp;amp;nbsp;103706, {{DOI|10.1016/j.mcn.2022.103706}}, PMID 35218890, {{PMC|9177625}} (Review).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Motorfunktion der Haarbündel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stereocilia.jpg|mini|Aufnahmen mit einem [[Rasterelektronenmikroskop]] der Haarbündel zweier äußerer Haarzellen (nur bei [[Säuger]]n). Bündelform: links V-Typ, rechts W-Typ.]]&lt;br /&gt;
Neuere Forschungsergebnisse zeigten, dass die Bündel der Stereozilien (Haarbündel) im Innenohr der [[Landwirbeltiere]] neben ihrer Funktion als Mechanorezeptoren auch die Funktion von Motoren ([[Motilität]]) haben. Hierbei arbeiten die mechano-elektrischen Wandler in den Enden der Stereozilien in umgekehrter Richtung, also als elektro-mechanische Wandler. Sie geben dabei Energie ab und verstärken damit die Schallwellen, von denen sie angeregt werden. Diese Identität von Sensor- und Motorfunktion der Stereozilien dient nach bisherigen Hypothesen der Verbesserung der [[Frequenz]]-Abstimmung und damit der [[Frequenzauflösung]] des Hörorgans. Bei Nicht-Säugern ist diese Hypothese inzwischen bewiesen und allgemein anerkannt. Bei [[Säuger]]n, wo es zusätzlich die Sondererscheinung der Motorfunktion auch der Zellkörper der äußeren Haarzellen gibt ([[Cochleärer Verstärker]]), ist noch nicht geklärt, wie im Einzelnen Haarbündelmotoren und Zellkörpermotoren zusammenwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;James O. Pickles: &amp;#039;&amp;#039;An Introduction to the Physiology of Hearing&amp;#039;&amp;#039;, Bingley, Emerald Group Publishing 2012, 430 S., ISBN 1-78052-166-9, S. 135 und 137.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://scienceblogs.com/retrospectacle/2007/11/confocal_image_of_cochlea_wins.php | titel=Confocal Image of Cochlea Wins Art Prize | hrsg=Retrospectacle: A Neuroscience Blog | kommentar=[[konfokal]]e Abbildung der Cochlea mit Haarzellen | datum=2007-11-14 | zugriff=2014-01-04 | sprache=englisch}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle | url=http://www.cochlea.org/en | titel=Journey into the World of Hearing | hrsg=Association NeurOreille | zugriff=2014-01-04 | sprache=englisch}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurophysiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anatomie des Ohrs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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