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	<title>Haarmücken - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haarm%C3%BCcken&amp;diff=94875&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-06-17T04:13:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Haarmücken&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Bibionidae&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[John Fleming (Zoologe)|Fleming]], 1821&lt;br /&gt;
| Taxon2_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Bibionoidea&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Überfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = &lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Bibionomorpha&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Teilordnung&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Mücken&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Nematocera&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Zweiflügler&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Diptera&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Insekten&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Insecta&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Klasse&lt;br /&gt;
| Bild             = Bibio marci kopula.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = [[Märzfliege]]n (&amp;#039;&amp;#039;Bibio marci&amp;#039;&amp;#039;) bei der Paarung (links Männchen, rechts Weibchen)&lt;br /&gt;
| Subtaxa_Rang     = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Subtaxa          = * Bibioninae&lt;br /&gt;
* Pleciinae&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Penthetria funebris - 2016-05-04.webm|mini|Paarung von &amp;#039;&amp;#039;Penthetria funebris&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haarmücken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Bibionidae) sind eine [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Zweiflügler]] (Diptera) und gehören zu den [[Mücken]] (Nematocera). Weltweit leben etwa 700 Arten dieser Tiergruppe, davon sind etwa 50 Arten aus Europa bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fauna Europaea&amp;quot; /&amp;gt; Hinzu kommen noch 344 beschriebene fossile Arten. Es handelt sich um mittelgroße Mücken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Bei den Haarmücken handelt es sich um stark behaarte und dunkle Mücken, die im Aussehen beinah schon [[fliegen]]ähnlich sind. Als klassisches Mückenmerkmal fallen jedoch die langen und gleichmäßig gegliederten [[Fühler (Biologie)|Antennen]] auf (2 Basalglieder mit darauf folgender vielgliedriger Geißel), welche jedoch für Mückenvertreter relativ kurz und gedrungen ausgebildet sind. Die Männchen besitzen sehr große [[Facettenauge]]n, deren oberer Teil aus großen, der untere Teil aus kleinen Einzelaugen besteht. Die Augen stoßen auf der Kopfoberseite zusammen und sind behaart. Dieser Augentyp ermöglicht offensichtlich eine Stabilisierung des Fluges in der horizontalen Ebene. Bei den Weibchen sind die Augen viel kleiner, einheitlich facettiert und unbehaart. Die Weibchen besitzen außerdem einen Grabdorn an den Vorderbeinen (genauer an den [[Tibia (Gliederfüßer)|Tibien]]). Bei vielen Arten unterscheiden sich die Geschlechter auch in der Färbung, die Männchen sind schwarz und die Weibchen rot- bis gelbbraun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
Die Haarmücken kommen besonders im Frühjahr, manchmal auch im Herbst, in großen Schwärmen vor. Sie sind meist gute Flieger, die [[Gartenhaarmücke]] (&amp;#039;&amp;#039;Bibio hortulanus&amp;#039;&amp;#039;) ist allerdings recht träge und auch zu Fuß nicht sonderlich flink. Sie stechen nicht und haben eine nicht unwesentliche Bedeutung bei der Bestäubung von frühblühenden Obstbäumen. Sie ernähren sich dabei von [[Nektar (Botanik)|Nektar]] und [[Honigtau]]. Die [[Märzfliege]] oder auch Markusfliege (&amp;#039;&amp;#039;Bibio marci&amp;#039;&amp;#039;) sitzt meist in Gebüschen. Sie ist nach dem heiligen [[Markus (Evangelist)|Markus]] benannt, da sie in der Zeit um dessen Gedenktag ([[25. April]]) besonders häufig auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Paarung finden sich die Partner in den Schwärmen, die [[Begattung|Kopulation]] beginnt dabei meist in der Luft und endet am Boden. Die Männchen der Märzfliege fliegen dabei alle fliegenden Objekte, die im oberen Augenteil abgebildet werden, an und attackieren diese. Handelt es sich um ein Weibchen, so wird es zur Paarung ergriffen.&lt;br /&gt;
Die Eier werden in [[humus]]reichem Boden abgelegt, wobei der Humusduft wahrscheinlich die Auffindung bedingt. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gelegen in den Boden eingegraben, wobei jedes Weibchen bis zu 3.000 Eier legen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Larvalentwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Haarmueckenlarve.jpg|mini|Larven der Haarmücke]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Junglarven sind häufig stark behaart, die späteren Stadien besitzen stachelige Fortsätze, die in der Länge variieren können. Das [[Trachee (Wirbellose)|Tracheensystem]] besitzt zehn offene [[Trachee (Wirbellose)|Stigmenpaaren]]. Die Larven kommen oft gehäuft vor, wobei in den oberen Humusschichten manchmal gewaltige Massen auftreten können, vor allem im Wald unter Falllaub oder in der Nähe von [[Totholz]] und Baumstubben. Sie leben von faulenden Pflanzenteilen und sind wichtige Humusbildner ([[Saprophage]]). Bei Massenauftreten, eventuell auch bei Trockenheit, greifen die Larven allerdings auch die Wurzeln lebender Pflanzen an und können dadurch vor allem nach der Überwinterung (immer als Larve, bei der [[Johannis-Haarmücke]] (&amp;#039;&amp;#039;Bibio johannis&amp;#039;&amp;#039;) etwa im zweiten Larvenstadium) schädlich werden. Die Larven sind ziemlich unempfindlich gegen Kälte. Die Puppe besitzt nur ganz kurze Atemhörner und lebt im Boden. Die Haarmücken haben meist nur eine Generation im Jahr, bei der [[Dunkelflügelige Haarmücke|Dunkelflügeligen Haarmücke]] (&amp;#039;&amp;#039;Dilophus febrilis&amp;#039;&amp;#039;), die als Bestäuber von Obstbäumen wichtig ist, kommen zwei Generationen vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gattungen ==&lt;br /&gt;
Die drei in Europa vorkommenden Haarmückengattungen &amp;#039;&amp;#039;Penthetria&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Dilophus&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bibio&amp;#039;&amp;#039; unterscheiden sich hinsichtlich des Vorkommens von Grabdornen am [[Lage- und Richtungsbezeichnungen|distalen]] Ende der [[Tibia (Gliederfüßer)|Tibia]]:&lt;br /&gt;
[[Datei:bibio marci tibia chrischan.jpg|mini|200px|Vorderbein einer weiblichen [[Märzfliege]] (&amp;#039;&amp;#039;Bibio marci&amp;#039;&amp;#039;) mit Grabdorn am [[Lage- und Richtungsbezeichnungen|distalen]] Ende der Tibia.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Tibien ohne Enddorn: &amp;#039;&amp;#039;[[Penthetria]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Meigen}}&lt;br /&gt;
* Tibien der Vorderbeine mit einem Kranz von Dornen: &amp;#039;&amp;#039;[[Dilophus]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Meigen}} – z. B. [[Dunkelflügelige Haarmücke]]&lt;br /&gt;
* Tibien der Vorderbeine mit kräftigem Enddorn: &amp;#039;&amp;#039;[[Bibio]]&amp;#039;&amp;#039; {{Person|Geoffroy}} – z. B. [[Märzfliege]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossile Belege ==&lt;br /&gt;
Aus der Oberen [[Trias (Geologie)|Trias]] Nordamerikas (Dan River Formation) sind stark zerdrückte Exemplare von Vertretern dieser Familie bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://hbs.bishopmuseum.org/fossilcat/fossbibio.html fossile Diptera&amp;lt;/ref&amp;gt; Der älteste fossile Beleg einer komplett erhaltenen Haarmücke stammt aus [[Kreide (Geologie)|kreidezeitlichem]] [[Bernsteinvorkommen|Kanadischem Bernstein]]. Es handelt sich um die Art &amp;#039;&amp;#039;Plecia myersi.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;B. V. Peterson: &amp;#039;&amp;#039;A new Cretaceous bibionid from Canadian Amber (Diptera: Bibinoidae)&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Canadian Entoml.&amp;#039;&amp;#039; 107, zitiert in Poinar 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Funde aus dem [[Mesozoikum]] stammen aus einer Lagerstätte des [[Unterjura|Unteren Jura]] in Deutschland, aus Sibirischem Bernstein und kreidezeitlichen Ablagerungen in Zentralafrika, Südamerika und Schottland. Die Familie ist mit mehreren Gattungen darüber hinaus aus verschiedenen [[Tertiär (Geologie)|tertiären]] Lagerstätten nachgewiesen (z.&amp;amp;nbsp;B. aus [[Bernstein#Baltischer Bernstein|Baltischem Bernstein]], [[Bernsteinvorkommen|Mexikanischem Bernstein]] und [[Dominikanischer Bernstein|Dominikanischem Bernstein]]).&amp;lt;ref&amp;gt;George O. Poinar, Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Life in Amber.&amp;#039;&amp;#039; Stanford University Press, Stanford CA 1992, ISBN 0-8047-2001-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=John Skartveit |Titel=Fossil Hesperinidae and Bibionidae from Baltic amber (Diptera: Bibionoidea). |Hrsg= |Sammelwerk=Studia dipterologica |Band=15 |Nummer=Heft 1/2 |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=2008 |ISSN=0945-3954 |Seiten=3-42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fauna Europaea&amp;quot;&amp;gt;{{FaunaEuropaea|ID=ee989ca4-994a-428d-9642-69239c365aa9|WissName=Bibionidae|Rang=Familie}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* P. Freeman, R. P. Lane: &amp;#039;&amp;#039;Bibionid and Scatopsid flies. Diptera: Bibionidae and Scatopsidae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handb Ident British Insects.&amp;#039;&amp;#039; 9 (1985) (7). London&lt;br /&gt;
* [[Willi Hennig]]: &amp;#039;&amp;#039;Diptera, Zweiflügler.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Pflanzenkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; V(2), 1. Lfg. 5. Auflage. Hamburg/Berlin 1953.&lt;br /&gt;
* K. Honomichl, H. Bellmann: &amp;#039;&amp;#039;Biologie und Ökologie der Insekten.&amp;#039;&amp;#039; CD-Rom. Gustav Fischer Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-437-25020-5.&lt;br /&gt;
* L. Papp, B. Darvas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Contributions to a Manual of Palaearctic Diptera (with special reference to flies of economic importance).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nematocera and Lower Brachycera.&amp;#039;&amp;#039; 2 (1997); Science Herald, Budapest, S. 1–592.&lt;br /&gt;
* W. Schwenke: &amp;#039;&amp;#039;Bibionidae.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Forstschädlinge Mitteleuropas.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 4, Hamburg 1982.&lt;br /&gt;
* P. Seifert, H. Wunderer, G. Weber: &amp;#039;&amp;#039;Können die Ocellen bei Bibioiden-Männchen zur Flugstabilisierung beitragen? Eine Bewertung ihrer speziellen Morphologie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Verh Dtsch Zool Ges.&amp;#039;&amp;#039; 8 (1988), S. 302.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Bibionidae|Haarmücken}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Haarmucken}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haarmücken| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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