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	<title>Haaranalytik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T16:39:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Haaranalytik&amp;diff=1460456&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rjh: Archivlink geprüft</title>
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		<updated>2025-06-16T13:53:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlink geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Menschenhaar 200 fach.jpg|mini|Ein Menschenhaar unter dem Mikroskop&amp;lt;br /&amp;gt;(Bildausschnitt: 600×400&amp;amp;nbsp;µm²)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haaranalytik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haaranalyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist die Bezeichnung für eine [[Analytische Chemie|chemische Analyse]] einer [[Haar]]probe. Das Haar dient als leicht zugänglicher [[Biomonitoring|Biomonitor]], in dem viele körperfremde Verbindungen in signifikant höherer Konzentration als in anderen Organen eingelagert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadlbauer&amp;quot;&amp;gt;C. Stadlbauer: [http://bibnet.org/vufind/Record/ccmed951881501 &amp;#039;&amp;#039;Kann die nichtsubstanzielle Natur potenzierter Arzneien substanziell sichtbar gemacht werden? Schwermetalle in menschlichen Geweben.&amp;#039;&amp;#039;] In: Österreichische Apotheker-Zeitung 2006, 60(22), 1067.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Haaranalytik&amp;#039;&amp;#039; selbst gibt keine Auskunft über das letztlich verwendete Analysenverfahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haaranalyse eignet sich insbesondere in der [[Forensische Toxikologie|Forensischen Toxikologie]] und der [[Ökotoxikologie]] zur Durchführung einer [[retrospektive]]n Analyse der Aufnahme verschiedener [[Chemisches Element|chemischer Elemente]] und [[Organische Chemie|organischer Verbindungen]] eines Menschen, über den Zeitraum von mehreren Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem wird die Haaranalyse, teils unter Bezeichnungen wie „Haarmineralstoffanalyse“ oder „Bioresonanz-Haaranalyse“ oder „radionische Haaranalyse“, [[alternativmedizin]]isch für verschiedene [[Diagnose|diagnostische]] Anwendungen eingesetzt. Diese Formen der Nutzung der Haaranalyse werden von der [[Schulmedizin|wissenschaftlich begründeten Medizin]] weitgehend abgelehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ernst1&amp;quot;&amp;gt;[[Edzard Ernst]]: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aerzteblatt.de/V4/archiv/artikel.asp?id=48961 Komplementärmedizinische Diagnoseverfahren.]&amp;#039;&amp;#039; Dtsch Arztebl 2005; 102(44): A-3034 / B-2560 / C-2410.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einlagerung exogener Substanzen in die Haare ==&lt;br /&gt;
[[Datei:HairFollicle2.jpg|mini|Schematischer Aufbau eines Körperhaares.&amp;lt;br /&amp;gt;1)&amp;amp;nbsp;Haar 2)&amp;amp;nbsp;Hautoberfläche 3)&amp;amp;nbsp;Talg 4)&amp;amp;nbsp;[[Haarfollikel]] 5)&amp;amp;nbsp;[[Talgdrüse]]]]&lt;br /&gt;
Menschliche und tierische Haare lagern eine Vielzahl von [[exogen]]en Stoffen weitgehend unverändert in ihre Struktur ein. Die [[Applikationsform]] ([[Peroral|oral]], [[Nase|nasal]], [[intravenös]] oder [[Inhalieren|inhalativ]]) spielt dabei keine Rolle. Einmal aufgenommen gelangen die Stoffe über den [[Blutkreislauf]] auch an die Körperhaare, die über die [[Haarpapille]]n mit den [[Blutgefäß]]en verbunden sind. Die schnellwachsenden, sich häufig teilenden Zellen haben gegenüber den normalen Körperzellen einen erhöhten Stoffwechsel. Sie nehmen daher vermehrt Nährstoffe, aber auch exogene Stoffe auf. Das Haarwachstum fängt im wenige Millimeter unter der Hautoberfläche befindlichen [[Haar#Haarfollikel (Haarbalg)|Haarfollikel]] an. Die [[Keratinozyt|hornbildenden Zellen]] bündeln sich und verhornen zu [[Keratin]]fasern. Sie wandern nach oben und bilden den Haarschaft, der sich im Follikel zur Hautoberfläche schiebt. Nach ein bis zwei Wochen wird die Hautoberfläche erreicht. In der Phase des Haarwachstums wird auch ein Teil der im Blut enthaltenen körperfremden Substanzen in das Haar eingelagert. Durch das Längenwachstum der Haare kommen diese Substanzen durch die Hautoberfläche nach außen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uhl&amp;quot;&amp;gt;M. Uhl, F. Scheufler: [http://www.laborpraxis.vogel.de/analytik/chromatographie/gaschromatographie/articles/102636/ &amp;#039;&amp;#039;Analyse von Haarproben für Strafverfahren.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Laborpraxis&amp;#039;&amp;#039; vom 6. Dezember 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Kopfhaar wächst monatlich um durchschnittlich 10&amp;amp;nbsp;mm. Über die abschnittsweise Analyse einzelner Haarabschnitte von der Haarspitze bis zur Haarwurzel, kann eine zeitliche Analyse über die Aufnahme der exogenen Verbindungen erfolgen. Dies ist prinzipiell auch mit historischen Haarproben möglich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadlbauer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die im Haar eingelagerten Stoffe lassen sich auch durch Waschen, Tönen oder andere Behandlungen nicht vollständig entfernen. Die vorhandenen Restmengen reichen bei der hohen Empfindlichkeit der eingesetzten Untersuchungsmethoden beispielsweise für den Nachweis der Einnahme von Betäubungsmitteln noch problemlos aus. Problematisch ist die möglicherweise sehr unterschiedliche Vorbehandlung der Haare jedoch bei der Quantifizierung von Elementen, beispielsweise von [[Spurenelement]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Analytik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ICP-MS.jpg|mini|ICP-MS-Gerät]]&lt;br /&gt;
[[Datei:GCMS open.jpg|mini|GC-MS-Gerät]]&lt;br /&gt;
Als analytische Verfahren kommen verschiedene Methoden aus der [[Spurenanalytik]] in Frage, die abhängig von dem gesuchten Element, beziehungsweise der gesuchten Verbindung, gewählt werden. Sollen beispielsweise [[Chemisches Element|chemische Elemente]], wie [[Schwermetalle]], analysiert werden, so kommt oft die [[Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma]] (ICP-MS) oder die [[Funkenspektrometer|ICP-OES]], seltener die [[Neutronenaktivierungsanalyse]], zum Einsatz. Mittels [[Laserablation]] und anschließender ICP-MS kann eine Elementanalyse auf nur einem Haar abschnittsweise durchgeführt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadlbauer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Analyse von chemischen Verbindungen, wie beispielsweise [[Betäubungsmittel]]n, werden meist die [[Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung]] (LC-MS oder auch LC-MS/MS) und die [[Gaschromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung]] (GC-MS oder auch GC-MS/MS), früher oft auch [[Radioimmunassay]]s verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Substanzen werden in Form ihrer Stoffwechselprodukte ([[Metabolit]]e) analysiert. So wird beispielsweise Heroin im Körper nach der [[Injektion (Medizin)|Injektion]] zunächst zu [[6-Monoacetylmorphin]] (6-MAM) und danach zu [[Morphin]] metabolisiert. Ein Großteil des aufgenommenen Heroins wird nach mehreren Stunden als Morphin beziehungsweise [[Glucuronidierung|glucuronidiertes]] Morphin ausgeschieden. Ein kleiner Teil des Morphins und des 6-MAM wird aber auch in die Haarstruktur eingelagert. Allerdings wird auch das in einigen Medikamenten – wie beispielsweise [[Hustensaft]] – enthaltene [[Codein]] teilweise zu Morphin metabolisiert, so dass eine Bestimmung, die nur das Morphin umfassen würde, keinen Nachweis für die Einnahme von Heroin liefert. Deshalb wird in der Heroin-Analytik zusätzlich das nicht metabolisierte Codein im Haar mitbestimmt. Bei einem Morphin/Codein-Verhältnis von 2:1 geht man von einem Heroinmissbrauch aus. Liegt die gemessene Morphinkonzentration unterhalb von 1&amp;amp;nbsp;ng/mg (= 1 [[Parts per million|ppm]]), so wird ein Verhältnis von 5:1 gefordert. Wird 6-MAM in der Haarprobe in einer Konzentration größer als 0,5&amp;amp;nbsp;ng/g nachgewiesen, so wird von einem Heroinkonsum ausgegangen, da 6-MAM kein Metabolit von Codein ist.&amp;lt;ref&amp;gt;B. Madea und F. Mußhoff u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Haaranalytik&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Ärzteverlag, 2004, ISBN 978-3-7691-0437-0.&amp;lt;/ref&amp;gt; Generell müssen bestimmte Grenzwerte für einen [[Analysenprobe|Analyten]] überschritten werden und oft auch noch dessen Metabolite nachgewiesen werden, damit die Haarprobe als positiv gewertet werden kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;uhl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probenvorbereitung ==&lt;br /&gt;
=== Elementanalyse ===&lt;br /&gt;
Bei der Analyse von chemischen Elementen ist oft keine besondere Probenvorbereitung notwendig. Die Neutronenaktivierungsanalyse arbeitet beispielsweise ohne Zerstörung der Probe. Mittels Laser-Ablation kann gar ein einzelnes Haar abschnittsweise analysiert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadlbauer&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betäubungsmittelanalyse ===&lt;br /&gt;
Die für eine kriminaltechnische Untersuchung verwendeten Haarproben werden bevorzugt am Hinterkopf als [[Strähne]] entnommen. In dieser Haarregion ist das Haarwachstum besonders regelmäßig. Prinzipiell können auch [[Schamhaar|Scham-]], [[Achselhaar|Achsel-]], [[Barthaar|Bart-]], [[Brustbehaarung|Brust-]] und andere Körperhaare verwendet werden. Die entnommene Haarsträhne ist wenige mm im [[Durchmesser]]. Pro zu analysierendem Haarabschnitt genügen etwa 30 bis 50&amp;amp;nbsp;mg Haare. Über die Haarabschnitte kann, bei einer segmentweisen Analyse der Haare, die Art und Häufigkeit des Drogenkonsums analysiert werden („Drogenkarriere“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;uhl&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Haarprobe wird nach ihrer Entnahme für die anschließende Analyse in speziellen Extraktionsverfahren vorbereitet. Beispielsweise werden die Haare zunächst in einer Mühle gemahlen und anschließend in einer Säure aufgelöst, bevor sie analysiert werden können. Teilweise werden die zu analysierenden Inhaltsstoffe aus den Haaren mit [[Methanol]] extrahiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Die bekannteste und häufigste Anwendung der Haaranalyse ist den Nachweis von [[Suchtstoff]]en und [[Arzneimittel]]n im Rahmen der [[Rechtsmedizin]]. Während viele Drogen, Arzneimittel und Dopingmittel in Blut und Urin oft schon nach Tagen nicht mehr nachzuweisen sind, wird eine Vielzahl diese Substanzen in das wachsende Haar eingebaut und ist so noch nach Monaten nachweisbar. Durch eine normale Haarwäsche oder andere übliche Methoden der Haarbehandlung lassen sich diese Wirkstoffe nicht entfernen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;helmholtz&amp;quot;&amp;gt;[http://www.dr-puschmann.de/de/praxis/patientenmerkblaetter/downloads_diverse_themen/txt00198.html?MS;P:afile,i645163D3B6950EC &amp;#039;&amp;#039;Human-Biomonitoring: Haaranalyse als Methode.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 386&amp;amp;nbsp;kB) Deutsches Forschungszentrum Gesundheit und Umwelt, März 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Neben Stoffen wie [[Cannabis als Rauschmittel|Cannabis]], [[Kokain]], [[Ecstasy]] oder [[Heroin]], lassen sich auch [[Dopingmittel]] wie verschiedene [[Anabolika]] und [[Nandrolon]] nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Rivier: &amp;#039;&amp;#039;Is there a place for hair analysis in doping controls?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forensic Sci Int&amp;#039;&amp;#039; 107, 2000, S.&amp;amp;nbsp;309–323, PMID 10689583.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D. Thieme u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Analytical strategy for detecting doping agents in hair.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forensic Sci Int&amp;#039;&amp;#039; 107, 2000, S.&amp;amp;nbsp;335–345, PMID 10689585.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst längerer [[Alkoholkrankheit|Alkoholmissbrauch]] beziehungsweise [[Alkoholkrankheit|Alkoholismus]] kann über das Stoffwechselprodukt [[Ethylglucuronid]] (ETG) nachgewiesen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Hasler: {{Webarchiv | url=http://sc.tagesanzeiger.ch/dyn/news/schweiz/753807.html | archive-is=20100505025936 | text=&amp;#039;&amp;#039;Mit Haaranalyse gegen Blaufahrer.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tages-Anzeiger]]&amp;#039;&amp;#039; vom 22. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Analyse der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]], beispielsweise für ein [[Abstammungsgutachten (DNA-Analyse)|Abstammungsgutachten]] („Vaterschaftstest“) eignen sich dagegen nur Haare mit [[Haar#Haarwurzel|Haarwurzel]], da nur dort Zellen mit analytisch verwertbarem Material enthalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Anwendungsbeispiele ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jacques-Louis David - The Emperor Napoleon in His Study at the Tuileries - Google Art Project 2.jpg|mini|Napoléon]]&lt;br /&gt;
Mittels einer Analyse der Haare des [[Ötzi|Mannes vom Tisenjoch]] – besser bekannt als „Ötzi“ – wurde festgestellt, dass dieser sich vorwiegend vegetarisch ernährte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;helmholtz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 wurde eine Haarprobe von [[Napoléon]] mittels Neutronenaktivierungsanalyse untersucht. Dabei wurde nachgewiesen, dass er sukzessive [[Arsen]] aufgenommen hatte. Durch die Segmentanalyse einer 130&amp;amp;nbsp;mm langen Strähne wurde zudem ermittelt, dass er während einer einjährigen Phase Arsen mit Unterbrechungen aufgenommen hatte. Außerdem konnte man die ungefähren Zeitpunkte rekonstruieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Holleman-Wiberg|Auflage=101.|Startseite=?}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ob es sich dabei um eine vorsätzliche Vergiftung oder aber um die Lebensumstände auf [[St. Helena (Insel)|St. Helena]] handelt, wird bis heute kontrovers diskutiert.&amp;lt;ref&amp;gt;F. Scherer und S. Schöbel {{Webarchiv|url=http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,2027591,00.html?dr=1 |wayback=20120202201219 |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Ende Napoleons – Wurde der Kaiser vergiftet?&amp;#039;&amp;#039; }} In: &amp;#039;&amp;#039;ZDF.de&amp;#039;&amp;#039; vom 6. März 2003.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das am 20. Oktober 2000 veröffentlichte Ergebnis einer Haaranalyse bei [[Christoph Daum]], die er selbst beim Institut für Rechtsmedizin der [[Universität zu Köln]] in Auftrag gegeben hatte, führte in der Folge zur fristlosen Kündigung als Vereinstrainer und zu Auflösung eines für den 1. Juni 2001 geschlossenen Vertrages als Bundestrainer beim [[DFB]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=19916248|Titel=Haare vom Bruder?|Autor=G. Bönisch|Jahr=2001|Nr=34|Seiten=140}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;G. Amendt, &amp;#039;&amp;#039;Die tageszeitung&amp;#039;&amp;#039; vom 23. Oktober 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Angebote zur Haaranalyse von kommerziellen Anbietern ==&lt;br /&gt;
Verschiedene klinisch-chemische Laboratorien, (Umwelt)-[[Apotheke]]n, [[Reformhaus|Reformhäuser]], [[Heilpraktiker]] und kommerzielle Haaranalyse-Institute bieten die Haaranalyse als Dienstleistung an. Mit der Analyse sollen Informationen über den Versorgungsstatus von [[Mineralstoff]]en und mögliche Belastungen mit Umweltschadstoffen („[[Schwermetall]]e“) gewonnen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Umweltanalysen Dr. Guse: {{Webarchiv|url=http://umweltanalysen.org/de/analysen/haaranalyse/mineral-analysis.pdf |wayback=20140221231115 |text=&amp;#039;&amp;#039;Beispiel-Analyse eines kommerziellen Anbieters&amp;#039;&amp;#039; }} (PDF; 94&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Zuverlässigkeit der Messergebnisse, sowie ihre Interpretation, werden von der Wissenschaft bezweifelt.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Drexler und K. H. Schaller: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/haaranalysen-in-der-klinischen-umweltmedizin-eine-kritische-betrachtung-4ead8b31-fb9d-4b24-8fc6-ba4ed618193e &amp;#039;&amp;#039;Haaranalysen in der klinischen Umweltmedizin: Eine kritische Betrachtung.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl&amp;#039;&amp;#039; 99, 2002, S.&amp;amp;nbsp;A-3026/B-2557/C-2276.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Gründe werden dabei folgende Punkte aufgeführt:&lt;br /&gt;
* Wie und in welchem Umfang die einzelnen Elemente im Haar eingebaut werden, ist in vielen Fällen noch nicht ausreichend erforscht.&lt;br /&gt;
* Bisher wurde keine oder nur eine schwache Korrelation zwischen den Werten im Haar und den Werten in anderen Biomonitoren (Blut und Urin) gefunden.&lt;br /&gt;
* Es ist bisher weitgehend unbekannt, wie hohe Schadstoffkonzentrationen im Haar und mögliche gesundheitliche Folgen zusammenhängen. Im Haar selbst sind die Schadstoffe für den Betroffenen unschädlich.&lt;br /&gt;
* Haarfarbe, Geschlecht, Ethnie und Alter beeinflussen die Einlagerung von Fremdstoffen in den Haaren erheblich. Ebenso Ernährung, Haarbehandlung und Wohnort. Die Faktoren werden in vielen Labors nicht berücksichtigt. Des Weiteren existieren keine Richtlinien für die Probennahme.&lt;br /&gt;
* Viele Analytik-Dienstleister haben keine [[Qualitätssicherung]]smaßnahmen.&lt;br /&gt;
* Es gibt keine festgelegten „Normalwerte“ für den Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen im Haar, da bisher keine ausreichenden Daten für eine Definition vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die US-amerikanische &amp;#039;&amp;#039;[[Agency for Toxic Substances and Disease Registry]]&amp;#039;&amp;#039; (ATSDR) sieht daher die Haaranalyse nur bei der Bestimmung von [[Methylquecksilber]] zur Ermittlung der individuellen Schadstoffbelastung als geeignet an.&amp;lt;ref&amp;gt;Agency for Toxic Substances and Disease Registry: [https://www.atsdr.cdc.gov/HAC/hair_analysis/index.html &amp;#039;&amp;#039;Summary Report Hair Analysis Panel Discussion Exploring The State Of The Science.&amp;#039;&amp;#039;] Juni 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;helmholtz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stiftung Warentest]] verglich 2004 mehrere Anbieter von Haaranalysen.&amp;lt;ref&amp;gt;Stiftung Warentest: [http://www.test.de/Haaranalyse-An-den-Haaren-herbeigezogen-1206409-0/ &amp;#039;&amp;#039;An den Haaren herbeigezogen. Ein Test verschiedener Anbieter von Haaranalysen und die erschreckenden Ergebnisse.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;test&amp;#039;&amp;#039; 10/2004, S.&amp;amp;nbsp;86–90.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für individuelle Probanden zeigten sich von Labor zu Labor teilweise erhebliche Schwankungen. Bei Proben derselben anonymisierten Person wurden im gleichen Labor häufig unterschiedliche Werte gemessen. Einzelne Labors gaben zu den Analysenergebnissen auch „Normalwerte“ an, die sich zudem von Labor zu Labor erheblich unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;helmholtz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Patricia Anielski&lt;br /&gt;
   |Titel=Langzeitnachweis anaboler Steroidhormone&lt;br /&gt;
   |Ort=Dresden&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |DNB=987492365&lt;br /&gt;
   |URN=nbn:de:swb:14-1198868584143-77693&lt;br /&gt;
   |Kommentar=Dissertation, Technische Universität Dresden}}&lt;br /&gt;
* [[Fritz Pragst|F. Pragst]]: [https://www.gtfch.org/cms/images/stories/media/tk/tk76_3/soht.pdf &amp;#039;&amp;#039;Meeting of the Society of Hair Testing.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 46&amp;amp;nbsp;kB) in &amp;#039;&amp;#039;T + K&amp;#039;&amp;#039; 74, 2007, S.&amp;amp;nbsp;121–123. (in deutscher Sprache)&lt;br /&gt;
* [http://link.springer.com/article/10.1007/s00103-004-0984-3 &amp;#039;&amp;#039;Haaranalyse in der Umweltmedizin.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Bundesgesundheitsblatt]]&amp;#039;&amp;#039; 2005;48:246–250.&lt;br /&gt;
* T. Hamilton und F. Schweinsberg: &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse eines Ringversuchs mit Haarproben eines gesunden Probanden – ein Beitrag zur kritischen Bewertung der Haarmineral-Analyse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Umweltmedizin in Forschung und Praxis&amp;#039;&amp;#039; 8, 2003, S.&amp;amp;nbsp;123–130.&lt;br /&gt;
* O. H. Drummer: &amp;#039;&amp;#039;Postmortem toxicology of drugs of abuse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Forensic Science International&amp;#039;&amp;#039; 142, 2004, S.&amp;amp;nbsp;101–113.&lt;br /&gt;
* R. E. Joseph u. a.: &amp;#039;&amp;#039;In Vitro Characterization of Cocaine Binding Sites in Human Hair.&amp;#039;&amp;#039; 282, 1997, S.&amp;amp;nbsp;1228–1241.&lt;br /&gt;
* M. Gratacos-Cubarsi u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Hair analysis for veterinary drug monitoring in livestock production.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Chromatography B]]&amp;#039;&amp;#039;, 834, 2006, S.&amp;amp;nbsp;14–25.&lt;br /&gt;
* T. Mieczkowski: &amp;#039;&amp;#039;Assessing the potential of a ‘‘color effect’’ for hair analysis of 11-nor-9-carboxy-D9-tetrahydrocannabinol: Analysis of a large sample of hair specimens.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Life Sciences (Zeitschrift)|Life Sciences]]&amp;#039;&amp;#039; 74, 2003, S.&amp;amp;nbsp;463–469.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4123323-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Umweltschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemisches Analyseverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Labormedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doping]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diagnostisches Verfahren in der Alternativmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Haar]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rjh</name></author>
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