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	<title>HELLP-Syndrom - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=HELLP-Syndrom&amp;diff=123338&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-37074-33: /* Diagnostik */</title>
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		<updated>2025-11-30T13:47:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Diagnostik&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| AUSRICHTUNG = &lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = O14.2&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = HELLP-Syndrom&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = JA24.2&lt;br /&gt;
| Data-01 = HELLP-Syndrom&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HELLP-Syndrom&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine schwerwiegende, erstmals 1982 von [[Louis Weinstein]], einem amerikanischen Gynäkologen und Geburtshelfer, näher beschriebene&amp;lt;ref&amp;gt;Louis Weinstein: &amp;#039;&amp;#039;Syndrome of hemolysis, elevated liver enzymes, and low platelet count. A severe consequence of hypertension in pregnancy.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Obstet. Gynecology.&amp;#039;&amp;#039; Band 142, 1982, S. 159–167.&amp;lt;/ref&amp;gt; Variante der [[Präeklampsie]], einer [[Gestose|schwangerschaftsbedingten Erkrankung]], die zu den [[Schwangerschaftshypertonie|hypertensiven Störungen]] gehört. Dabei ist der Name HELLP ein [[Akronym]] aus den englischen Bezeichnungen der wichtigsten und typischen Laborbefunde &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;H&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;aemolysis ([[Hämolyse|hämolytische]] [[Anämie]]), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;levated &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;iver enzymes (erhöhte Leberenzyme) und &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ow &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;P&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;latelet count (Verminderung der [[Thrombozyt]]enzahl (Blutplättchen) = [[Thrombozytopenie]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ursache ([[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]]) des HELLP-Syndroms ist nicht eindeutig geklärt, der Verlauf unkalkulierbar. Bestimmte Risikofaktoren stehen mit der Erkrankung jedoch in Verbindung. Sie tritt am häufigsten bei Frauen mit Präeklampsie oder Eklampsie auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rarediseases.info.nih.gov/diseases/8528/hellp-syndrome], rarediseases.info.nih.gov, abgerufen am 9. November 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
Die [[Inzidenz (Epidemiologie)|Inzidenz]] beträgt 0,17 bis 0,8 % aller Lebendgeburten. Es tritt am häufigsten zwischen der 32. und 34. Schwangerschaftswoche auf, kann sich jedoch auch erst im [[Wochenbett]] manifestieren (bis zu 30 %). Bei 7 bis 10 % der Patientinnen tritt die Erkrankung bereits vor der 27. Schwangerschaftswoche auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot;&amp;gt;[[Werner_Rath]], [[Klaus_Friese]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Erkrankungen in der Schwangerschaft.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2005, ISBN 3-13-136271-5, S. 84–89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Das mediane Lebensalter der betroffenen Schwangeren liegt bei 25 Jahren, der Anteil der Erstgebärenden beträgt 52 bis 81 %.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rath, Wolfgang Loos, Walther Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Das HELLP-Syndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zentralbl Gynäkol.&amp;#039;&amp;#039; Band 116, 1994, S. 195–201. PMID 8023604.&amp;lt;/ref&amp;gt; etwa 4 bis 35 % der Schwangeren mit schwerer [[Präeklampsie]] bilden ein HELLP-Syndrom aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symptome ==&lt;br /&gt;
Klinisches Leitsymptom des HELLP-Syndroms sind Beschwerden im rechten Oberbauch, die durch eine Leberkapselspannung bedingt sind und bei 80 bis 90 % der Betroffenen auftreten. Sie können in 20 bis 40 % der Fälle den laborchemischen Veränderungen um Tage vorausgehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot;&amp;gt;[[Joachim Dudenhausen|Joachim W. Dudenhausen]], H. P. G. Schneider, [[Gunther_Bastert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frauenheilkunde und Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Walter de Gruyter, 2013, ISBN 978-3-11-090580-9, S. 196–200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Begleitend können auch unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. Auch Kopfschmerzen, Sehstörungen können ein Hinweis sein.&amp;lt;br /&amp;gt;Aufgrund der unspezifischen Symptome besteht das Risiko der Verwechslung mit einer drohenden [[Eklampsie]], [[Cholecystitis]], [[Cholelithiasis]], [[Hepatitis]] oder [[Pyelonephritis]]. Zudem können die Symptome der Präeklampsie, [[Bluthochdruck]] und [[Proteinurie|Eiweiß im Harn]], bei bis zu 15 % der Patientinnen fehlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baltzer&amp;quot;&amp;gt;[[Jörg_Baltzer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Praxis der Gynäkologie und Geburtshilfe: das komplette Praxiswissen in einem Band.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, ISBN 3-13-144261-1, S. 244–246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den [[Fötus|Feten]] besteht in bis zu 50 % eine Wachstumsretardierung. Im [[Kardiotokografie|CTG]] können Veränderungen auftreten, die auf eine [[Hypoxie (Medizin)|Hypoxie]] als Folge einer [[Plazentainsuffizienz]] oder eine vorzeitige Plazentalösung hinweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Entscheidend für die Diagnose eines HELLP-Syndroms ist die „laborchemische Trias“ bestehend aus [[Hämolyse]], [[Transaminasenanstieg]] ([[Aspartat-Aminotransferase|ASAT]], [[Alanin-Aminotransferase|ALAT]]) und [[Thrombozytopenie]].&amp;lt;br /&amp;gt;Durch die Hämolyse kommt es zu einer [[Anämie]] mit Abfall des [[Hämoglobin]]s und [[Hämatokrit]]s, die Zerstörung der roten Blutkörperchen führt zu einer Erhöhung des indirekten [[Bilirubin]]s (in 47 bis 62 %)t. Bei 54 bis 86 % der Patientinnen lassen sich [[Fragmentozyt]]en im peripheren [[Blutausstrich]] nachweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rath: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aerzteblatt.de/archiv/14448 Das HELLP-Syndrom – eine interdisziplinäre Herausforderung.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 47, 1998, S. A-2997 / B-2555 / C-2367.&amp;lt;/ref&amp;gt; In über 95 % der Fälle besteht eine Erniedrigung des [[Haptoglobin]]s, welches als empfindlichster Parameter gilt.&amp;lt;br /&amp;gt;Neben dem Anstieg der Transaminasen ist die [[L-Lactatdehydrogenase|LDH]] signifikant erhöht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baltzer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Im Gerinnungssystem kommt es, neben dem progredienten Abfall der Thrombozytenzahl, zu einem Abfall des [[Antithrombin III]] und einem Anstieg des [[D-Dimer]]-Spiegels. Klassische Gerinnungsparameter wie der [[Quick-Wert]], [[Plasmathrombinzeit|Thrombinzeit]] und [[Fibrinogen]] sind, je nach Schweregrad der Erkrankung, nur in 10 bis 42 % pathologisch verändert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Zeichen einer Niereninsuffizienz, wie [[Kreatinin]]- und [[Harnsäure]]anstieg, sowie eine [[Proteinurie]] können auftreten, jedoch auch fehlen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baltzer&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Die Laborparameterbestimmungen sollten 6- bis 8-stündlich wiederholt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierung ==&lt;br /&gt;
Ein in [[Mississippi (Bundesstaat)|Mississippi]] entwickeltes Klassifikationssystem bestimmt die Schwere der Erkrankung nach der niedrigsten beobachteten Thrombozytenzahl bei den Patientinnen. Dabei ist die Klasse I die schwerste, mit einem relativ hohen Morbiditäts- und Mortalitätsrisiko im Vergleich zu den beiden anderen Klassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ref46&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=James Martin, Pamela Blake, Suzanne Lowry, Kenneth Perry, Joe Files, John Morrison |Titel=Pregnancy complicated by preeclampsia-eclampsia with the syndrome of hemolysis, elevated liver enzymes, and low platelet count: how rapid is postpartum recovery? |Sammelwerk=Obstet Gynecol |Band=76 |Nummer=5 Pt 1 |Datum=1990-11 |Seiten=737–741 |PMID=2216215}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Klasse I: Thrombozytenzahl unter 50.000/µl&lt;br /&gt;
* Klasse II: Thrombozytenzahl von 50.000–100.000/µl&lt;br /&gt;
* Klasse III: Thrombozytenzahl von 100.000–150.000/µl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres Klassifizierungssystem, das in [[Memphis, Tennessee|Memphis]] eingeführt wurde, kategorisiert das HELLP-Syndrom anhand seiner Expression.&lt;br /&gt;
* ein inkomplettes HELLP-Syndrom ist gekennzeichnet durch die Manifestation eines oder zweier der wichtigsten diagnostischen Kriterien.&lt;br /&gt;
* ein komplettes HELLP-Syndrom ist gekennzeichnet durch die Manifestation aller drei Hauptdiagnosekriterien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ref47&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=François Audibert, Steven A. Friedman, Antoine Y. Frangieh, Baha M. Sibai |Titel=Clinical utility of strict diagnostic criteria for the HELLP (hemolysis, elevated liver enzymes, and low platelets) syndrome |Sammelwerk=Am J Obstet Gynecol |Band=175 |Nummer=2 |Datum=1996-08 |Seiten=460–464 |PMID=8765269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verlauf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Subkapsulaeres Haematom bei HELLP-Syndrom - Sono - 001.jpg|mini|Großes Hämatom der Leberkapsel bei HELLP-Syndrom dargestellt in der [[Sonographie]]]]&lt;br /&gt;
Der Verlauf eines HELLP-Syndroms ist unkalkulierbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot; /&amp;gt; Die Erkrankung kann sich unter einer konservativen Therapie für wenige Tage zurückbilden, in Schüben verlaufen oder sich auch sehr schnell verschlimmern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Es besteht das Risiko der schnellen Entwicklung eines Schocksyndroms als Folge von [[Disseminierte intravasale Koagulopathie|Disseminierter intravasaler Koagulopathie (DIC)]] (in 4 bis 38 %), [[Akutes Nierenversagen|akutem Nierenversagen]] (bis zu 8 %), [[Lungenödem]] (bis zu 6 %), [[Hirnblutung]] oder der [[Ruptur]] eines subkapsulären Leberhämatoms mit intraabdominaler Blutung, sowie einer [[Vorzeitige Plazentalösung|vorzeitigen Plazentalösung]] (bis zu 16 %).&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Eine ursächliche pharmakologische Therapie des HELLP-Syndroms ist nicht bekannt. Erstmaßnahmen bestehen in einer schonenden Blutdrucksenkung mit [[Antihypertensiva]] und in der Vermeidung einer Eklampsie durch die Gabe von Magnesium oder [[Antikonvulsiva]].&amp;lt;br /&amp;gt;Konservative Therapieversuche, beispielsweise mit [[Acetylsalicylsäure|Azetylsalizylsäure]] (ASS), [[Immunglobuline]]n, [[Plasmapherese]], gelten als Sonderfälle und werden bei sehr frühen Schwangerschaften und sehr langsamem Krankheitsverlauf eingesetzt. Ein solches Vorgehen, verbunden mit einer Induktion der [[Lungenreifung]] durch Gabe von [[Kortikosteroide]]n und in der Erwartung einer vorübergehenden Rückbildung des HELLP-Syndroms, hat das Ziel, die fetale Organreife zu erreichen und damit kindliche Komplikationen zu vermeiden.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Rath: &amp;#039;&amp;#039;Aggressives versus konservatives Vorgehen beim HELLP-Syndrom – eine Standortbestimmung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Geburtsh u Frauenheilk.&amp;#039;&amp;#039; Band 56, 1996, S. 265–271.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Dynamik des HELLP-Syndroms jedoch sehr schwer abzuschätzen ist, besteht das geburtshilfliche Vorgehen meist in einer sofortigen Schwangerschaftsbeendigung, oft durch einen [[Kaiserschnitt]].&amp;lt;br /&amp;gt;Die HELLP-Patientin bedarf einer intensivmedizinischen Überwachung. Eine [[Thromboseprophylaxe]] mit [[Heparin]] darf erst nach einer Verbesserung der Gerinnungsstörung begonnen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prognose ==&lt;br /&gt;
Die mütterliche [[Letalität]] beträgt 3 bis 5 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot; /&amp;gt; Mit schweren mütterlichen Komplikationen muss bei 12,5 bis 65 % der Fälle gerechnet werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;baltzer&amp;quot; /&amp;gt; Bei einer Leberruptur beträgt die mütterliche Letalität bis zu 50 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Nimmt das Krankheitsbild einen günstigen Verlauf, normalisieren sich die Laborwerte innerhalb weniger Tage nach Beendigung der Schwangerschaft. Allerdings kann es in bis zu 30 % der Fälle auch zu einem postpartalen HELLP-Syndrom kommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt; Das Wiederholungsrisiko in einer folgenden Schwangerschaft beträgt zwischen 3 und 24 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fetale perinatale Letalität liegt zwischen 5 und 30 %.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;dudenhausen&amp;quot; /&amp;gt; Die Gefährdung des Kindes resultiert dabei aus den Risiken der [[Frühgeburt]]lichkeit, der Wachstumsverzögerung auf dem Boden einer chronischen Plazentainsuffizienz und dem hohen Risiko einer vorzeitigen Plazentalösung. Bei den Kindern besteht in bis zu 28 % ebenfalls eine Thrombozytopenie und in bis zu 42 % eine [[Leukozytopenie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;rath&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Bolz: &amp;#039;&amp;#039;Frühgeburtlichkeit und HELLP-Syndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: Klaus Friese, C. Plath, Volker Briese (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frühgeburt und Frühgeborenes.&amp;#039;&amp;#039; Springer Verlag, 2000, ISBN 3-540-66311-8, S. 215–224. [[doi:10.1007/978-3-642-57222-7_16]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Die Ursache ([[Ätiologie (Medizin)|Ätiologie]]) des HELLP-Syndroms ist noch nicht eindeutig geklärt. Momentan wird untersucht, ob durch eine Schädigung der Innenseite ([[Endothel]]) von Blutgefäßen der [[Plazenta]] dort eine [[Hämostase|Blutgerinnung]] hervorgerufen wird. Durch diese massive Gerinnung sinkt die Zahl der Thrombozyten gefährlich ab. Die Ablagerung des überschüssigen [[Fibrin]]s führt zur zunehmenden Schädigung der Leber.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Beinder, Wolfgang Frobenius: &amp;#039;&amp;#039;Die Präeklampsie: Eine Endothelerkrankung?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl.&amp;#039;&amp;#039; Band 97, 2000, S. A-2703 / B-2298 / C-2044.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wissenschaftler der [[Universität Magdeburg]] am Institut für Klinische Chemie und Pathobiochemie konnten nachweisen, dass der Thrombozyten-Aktivierung und der Generierung extrazellulärer [[Vesikel (Biologie)|Vesikel]] (EVs) eine zentrale Bedeutung zukommt. Thrombozyten und EVs verursachen eine thrombo-inflammatorische Reaktion in der Plazenta. Die durch EVs aktivierten Thrombozyten setzen den Botenstoff [[Adenosintriphosphat|ATP]] frei, der in den Zellen der Plazenta ([[Trophoblast]]en) eine sterile Entzündung verursacht. Diese Entzündungsreaktion führt nicht nur zur Schädigung der Plazenta und des Embryos, sondern auch zur Blutdruckerhöhung und Nierenschädigung. Im [[Tiermodell]] konnten spezifische pharmakologische Interventionen mit [[Acetylsalicylsäure]] oder den entzündungshemmenden Substanzen [[Anakinra]], [[Pyrophosphatase#Organische Diphosphatasen|Apyrase]] oder purinergen [[Antagonist (Pharmakologie)|Rezeptorantagonisten]] die mit [[Präeklampsie]] assoziierten Folgen verhindern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Shrey Kohli, Berend Isermann u. a. |Titel=Maternal extracellular vesicles and platelets promote preeclampsia through inflammasome activation in embryonic trophoblast |Sammelwerk=Blood |Datum=2016-08-23 |Online=http://www.bloodjournal.org/content/early/2016/09/02/blood-2016-03-705434.long?sso-checked=true |DOI=10.1182/blood-2016-03-705434}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* Kay Goerke: &amp;#039;&amp;#039;Taschenatlas der Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Thieme, Stuttgart 2006, ISBN 3-13-131141-X.&lt;br /&gt;
* Kjell Haram, Einar Svendsen, Ulrich Abildgaard: &amp;#039;&amp;#039;The HELLP syndrome: clinical issues and management. A Review.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;BMC Pregnancy Childbirth.&amp;#039;&amp;#039; 9, 26. Feb 2009, S. 8. PMID 19245695 [http://www.biomedcentral.com/1471-2393/9/8 (biomedcentral.com)]&lt;br /&gt;
* Dan Mihu, Nicolae Costin, Carmen Mihaela Mihu, Andrada Seicean, Răzvan Ciortea: &amp;#039;&amp;#039;HELLP syndrome – a multisystemic disorder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Gastrointestin Liver Dis.&amp;#039;&amp;#039; Band 16, Nr. 4, Dez 2007, S. 419–424. Review. PMID 18193124  [http://www.jgld.ro/2007/4/10.pdf (jgld.ro)]&lt;br /&gt;
* M. O. Padden: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aafp.org/afp/990901ap/829.html HELLP syndrome: recognition and perinatal management.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Am Fam Physician.&amp;#039;&amp;#039; Band 60, Nr. 3, 1. Sep 1999, S. 829–836, 839. Review. PMID 10498110&lt;br /&gt;
* Werner Rath: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.aerzteblatt.de/archiv/14448 Das HELLP-Syndrom – eine interdisziplinäre Herausforderung.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Dtsch Arztebl.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nr. 47, 1998, S. A-2997 / B-2555 / C-2367.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* familienplanung.de – [http://www.familienplanung.de/index.php?id=797 HELLP-Syndrom]: Das Informationsportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in Gynäkologie und Geburtshilfe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Krankheitsbild in der Intensivmedizin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-37074-33</name></author>
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