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	<title>Hühnerkirche - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%BChnerkirche&amp;diff=2210625&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Stuhlfauth Thomas: Korrekturen</title>
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		<updated>2026-01-11T23:03:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korrekturen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hühnerkirche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein denkmalgeschütztes [[Hofgut]] mit integrierter Gaststätte in der [[Hessen|hessischen]] [[Taunus]]gemeinde [[Hünstetten]]. An dieser Stelle stand im 16./17. Jahrhundert eine Kirche, auf die der Name zurückzuführen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DenkXweb|objekt=13782|titel=Hühnerkirche}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bekannt ist, dass hier als Gäste schon Zar [[Alexander II. (Russland)|Alexander II.]] von [[Russland]] und Mitglieder der [[Rumänien|rumänischen]] Königsfamilie nächtigten.[[Datei:hühnerkirche.JPG|mini|Die Hühnerkirche von Osten her gesehen]]&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Die Hühnerkirche liegt mittig zwischen den im [[Mittelalter]] besonders bedeutsamen Städten [[Limburg an der Lahn|Limburg]] und [[Mainz]] in der Gemeinde Hünstetten. Westlich fällt das Gelände zum Ortsteil [[Limbach (Hünstetten)|Limbach]] ab, zu dessen Gemarkung sie zählt, ostnordöstlich zum Ortsteil [[Wallbach (Taunus)|Wallbach]]. Zur Ortsmitte beider Dörfer ist das an der Kreuzung von [[Bundesstraße 417]], dort &amp;#039;&amp;#039;Hühnerstraße&amp;#039;&amp;#039; genannt, und [[Landesstraße]]&amp;amp;nbsp;3275 gelegene Gut jeweils etwa einen Kilometer entfernt. Es befindet sich etwa 800&amp;amp;nbsp;m südlich des Hühnerbergs ({{Höhe|410.4|DE-NN|link=true}}) auf rund {{Höhe|375|DE-NN}}.{{GeoQuelle|DE|BFN-Karten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Die Hühnerkirche ist eine [[Vierseithof|vierseitig geschlossene Hofanlage]]. Das im Norden gelegene Herrenhaus von 1775 ist aus [[Bruchsteinmauerwerk]] errichtet. Lediglich der [[Giebel]]bereich ist mit [[Fachwerk]] ausgeführt. Das verputzte Gebäude weist ein [[Krüppelwalmdach]] auf und wird von einem Hauben[[dachreiter]] geprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Auf die frühe Besiedlung der Gegend um die Hühnerkirche deuten zahlreiche [[Hügelgrab|Hügelgräber]] im Walddistrikt Amtsmannsheck auf dem Hühnerberg hin. Erst mit der Gründung des [[Kloster Bleidenstadt|Benediktinerklosters Bleidenstadt]] Ende des 8. Jahrhunderts ist davon auszugehen, dass sich der christliche Glaube in der Gegend verbreitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1515 wird erstmals eine Kapelle &amp;#039;&amp;#039;„Unserer lieben Frauen“&amp;#039;&amp;#039; im Felde außerhalb der Stadt Wiesbaden erwähnt und von Vogel der Hühnerkirche zugeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=V1wyAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA328#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false  Christian Daniel Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Herzogthums Nassau.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1843, S. 570 (Fußnote, Zitat Schenck)] abgerufen am 11. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikisource.org/wiki/Gottfried_Anton_Schenck  Wikisource-PDF von SCHENCK, Gottfried Anton: Geschicht-Beschreibung der Stadt Wißbaden, aus bewährten Schriften und zuverlässigen Nachrichten verfasset. Digitalseite 339 Nr. 354, Originalseite 321; Franckfurt am Mayn 1758] abgerufen am 11. Januar 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; 1525 stiftete der Landesherr Graf [[Philipp der Ältere (Nassau-Wiesbaden)|Philipp I.]] von Nassau-Wiesbaden-Idstein Geld für eine Wochenmesse in der neuerbauten Kapelle &amp;quot;Unserer Lieben Frau am Hühnerberg bei Limbach&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showArchivalDescriptionDetails?archivalDescriptionId=7192482  Hessisches Hauptstaatsarchiv, Bestand 3001, 8 fol. 48] abgerufen am 11. Januar 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Warum gerade hier eine Kapelle stand, ist heute unklar. Vermutet wird, dass schon damals an dieser Stelle eine Besiedlung existierte, etwa in Form eines Hofguts oder auch einer Ansiedlung, auf die die Gemarkungsbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Eichelshausen&amp;#039;&amp;#039; für ein nördlich liegendes Flurstück hindeutet. Sie könnte auch als Kleinkirche für die [[Wüstung|abgegangenen]] Orte &amp;#039;&amp;#039;Freienrod&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Breitenscheid&amp;#039;&amp;#039; (wohl südlich im Grenzgebiet der Gemeinden [[Strinz-Trinitatis]], [[Görsroth]], [[Oberlibbach]] und [[Kesselbach (Hünstetten)|Kesselbach]]) gedient haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur [[Reformation]] Mitte des 16. Jahrhunderts gehörte die Kirche zur Pfarrei Strinz-Trinitatis, nach 1546 blieb die Kirche ungenutzt und verfiel. 1568 erlaubte Kaiser [[Maximilian II. (HRR)|Maximilian II.]] auf Bitten von [[Johann III. (Nassau-Saarbrücken)|Graf Johann]] das Abhalten eines Jahrmarktes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=V1wyAAAAYAAJ&amp;amp;pg=PA328#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false  Christian Daniel Vogel: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung des Herzogthums Nassau.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 1843, S. 570] abgerufen am 11. Dezember 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arcinsys.hessen.de/arcinsys/showArchivalDescriptionDetails?archivalDescriptionId=591561  Hessisches Hauptstaatsarchiv, Bestand 133, Limbach 4] abgerufen am 11. Januar 2026&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis zu drei Märkte wurden jährlich abgehalten, 1654 nach Limbach und 1782 wieder an die Hühnerkirche zurück verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]], besonders im Jahr 1634, wurde die Kirche schwer beschädigt. 1655 wurden Baumaterialien der Kirchenruine an die Gemeinde Walsdorf verkauft, wo sie zum Bau des dortigen Gotteshauses Verwendung fanden. Ein Teil des Materials wurde auch beim Bau am [[Schloss Idstein|Idsteiner Schloss]] verwendet. Weiteres Material landete 1668 beim Ausbau der Idsteiner [[Unionskirche (Idstein)|Unionskirche]]. Die aus dem 15. Jahrhundert stammende Glocke war kurzzeitig am [[Hexenturm (Idstein)|Hexenturm]] in Idstein angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Mitte des 18. Jahrhunderts sind erste Pläne für eine Nutzung der noch vorhandenen, verfallenen Außenmauern der alten Kirche als Posthaus bekannt. Um 1770 erfolgte jedoch der Abriss der Mauerreste. 1778 übernahm der Hauptmann der nassauischen Landesmiliz Ambrosius Antoni das im Jahr zuvor fertiggestellten Gebäude als Posthaus. Endgültig eingerichtet war die Poststation 1783. Neben der Umspannstation für die Postkutschen – mindestens 50 Pferde wurden hier unterhalten – und dem landwirtschaftlichen Hofgut gab es an der Hühnerkirche eine Schmiedewerkstatt, ein Backhaus, eine [[Pferdeschwemme]], eine Holzhandlung, eine Brauerei und eine Schnapsbrennerei. Dokumentiert ist noch für 1855 eine [[Maut]]stelle auf der Hühnerstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hauptgebäude wurde 1778 auch die Glocke wieder aufgehängt. Sie wurde im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] eingeschmolzen. 1994 wurde eine kleine Bronzeglocke mit gleicher Inschrift wieder installiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1795 war die Hühnerkirche verpachtet. Die anfangs gute wirtschaftliche Lage verschlechterte sich, vor allem, weil das Anwesen sehr unter kriegerischen Auseinandersetzungen litt. Speziell 1795/96 zur Zeit des [[Erster Koalitionskrieg|ersten Koalitionskriegs]] erlitt die Hühnerkirche große Verluste. Aber auch beim Vorbeimarsch der Armee Blüchers im November 1813 während des [[Sechster Koalitionskrieg|sechsten Koalitionskriegs]] wurde durch einquartierte Soldaten geplündert und Inventar zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1822 wurde die Poststation nach [[Neuhof (Taunusstein)|Neuhof]] verlegt. Damit beschränkte sich die Nutzung der Hühnerkirche fortan auf die Landwirtschaft, später auch wieder mit Gastbetrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1865 übernahm die Familie Alberti das Anwesen, das sie seit 1806 bereits in Erbpacht hatte, und bewirtschaftet dieses noch heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis in die 1960er Jahre hinein fand an der Hühnerkirche traditionell ein [[Heiratsmarkt]] statt. Schon im 18. Jahrhundert wurde diese Tradition dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhard Battenfeld: &amp;#039;&amp;#039;Von der Pferdewechselstation zum Landgasthof&amp;#039;&amp;#039;. 22 Jahre Gastlichkeit auf der Hühnerkirche (einstmals eine Kapelle mit Namen „Unserer Lieben Frauen zum Honerberg“ (Hühnerberg)) In: &amp;#039;&amp;#039;Jahrbuch des Rheingau-Taunus-Kreises&amp;#039;&amp;#039;. Band 49, Kreisausschuß des Rheingau-Taunus-Kreises, Bad Schwalbach 1998, {{ISSN|1439-0779}}, S. 45–48.&lt;br /&gt;
* Helmut Herborn: &amp;#039;&amp;#039;Die Poststationen in Kirberg und auf der Hühnerkirche, der Postkurs von Mainz über Wiesbaden-Limburg nach Siegen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Rundbrief.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 66). Arbeitsgemeinschaft für Postgeschichte und Philatelie im ehemaligen Herzogthum Nassau, Idstein 1993.&lt;br /&gt;
* Waldemar Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Strinz-Margarethä und Strinz-Trinitatis – zwei Bleidenstädter Kirchspiele&amp;#039;&amp;#039;. in: Nassauische Annalen, 65. Band, 1954. S. 229–233.&lt;br /&gt;
* Alexander Walk: &amp;#039;&amp;#039;Gaststube auf den Grundmauern des Ostchors&amp;#039;&amp;#039;. Die „Hühnerkirche“ war dermal einst ein Gotteshaus. In: &amp;#039;&amp;#039;Rheingau-Taunus-Heimatbrief&amp;#039;&amp;#039;. Band 3, Heft 1, Kreisausschuß des [[Rheingau-Taunus-Kreis]]es, Geisenheim 1989, {{ISSN|0935-221X}}, S. 12.&lt;br /&gt;
* Rudolf P. Wuschek: &amp;#039;&amp;#039;Der „Kirchenführer“ zur Hühnerkirche&amp;#039;&amp;#039;. Zeugnisse und offene Fragen zur frühen Geschichte. [http://www.regionalgeschichte.net/hauptportal/bibliothek/texte/startseitenartikel/artikelansicht/artikel/die-huenstettener-huehnerkirche-zeugnisse-und-offene-fragen.html Goebel], Hünstetten-Görsroth 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LAGIS|ref=nein|ID=10905|titel=Hühnerkirche, Rheingau-Taunus-Kreis}}&lt;br /&gt;
* [http://www.gemeinde-huenstetten.de/huenstetten/documents/Huehnerkirche.pdf Die Hühnerkirche auf der Website der Gemeinde Hünstetten] (PDF; 504&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=50.246231|EW=8.187647|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Huhnerkirche}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Hünstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Hünstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1770er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Hessen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Stuhlfauth Thomas</name></author>
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