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	<title>Höhscheid - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:38:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%B6hscheid&amp;diff=1937838&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-48182-4: Abschnitt &quot;Söhne und Töchter der Stadt&quot; um bei Wikimedia Commons vorhandenes Bild ergänzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%B6hscheid&amp;diff=1937838&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-22T19:48:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnitt &amp;quot;Söhne und Töchter der Stadt&amp;quot; um bei Wikimedia Commons vorhandenes Bild ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Solinger Stadtteil Höhscheid. Zum Ortsteil in Leichlingen siehe [[Höhscheid (Leichlingen)]]; zur Bürgermeisterei im Kreis Solingen siehe [[Bürgermeisterei Höhscheid]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                      = Stadtteil Höhscheid&lt;br /&gt;
| Gemeindeart                   = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename                  = Solingen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename= &lt;br /&gt;
| Ortswappen                    = DEU Hoehscheid COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung       = Wappen der Stadt Höhscheid&lt;br /&gt;
| Breitengrad                   = 51.151952&lt;br /&gt;
| Längengrad                    = 7.062208&lt;br /&gt;
| Bundesland                    = DE-NW&lt;br /&gt;
| Höhe                          = 160&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                      = 206&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug                    = Normalhöhennull&lt;br /&gt;
| Fläche                        = &lt;br /&gt;
| Einwohner                     = &lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum         = 2013&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle              = &lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum           = 1929-08-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1                 = 42655&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2                 = 42657&lt;br /&gt;
| Vorwahl1                      = 0212&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                      = &lt;br /&gt;
| Lagekarte                     = Solingen Höhscheid.png&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung        = Lage von Höhscheid in der Stadt Solingen.&lt;br /&gt;
| Bild                          = Höhscheider Hof 1 (Solingen).jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung             = Höhscheider Hof&lt;br /&gt;
| Bilderwunsch                  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Höhscheid&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil der [[Bergisches Land|bergischen]] Großstadt [[Solingen]]. Zusammen mit dem angrenzenden Stadtteil [[Burg an der Wupper|Burg]] bildet er den Stadtbezirk [[Burg/Höhscheid]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geografische Lage ===&lt;br /&gt;
Höhscheid liegt im Nordwesten der [[Bergische Hochflächen|Bergischen Hochflächen]] am Übergang vom [[Ohligser Terrassenriedel]] zur Solinger Hochfläche auf dem von Südwest nach Nordost gerichteten [[Höhenzug|Höhenrücken]] auf etwa 160 bis 206 Meter über [[Normalhöhennull]]. Die [[Weiler|weilerartige]] Besiedelung hat sich über die Jahrhunderte von den [[Terrasse (Geologie)|Terrassenhängen]] auf die Hochfläche entlang von Neuenkamper, Berger- und Neuenhofer Straße verlagert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Rheinischer Städteatlas]] Höhscheid&amp;#039;&amp;#039;; Lfg. VIII Nr. 45, 1985; Bearbeiter: Reinhold Kaiser; Rheinland-Verlag Köln; ISBN 3-7927-0830-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Höhscheid liegt im Süden Solingens und erstreckt sich von den Ausläufern der Innenstadt bis in die Höhenlagen oberhalb der Wupper. Im Norden grenzt Höhscheid an den Stadtbezirk [[Solingen-Mitte]], im Osten befindet sich der Stadtteil Burg, südlich der Ortsteil [[Widdert]] und im Westen der Stadtbezirk [[Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid]]. Im Süden befindet sich außerdem die Stadtgrenze zu [[Leichlingen]], die durch die [[Wupper]] gebildet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höhscheid ist geprägt durch seine Bachtäler, die die einzelnen Höhenrücken, auf denen der Stadtteil Höhscheid heute dichter besiedelt ist, voneinander trennen. Die vier größten Täler sind das [[Nacker Bach|Nacker]], das [[Pilghauser Bach|Pilghauser]], das [[Höhscheider Bach (Nacker Bach)|Höhscheider]] und das [[Weinsberger Bach (Wupper)|Weinsberger Bachtal]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt; &amp;gt;&lt;br /&gt;
 Pilghauser Bachtal (Solingen).jpg|Pilghauser Bachtal&lt;br /&gt;
 Untenfürkelt 2 (Solingen).jpg|Frühling in Untenfürkelt im Weinsberger Bachtal&lt;br /&gt;
 Nacker Bachtal (Solingen).jpg|Nacker Bachtal&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadtteilgliederung und Wohnplätze ===&lt;br /&gt;
Höhscheid weist durch seine [[Gelände|Topographie]] eine zersplitterte Bebauung auf. Seinen historisch bedingten Siedlungskern bildet der Peter-Höfer-Platz, benannt nach einem Höhscheider Bürgermeister, außerdem die [[Bundesstraße 229]] – als Neuenhofer und Grünewalder Straße bezeichnet –, die den Platz mit der Solinger Innenstadt verbindet. Abseits dieser Hauptverkehrsachse befinden sich, häufig in den Bachtälern, bis heute traditionelle [[Bergisches Land|bergischen]] [[Hofschaft]]en. Zu diesen zählen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[I. Balkhausen|I.]], [[II. Balkhausen|II.]], [[III. Balkhausen]], [[Erf (Solingen)|Erf]], [[Glüder]], [[Grünewald (Dorp)|Grünewald]], [[Haasenmühle]], [[I. Hästen|I.]], [[II. Hästen|II.]], [[III. Hästen]], [[Hingenberg]], [[Höhmannsberg]], [[Kohlsberg]], [[Lindenhof (Solingen)|Lindenhof]], [[Neuenhaus (Höhscheid)|Neuenhaus]], [[Obenkatternberg]], [[Obenpilghausen]], [[Obenweeg]], [[Pfaffenberg (Solingen)|Pfaffenberg]], [[Platzhof (Solingen)|Platzhof]], [[Schlicken (Solingen)|Schlicken]], [[Unnersberg]], [[Untenkatternberg]], [[Untenpilghausen]], [[Untenweeg]], [[Wippe (Solingen)|Wippe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommen weitere Siedlungen und Wohnlagen. Darunter sind unter anderem die [[Spar- und Bauverein Solingen|Spar- und Bauvereinssiedlung]] am [[Weegerhof]] und jene am [[Böckerhof]]. Große Teile der Bevölkerung Höhscheids leben überdies im Viertel rund um [[Otto von Bismarck|Bismarck-]] und [[Bernhard von Bülow|Bülowplatz]] sowie in den Siedlungen am [[Vockert (Solingen)|Vockert]] und am [[Höhscheider Hof]] bzw. der [[Bauermannskulle]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort Höhscheid bezeichnet wohl eine in der Höhe gelegene [[Grenze]] oder [[Wasserscheide]]. Der Flurname &amp;#039;&amp;#039;-scheid&amp;#039;&amp;#039; kommt vielfach in Solingen vor. Wahrscheinlich bildeten die Bachtäler im Stadtgebiet natürliche Grenzen oder Grenzverläufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Das Gebiet des heutigen Stadtteils Höhscheid war Fundort nur weniger [[Urgeschichte|vorgeschichtlicher]] Einzelfunde. Diese erschöpfen sich in einem [[Jungsteinzeit|jungsteinzeitlichen]] Einzelfund am [[Irler Hof]] südlich der Straße von [[Kohlsberg]] nach Höhscheid sowie einem anderen in der Nähe von [[Michelshäuschen]] im Pilghauser Bachtal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Siedlungsursprünge bis 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Königsmühle in Solingen-Höhscheid.jpg|links|mini|Eine der zahlreichen Mühlen im Stadtgebiet: Die [[Königsmühle (Solingen)|Königsmühle]]]]&lt;br /&gt;
Im Raum Höhscheid reichen die Siedlungsanfänge vermutlich bis in das 10. Jahrhundert zurück. Wie in der gesamten Region war auch im Höhscheider Raum zunächst die sogenannte Einzelhofbesiedlung üblich, die sich an dazu geeigneten Stellen weilerartig verdichtete. Die für die spätere Stadt namensgebenden [[Gehöft]]e, der [[Höhscheider Hof]] sowie die [[Hofschaft]]en [[Untenhöhscheid|Unten-]], [[Mittelhöhscheid (Solingen)|Mittel-]] und [[Obenhöhscheid]], haben ihre Ursprünge vermutlich im [[Mittelalter]]. Der Hofschaftsname Höhscheid könnte als &amp;#039;&amp;#039;de Hesceidhe&amp;#039;&amp;#039; erstmals schon im Jahre 1189 erwähnt worden sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1ff.&amp;quot; /&amp;gt; Von 1363 bis 1803 gehörte der Hof Höhscheid zur [[Zisterzienser]]-[[Abtei Altenberg]], woher sich der im Volksmund gebräuchliche Name „Pfaffenhof“ herleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlreiche Bäche im Einflussgebiet begünstigten die Errichtung vieler [[Schleifkotten]] im Höhscheider Raum. So war es vor allem die [[Wasserkraft]], die die Grundlage dafür bildete, dass Höhscheid sich wirtschaftlich rasch entwickeln konnte und zu einigem Wohlstand kam. Die bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts größeren Dorfschaften mit mehr als 100 Einwohnern entstanden wegen des an die Wasserkraft gebundenen [[Klinge]]ngewerbes vor allem in der Nähe der Schleifkotten auf den Höhenzügen oder an den Hängen der Bachtäler. Besonders viele lagen bei [[Widdert]], Katternberg oder Pilghausen, wo die Nähe zur Stadt Solingen die Ansiedlung begünstigt haben wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marina Alice Mutz |url=http://www.zeitspurensuche.de/02/sgohoe1.htm |titel=Höhscheid |werk=Zeitspurensuche |abruf=2016-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil des Höhscheider Raums hat zum [[Zehnt]]bezirk des [[Fronhof (Solingen)|Solinger Fronhofes]] gehört und war mithin seit dem Jahre 1363 dem Kloster Altenberg [[Lehnswesen|zehntpflichtig]], das heißt die Pächter der Höfe hatten jährlich ein Zehntel ihres Ertrages an den jeweiligen [[Kellerei (Amtsbereich)|Kellner]] zu liefern. Der &amp;#039;&amp;#039;Liber decimarum&amp;#039;&amp;#039; (das Altenberger Zehntregister) von 1488 zählt etwa 50 zehntpflichtige Höfe im Höhscheider Raum auf. Die Einteilung des Höhscheider Gebietes in Honschaften ist spätestens 1545 erfolgt. Seit dem 16. Jahrhundert dienten diese als Steuer- und Schatzbezirke unterhalb der [[Kirchspiel]]sebene.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;5f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Ab der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts fanden im Höhscheider Raum vermehrt Siedlungsgründungen oder -verdichtungen an günstigen Straßenverbindungen statt, so etwa im Falle der Höfe [[Lindenhof (Solingen)|Lindenhof]], [[Neuenhaus (Höhscheid)|Neuenhaus]] und mittelbar auch [[Hingenberg]] an der zwischen 1752 und 1754 gebauten Neuen Rheinstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bau der Neuen Rheinstraße stießen Arbeiter im sogenannten Bellinghauser Tal zwischen Untenhöhscheid und Neuenhaus beim Herausbrechen von Schottersteinen auf [[Blei]]erz. Der Bürgermeister Johann Knecht bewarb sich als erster um [[Mutung]], er erhielt sie am 5. September 1754. Die Grube wurde jedoch wegen des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] zunächst nicht erschlossen. Erst am 6. November 1773 bildete sich ein [[Konsortium]] aus Höhscheider Persönlichkeiten, die die Mutung für die Grube schließlich erwarben und die Grube &amp;#039;&amp;#039;Das Kleeblatt&amp;#039;&amp;#039; tauften. Die Rechtsstreitigkeiten mit dem Pächter des Höhscheider Hofes, auf dessen Gelände die Grube lag, zogen sich bis 1794 hin und konnten mit einem Vergleich geklärt werden. Da keine [[Metallurgie|Schmelzhütte]] vor Ort zur Verfügung stand, wurde das Bleierz über [[Hitdorf]] nach [[Rotterdam]] verschifft, wo es mit dem Porzellanfabrikanten van de Pott einen Abnehmer fand. In den ersten zehn Jahren ihres Betriebs brachte die Grube gute Gewinne. Als Holland die Einfuhrzölle erhöhte, gründete das Konsortium bei [[Brücke (Solingen)|Brücke]] eine eigene Schmelzhütte, die sich bereits nach einem Jahr [[Amortisation|amortisierte]]. Die Erzgewinnung entpuppte sich jedoch als von Jahr zu Jahr schwieriger, die Anlage neuer Stollen als sehr teuer. Die Bleierzförderung wurde schließlich im Jahre 1811 eingestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;138–143&amp;quot;&amp;gt;Heinz Rosenthal: &amp;#039;&amp;#039;Solingen. Geschichte einer Stadt&amp;#039;&amp;#039;, Braun, Duisburg, Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 1969, DNB 457973358.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Solingen Haus Kirschheide frontal IMGP4361 wp.jpg|mini|Haus Kirschheide]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts entstanden an der Kirschheide in Höhscheid zwei repräsentative Wohnhäuser auf gegenüberliegenden Grundstücken. Die sogenannte Blaue Seite der Kirschheide, ein stattliches [[Bergisches Haus|bergisches]] [[Schieferhaus]] im [[Barock]]stil, entstand im Jahre 1771. Das Haus fiel 1908 einem Brand zum Opfer und wurde daraufhin niedergelegt. An seiner Stelle entstand die [[Villa Lindenhof (Solingen)|Villa Lindenhof]], die später unter anderem die [[Familienbildungsstätte]] beherbergte. Die sogenannte Weiße Seite der Kirschheide, das heutige [[Haus Kirschheide]], wurde als [[Klassizismus|frühklassizistische]] Villa in krassem stilistischen Gegensatz zur Blauen Seite der Kirschheide zwischen 1782 und 1785 errichtet. Das Haus fungierte zunächst als Wohnsitz eines lokalen Fabrikanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Solinger Gemarkungen.svg|mini|Stadtgrenzen (bis 1929), heute Gemarkungsgrenzen in Solingen]]&lt;br /&gt;
Im Jahre 1808 wurde unter [[Frankreich|französischer]] [[Besatzungsmacht|Besatzung]] die [[Mairie]] Höhscheid mit etwa 4.000 Einwohnern gegründet. Das Gemeindegebiet entstand nach Grenzregulierungen mit den Nachbargemeinden [[Bürgermeisterei Dorp|Dorp]], [[Wald (Solingen)|Wald]] und Solingen aus den Honschaften [[Honschaft Widdert|Widdert]], [[Honschaft Höhscheid|Höhscheid]], [[Honschaft Katternberg|Katternberg]] und [[Honschaft Ruppelrath|Rupelrath]] sowie Teilen der Honschaften [[Honschaft Hackhausen|Hackhausen]], [[Honschaft Barl|Barl]] und [[Richrath]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1&amp;quot; /&amp;gt; Höhscheid wurde somit gemessen an der Fläche und an der Einwohnerzahl zu einer sehr großen Gemeinde verglichen mit den anderen auf heutigem Solinger Gebiet. Es war [[Napoleon Bonaparte|Napoleon]], der bestimmt hatte, dass keine der neu zu bildenden Gemeinden mehr als 60 Minuten im [[Durchmesser]] und nicht mehr als ungefähr 3.000 Einwohner haben sollte. Der französische Herrscher machte jedoch im Hinblick auf die wirtschaftlichen Verhältnisse der Gemeinde im Falle Höhscheids eine Ausnahme.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch der Gemeinde Solingen, sich mit Höhscheid und Dorp zu vereinigen, scheitert im Jahre 1814. Nach dem Rückzug der Franzosen übernahm im [[Rheinland]] [[Preußen]] die Herrschaft.[[Datei:Neuenhofer Straße 13 (Solingen) (3).jpg|mini|Erstes Rathaus der ehem. Stadt Höhscheid (erbaut 1830)]] 1816 wurden so aus den Mairien die [[Bürgermeisterei (Preußen)|Bürgermeistereien]]. In der so neu geschaffenen [[Bürgermeisterei Höhscheid]] gab es zu dieser Zeit insgesamt 91 Ortschaften. Im Jahre 1820 und noch einmal 1829/1832 fanden zwischen der Bürgermeisterei Höhscheid und ihren Nachbargemeinden Grenzregulierungen statt. Das [[Stadtrecht]] nach der [[Preußische Reformen|Preußischen Städteordnung]] erhielt Höhscheid am 24. September 1856.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;2ff.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1832 war die Bürgermeisterei Höhscheid in die nachfolgenden Honschaften eingeteilt:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;width:60%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;width:50%&amp;quot;|&lt;br /&gt;
* Widdert mit 14 Hofschaften/Wohnplätzen&lt;br /&gt;
* Katternberg mit 39 Hofschaften/Wohnplätzen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
* Höhscheid mit 22 Hofschaften/Wohnplätzen&lt;br /&gt;
* Rupelrath mit 29 Hofschaften/Wohnplätzen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Das Höhscheider Bleibergwerk nahm noch einmal 1861 seinen Betrieb auf und stand diesmal unter der Leitung von Carl Hartkopf zu Katternberg. Der Grube gab er den Namen &amp;#039;&amp;#039;Julie&amp;#039;&amp;#039;. Damit das Wasser abfließen konnte, grub man unter der Landstraße einen 2.000 [[Fuß (Einheit)|Fuß]] langen Stollen in das Pilghauser Tal. Aufgrund von Unrentabilität wurde der Grubenbetrieb im Jahre 1889 wieder eingestellt. Für die Geschichte des Bergbaus auf heutigem Solinger Gebiet war nur jener Bleierzabbau am Kleeblatt von wirtschaftlicher Relevanz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;138–143&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Waffenfabrik E. &amp;amp; F. Hörster Solingen.jpg|mini|Ehemalige Waffenfabrik Hörster am Katternberg]]&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich galt Höhscheid in vorindustrieller Zeit aufgrund der vielen Schleifkotten als äußerst wohlhabende Gemeinde. Anders als die meisten anderen ehemals eigenständigen Städte auf dem heutigen Solinger Gebiet erhielt Höhscheid jedoch zunächst keinen Anschluss an den [[Eisenbahn]]verkehr. Die durch die [[Industrialisierung]] bedingte Entwicklung vom Schleifkotten hin zu Dampfschleifereien fand in Höhscheid aufgrund des fehlenden Gleisanschlusses darum nur in begrenztem Maße statt. Dennoch blühten einige Unternehmen in dieser Zeit auf, so etwa die Messerfabriken [[Zwilling J. A. Henckels]] oder [[Friedrich Herder Abraham Sohn|Friedrich Abraham Herder Sohn]], da diese ihre Produktionsflächen von Höhscheid aus an den Stadtrand der Gemeinde verlagerten. Weil die Fabriken zum Teil auf Solinger Gebiet standen, flossen die [[Steuer]]n der Großunternehmen auch in nennenswerten Teilen der Stadt Solingen zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;29f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von 1864 bis 1867 errichtete [[Bahnstrecke Gruiten–Köln-Deutz|Bahnstrecke zwischen Köln und Gruiten]] der [[Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft|Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft]] führte bei [[Landwehr (Solingen)|Landwehr]] auch über Höhscheider Stadtgebiet. Nach jahrzehntelangen Bemühungen der Höhscheider Stadtverordneten gelang es schließlich 1894, in Landwehr einen Bahnhaltepunkt einzurichten. Weit abseits des Stadtkerns und nur vom Personenverkehr bedient, war der Nutzen des Haltepunkts für die Höhscheider Wirtschaft äußerst begrenzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1f.&amp;quot; /&amp;gt; [[Datei:Solingen-Höhscheid, Neuenhofer Straße 11, ehem. Rathaus, Denkmalnummer 900.jpg|mini|Rathaus Höhscheid]]&lt;br /&gt;
Von 1892 bis 1893 wurde das [[Rathaus Höhscheid|Höhscheider Rathaus]] am Anfang der Neuenhofer Straße errichtet. Es löste das daneben stehende Schieferhaus als Rathaus ab. Im Jahre 1895 wies das Höhscheider Gebiet eine Größe von 2.066,8 [[Hektar]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Siedlungsentwicklung in Höhscheid tendierte ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer mehr in Richtung der Stadt Solingen und [[Aufderhöhe]], das zu dieser Zeit zum großen Teil zu Höhscheid gehörte. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts entstanden im Raum Hingenberg, Neuenhof, Lindenhof und Kirschheide einige repräsentative Fabrikantenwohnhäuser. Die Stadt Höhscheid unternahm am Ende des 19. Jahrhunderts den Versuch, um das Rathaus und den Höhscheider Platz an der Morgen-, Mittag- und Abendstraße ein repräsentatives Stadtzentrum zu errichten. Dies konnte jedoch die Siedlungsverdichtung in Aufderhöhe und in Richtung Solingen nicht aufhalten. Ein wirkliches Stadtzentrum hat sich in Höhscheid daher nie herausgebildet. Im Jahre 1898 wurde Höhscheid an die [[Straßenbahn Solingen|Straßenbahn nach Solingen]] angeschlossen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1f.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert bis heute ===&lt;br /&gt;
Noch bis in das 20. Jahrhundert hinein hatte die Stadt Höhscheid überwiegend ländlichen Charakter. Noch im Jahre 1890 bestand die Stadt Höhscheid aus 132 vielfach über das gesamte Stadtgebiet verstreut liegenden Wohnplätzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinden des oberen Kreises Solingen, namentlich [[Gräfrath]], Wald, [[Ohligs]] und Solingen fusionierten mit Höhscheid am 1. August 1929 zu einer neuen Großstadt Solingen. Schärfster Gegner dieser Vereinigung war Ohligs gewesen. Doch der Kampf unter dem letzten Ohligser Ratsherrn und Bürgermeister [[Paul Sauerbrey]] war vergeblich und der [[Preußischer Landtag|Preußische Landtag]] beschloss schließlich die Städtevereinigung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;392ff.&amp;quot;&amp;gt;Heinz Rosenthal: &amp;#039;&amp;#039;Solingen. Geschichte einer Stadt&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.&amp;#039;&amp;#039; 1975, Band 3, Braun, Duisburg 1975, ISBN 3-87096-126-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Weegerhof Solingen.jpg|mini|Siedlung Weegerhof]]&lt;br /&gt;
In den 1920er und 1930er Jahren veränderte vor allem der [[Spar- und Bauverein Solingen|Solinger Spar- und Bauverein]] das Gesicht von Höhscheid. Unter anderem mit den Wohnsiedlungen am [[Weegerhof]] (1927–1930) und am [[Böckerhof]] (1930–1933), die auf ehemaligen Ackerflächen entstanden, schuf der Spar- und Bauverein praktisch neue Stadtteile im Grenzgebiet zwischen Solingen und Höhscheid. Am 22. Juni 1935 wurde das Denkmal des sogenannten [[Wilhelm I. (Deutsches Reich)|Kleinen Kaisers]] am Peter-Höfer-Platz entfernt, das um 1890 aufgestellt worden war. Es wurde durch ein „zeitgemäßes“ Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges ersetzt, das der Solinger Bildhauer [[Harry Stratmann]] entworfen hatte und das im Jahre 1937 eingeweiht wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Mitte der 1930er Jahre wurde westlich von Höhscheid die [[Bundesautobahn 3]] gebaut, die bei Ohligs auch über Solinger Stadtgebiet führt. Im Jahre 1936 wurde in [[Langenfeld (Rheinland)|Langenfeld]]-[[Wiescheid]] die Anschlussstelle Solingen eröffnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] blieb Höhscheid bei den [[Luftangriffe auf Solingen|Luftangriffen auf Solingen]], anders als der Solinger Stadtkern, weitgehend verschont. Dies war auch der Grund dafür, dass große Teile der Solinger Bevölkerung nach den verheerenden Bombenangriffen auf die Solinger Altstadt am 4. und 5. November 1944 in Höhscheid Unterschlupf suchten, wodurch die Einwohnerzahl Höhscheids nach dem Zweiten Weltkrieg erst einmal stark anstieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1962 wurde der Bahnhaltepunkt in [[Landwehr (Solingen)|Landwehr]] aufgrund rückläufiger Fahrgastzahlen stillgelegt. 1977 wurde der Peter-Höfer-Platz umgestaltet und in diesem Zuge auch verkehrsberuhigt. Zur Einweihung des Platzes am 17. September 1977 erschien auch der damalige Bundespräsident und gebürtige Höhscheider [[Walter Scheel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;rraskw&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;53&amp;quot;&amp;gt;Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: &amp;#039;&amp;#039;Solingen – Großstadtjahre 1929–2004&amp;#039;&amp;#039;. Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen und Siegel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Hoehscheid COA.svg|131x131px|links|Projektiertes Wappen der ehemaligen Stadt Höhscheid]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DEU Hoehscheid Seal.svg|131x131px|rechts|Stadtsiegel von Höhscheid]]&lt;br /&gt;
Obwohl Höhscheid bereits 1856 die Stadtrechte erhielt, besaß es nie ein [[Wappen]], sondern nur ein [[Siegel]]. Das hier gezeigte Wappen ist lediglich ein Entwurf, der aus dem Siegel der Stadt Höhscheid abgeleitet wurde. Letzteres wird wie folgt beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Über drei Hügeln (Dreiberg) eine wachsende (aufgehende) Sonnenscheibe mit 15 Strahlen.“&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es symbolisiert die hügelige Lage Höhscheids im [[Bergisches Land|Bergischen Land]] sowie den wirtschaftlichen Aufstieg (aufgehende Sonne) der Stadt. Die drei Türme, die das projektierte Wappen krönen, symbolisieren den Status Höhscheids als [[Kleinstadt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marina Alice Mutz |url=http://www.zeitspurensuche.de/02/sgwap1.htm |titel=Siegel, Wappen, Rathäuser |werk=Zeitspurensuche |abruf=2016-05-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Die Einwohner- und Häuserzahlen von Höhscheid in ausgewählten Jahren nach Gründung der Bürgermeisterei stellen sich wie folgt dar:&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;S.&amp;amp;nbsp;7&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohnerzahl&lt;br /&gt;
!Häuserzahl&lt;br /&gt;
!Bezug&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1816&lt;br /&gt;
|4.054&lt;br /&gt;
|643&lt;br /&gt;
|Bürgermeisterei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1828&lt;br /&gt;
|4.926&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Bürgermeisterei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1832&lt;br /&gt;
|5.108&lt;br /&gt;
|753&lt;br /&gt;
|Bürgermeisterei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1843&lt;br /&gt;
|6.119&lt;br /&gt;
|852&lt;br /&gt;
|Bürgermeisterei&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1871&lt;br /&gt;
|9.635&lt;br /&gt;
|1.252&lt;br /&gt;
|Stadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1895&lt;br /&gt;
|12.841&lt;br /&gt;
|1.779&lt;br /&gt;
|Stadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1928&lt;br /&gt;
|15.747&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Stadt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|25.856&lt;br /&gt;
|3.871&lt;br /&gt;
|Stadtteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|21.825&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|Stadtteil&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schleifkotten ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Solingen - Wipperkotten 06 ies.jpg|mini|Wipperkotten]]&lt;br /&gt;
Darüber hinaus befinden sich in Höhscheid zwei heute als Museum genutzte, restaurierte [[Schleifkotten]], die als Denkmäler Solinger Industriegeschichte fungieren. Zum einen existiert der [[Wipperkotten]] als letzter noch erhaltener Doppelkotten an der Wupper. Wupperaufwärts, in acht Kilometer Entfernung, befindet sich der [[Balkhauser Kotten]], das zweite Schleifermuseum Solingens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Villen ===&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Höhscheids zählt vor allem das seit 1993 als Standesamt genutzte [[Haus Kirschheide]]. Es handelt sich dabei um eine [[Frühklassizismus|frühklassizistische]] [[Villa]], die in den Jahren von 1782 bis 1785 an der heutigen Neuenhofer Straße erbaut wurde. Sie reiht sich ein in zahlreiche weitere, pittoreske Villen an der Straße, so etwa die [[Villa Lindenhof (Solingen)|Villa Lindenhof]], das Gebäude der ehemaligen [[Familienbildungsstätte]] schräg gegenüber von Haus Kirschheide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Waschhaus Weegerhof ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Solingen-Höhscheid, Waschhaus Weegerhof, Hermann-Meyer-Straße, Denkmalnummer 1031.jpg|mini|Waschhaus Weegerhof]]&lt;br /&gt;
In der Siedlung [[Weegerhof]] des Spar- und Bauvereins Solingen befindet sich ein denkmalgeschütztes ehemaliges Waschhaus, das noch aus der Erbauungszeit der Siedlung in den 1920er Jahren stammt. Mit originaler Innenausstattung wird es heute als Museum [[Waschhaus Weegerhof]] betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schwarzes Haus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schwarzes Haus u. Rotes Haus Solingen.jpg|mini|Das Rote und das Schwarze Haus – Fixpunkt der Künstlerkolonie Solingen]]&lt;br /&gt;
In Höhscheid befindet sich auch das sogenannte Schwarze Haus. Es ist das ehemalige Steigerhaus des [[Bergbau in Solingen|Bleibergwerks Höhscheid]] und Geburtshaus der Solinger Künstlerin [[Bettina Heinen-Ayech]]. Es wurde 2024 in die Liste der „[[FrauenOrte NRW]]“ aufgenommen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://www.frauenorte-nrw.de/bettina-heinen-ayech-solingen/ |titel= Bettina Heinen-Ayech - FrauenOrte NRW |werk=FrauenOrte NRW |datum = 07.06.2024 | zugriff= 08.09.2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Schwarze Haus war zu Lebzeiten von Heinen-Ayech auch das Zentrum der von ihr mitbegründeten [[Künstlerkolonie Solingen „Schwarzes Haus“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister (der ehemaligen Stadt Höhscheid) ===&lt;br /&gt;
Folgende Persönlichkeiten übten in der Bürgermeisterei und späteren Stadt Höhscheid bis 1929 das Amt des [[Bürgermeister]]s aus:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marina Alice Mutz |url=http://www.zeitspurensuche.de/02/sgbm1.htm#Ohligs |titel=Solinger Bürgermeister |werk=Zeitspurensuche |abruf=2016-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Peter Becher, Bürgermeister (1808–1816)&lt;br /&gt;
* Johann Peter Kaiser, Bürgermeister (1816–1819)&lt;br /&gt;
* Johann Peter Höfer (1773–1852), Bürgermeister (1821–1849)&lt;br /&gt;
* Peter Daniel Berger (1804–1873), Bürgermeister (1849–1873)&lt;br /&gt;
* Josef Pütz, Bürgermeister (1873–1881)&lt;br /&gt;
* Louis Gläßner (1844–1920), Bürgermeister (1881–1911)&lt;br /&gt;
* Hugo Pohlig, Bürgermeister (1911–1929)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit zwischen dem Tod des Bürgermeisters Becher und dem Amtsantritt des Bürgermeisters Kaiser verwaltete der [[Beigeordneter|Beigeordnete]] Tesche die Gemeinde. In den knapp zwei Jahren zwischen dem 30. August 1819 und dem 25. August 1821 wurden die Verwaltungsgeschäfte vom Beigeordneten Kaiser geführt. Am 25. August 1821 wurde an seiner Stelle der Sekretär Höfer zum Beigeordneten ernannt und ihm die Verwaltung des Bürgermeisteramtes übertragen. Am 1. April 1823 wurde dieser kommissarischer Bürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Bürgermeister Pütz am 1. Februar 1881 aus seinem Amt ausschied, übernahm Hauptmann a. D. Ernst von Arnim die kommissarische Verwaltung. Sie wurde am 1. August 1881 dem Beigeordneten August Neeff übertragen, bis am 8. September 1881 der neue Bürgermeister Gläßner die Geschäfte übernahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-1989-047-20, Walter Scheel.jpg|210x210px|mini|Walter Scheel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bettina Heinen 1989.jpg|210x210px|mini|Bettina Heinen-Ayech (1989)]]&lt;br /&gt;
* [[August Preusse]] (1908–1942), Maler und Graphiker&lt;br /&gt;
* [[Walter Scheel]] (1919–2016), [[Freie Demokratische Partei|FDP]]-Politiker, [[Bundesminister (Deutschland)|Bundesminister]] von 1964 bis 1974, zudem von 1969 bis 1974 Vizekanzler und [[Bundespräsident (Deutschland)|Bundespräsident]] von 1974 bis 1979&lt;br /&gt;
* [[Bettina Heinen-Ayech]] (1937–2020), Malerin und Publizistin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.solingen-internet.de/si-hgw/hoehscheid.htm Anekdoten] zum Stadtteil auf &amp;#039;&amp;#039;solingen-internet.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 22. Mai 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Reinhold Kaiser: &amp;#039;&amp;#039;[[Rheinischer Städteatlas]].&amp;#039;&amp;#039; Lfg. VIII Nr. 45: &amp;#039;&amp;#039;Höhscheid.&amp;#039;&amp;#039; Rheinland-Verlag, Köln 1985, ISBN 3-7927-0830-2.&lt;br /&gt;
* Ralf Rogge, Armin Schulte, Kerstin Warncke: &amp;#039;&amp;#039;Solingen – Großstadtjahre 1929–2004.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg Verlag 2004, ISBN 3-8313-1459-4.&lt;br /&gt;
* [[Heinz Rosenthal (Heimatforscher)|Heinz Rosenthal]]: &amp;#039;&amp;#039;Solingen. Geschichte einer Stadt.&amp;#039;&amp;#039; 3 Bände, Braun, Duisburg.&lt;br /&gt;
** Band 1: &amp;#039;&amp;#039;Von den Anfängen bis zum Ausgang des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 1969, {{DNB|457973358}}.&lt;br /&gt;
** Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Von 1700 bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 1972, ISBN 3-87096-103-1.&lt;br /&gt;
** Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Zeit von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs.&amp;#039;&amp;#039; 1975, ISBN 3-87096-126-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Solingen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7691638-8|VIAF=249225133}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hohscheid}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil von Solingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Solingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1929]]&lt;/div&gt;</summary>
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