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	<title>Hämoglobin C - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T03:10:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%A4moglobin_C&amp;diff=2715684&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2024-12-20T15:57:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;growthexperiments-addlink-summary-summary:2|1|0&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
|01-CODE = D58.2&lt;br /&gt;
|01-BEZEICHNUNG = Sonstige Hämoglobinopathien&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;HbC-Heterozygotie/-Homozygotie&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|02-CODE = D57.2&lt;br /&gt;
|02-BEZEICHNUNG = Doppelt heterozygote Sichelzellenkrankheiten&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;HbSC-Krankheit&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|03-CODE = D56.8&lt;br /&gt;
|03-BEZEICHNUNG = Sonstige Thalassämien&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;HbC-β-Thalassämie&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hämoglobin C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Hb C&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;HbC, kristallines Hb&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Hämoglobin]]-Strukturvariante und gehört somit zu den [[Erbkrankheit|erblich-bedingten]] [[Hämoglobinopathie]]n. Verursacht wird sie durch eine [[Punktmutation]] im HBB-Gen, das für die [[β-Globin]]-Kette des Hämoglobins [[Genetischer Code|codiert]]. Durch die HBB-Mutation c.19G&amp;gt;A findet sich im β-Globin an der Aminosäureposition 6 anstelle der sauren [[Glutaminsäure]] ein basischer [[Lysin]]rest (E6K-Substitution).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://globin.bx.psu.edu/cgi-bin/hbvar/query_vars3?mode=output&amp;amp;display_format=page&amp;amp;i=227&amp;amp;.cgifields=histD |titel=HbVar ID 227 |abruf=2020-07-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Bei der klinischen Relevanz muss zwischen der HbC-Trägerschaft oder -Heterozygotie und der HbC-Homozygotie unterschieden werden. Bei letzterer weisen beide HBB-Gene die HbC-Mutation auf. Patienten mit einer &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HbC-Homozygotie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; haben jeweils von Mutter und Vater ein mutiertes [[Allel]] geerbt. Dadurch besteht bei diesen das Hämoglobin überwiegend (&amp;gt;95 %) aus Hämoglobin C. Durch die gegenüber dem physiologischen Hämoglobin A (HbA) reduzierte Löslichkeit des HbC kommt es zur Bildung von HbC-Kristallen in den [[Erythrozyt]]en. Diese Zellen werden in der [[Milz]] sequestriert. HbC-Homozygote weisen durch den Abbau der Erythrozyten eine meist milde [[hämolytische Anämie]] auf. Im [[Blutausstrich]] imponieren neben [[Codocyt|Targetzellen]] Mikrosphärozyten und Kristallzellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Enno Kleihauer unter Mitarbeit von Elisabeth Kohne und Andreas E. Kulozik |Titel=Anomale Hämoglobine und Thalassämiesyndrome : Grundlagen und Klinik |Verlag=Ecomed |Ort=Landsberg |Datum=1996 |ISBN=3-609-62760-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HbC-Trägerschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; weist ein HBB-Allel keine Mutation auf und die Träger bilden daher neben HbC auch das physiologische HbA. Diese Anlageträger sind klinisch stumm – zeigen also keinerlei Symptome. Lediglich leichte zelluläre Veränderung der Erythrozyten können z.&amp;amp;nbsp;B. in Form von Targetzellen beobachtet werden. HbC-Träger vererben jedoch das HbC-Allel an die Hälfte ihrer Nachkommen, sodass sich je nach möglicherweise beim Partner vorliegenden Mutationen klinisch relevante Kombinationsformen ergeben können. In Ländern mit einer hohen [[Allelfrequenz]] bestehen daher entsprechende [[Früherkennung von Krankheiten|Screening-Programme]], um auch asymptomatische Träger z. B. zur [[Familienplanung]] zu erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gov.uk/guidance/sickle-cell-and-thalassaemia-screening-programme-overview |titel=Sickle cell and thalassaemia (SCT) screening: programme overview |abruf=2020-04-03 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein erheblicher Krankheitswert ergibt sich jedoch aus Kombinationen mit anderen Hämoglobinopathien. Besondere Bedeutung haben hierbei [[Komplexe Heterozygotie|compound heterozygote]] Konstellationen mit Strukturvarianten der β-Kette und [[β-Thalassämie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die häufigste und klinisch relevanteste ist die Kombination aus dem „Sichelzell-Allel“, auch HbS genannt, und HbC. Diese so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HbSC-Krankheit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist v.&amp;amp;nbsp;a. in Afrika häufig, da sich in [[Westafrika]] die Verbreitungsgebiete von HbS und HbC überschneiden. Das klinische Erscheinungsbild entspricht einer klinischen abgemilderten [[Sichelzellkrankheit]], da HbC nicht so leicht wie HbS polymerisiert. Es gibt bei der HbSC-Krankheit daher z.&amp;amp;nbsp;B. weniger akute [[Infarkt|Gefäßverschlüsse]]. Andererseits weisen HbSC-Patienten häufiger signifikante [[Retinopathie]]n, avaskuläre [[Knochennekrose|Nekrosen des Knochens]] oder einen [[Priapismus]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lydia H. Pecker, Beverly A. Schaefer, Lori Luchtman-Jones |Titel=Knowledge insufficient: the management of haemoglobin SC disease |Sammelwerk=British Journal of Haematology |Band=176 |Nummer=4 |Datum=2017-02 |Seiten=515–526 |DOI=10.1111/bjh.14444 |PMC=5303157 |PMID=27982424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid12818227&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. L. Nagel, M. E. Fabry, M. H. Steinberg |Titel=The paradox of hemoglobin SC disease |Sammelwerk=[[Blood Rev]] |Band=17 |Nummer=3 |Datum=2003-09 |Seiten=167–178 |DOI=10.1016/S0268-960X(03)00003-1 |PMID=12818227}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Morphologisch zeigen sich im Ausstrich Targetzellen. Die für die Sichelzellkrankheit charakteristischen Sichelzellen finden sich bei der HbSC-Krankheit eher selten. Dafür finden sich s.g. &amp;#039;&amp;#039;Kristallzellen&amp;#039;&amp;#039;, die bei der Sichelzellkrankheit nicht auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;HbC-β&amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;-Thalassämie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; hat der Patient neben dem HbC-Allel auch ein HBB-Allel geerbt, das kein β-Globin produziert (β&amp;lt;sup&amp;gt;o&amp;lt;/sup&amp;gt;-Allel). Daher bilden diese Patienten wie bei der HbC-Homozygotie überwiegend Hämoglobin C. Im Gegensatz hierzu ist aber nur ein funktionelles HBB-Gen vorhanden, sodass sich zusätzlich zur leichten [[Hämolyse]] die klassischen Merkmale einer β-Thalassämia minor mit deutlicher Mikrozytose und Hypochromasie gesellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Orphanet |ID=231242 |Name=Hämoglobin C - Beta-Thalassämie |Abruf=2020-04-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Epidemiologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Red Blood Cell abnormalities.png|mini|Geographische Verteilung der häufigsten Hämoglobinopathien. Hämoglobin C ist in pink dargestellt.]]&lt;br /&gt;
Die ursächliche Mutation entstand in Westafrika. Da Hämoglobin C einen relativen Schutz gegenüber der in dieser Region häufigen [[Malaria]] verleiht, bot die HbC-Trägerschaft einen [[Selektionsvorteil]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Steinberg, Martin H. |Titel=Disorders of hemoglobin : genetics, pathophysiology, and clinical management |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=2nd ed |Verlag=Cambridge University Press |Ort=New York |Datum=2009 |ISBN=978-0-521-87519-6 |Seiten= |Online= |Abruf=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies führte dazu, dass in Westafrika bis zu 25 % der Bewohner HbC-Träger sind oder eine HbC-Homozygotie aufweisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mark A. Travassos, Drissa Coulibaly, Matthew B. Laurens, Ahmadou Dembélé, Youssouf Tolo |Titel=Hemoglobin C Trait Provides Protection From Clinical Falciparum Malaria in Malian Children |Sammelwerk=Journal of Infectious Diseases |Band=212 |Nummer=11 |Datum=2015-12-01 |ISSN=0022-1899 |Seiten=1778–1786 |DOI=10.1093/infdis/jiv308 |PMC=4633765 |PMID=26019283}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus diesen Gebieten gelangte die Mutation durch den massenhaften [[Sklavenhandel]] v.&amp;amp;nbsp;a. nach Amerika und in die Karibik. Als Folge weisen 2–3 % der [[Afroamerikaner]] in den [[Vereinigte Staaten|USA]] das HbC-Allel auf. Durch den Sklavenhandel ist das HbS-Allel in den USA ebenfalls relativ häufig bei den heutigen Nachfahren der ehemaligen Sklaven zu finden. Dadurch tritt in den USA die HbSC-Erkrankung signifikant häufiger als die HbC-Homozygotie auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pmid12480691&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=R. M. Fairhurst, H. Fujioka, K. Hayton, K. F. Collins, T. E. Wellems |Titel=Aberrant development of Plasmodium falciparum in hemoglobin CC red cells: implications for the malaria protective effect of the homozygous state |Sammelwerk=Blood |Band=101 |Nummer=8 |Datum=2003-04 |Seiten=3309–3315 |DOI=10.1182/blood-2002-10-3105 |PMID=12480691}}&amp;lt;/ref&amp;gt; HbC ist nach Hämoglobin E und HbS die weltweit dritthäufigste Hb-Strukturanomalie. In Deutschland kommt HbC hingegen relativ selten vor. Auch klinisch relevante Kombinationsformen sind daher entsprechend selten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Elisabeth Kohne, Enno Kleihauer |Titel=Hemoglobinopathies in Germany |Sammelwerk=Deutsches Aerzteblatt Online |Datum=2010-02-05 |ISSN=1866-0452 |DOI=10.3238/arztebl.2010.0065 |PMC=2828242 |PMID=20186311}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{MeshName|Hemoglobin C}}&lt;br /&gt;
* {{MeshName|Hemoglobin C &amp;amp; Erkrankung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hamoglobin C}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sauerstofftransporter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Blutbestandteil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Proteinfehlfaltungserkrankung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CheironX</name></author>
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