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	<title>Hämodilution - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:05:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=H%C3%A4modilution&amp;diff=1528065&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wegner8: Unterscheide den Begriff von dessen Bezeichnung</title>
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		<updated>2025-05-09T06:41:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Unterscheide den Begriff von dessen Bezeichnung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hämodilution&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine gezielt herbeigeführte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Blutverdünnung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wobei das Volumen des [[Blutplasma]]s relativ zum Anteil vor allem der roten Blutkörperchen ([[Erythrozyt]]en) erhöht wird. Dadurch wird unter anderem die [[Viskosität]] des Blutes herabgesetzt, dieses wird dünnflüssiger. Die umgangssprachliche Verwendung der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Blutverdünnung&amp;#039;&amp;#039; für eine Gerinnungshemmung (siehe [[Antikoagulation]] oder [[Thrombozytenaggregationshemmer]]) ist nicht korrekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
=== Fließeigenschaften ===&lt;br /&gt;
Durch eine Blutverdünnung werden die Fließeigenschaften des Blutes (Hämorheologie) beeinflusst. Es fließt besser, da [[Hämatokrit]], Plasmaviskosität gesenkt und die [[Geldrollenbildung|Aggregation]] der Blutkörperchen vermindert wird.&amp;lt;ref name=mutschler&amp;gt;[[Ernst Mutschler (Mediziner)|Ernst Mutschler]], Gerd Geisslinger, [[Heyo K. Kroemer]], Peter Ruth, [[Monika Schäfer-Korting]]: &amp;#039;&amp;#039;Arzneimittelwirkungen. Lehrbuch der Pharmakologie und Toxikologie.&amp;#039;&amp;#039; 9., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft&amp;amp;nbsp;mbH, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8047-1952-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Blutverdünnung wirkt sich positiv auf die [[Hämodynamik]] aus, da der Pumpwiderstand für das Herz durch die niedrigere Plasmaviskosität sinkt. Die Auswirkung der Verbesserung der Fließeigenschaften übersteigt bei leichter Blutverdünnung die Auswirkung der verminderten Anzahl an Erythrozyten, also Sauerstoffträgern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blutgerinnung ===&lt;br /&gt;
Dass Hämodilution auch die Gerinnungsfähigkeit des Blutes etwas vermindert, ist ein Nebeneffekt. Er ist von der Stoffklasse abhängig: [[Gelatine]]präparate vermindern nur durch die Volumenzunahme die Konzentration von [[Gerinnungsfaktor]]en und [[Blutplättchen]] (Thrombozyten). [[Hydroxyethylstärke|Stärkepräparate]] dagegen tragen auch pharmakologisch zur Herabsetzung der Gerinnungsfähigkeit bei, indem sie sich an die Zelloberfläche der [[Thrombozyt]]en anlagern („Coating“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Osmotische Wirkung ===&lt;br /&gt;
Die zur Hämodilution eingesetzten [[kolloid]]alen Lösungen sind [[Osmose|osmotisch]] wirksam. Diese Kolloidlösungen sind &amp;#039;&amp;#039;hyperonkotisch&amp;#039;&amp;#039;: Die in hoher Konzentration gelösten Moleküle ziehen wegen der großen Zahl ihrer [[Polarität (Chemie)|polaren]] Endungen Wassermoleküle so an wie eine hohe [[Ion]]enkonzentration. Andererseits sind sie als [[Polymer]]e so groß, dass sie nicht oder nur sehr langsam durch Zell- und Blutgefäßwände diffundieren. Dadurch entsteht ein erhöhter [[kolloidosmotischer Druck]] und die Lösungen entziehen dem umliegenden Gewebe Wasser, was man sich als anti[[ödem]]atösen Effekt zunutze macht. Auch übersteigt die Volumenzunahme (Plasmaexpansion) des Blutes dadurch das zugeführte Flüssigkeitsvolumen.&lt;br /&gt;
Diese osmotische Wirkung haben eigentlich nur die [[Polysaccharide]] [[Hydroxyethylstärke]] (HES) und [[Dextran]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Werden die Kolloidlösungen im Austausch gegen entzogenes Blut infundiert, so spricht man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;isovolämer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. normovolämer Hämodilution (auch: &amp;#039;&amp;#039;isovolämischer&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;normovolämischer Hämodilution&amp;#039;&amp;#039;, NH).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Lösungen ohne Verbindung mit einem Blutentzug infundiert, so spricht man von &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;hypervolämer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Hämodilution (auch: &amp;#039;&amp;#039;hypervolämischer Hämodilution&amp;#039;&amp;#039;, HH).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Durchblutungsverbesserung ===&lt;br /&gt;
Therapeutisch werden die isovoläme und hypervoläme Hämodilution zur Verbesserung der [[Mikrozirkulation]] bei Durchblutungsstörungen des [[Gehirn]]s, der [[Netzhaut]] und des [[Innenohr]]s angewendet.&lt;br /&gt;
Ohne die osmotische Wirkung würde die Hypervolämie die Gefahr der Ödembildung mit sich bringen, mit ihren osmotischen Eigenschaften wirken die Kolloidinfusionen dagegen einer Ödembildung entgegen bzw. bewirken einen Ödemabbau, wichtig bei der Behandlung frischer [[Schlaganfall|Schlaganfälle]].&amp;lt;ref name=mutschler /&amp;gt; Bei diesem Einsatz der Hämodilution ist – die bei der hierfür üblichen Dosierung nur leichte – Verminderung der Blutgerinnung erwünscht, da sie der Entstehung von Thromben etwa auf [[Arteriosklerose|Kalkplaques]] entgegenwirkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vermeidung von Bluttransfusionen ===&lt;br /&gt;
Bei Operationen, die erfahrungsgemäß oft mit großem Blutverlust einhergehen, lassen sich Transfusionen fremden [[Blutspende|Spenderblutes]] (Allotransfusion) durch [[Eigenblutspende]] (Autotransfusion) vermeiden oder wenigstens vermindern. Ist der zeitliche Abstand zwischen Eigenblutspende und Operation gering, so gibt man während der Blutentnahme gleichzeitig eine [[kolloidale Infusionslösung]]. Durch diese [[akute normovoläme Hämodilution]] (ANH) verliert der Patient bei Blutungen während der Operation weniger rote Blutkörperchen ([[Erythrozyt]]en). Bei dieser Anwendung der Hämodilution ist die Verminderung der Gerinnungsfähigkeit eine unerwünschte aber unvermeidbare Nebenwirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgleich von Blutverlusten ===&lt;br /&gt;
{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Dieselben kolloidalen Lösungen werden auch eingesetzt, um bei größeren Blutverlusten einen [[Hämorrhagischer Schock|hämorrhagischen Schock]] abzuwenden oder zu behandeln. Hier wird ein normales Blutvolumen (Normovolämie) bei Unfällen wiederhergestellt oder während Operationen erhalten. Im Wortsinn geschieht also auch hierbei eine &amp;#039;&amp;#039;akute normovoläme Hämodilution&amp;#039;&amp;#039;. Grund für diesen Einsatz ist einerseits der Zeitfaktor, also die Unmöglichkeit im unerwarteten Notfall sofort passendes Blut zu transfundieren, andererseits die Tatsache, dass Spenderblut nicht in unbeschränkter Menge zur Verfügung steht und sich das Risiko von Immunreaktionen wie von Infektionen nicht zu 100 % ausschließen lässt. Beim Ausgleich eines akuten Volumenmangels werden Plasmaexpander natürlich zügig infundiert und gleichzeitig mit [[Tonizität#Isotonizität|isotonen]] Salzlösungen, üblicherweise [[Ringerlösung]], deren Wasser durch die osmotische Wirkung der Plasmaexpander mit im Blutgefäßsystem gehalten wird, kombiniert.&lt;br /&gt;
Auch bei diesem Einsatz von Plasmaexpandern ist die Verminderung der Gerinnungsfähigkeit eine unerwünschte aber unvermeidbare Nebenwirkung. Bei extremen Blutverlusten ist daher rechtzeitig auch mit der Gabe von [[Gefrorenes Frischplasma|Frischplasma]] (FFP) zu beginnen, das gefroren gelagert, aber zur Infusion beinahe auf Körpertemperatur gebracht und dabei aufgetaut wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. Messmer und andere: &amp;#039;&amp;#039;Oxygen supply to the tissue during limited normovolemic hemodilution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Res Exp Med.&amp;#039;&amp;#039; Band 159, 1973, S. 152.&lt;br /&gt;
* D. Kettler und andere: &amp;#039;&amp;#039;Hämodynamik, Sauerstofftransport und Sauerstoffversorgung des Herzens unter isovolämischer Hämodilution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Anaesthesist.&amp;#039;&amp;#039; Band 25, 1976, S. 131–136.&lt;br /&gt;
* L. Landow: &amp;#039;&amp;#039;Perioperative hemodilution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Canadian Journal of Surgery.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, 1987, S. 321–324.&lt;br /&gt;
* B. Lisander: &amp;#039;&amp;#039;Preoperative haemodilution.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Acta Anaesthesiologica Scandinavica.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, Supplement 89, 1988, S. 63–70.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Blutverdünnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hamodilution}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Anästhesie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Therapeutisches Verfahren in der Augenheilkunde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wegner8</name></author>
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