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	<title>Guy Gibson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2024-07-06T17:08:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sonstiges: &lt;/span&gt; Sorry: Denglisch→English&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Guy Penrose Gibson, VC.jpg|mini|Guy Penrose Gibson, 1944]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guy Penrose Gibson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, [[Victoria-Kreuz|VC]], [[Distinguished Flying Cross (Vereinigtes Königreich)|DFC and bar]], [[Distinguished Service Order|DSO and bar]] (* [[12. August]] [[1918]] in [[Shimla|Simla]], [[Indien]]; † [[19. September]] [[1944]] in [[Steenbergen]], [[Niederlande]]) war ein [[Vereinigtes Königreich|britischer]] Fliegeroffizier. Er war der erste Kommandeur der [[No. 617 Squadron]] (617. Staffel) der [[Royal Air Force]]. Unter seinem Kommando wurden zwei Staudämme im heutigen [[Nordrhein-Westfalen]] und [[Hessen]] während der [[Operation Chastise]] zerstört ([[Möhnetalsperre]], [[Edertalsperre]]). Im weiteren Verlauf des Krieges starb er bei einem Einsatz über den Niederlanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
Guy Gibson kam in [[Shimla|Simla]], in der damaligen britischen [[Kronkolonie]] [[Britisch-Indien|Indien]], als Sohn von Alexander und Leonora Gibson zur Welt, wo sein Vater bei der Forstbehörde arbeitete. Er war das jüngste von drei Kindern. Als er sechs Jahre alt war, trennten sich die Eltern, und die Mutter zog mit ihm nach [[Porthleven]] in der Grafschaft [[Cornwall]], wo seine Großeltern väterlicher Linie lebten. Seine schulische Ausbildung absolvierte er an der [[St. Georges School]] in [[Folkestone]] sowie an der [[St. Edward’s School]] in [[Oxford]]. Seine Mutter wurde [[Alkoholkrankheit|alkoholabhängig]] und musste zudem eine dreimonatige Gefängnisstrafe verbüßen. Am Weihnachtsabend 1939 starb sie, als ihre Kleidung sich an einem elektrischen Ofen entzündete, während sie betrunken war.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hastings: &amp;#039;&amp;#039;Operation Chastise: The RAF&amp;#039;s Most Brilliant Attack of World War II.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins, New York, 2020, ISBN 978-0-06-295363-6, S. 67f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Militärische Laufbahn ===&lt;br /&gt;
Im Jahr 1936 trat Gibson der [[Royal Air Force]] bei. Seine Dienstzeit als Pilot bei der [[No. 83 Squadron]], wo er [[Handley Page Hampden]] flog, sollte im April 1941 enden. Danach wollte Gibson ziviler Testpilot werden. Der Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] verhinderte dies jedoch.&amp;lt;ref&amp;gt;Guy Gibson: &amp;#039;&amp;#039;Enemy Coast Ahead Uncensored&amp;#039;&amp;#039;, Crecy, Manchester 2006, ISBN 978-0-85979-118-2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Juli 1940 wurde Gibson mit dem &amp;#039;&amp;#039;Distinguished Flying Cross&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet. Nachdem Gibson 27 Feindflüge absolviert hatte, meldete er sich im August 1940 zum &amp;#039;&amp;#039;[[RAF Fighter Command|Fighter Command]]&amp;#039;&amp;#039; und verhinderte somit, seine restliche Dienstzeit mit der Ausbildung junger Kampfpiloten zu „vergeuden“. Bei seiner nunmehrigen Karriere als Nachtkampf-[[Pilot]] bei der [[No. 29 Squadron]] auf dem Muster [[Bristol Beaufighter]] errang er vier Abschüsse von feindlichen Maschinen im Laufe von 99 Einsätzen. Im Dezember 1941 beendete Gibson als Squadron Leader seinen Dienst beim Fighter Command und kehrte als Kommandeur der [[No. 106 Squadron]] zurück zum &amp;#039;&amp;#039;[[RAF Bomber Command|Bomber Command]]&amp;#039;&amp;#039;. Dort absolvierte er während der nächsten Monate 46 Feindflüge auf Bombern des Typs [[Avro Lancaster]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Operation Chastise ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Operation Chastise}}&lt;br /&gt;
Am 21. März 1943 übernahm Gibson im Rang eines Wing Commanders (entspricht: [[Oberstleutnant]]) das Kommando der neu aufgestellten No. 617 Squadron auf dem Luftwaffenstützpunkt [[RAF Scampton]]. Diese Einheit sollte mit der von [[Barnes Wallis]] entwickelten [[Rollbombe]] Staudämme in Deutschland zerstören, um die deutsche Kriegsindustrie erheblich zu schwächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Dams Raid ===&lt;br /&gt;
[[Datei:GuyGibson.grave.jpg|mini|Gibsons Grabstein in Steenbergen]]&lt;br /&gt;
Aufgrund des Erfolges wurde Gibson mit dem [[Victoria-Kreuz|Victoria Cross]] ausgezeichnet. Von seinen Erfahrungen und Erlebnissen auf seinen Einsätzen im bisherigen Krieg berichtete er in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;Enemy Coast Ahead&amp;#039;&amp;#039;. Anschließend ging er im Auftrag der Royal Air Force in die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] und hielt dort Vorträge vor Flugschülern der amerikanischen Streitkräfte und auch vor Zivilisten. Dabei wurde er von einer jungen Dame gefragt: „Wing Commander Gibson, wieviele Einsätze haben Sie gegen Nazi-Deutschland geflogen?“ „One hundred and seventy-four“ (174), antwortete Gibson, worauf die restlichen Zuhörer im Saal verstummten. Grund dafür war, dass zur damaligen Zeit die ersten amerikanischen Bomberpiloten aus Europa zurückkehrten, nachdem sie ihre 25 vorgeschriebenen Mindest-Feindflüge absolviert hatten. So schien der britische Wing Commander Guy Gibson der wahre Held in diesen Tagen zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 1944 trat Gibson den aktiven Dienst beim &amp;#039;&amp;#039;Bomber Command&amp;#039;&amp;#039; wieder an. Vermutlich hatten weder [[Ralph Cochrane]], Kommandeur von 5 Group, noch [[Arthur Harris]], Oberbefehlshaber des Bomber Commands, dies genehmigt, sondern Gibson hatte eigenmächtig gehandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hastings: &amp;#039;&amp;#039;Operation Chastise: The RAF&amp;#039;s Most Brilliant Attack of World War II.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins, New York, 2020, ISBN 978-0-06-295363-6, S. 301&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 19. September des gleichen Jahres flog er mit einer [[de Havilland DH.98 Mosquito]] der [[No. 627 Squadron]] (Staffel) als Pfadfinder für die folgende Bomberflotte nach [[Rheydt]], in der Nähe von [[Mönchengladbach]]. Sein Navigator war Squadron Leader Jim Warwick. Gegen 22 Uhr meldete er über Funk „Nice work chaps, now beat it home!“ (dt.: „Gute Arbeit, Jungs. Nun ab nach Hause!“). 45 Minuten später stürzte das Flugzeug in der Nähe der niederländischen Stadt [[Steenbergen]] ab, nachdem es einige Minuten mit stotternden Motoren über der Ortschaft gekreist war. Beide Insassen starben bei dem Absturz. Viele Jahre lang wurde angenommen, dass Gibsons [[de Havilland DH.98 Mosquito|Mosquito]] abgeschossen wurde. Eine Untersuchung der gefundenen Wrackteile ergab jedoch, dass der Wahlschalter für die verschiedenen Treibstofftanks defekt war. Daher verlor das Flugzeug Sprit und stürzte schließlich ab. Gibson hatte Ratschläge ignoriert, zunächst nach Westen zu steuern, um dann über alliiertem Gebiet nach England zu fliegen. Stattdessen entschied er sich dafür, im Tiefflug den kürzeren Weg über feindliches Gebiet zu nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Hastings: &amp;#039;&amp;#039;Operation Chastise: The RAF&amp;#039;s Most Brilliant Attack of World War II.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins, New York, 2020, ISBN 978-0-06-295363-6, S. 301&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* [[Victoria-Kreuz|Victoria Cross]]&lt;br /&gt;
* [[Distinguished Flying Cross (Vereinigtes Königreich)|Distinguished Flying Cross]] mit Spange&lt;br /&gt;
* [[Distinguished Service Order]] mit Spange&lt;br /&gt;
* US [[Legion of Merit]] {Commander}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Er hinterließ seine am 10. November 1940 angetraute Frau Eve Mary Gibson, geborene Moore.&lt;br /&gt;
* Gibsons Leiche konnte nur anhand einer Socke, die seinen Namen trug, und Squadron Leader Warwick anhand seines goldenen Eherings identifiziert werden. Die Leichname wurden auf dem römisch-katholischen Friedhof von [[Steenbergen]] beigesetzt. Erst nach dem Krieg wurde den Einwohnern von Steenbergen klar, welch eine Berühmtheit auf ihrem Friedhof ruht. Am Eingang befindet sich heute eine Gedenktafel.&lt;br /&gt;
* Heute sind in Steenbergen zahlreiche Straßennamen in Gedenken an den berühmten Briten zu finden: &amp;#039;&amp;#039;Gibsonstraat, Warwickstraat, Dam Bustersstraat, Mosquitostraat, Lancasterstraat&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:PropellerSteenbergen.jpg|mini|Denkmal in [[Steenbergen]]]]&lt;br /&gt;
* 1974 wurde im Stadtpark von Steenbergen ein [[Denkmal (Gedenken)|Denkmal]] zu Ehren von &amp;#039;&amp;#039;Wing Commander Gibson&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Squadron Leader Warwick&amp;#039;&amp;#039; errichtet. Das Denkmal besteht aus einer Steinsäule mit einem [[Propeller]] einer &amp;#039;&amp;#039;Lancaster&amp;#039;&amp;#039;, dem Bombertyp in dem Gibson seinen legendären [[Operation Chastise|&amp;#039;&amp;#039;Dam&amp;amp;nbsp;Buster&amp;#039;&amp;#039;]]-[[Raid (Militäraktion)|Raid]] anführte.&lt;br /&gt;
* Das ihm verliehene [[Victoria-Kreuz|Victoria Cross]] ist heute im [[Royal Air Force Museum]] in [[Hendon (London)|Hendon]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
:&amp;#039;&amp;#039;Wing Commander Gibson, whose personal courage knew no bounds, was quickly recognised to be an outstanding operational pilot and leader. He served with conspicuously successful results as a night bomber pilot and also as a night fighter pilot, on operational tours. In addition, on his &amp;quot;rest&amp;quot; nights he made single-handed attacks on highly defended objectives such as the German battleship Tirpitz. Wing Commander Gibson was then selected to command a squadron formed for special tasks. Under his inspiring leadership this squadron executed one of the most devastating attacks of the war - the breaching of the Moehne and Eder dams. Wing Commander Gibson personally made the initial attack on the Moehne dam. Descending to within a few feet of the water, he delivered his attack with great accuracy. He then circled very low for thirty minutes, drawing the enemy fire and permitting as free a run as possible to the following aircraft. He repeated these tactics in the attack on the Eder dam. Throughout his operational career, prolonged exceptionally at his own request, he has shown leadership, determination and valour of the highest order. &amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* In dem 1954 entstandenen britischen Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Mai 1943 – Die Zerstörung der Talsperren]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;The Dam Busters&amp;#039;&amp;#039;) von [[Michael Anderson (Regisseur)|Michael Anderson]] wurde Guy Gibson vom irischen Schauspieler [[Richard Todd]] verkörpert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Guy Gibson: &amp;#039;&amp;#039;Enemy Coast Ahead Uncensored&amp;#039;&amp;#039;, Crecy, Manchester 2006, ISBN 978-0-85979-118-2.&lt;br /&gt;
* Max Hastings: &amp;#039;&amp;#039;Operation Chastise: The RAF&amp;#039;s Most Brilliant Attack of World War II.&amp;#039;&amp;#039; HarperCollins, New York, 2020, ISBN 978-0-06-295363-6 (E-Book: ISBN 978-0-06-295362-9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://spartacus-educational.com/2WWgibsonG.htm Guy Gibsons Biografie]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.dambusters.org.uk/gibson.htm |wayback=20080827200915 |text=Wing Commander Guy Penrose Gibson}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118854135|LCCN=n/79/145785|VIAF=10643223}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gibson, Guy}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdpilot im Zweiten Weltkrieg (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bomberpilot im Zweiten Weltkrieg (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wing Commander (Royal Air Force)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Victoria Cross]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens Legion of Merit (Kommandeur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Companion des Distinguished Service Order]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brite]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1918]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gibson, Guy&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gibson, Guy Penrose (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=britischer Offizier, Kommandeur der 617. Staffel der Royal Air Force&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=12. August 1918&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Shimla|Simla]], [[Indien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. September 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Steenbergen]], [[Niederlande]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TK-lion</name></author>
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