<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gutleuthof</id>
	<title>Gutleuthof - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gutleuthof"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gutleuthof&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-04T01:57:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gutleuthof&amp;diff=1396788&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Beegies: doppelte Zitatauszeichnung korrigiert</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gutleuthof&amp;diff=1396788&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2023-12-19T15:40:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;doppelte Zitatauszeichnung korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Frankfurt Am Main-Mainpanorama mit Gutleuthof-um 1825.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Mainpanorama mit Gutleuthof&amp;#039;&amp;#039;, Gouache, um&amp;amp;nbsp;1825]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gutleuthof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein im 13. Jahrhundert entstandenes [[Leprakolonie|Lepra-Spital]] und der ehemals größte landwirtschaftliche [[Wehrhof]] vor den Toren von [[Frankfurt am Main]]. Nach umfangreichen Brandschäden durch einen Großbrand im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und einer darauffolgenden längeren Zeit des Verfalls wurden die letzten Überreste der Bauten des Hofes im Jahr 1978 abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Gutleuthof wurde als [[Leprakolonie|Leprosenhof]] im Jahre 1283 erstmals erwähnt, das heißt hier wurde Leprakranken Unterkunft, Verpflegung sowie Behandlung gewährt; [[Lepra]] war im 13. Jahrhundert in Europa weit verbreitet. Gegründet worden war der Gutleuthof von einer [[Bruderschaft]], die auch der benachbarten Galgen- oder [[Galluswarte (Wartturm)|Galluswarte]] ihren ersten Namen gab („Warte zu den guten Leuten“).&lt;br /&gt;
[[Datei:FFM Ravenstein-Plan 1885 Gutleut Niederrad.png|mini|&amp;#039;&amp;#039;Ravenstein-Plan von 1885:&amp;#039;&amp;#039; Östlich neben dem Gutleuthof liegt Gogels Gut, im Becken des (projektierten) [[Frankfurter Westhafen]] die ehemalige Lage des Grindbrunnens, einer schwefelhaltigen Quelle.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des Gutleuthofes, auf dem Gelände des heutigen [[Frankfurter Westhafen]]s befand sich die „Grindbrunnen“-[[Quelle]],&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Klötzer, Wilfried Ehrlich: &amp;#039;&amp;#039;Sachsenhausen – 1885 und heute&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben von der Frankfurter Sparkasse von 1882 (Polytechnische Gesellschaft), Frankfurt am Main 1985. Vorderes Vorsatzblatt: Plan von Sachsenhausen aus einem &amp;#039;&amp;#039;Ravensteinführer&amp;#039;&amp;#039;. 4.&amp;amp;nbsp;Auflage 1885&amp;lt;/ref&amp;gt; deren [[schwefel]]haltigem Wasser eine heilende Wirkung zugesprochen wurde; sie wurde später ans [[Nizza (Frankfurt am Main)|Nizza]] verlegt und ist dort versiegt beziehungsweise wegen Verunreinigung geschlossen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]], die wohl schon von Anfang an mit dem Lepra[[Krankenhaus|spital]] verbunden war, wurde zuerst im Jahre 1329 genannt; die [[Kirche (Bauwerk)|Kirche]] diente den [[Protestanten]] der benachbarten Höfe und der Gemeinden [[Frankfurt-Niederrad|Niederrad]] und [[Frankfurt-Griesheim|Griesheim]] zum [[Gottesdienst]], der [[Friedhof|Kirchhof]] den Beerdigungen von Gemeindeangehörigen, Selbstmördern und Hingerichteten. Bei der Anlage der [[Frankfurter Landwehr]] wurde der Hof in die [[Frankfurter Stadtbefestigung|Stadtbefestigung]] eingefügt und markierte ihre westlichste Ausdehnung. Er war von einer [[Ringmauer]] umschlossen, besaß eine schmale Mainpforte und je ein Haupttor auf der Frankfurter und auf der nördlichen, der Galgen-Warte zugekehrten Seite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pehl42&amp;quot;&amp;gt;Pehl: &amp;#039;&amp;#039;Als sie einst die Stadt schützten – Frankfurts befestigte Gutshöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 42&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit hatte die Zahl der Lepra-Erkrankten abgenommen und Ende des 16. Jahrhunderts war die Krankheit in Mitteleuropa fast verschwunden. Im April 1531 wurde der Gutleuthof dem neu gegründeten städtischen [[Frankfurter Almosenkasten|Almosenkasten]] übergeben. Im Jahr 1614 diente der Hof vorübergehend als [[Gefängnis]], um die Revolutionäre des [[Fettmilch-Aufstand]]s um Vincenz Fettmilch festzusetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl: &amp;#039;&amp;#039;Als sie einst die Stadt schützten – Frankfurts befestigte Gutshöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 41 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Goethe]] beschrieb den Hof in &amp;#039;&amp;#039;Dichtung und Wahrheit&amp;#039;&amp;#039; und berichtete über Feste auf den Weiden, die „mit mancherlei Lust und Ungezogenheit“ gefeiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1801 vernichtete ein [[Feuer]] fast den ganzen Hof; [[Scheune]], [[Branntwein]]-[[Brennerei]] und das [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] bis auf den ersten Stock wurden zerstört.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Pehl42&amp;quot; /&amp;gt; In der Folgezeit hatte das Gebäude wechselnde Besitzer. 1870 löste die [[Waisenhaus]][[stiftung]] die [[Erbpacht]] des Allgemeinen Almosenkastens für 70.000 [[Gulden]] ab, verkaufte den Hof aber bereits drei Jahre später für 2.150.000 [[Goldmark]] an die [[Hessische Ludwigsbahn]] weiter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Hans-Otto Schembs]] |Titel=Der Allgemeine Almosenkasten in Frankfurt am Main 1531–1981 |Verlag=Verlag Waldemar Kramer |Ort=Frankfurt |Datum=1981 |ISBN=3-7829-0243-2 |Seiten=136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1940 erwarb die Getränkefirma Jöst den Hof, legte dort 1952 einen „Frankfurter [[Weinberg]]“ an, gab den Hof aber im Jahre 1971 mit ihrem [[Insolvenz|Konkurs]] auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Pehl: &amp;#039;&amp;#039;Als sie einst die Stadt schützten – Frankfurts befestigte Gutshöfe&amp;#039;&amp;#039;, S. 43&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hof wurde daraufhin von einem Tochterunternehmen der [[Neue Heimat|Neuen Heimat]] ersteigert, blieb jedoch ungenutzt. 1978 wurde der verfallene Gutleuthof trotz der Proteste des [[Ortsbeirat]]es abgerissen. Ein Jahr später kaufte die Stadt Frankfurt das Gelände, um die Werner-von-Siemens-[[Berufsschule]] zu bauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gutleuthof gab dem Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Stadtteil [[Frankfurt-Gutleutviertel|Gutleutviertel]] seinen Namen. Außerdem erinnern die Straßen &amp;#039;&amp;#039;Gutleuthofweg&amp;#039;&amp;#039; und Gutleutstraße an den größten landwirtschaftlichen Hof Frankfurts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Helmut Bode (Autor)|Helmut Bode]]: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Sagenschatz. Sagen und sagenhafte Geschichten nach den Quellen und älteren Sammlungen sowie der Lersner’schen Chronik neu erzählt von Helmut Bode.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Waldemar Kramer, Frankfurt a.&amp;amp;nbsp;M., zweite Auflage 1986, S.&amp;amp;nbsp;158–161 ISBN 3-7829-0209-2.&lt;br /&gt;
* August von Cohausen: &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geschichte der Befestigung Frankfurts im Mittelalter&amp;#039;&amp;#039;, in: Archiv für Frankfurts Geschichte und Kunst, Bd. 12, Selbstverlag des Vereines für Geschichte und Alterthumskunde, Frankfurt am Main 1869.&lt;br /&gt;
* Rudolf Jung, Julius Hülsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Baudenkmäler von Frankfurt am Main – Band 3, Privatbauten&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag/Keller, Frankfurt am Main 1914.&lt;br /&gt;
* Ursula Neeb: Die Siechenmagd. 1. Auflage. Societäts-Verlag, 2006, ISBN 978-3-7973-0991-4 (Romanhafte Beschreibung des Lebens auf dem Gutleuthof und in Frankfurt im Jahre 1506).&lt;br /&gt;
* Hans Pehl: &amp;#039;&amp;#039;Als sie einst die Stadt schützten – Frankfurts befestigte Gutshöfe&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Josef Knecht, Frankfurt am Main 1978. ISBN 3-7820-0411-6.&lt;br /&gt;
* [[Eduard Pelissier]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Landwehren der Reichsstadt Frankfurt am Main. Topographisch-historische Untersuchung.&amp;#039;&amp;#039; Völcker, Frankfurt am Main 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.gutleuthist.de/ Geschichte des Gutleuthofes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7542903-2|LCCN=|NDL=|VIAF=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.097118|EW=8.647774|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Frankfurter Stadtbefestigung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurter Stadtbefestigung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt am Main im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut im 13. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Frankfurt-Gutleutviertel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1970er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesundheitswesen (Frankfurt am Main)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Frankfurt am Main)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Beegies</name></author>
	</entry>
</feed>