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	<title>Gutenstein-Formation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T15:33:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gutenstein-Formation&amp;diff=1058335&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2024-01-15T21:53:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gutenstein-Formation Kasberg.jpg|mini|Gutenstein-Formation am Gipfel des [[Kasberg]]s]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gutenstein-Formation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,  oder die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gutensteiner Schichten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, ist eine [[Lithostratigraphie|lithostratigraphische]] [[Formation (Geologie)|Formation]] der mittleren [[Trias (Geologie)|Trias]] in den [[Nördliche Kalkalpen|Nördlichen Kalkalpen]] und den [[Ostalpin]]en Decken der [[Südliche Kalkalpen|Südlichen Kalkalpen]]. Benannt ist sie nach [[Gutenstein (Niederösterreich)|Gutenstein]] im [[Piesting]]tal in Niederösterreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Gutensteiner Kalk&amp;#039;&amp;#039; wurde 1853 durch [[Franz von Hauer (Geologe)|Franz von Hauer]] geprägt. Die Abgrenzung der Formation war in der Literatur lange uneinheitlich. Teilweise wurden alle geschichteten [[Anisium|anisischen]] Kalke und Dolomite bis auf die der Reifling-Formation als &amp;#039;&amp;#039;Gutensteiner Kalk&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alexander Tollmann 1976&amp;quot;&amp;gt;Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Analyse des klassischen nordalpinen Mesozoikums. Stratigraphie, Fauna und Fazies der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; Teil II). Verlag Deuticke, Wien 1976, ISBN 3-7005-4412-X, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition und Verbreitungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Reifling und Gutenstein Formation Hanslgraben Reichraminger Hintergebirge 20090502a.jpg|mini|hochkant|Reifling-Formation (links) und Gutenstein-Formation (rechts), [[Reichraminger Hintergebirge]]]]&lt;br /&gt;
Die Gutenstein-Formation umfasst schwarze, graue und braune, bituminöse Kalke mit meist dünner Schichtung, weißen [[Calcit]]adern und auch dolomitischen Einschaltungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Thenius: &amp;#039;&amp;#039;Niederösterreich. Geologie der österreichischen Bundesländer in kurzgefassten Einzeldarstellungen.&amp;#039;&amp;#039; 2., erweiterte Auflage. Wien 1974, S.&amp;amp;nbsp;114.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Alexander Tollmann]] unterscheidet zwei Hauptfaziestypen: Einen Algen-Bio[[sparit]], der in geringer Tiefe in bewegtem Wasser gebildet wurde und einen [[Mikrit]], der in etwas größerer Tiefe entstanden ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Analyse des klassischen nordalpinen Mesozoikums. Stratigraphie, Fauna und Fazies der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; Teil II). Verlag Deuticke, Wien 1976, ISBN 3-7005-4412-X, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Formation ist in den Nördlichen Kalkalpen, im zentralalpinen ostalpinen Mesozoikum und in den geologisch zu den Ostalpen gehörenden Teilen der südlichen Kalkalpen zu finden, wie etwa im [[Drauzug]]. Sie wird von der [[Reichenhall-Formation]] unterlagert und von der [[Reifling-Formation]] sowie der [[Wettersteinkalk]]-Formation überlagert. Sie kann, mit Ausnahme der basalen Teile, von der [[Steinalm-Formation]] ersetzt werden. Die Gutenstein-Formation erreicht in der Nähe des [[Ötscher]]s laut Tollmann eine maximale Mächtigkeit von etwa 250&amp;amp;nbsp;Metern, meist liegt sie aber deutlich darunter, etwa bei 100&amp;amp;nbsp;Metern. Im Bereich der Hallstätter- und Berchtesgadener Fazies ist die Mächtigkeit noch einmal deutlich geringer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt; Chamanara ermittelte für die Gutenstein-Formation im östlichen Karwendel eine Mächtigkeit von 331,5&amp;amp;nbsp;Metern.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamid Chamanara: &amp;#039;&amp;#039;Geologie, Stratigraphie (Reichenhall- und Gutenstein-Formation) und Tektonik im Raum Stanser Joch.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit.  Universität Innsbruck, 1994, S.&amp;amp;nbsp;41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[Lienzer Dolomiten]], im Drauzug, den nördlichen [[Karnische Alpen|Karnischen Alpen]], in Vorarlberg und Tirol gibt es auch die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Virgloria-Formation&amp;#039;&amp;#039; (nach einem Zubringer der [[Meng (Fluss)|Meng]] im [[Rätikon]]). Mit dieser Unterscheidung sollen stark verwühlte Kalke und Laminite einer Flachwasserfazies von Gutensteiner Schichten einer Tiefwasserfazies abgetrennt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hugo Ortner: &amp;#039;&amp;#039;Bericht 2005 über geologische Aufnahmen am Südrand des Kaisergebirges auf Blatt 90 Kufstein.&amp;#039;&amp;#039; ([https://opac.geologie.ac.at/wwwopacx/wwwopac.ashx?command=getcontent&amp;amp;server=images&amp;amp;value=JB1461_079_A.pdf PDF-File], abgerufen am 30. Juni 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Thilo Bechstädt|T. Bechstädt]], H. Mostler: &amp;#039;&amp;#039;Mikrofazies und Mikrofauna mitteltriadischer Beckensedimente der Nördlichen Kalkalpen Tirols.&amp;#039;&amp;#039; ([https://www2.uibk.ac.at/downloads/c715/gpm_04/04_05_06_001-074.pdf PDF-File], abgerufen am 30. Juni 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitlicher Umfang ==&lt;br /&gt;
Nach Tollmann reicht die Formation bis zum Ende des Mittleren [[Anisium|Anis]] empor, die Basisschichten datiert er in den Bereich der Grenze zwischen Unterer- und Mittlerer Trias.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Alexander Tollmann 1976&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterteilung ==&lt;br /&gt;
Hamid Chamanara unterteilt die Gutenstein-Formation im östlichen Karwendel in zwei Members, nämlich in einen Plattenkalk und einen Bankkalk. Beim Plattenkalk-Member handelt es sich um dunkle Kalke und Dolomite, die in Wechsellagerung mit [[Rauwacke]]n auftreten. Hier kommen örtlich auch &amp;#039;&amp;#039;Wurstelkalke&amp;#039;&amp;#039; vor, das sind plattlige Kalke mit wulstartigen Unregelmäßigkeiten auf den Schichtoberflächen, die möglicherweise durch [[Bioturbation]] entstanden sind, also durch Tiere, die sich durch das Sediment gewühlt haben. Bei den Bankkalken handelt es sich um graue oder dunkelgraue, im dezimeter- bis meterbereich gebankte Abfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hamid Chamanara: &amp;#039;&amp;#039;Geologie, Stratigraphie (Reichenhall- und Gutenstein-Formation) und Tektonik im Raum Stanser Joch.&amp;#039;&amp;#039; Diplomarbeit. Universität Innsbruck, 1994, S.&amp;amp;nbsp;41ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tollmann trennt von den im Allgemeinen dünnbankigen Gutensteiner Kalken den dickbankigen und etwas helleren&amp;#039;&amp;#039; Annaberger Kalk&amp;#039;&amp;#039; ab, der eine reiche [[Brachiopoden]]-Fauna besitzt. Die Mächtigkeit dieser Kalke erreicht laut Tollmann im Westteil der Nördlichen Kalkalpen etwa 100 Meter, im Ostteil etwa 40 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Tollmann: &amp;#039;&amp;#039;Analyse des klassischen nordalpinen Mesozoikums. Stratigraphie, Fauna und Fazies der Nördlichen Kalkalpen&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;Monographie der Nördlichen Kalkalpen.&amp;#039;&amp;#039; Teil II). Verlag Deuticke, Wien 1976, ISBN 3-7005-4412-X, S. 80ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fossilführung ==&lt;br /&gt;
Relativ häufig finden sich [[Crinoiden]], weiters Brachiopoden, wie etwa im [[Karwendel]] oder am [[Kasberg]] in Oberösterreich. Eine sehr reiche [[Ammoniten]]fauna ist vom &amp;#039;&amp;#039;Rahnbauernkogel&amp;#039;&amp;#039; bei [[Großreifling]] im [[Gesäuse|Ennstal]] bekannt. Im Gegensatz zur stellenweise sehr reichhaltigen Makrofauna ist die Mikrofauna dürftig. Es finden sich [[Foraminiferen]], Kieselschwamm-Nadeln und selten [[Conodonten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lithostratigraphie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nördliche Kalkalpen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesteinseinheit der Trias]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Südliche Kalkalpen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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