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	<title>Gut Panker - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Z thomas: HC: Entferne Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Plön; Ergänze Kategorie:Kulturdenkmal in Panker</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kulturdenkmal_im_Kreis_Pl%C3%B6n&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Plön&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Plön&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Kulturdenkmal_in_Panker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Kulturdenkmal in Panker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Kulturdenkmal in Panker&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Panker 2012a.jpg|mini|hochkant=1.4|Das [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] auf Gut Panker: Vorderseite mit italienischem Garten]]&lt;br /&gt;
Das über fünfhundert Jahre alte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Panker&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt in [[Panker]] im [[Kreis Plön]] in der Nähe von [[Lütjenburg]] in [[Schleswig-Holstein]]. Das Gut befand sich seit dem ausgehenden [[Mittelalter]] im Besitz der Familie [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]], wurde im Jahre 1739 von Hedvig Ulrica Gräfin Taube mit Geld des Landgrafen [[Friedrich (Schweden)|Friedrich von Hessen]], der auch König von Schweden war, zur Versorgung seiner schwedischen Mätresse und seiner unehelichen Söhne gekauft. Dieses Gut und die benachbarten Güter Klamp, Hohenfelde und [[Schwartbuck|Schmoel]] wurden 1808 an (Titular-)Landgraf Carl von Hessen-Kassel vererbt. Das Gut mit seinen Ländereien und Gebäuden gehört heute der [[Hessische Hausstiftung|Hessischen Hausstiftung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das auch oft als Schloss bezeichnete Herrenhaus befindet sich im Besitz der [[Haus Hessen|Familie von Hessen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gutpanker.de/de/gut-panker/ |titel=Gut Panker in Schleswig-Holstein, zwischen Lütjenburg und Schönberg |datum=2022-01-17 |abruf=2023-06-25 |archiv-datum=2022-01-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20220117161342/https://www.gutpanker.de/de/gut-panker/ |offline=ja |archiv-bot=2025-06-07 17:48:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die umliegende Gutsanlage ist touristisch erschlossen und mit mehreren Gaststätten, Galerien und niedergelassenen Kunsthandwerkern ein Ausflugsziel in der Region der [[Holsteinische Schweiz|Holsteinischen Schweiz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Überblick ==&lt;br /&gt;
=== Gut der Rantzaus ===&lt;br /&gt;
Auf Panker befand sich bereits zur Zeit der [[Wenden]] ein Herrensitz, doch ist über diese Zeit kaum etwas überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;H. von Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 213. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem späten [[Mittelalter]] gerieten die Ländereien in den Besitz der Familie Rantzau, die zu den [[Equites Originarii]] in Schleswig und Holstein gehörte und eine Vielzahl an Gütern und Adelssitzen im Land besaß. Das Geschlecht der Rantzaus ist seit dem Ende des 14. Jahrhunderts auf Panker bezeugt. Sie bewirtschafteten den Gutsbetrieb mit verschiedenen Familienzweigen und errichteten um 1650 den Kern des heutigen Herrenhauses. Panker war in dieser Zeit zwar ein großes [[adliges Gut]], in der Landesgeschichte hatte es jedoch keine größere Bedeutung. Das letzte Mitglied der Familie auf Panker war Hans Rantzau, der den Besitz kurz vor seinem Tod 1740 zum Verkauf anbot.&amp;lt;ref&amp;gt;H. v. Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 213, 214, 215. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grafen von Hessenstein und Landgrafen Hessen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1676 Friedrich.jpg|mini|hochkant|Friedrich I. von Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fredrik Vilhelm von Hessenstein.JPG|mini|hochkant|Fredrik Vilhelm von Hessenstein]]&lt;br /&gt;
1739 erwarb [[Hedwig Ulrike Taube von Odenkat|Hedvig Ulrica Gräfin Taube]], die Mätresse des schwedischen Königs [[Friedrich (Schweden)|Friedrich]], die Güter Panker und Klamp, 1741 kamen die Güter Hohenfelde und Schmoel hinzu. Die Kosten wurden vom Landgrafen Friedrich von Hessen für sie und ihre beiden Söhne beglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Paustian: &amp;quot;Gut Panker&amp;quot;, S. 32 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Friedrich aus der Linie Hessen-Kassel des Hauses Hessen, der seit 1720 König war, bezahlte für Gut Panker und das benachbarte [[Klamp]] 88.000 [[Reichstaler]], für 138.000 Reichstaler kamen die benachbarten Güter [[Schwartbuck|Schmoel]] und [[Hohenfelde (Kreis Plön)|Hohenfelde]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;H. von Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, S. 215. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit sollten die aus dieser nicht standesgemäßen Ehe mit Hedvig Ulrichs stammenden Söhne versorgt werden. Friedrich, der seit 1730 als Landgraf von Hessen-Kassel Reichsfürst im [[Heiliges Römisches Reich|römisch-deutschen Reich]] war, erwirkte beim [[Liste der römisch-deutschen Herrscher|Deutschen Kaiser]] außerdem eine Erhebung seiner Geliebten und seiner mit ihr gezeugten Nachkommen zu [[Hessenstein (Grafen)|Grafen von Hessenstein]]. Panker wurde ab 1791 der Wohnsitz des älteren Sohnes [[Friedrich Wilhelm Fürst von Hessenstein|Friedrich Wilhelm]], der nach dem Tod des jüngeren Bruders Karl Eduard (Carl Edvard, 1737–1769) über alle vier Güter verfügen konnte. Seine hochfürstlich hessensteinschen Güter entwickelten sich zu einem kleinen gesellschaftlichen Zentrum des schleswig-holsteinischen Adels in den Herzogtümern. 1772 wurde er als sogenannter [[Personalist]] in den [[Reichsfürstenstand]] erhoben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Karl HK 02.jpg|mini|hochkant|links|Friedrich Karl von Hessen, 1918 kurzzeitig nominell König von [[Finnland]], wurde auf Panker geboren]]&lt;br /&gt;
In seinem Testament verfügte Friedrich Wilhelm, dass Panker und die hochfürstlich hessensteinschen Güter künftig als [[Familienfideikommiss|Fideikommiss]] in die Hände der Hauptlinie des Hauses Hessen-Kassel – unter Ausschluss des jeweils regierenden Fürsten – gelangen solle.&amp;lt;ref&amp;gt;H. von Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 219. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; Erster Erbe wurde [[Karl von Hessen-Kassel]], der als [[Statthalter (Schleswig-Holstein)|Statthalter]] von Schleswig-Holstein eingesetzt war und vorwiegend auf [[Schloss Gottorf]] residierte. Das Gut wurde in dieser Zeit zwar durchgehend bewirtschaftet, das Herrenhaus war aber nicht ständig bewohnt. Die Familie nutzte den Besitz bis ins 20. Jahrhundert unterschiedlich intensiv. So stand das Haus mal längere Zeit leer, dann wurde es wieder zu einem regelmäßigen Wohnsitz verschiedener Familienmitglieder. [[Friedrich Karl von Hessen]] wurde hier geboren, und durch eine Ehe standen die Hessensteins in familiärer Verbindung zum dänischen Königshaus.&amp;lt;ref&amp;gt;H. von Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 219, 220. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. Jahrhundert und Gegenwart ===&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] kam es auf dem Gut zu gesellschaftlichen Änderungen; die umgebenden Gutshöfe wurden zum Teil an die Bauern verkauft. Da die [[Weimarer Verfassung]] die Auflösung sämtlichen fürstlichen Privatbesitzes forderte, wurde 1928 die Hessische Hausstiftung gegründet, um die Besitzungen und das Vermögen der Familie zu verwalten. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde auf dem Gut eine bedeutende [[Trakehner]]-Zucht begründet und das Herrenhaus ab ca. 1964 renoviert, das bis dahin als Unterkunft für Flüchtlinge aus den [[Ostgebiete des Deutschen Reiches|Ostgebieten des Deutschen Reiches]]  gedient hatte; ebenso wie die anderen Wohngebäude der Schlossanlage – [[Kavaliershaus]] und [[Torhaus]]. 1957 wurden die großen Scheunen und Ställe des Wirtschaftshofs zwischen Herren- und Torhaus durch Brandstiftung zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus diente 1967 als Kulisse in der Verfilmung der Novelle [[Rheinsberg (Film)|Rheinsberg]] von [[Kurt Tucholsky]]. In diesem Film mit [[Cornelia Froboess]] und [[Christian Wolff (Schauspieler)|Christian Wolff]] stellte es das [[brandenburg]]ische [[Schloss Rheinsberg]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende der 1980er Jahre wurde das bis dahin landwirtschaftlich geprägte Gutsdorf um touristische Nutzungskonzepte erweitert. Gut Panker und seine Ländereien werden derzeit (2013) von [[Heinrich Donatus von Hessen]] verwaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Baulichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Das Herrenhaus und der Garten ===&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus wird auch oft &amp;#039;&amp;#039;Schloss Panker&amp;#039;&amp;#039; genannt. Nach einer alten regionalen Definition – die allerdings durchaus ungenau angewandt wurde – hatten eigentlich nur die Häuser eines Landesherrn das Recht, als Schloss bezeichnet zu werden. Da der Besitz mit Hilfe des schwedischen Königs erworben und sein Sohn Friedrich Wilhelm 1772 schließlich zum Reichsfürsten ernannt wurde, ist die Auslegung der Bezeichnung aber durchaus möglich. Das Haus hat sich über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten hin zu seiner heutigen Gestalt entwickelt, worauf auch eine Inschrift des 18. Jahrhunderts über dem Portal hinweist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;quot;Altes ausgebessertes Haus / keines Tadels werth&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Grundriss des Gebäudes offenbart einen zentralen Mittelbau, an den vier Anbauten anschließen: zwei Flügel zur Hofseite sowie die beiden gartenseitigen Turmpavillons. Im Mittelbau verbirgt sich der Ursprungsbau des Herrenhauses, das in seinen ältesten Bauteilen aus der Zeit um 1650 stammt. Das in seinen Ausmaßen noch relativ bescheidene alte Haus wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts mit den hofseitigen Trakten zu einer [[barock]]en Dreiflügelanlage erweitert, die einen kleinen [[Ehrenhof (Schloss)|Ehrenhof]] umschloss. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Herrenhaus durch den Bau der rückwärtigen, dreistöckigen Wohntürme noch einmal vergrößert, so dass es seine heutige Gestalt erhielt. Die Fassaden sind in weiß gehalten und verzichten weitgehend auf dekorativen Schmuck, was auf die letzten Umbauten zur Zeit des [[Klassizismus]] verweist. Das Haus ist zweigeschossig, lediglich die Türme und der hofseitige [[Risalit]] verfügen über ein drittes Stockwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Panker 19. Jhd.JPG|mini|Das Herrenhaus inmitten des Landschaftsgartens um 1822. Gemälde von J. Motz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Inneren des Hauses hat sich die ursprüngliche Ausstattung nur teilweise erhalten, so finden sich unter anderem barocke [[Plafond]]gemälde aus hessischen Schlössern und einige alte Balkendecken aus dem Ursprungsbau. Das Gebäude wurde 1954 umfassend renoviert und zum Teil im Geschmack der Zeit neu ausgestaltet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle kunsthistorischen Daten zum Herrenhaus aus: Dehio &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Hamburg, Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 680. Deutscher Kunstverlag, 1994&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Herrenhaus befindet sich bis heute in Privatbesitz und wird bewohnt, es ist daher für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus war einst vermutlich von einem großzügigen [[Barockgarten|barocken Garten]] umgeben. Der Garten wurde, dem Zeitgeist der Epoche entsprechend, im 1790 bis 1795 zu einem [[Englischer Landschaftsgarten|Landschaftsgarten englischer Prägung]] umgestaltet und mit Wasserläufen, Brücken, Teichen und Baumgruppen gestaltet. Wie üblich für diese Parkanlagen, ist der Garten mit verschiedenen [[Staffage]]bauten versehen, unter anderem einem Tempel aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Gestalt eines [[Prostylos]]. Neben dem Park am [[Eutiner Schloss]] gilt der Garten von Panker als einer der bedeutendsten Landschaftsgärten Schleswig-Holsteins. Da der Gartenbereich zu einem großen Teil auf dem privaten Gelände des Guts liegt, ist er für Besucher nicht zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nördlichen Fassade des Herrenhauses wurde ab 1962 ein kleines [[Parterre (Gartenkunst)|Gartenparterre]] im Stil italienischer [[Renaissancegarten|Renaissancegärten]] angelegt. Die Anlage ist durch [[Gewöhnlicher Buchsbaum|Buchsbaumbeete]] und Rasenflächen gegliedert und mit Hecken und Büschen in [[Topiari|Ars Topiari]] dekoriert. Die aufgestellten Skulpturen stammen aus Italien, sie wurden im 18. Jahrhundert angefertigt und stellen [[Allegorie]]n der Jahreszeiten und der Elemente dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Torhaus, der Wirtschaftshof und die Kapelle ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Panker 2012c.jpg|mini|links|Das ehemalige Torhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Panker Kapelle 2012.jpg|mini|Die Gutskapelle]]&lt;br /&gt;
Östlich des Herrenhauses befindet sich das große Torhaus, das einstmals den Zugang zum Wirtschaftshof begrenzte. Das Gebäude wurde von 1785 bis 1790 errichtet und diente zugleich als [[Torhaus|Tor-]] und [[Kavaliershaus]]. Der Bau von siebzehn Achsen beherbergt heute die Werkstätten verschiedener Kunsthandwerker, außerdem sowohl privat genutzte, wie auch Ferienwohnungen. Der eigentliche Wirtschaftshof bestand aus landestypischen großen Scheunen und Stallungen, welche die gesamte Fläche der heutigen Wiese einnahmen. Die Gebäude dieses Hofs zwischen Tor- und Herrenhaus wurden 1957 durch ein Großfeuer zerstört und anschließend nicht wieder aufgebaut, stattdessen wurden neue Wirtschaftsbauten nördlich des Gutsgeländes errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordwestlich in Sichtweite des Herrenhauses befindet sich die Gutskapelle. Das [[Kirchenschiff|einschiffige]] Gebäude mit schlankem Glockenturm wurde 1892 errichtet und im [[Historismus|historisierenden]] Stil der [[Nordische Renaissance|nordischen Renaissance]] gestaltet. In der Kapelle finden keine regelmäßigen Gottesdienste mehr statt, sie wird jedoch für Trauungen und ähnliche Ereignisse vermietet.&amp;lt;ref&amp;gt;Alle kunsthistorischen Daten zur Kapelle aus: Dehio &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler – Hamburg, Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 680. Deutscher Kunstverlag, 1994&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gutsanlage ===&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus bildet den Mittelpunkt des Gutsdorfes, das Teil der Gemeinde Panker ist und in dem rund 80 Menschen leben. Der Gebäudebestand des Dorfes ist seit dem 19. Jahrhundert weitgehend unverändert, abgesehen von den abgebrochenen und an anderer Stelle erneuerten Gebäuden des Wirtschaftshofs. Zu den erhaltenen Bauten gehören unter anderem die Lehnshäuser der früheren Gutsarbeiter, ein Witwenstift, die [[Remise]] und der ehemalige [[Marstall]], in dem eines der bedeutendsten [[Trakehner]]gestüte des Landes untergebracht ist. Es wurde 1947 mit aus [[Ostpreußen]] geretteten Pferden gegründet. Weithin bekannt ist zudem ein Wirtshaus namens „Ole Liese“, in dem das gleichnamige Lieblingspferd Fürst Friedrich Wilhelms von Hessenstein zu Beginn des 19. Jahrhunderts sein [[Gnadenbrot (Tierpflege)|Gnadenbrot]] erhielt. Im Gegenzug für die Pflege des Tieres erhielt der hier lebende Knecht eine Schanklizenz. Hieraus ging das heutige Hotel „Ole Liese“ mit dem Restaurant „1797“ hervor, dessen ehemaliger Küchenchef Volker M. Fuhrwerk mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gutsbesitz besteht noch heute aus mehreren tausend Hektar Ackerland und Waldflächen und wird von Panker aus verwaltet und von Schmoel aus bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussichtsturm Hessenstein ===&lt;br /&gt;
Etwa eineinhalb Kilometer westsüdwestlich vom Herrenhaus erhebt sich auf dem 128 Meter hohen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Pilsberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, einer [[Endmoräne#Stauchendmoränen und Stauchmoränen|Stauchmoräne]], ein [[Aussichtsturm]] aus dem 19. Jahrhundert, der sogenannte Hessenstein. ({{Coordinate|text=⊙|NS=54/19/41/N|EW=10/32/45/E|type=landmark|region=DE-SH|name=Hessenstein auf dem Pilsberg}}) Der polygonale Turm im Stil der [[Neogotik]] wurde von 1839 bis 1841 errichtet und ist siebzehn Meter hoch. Eine gusseiserne Wendeltreppe führt auf die von einem Zinnenkranz umgebene [[Aussichtsplattform]], die einen Blick von den Werftanlagen [[Kiel]]s über das [[Marine-Ehrenmal Laboe]] auf die Ostsee bis zur [[Hohwachter Bucht]] und den [[Großer Binnensee|Großen Binnensee]] ermöglicht. Bei klarer Sicht reicht der Blick bis nach [[Schwansen]] und [[Fehmarn]] sowie zu den dänischen Inseln [[Als (Dänemark)|Als]] und [[Ærø]]. Durch eine Schneise zwischen den umgebenden Bäumen ist in südöstlicher Richtung der [[Bungsberg]] zu sehen. Der Turm schmückt das Wappen Pankers und war der erste einer Reihe ähnlicher Aussichtstürme in Schleswig-Holstein, wie dem [[Elisabethturm (Bungsberg)|Elisabethturm]] auf dem Bungsberg oder dem [[Parnaß-Turm]] bei [[Plön]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;240&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hessenstein msu 2018-5169.jpg|Der &amp;#039;&amp;#039;Hessenstein&amp;#039;&amp;#039; genannte Aussichtsturm&lt;br /&gt;
Hessenstein-msu-2023-0I9A-5602-.jpg|Treppenhaus&lt;br /&gt;
Bungsberg.JPG|Blick zum Bungsberg&lt;br /&gt;
Panorama Hessenstein.jpg|Ausblick vom Aussichtsturm&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Schloss Panker|Gut Panker}}&lt;br /&gt;
* [http://www.aufgutpanker.de/ Gut Panker]&lt;br /&gt;
* [http://www.torhaus-panker.de/ Torhaus Gut Panker]&lt;br /&gt;
* [http://www.gestuet-panker.de/index.htm Gestüt Panker]&lt;br /&gt;
* [http://www.prinz-von-hessen.de/de/hausstiftung.htm Hessische Hausstiftung]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen und Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jochen Paustian: &amp;#039;&amp;#039;Gut Panker – Die Entwicklung eines fürstlichen Landsitzes.&amp;#039;&amp;#039; Jochen Paustian&amp;#039;&amp;#039;,&amp;#039;&amp;#039; Selbstverlag, Bönebüttel 2020, ISBN 978-3-00-066234-8. 2. Auflage des gleichnamigen im Wachholtz Verlag (Kiel/Hamburg) erschienenen Buches.&lt;br /&gt;
*Henning v. Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein.&amp;#039;&amp;#039; Neu bearbeitet von Cai Asmus v. Rumohr. 3. Auflage, Verlag Weidlich/Flechsig, Würzburg 1989, ISBN 3-8035-1303-0, S. 213.&amp;lt;ref&amp;gt;Mitteilung des Verfassers des Buches &amp;quot;Gut Panker – Die Entwicklung eines fürstlichen Landsitzes&amp;quot;. Adresse des Verfassers: Jochen Paustian, Gartengrund 11, 24620 Husberg.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Hans Maresch, Doris Maresch: &amp;#039;&amp;#039;Schleswig-Holsteins Schlösser, Herrenhäuser und Palais.&amp;#039;&amp;#039; Husum Verlag, Husum 2006, ISBN 3-89876-278-5.&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch|Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]]. Hamburg, Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; 2. stark erweiterte und veränderte Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1994, ISBN 3-422-03033-6.&lt;br /&gt;
* Deert Lafrenz: &amp;#039;&amp;#039;Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein. 2. Auflage. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2015, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 429.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=54.328787|EW=10.57183|type=landmark|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile von Panker}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=1230025421|VIAF=2238161696239616120000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Panker)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Schleswig-Holstein|Panker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Folly (Gartenkunst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus im Kreis Plön|Panker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Schleswig-Holstein|Panker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Panker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Kreis Plön]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Kreis Plön)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliges Gut (Schleswig-Holstein)|Panker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Z thomas</name></author>
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