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	<title>Gut Leye - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T08:02:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gut_Leye&amp;diff=1448500&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-15T09:02:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Bindestrich korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Osnabrück - Atter - Gut Leye 05.jpg|mini|230px|Gut Leye in Atter 2016]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Leye&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gutshof|Gutsanlage]] mit [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] im großen Wald- und Landschaftsgebiet &amp;#039;&amp;#039;Leye&amp;#039;&amp;#039; in [[Osnabrück]]-[[Atter]].&amp;lt;br /&amp;gt; Es befindet sich seit 1680 im Besitz der &amp;#039;&amp;#039;Familie [[Ostman von der Leye]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Information zum gesamten Artikel wurde von &amp;quot;Freiin Michelle Ostman von der Leye&amp;quot;, schriftlich, inkl. Wappen, am 4. August 2008 dem Wikipedia-Benutzer: Elkawe / Gregor Ter Heide, persönlich zur freien Verfügung übergeben&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gut gehört zu einer Reihe von Herrensitzen, die der [[Adel|Stadtadel]] von Osnabrück um die Stadt gebaut hatte. Anders als bei den Herrenhäusern [[Schloss Honeburg|Honeburg]], Sandfort oder [[Sutthausen#Gut Sutthausen|Sutthausen]] kommt in Leye der repräsentative barocke Charakter stärker zum Vorschein. Eine gerade [[Allee]] und ein sternförmiges Wegenetz führen zu dem frei stehenden Herrenhaus. Mit zwei seitlichen symmetrisch angeordneten Vorgebäuden, Torhäusern und einer [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] bildet es einen in sich geschlossenen Komplex. Das Haupthaus ist heute nicht mehr bewohnt und wird als Fotostudio vom Fotografen Michael Stange genutzt. Die große Kapelle steht außerdem der [[Pfarrei]] Eversburg zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Geschichte der Familie Ostman von der Leye und Gut Leye ==&lt;br /&gt;
Johann Adolf [[Graf von Tecklenburg]] verkaufte am 26. September 1679 das landwirtschaftliche Gebiet „Leye“ für 3000 [[Taler]] an den [[Domkapitular]] &amp;#039;&amp;#039;Otto Heinrich [[Oer (Adelsgeschlecht)|von Oer]]&amp;#039;&amp;#039; und dessen Bruder, Oberst &amp;#039;&amp;#039;Hermann Philipp von Oer&amp;#039;&amp;#039;, der Stadtkommandant in Osnabrück war.&lt;br /&gt;
[[Datei:Herrenhaus Gut Leye.JPG|mini|230px|Herrenhaus Gut Leye]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ostmann-Wappen.png|mini|links|hochkant=0.6|Wappen der [[Ostman von der Leye]]]]&lt;br /&gt;
Letzterer war durch Heirat in den Besitz vom Gut Langelage gekommen und überlebte seinen Bruder.Deshalb verkaufte er die Leye im Jahr 1680 an Franz Ostman, den geheimen Rat vom [[Fürstbischof]] in Osnabrück und Vizekanzler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1703 erbaute Franz Ostman (* 1645), auf Leye das Herrenhaus mit den beiden seitlichen Vorgebäuden. Am 24. September 1705 wurde ihm das Prädikat „von der Leye“ als erblicher [[Adelstitel]] verliehen, wobei er seinerzeit schon zu den einflussreichsten Mitgliedern der [[Fürstbischof|fürstbischöflichen]] Regierung im [[Hochstift Osnabrück]] gehörte. Am 23. September 1709 machte er in seinem Testament Leye zum Familiensitz. Er war verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Catharina Jofina von Stael zu Sutthausen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der dauerhafte Familiensitz ===&lt;br /&gt;
Am 4. Oktober 1719 starb Franz Ostman. Gut Leye hatte er seinem ältesten Sohn &amp;#039;&amp;#039;Sixt Anton&amp;#039;&amp;#039; vererbt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Innenhof von Gut Leye.jpg|mini|130px|Innenhof mit Allee]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Osnabrück - Atter - Gut Leye 04.jpg|mini|130px|Östliches Seitenhaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Osnabrück - Atter - Gut Leye 03.jpg|mini|130px|Kapelle Gut Leye]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Sixt Anton Ostman von der Leye&amp;#039;&amp;#039; war kaiserlicher [[Reichshofrat]], geheimer Rat vom [[Fürstbischof]] in Osnabrück und [[Kanzlei]]direktor und verheiratet mit &amp;#039;&amp;#039;Franziska Maria Freiin [[Kerckerinck|von Kerckerinck zu Borg]]&amp;#039;&amp;#039;. Zusammen mit seinen Geschwistern erweiterte er den Familienbesitz durch Einverleibung von [[Immobilie]]n und [[Mobilie]]n. Am 8. Oktober 1740 wurde ihm vom Kaiser der erbliche [[Reichsfreiherr]]entitel verliehen. Er verstarb im Jahr 1745.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein ältester Sohn &amp;#039;&amp;#039;Stephan Florenz&amp;#039;&amp;#039; folgte ihm nach, und am 29. September 1813, nach dessen Tod, wurde Leye an wiederum dessen einzigen Sohn &amp;#039;&amp;#039;Florenz Conrad&amp;#039;&amp;#039; vererbt. Am 29. Oktober 1831 starb Florenz Conrad, und es folgte ihm sein Sohn &amp;#039;&amp;#039;Friedrich&amp;#039;&amp;#039;, der schon ein Jahr später verstarb. Friedrich hatte drei Söhne, von denen die beiden ältesten minderjährig verstarben. Also wurde der jüngste Sohn &amp;#039;&amp;#039;Ludwig&amp;#039;&amp;#039; sein Nachfolger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ludwig war Landschaftsrat der Osnabrücker [[Ritterschaft]]. Er verstarb am 16. September 1901. Sein ältester Sohn [[Clemens-August Freiherr Ostman von der Leye]] erbte den Besitz und heiratete &amp;#039;&amp;#039;Eleonore Freiin [[Fürstenberg (westfälisches Adelsgeschlecht)|von Fürstenberg-Stammheim]]&amp;#039;&amp;#039;. Clemens-August war königlich preußischer Landrat a.&amp;amp;nbsp;D. und [[Regierungsrat (Amtsbezeichnung)|Regierungsrat]] sowie Landschaftsrat der Osnabrücker Ritterschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Frau brachte viel Geld in die Ehe, sodass Gut Leye umgebaut wurde. Der Saal im Herrenhaus wurde neu gestaltet, der Dachstuhl angehoben, der Innenhof erneuert, und die beiden Seitenflügel zweigeschossig umgebaut. In den Jahren 1905 und 1913 wurden die seitlichen Vorgebäude von Gut Leye durch &amp;#039;&amp;#039;Clemens-August Freiherr Ostman von der Leye&amp;#039;&amp;#039; restauriert und erweitert. 1911 wurden an der Allee am Gut Leye die Anpflanzungen mit [[Douglasfichte]]n angelegt. Die 1906 am Ostgebäude gebaute Kapelle wurde bereits 1912 mit einem Kuppeldach umgestaltet. Am Westgebäude entstand ein Anbau für Kutschen, Kraftwagen und landwirtschaftliche Fahrzeuge. Ein Park mit englischen und französischen Gestaltungselementen entstand hinter dem Herrenhaus, auch ein Tennisplatz, ein Teich und ein Steingarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Zweite Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Zweiten Weltkrieg fielen einige Bomben in unmittelbarer Nähe des Hauses. Scheiben barsten, einige Dächer wurden beschädigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende wurde Gut Leye von einer Versorgungstruppe des britischen Militärs beschlagnahmt. Truppenangehörige warfen Porzellan aus dem Fenster und durchlöcherten mit ihren Bajonetten die Ölgemälde der [[Ahnengalerie]]. Die Familie Ostman von der Leye musste innerhalb von 24 Stunden das Herrenhaus räumen und zog in das Forsthaus. 1946 verließen die britischen Truppen das Gut. Die mit Malerei dekorierten Wände und Türen hatten gelitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod von Clemens-August übernahm der älteste Sohn &amp;#039;&amp;#039;Franz Ludwig&amp;#039;&amp;#039; das Erbe. Er war Landschaftsrat und Major der Reserve.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Kinderheim ===&lt;br /&gt;
Nach dem Auszug der Truppen 1946 bis einschließlich 1960 wurde Gut Leye komplett, bis auf die [[Stallung]]en, an den [[Bistum Osnabrück|Bischöflichen Stuhl von Osnabrück]] verpachtet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut Leye 1948.jpg|mini|230px|Gut Leye 1948 als Kinderheim]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ehemaliger Schlafraum in Gut Leye.jpg|mini|130px|Ehemaliger Schlafraum]]&lt;br /&gt;
Das Gut wurde als Kinderheim für etwa 70 Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren, die zuvor im [[Mutterhaus]] der [[Franziskanerinnen]] in [[Thuine]] notdürftig untergebracht waren, genutzt. So wurde der hohe große Saal (ca. 13 × 8) als Schlafraum für rund 40 Kinder benutzt. Er war mit einer [[Stuckatur]]-Decke und Kaminverzierung geschmückt; die Wandmalereien von Wilhelm A. Friesel waren noch vorhanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1956 zog &amp;#039;&amp;#039;Clemens Ludwig Ostman von der Leye&amp;#039;&amp;#039; nach der Heirat mit seiner Frau vom Forsthaus in das westliche Seitengebäude. Die Heimkinder gaben dieser Hochzeit einen außergewöhnlichen Rahmen, angefangen vom Schmücken bis hin zu ihren Darbietungen während des Festes. Ab Oktober 1957 verließen die Kinder das Gut Leye und zogen nach Osnabrück-[[Sonnenhügel]] in ein neues [[Don Bosco Kath. Jugendhilfe#Don Bosco Kinderheim|Don Bosco Kinderheim]], welches von Bischof [[Helmut Hermann Wittler]] eingeweiht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes wurde das östliche Seitengebäude als Kinderheim geräumt. Nach entsprechenden Umbauten konnten diese Wohnungen wieder vermietet werden. Die Kapelle wurde von der Pfarrei Eversburg übernommen, die sie noch heute nutzt. Der jeweilige [[Geistliche]] bekam seinerzeit eine Wohnung auf Gut Leye gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das leerstehende Herrenhaus ===&lt;br /&gt;
Das Herrenhaus von Gut Leye wird seit 1962 nicht mehr bewohnt. Im Jahr 1964 übernahm &amp;#039;&amp;#039;Clemens Ludwig&amp;#039;&amp;#039;, Leutnant der Reserve und staatlich geprüfter Landwirt, die Bewirtschaftung von Gut Leye. Sein Vater Franz Ludwig starb im Jahr 1979.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Herrenhaus zu erhalten, hatte das Land Niedersachsen Anfang der 1980er Jahre eine halbe Million DM zur Verfügung gestellt. 1982 begannen die Arbeiten der [[Restaurierung]] für das barocke Herrenhaus, das dauerhaft unter Denkmalschutz gestellt worden war. Die gesamte Außenfassade einschließlich des Dachstuhls und des Außenanstrichs wurde erneuert. Das Dach wurde mit spanischem Schiefer eingedeckt, und neue Fenster und Türen wurden eingebaut. Der Keller wurde durch eine [[Entwässerung|Drainage]] trockengelegt und ein Fahrstuhlschacht vom Keller bis zum Dachgeschoss wurde eingezogen. Die Baumaßnahmen standen unter Aufsicht vom [[Denkmalschutz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Pläne, das Herrenhaus wieder als Familiensitz zu bewohnen, wurden 1984 wieder aufgegeben, als Clemens Ludwigs Frau &amp;#039;&amp;#039;Roswitha, Freifrau Ostman von der Leye, geb. Freiin von Canstein&amp;#039;&amp;#039; starb. Auch die Energiekosten in den hohen Räumen machten ein Bewohnen unwirtschaftlich. Bauliche Veränderungen waren nicht erlaubt. 1988 heiratete Clemens Ludwig erneut und wohnte weiter im westlichen Seitengebäude. Das östliche Seitengebäude bewohnte früher das Personal vom Förster bis zum Gartenjungen. Heute sind dort Apartments eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Neue Osnabrücker Zeitung]] vom 1. Juli 1995: &amp;#039;&amp;#039;Gut Leye als Herrensitz zu vermieten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1992 übergab Clemens Ludwig die Bewirtschaftung und den Besitz von Gut Leye, [[Schloss Honeburg|Gut Honeburg]] und Gut Altenhagen seinem Sohn Dominik. Im März 2004 verstarb Clemens Ludwig Ostman von der Leye. Seine Witwe wohnt weiter im westlichen Seitengebäude. Der Gutshof ist zum großen Teil verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tochter „Freiin Michelle Ostman von der Leye“, die im Gut Altenhagen a.T.W. wohnt, sagte am 4. August 2008 wörtlich bei der Übergabe vom Wappen-Bild und der Geschichte zur Veröffentlichung zu Gregor Ter Heide:&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;„Das einzige was heute fehlt, ist viel Betrieb bzw. richtiges Leben in Gut Leye, dass sich vor allem im Herrenhaus sehr positiv bemerkbar machen würde“.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Gut Leye}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/17/45.58/N|EW=7/57/50.63/E|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohngebäude in Osnabrück]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1700er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockbauwerk in Niedersachsen|Osnabruck]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Osnabrück]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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