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	<title>Gut Haanhof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T07:29:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gut_Haanhof&amp;diff=2664445&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Thomas Dresler: Tippfehler korrigiert</title>
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		<updated>2025-09-27T10:57:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Herbst 20095.jpg|mini|hochkant=1.4|Gut Haanhof, Hauptgebäude (2009)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Haanhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt oberhalb von [[Unkel]], einer Stadt im rheinland-pfälzischen [[Landkreis Neuwied]], auf dem {{Höhe|190|DE-NHN|link=1}} hohen Plateau der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Bruchhauser Heide&amp;#039;&amp;#039;. 1837 errichtet, werden einige Gebäude heute von verschiedenen Handwerksbetrieben benutzt. Außerdem befindet sich in der Nachbarschaft eine Siedlung von [[Wochenendhaus|Wochenendhäusern]], der Wochenendplatz „Bruchhauser Heide“. Der [[Wohnplatz]] &amp;#039;&amp;#039;Haanhof&amp;#039;&amp;#039; gehört zur [[Gemarkung]] des Stadtteils [[Scheuren (Unkel)|Scheuren]], nördlich schließt sich der Hof [[Hohenunkel]] an. Die Hofanlage ist ein geschütztes [[Denkmalschutzgesetz (Rheinland-Pfalz)|Kulturdenkmal]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{KulturdenkmälerRP |Kreis=Neuwied |Stand=2025 |Seiten=68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Gut Haanhof 001.JPG|mini|Luftaufnahme von Gut Haanhof (2012)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
Der nordwestliche Teil der Bruchhausener Hochebene trägt die [[Flurstück|Flurbezeichnung]] „Bruchhauser Heide“ – ein Hinweis darauf, dass sich hier die [[Naturraum|naturräumlichen]] Verhältnisse wesentlich von denjenigen im übrigen Teil des Plateaus unterscheiden. Während sich südlich und östlich von Bruchhausen fruchtbares Ackerland ausdehnt, bestimmen Wald und weite Grünflächen das Bild im Norden und Westen. Sie sind Ausdruck der schwierigen Bodenverhältnisse in diesem Teil der Gemarkung. An der Kante zum Rheintal hin fehlt hier die Lößabdeckung über den mächtigen Kiesschichten, die der Rhein am Boden seines ursprünglichen Flussbettes hinterlassen hat, bevor er sich in sein jetziges Bett eingrub und die charakteristische Terrassenlandschaft des Rheintales entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ursprünglich dienten die Höhengebiete der Gemeinde [[Unkel]] als [[Weide (Grünland)|Weideland]], der Gewinnung von [[Tiereinstreu|Streu]] und Futter und dem [[Holzeinschlag]]. Durch übermäßige Nutzung des [[Wald]]es hatten sich jedoch im Verlauf der Zeit weite [[Heide (Landschaft)|Heideflächen]] gebildet, die den Bestand der Gemeindewaldungen ernsthaft gefährdeten. Um 1785 unternahm man in wirtschaftlich schwieriger Zeit einen ersten Versuch zur [[Urbarmachung]] dieser Flächen, der jedoch ohne dauernden Erfolg blieb. Zur Verbesserung der Situation wurde im Jahre 1855 erneut gemeinsam mit der Forstbehörde ein Plan über die Kultivierung der Gemeindeländereien aufgestellt. Im Zuge der Umsetzung dieses Planes wurde ein großer Teil der Heideländereien wieder zu Wald umgewandelt, wogegen die Kultivierung von Ackerland nicht in vollem Umfang gelang. Die geringe Ertragskraft des [[Ackerboden]]s einerseits sowie die Konkurrenzsituation der Löhne im gewerblichen Bereich andererseits, erforderte zusätzliches Kapital zur Urbarmachung und Besiedlung der Unkeler Heideflächen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies war die Ausgangslage zwei Jahrzehnte zuvor gewesen, als Johann Heinrich Aloys Haan, ein begüterter Kölner Weinhändler und verschwägert mit der Familie Geyr von Schweppenburg in Unkel, in den Jahren 1834 und 1836 einen Teil der Heideländereien für ein Kaufgeld von 6.000 Talern von der Gemeinde erworben hatte. 1837 wurde der Grundstein für den Bau der damals so genannten „Haanenburg“ gelegt. Als Standort wählte er an der Kante zum [[Mittelrhein|Rheintal]] den Beginn einer tief in den Fels eingeschnittenen [[Schlucht]], die sich in nordwestlicher Richtung ins Tal hinab schlängelt. Aufgrund der Topographie ließ sich an dieser Stelle die in der Heidelandschaft kritische Wasserversorgung des Hofes durch [[Brunnen]]anlagen günstig sicherstellen. Die Ausrichtung des [[Gutshaus]]es erfolgte entsprechend der besten Fernsicht, die zu damaliger Zeit noch nicht vom Wald verstellt war und den Blick weit hinab ins Rheintal freigab. Ähnlich ihrem Kölner [[Wohngebäude|Stadthaus]] stattete die Familie Haan auch diesen Landsitz mit einer eigenen [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] aus, in der zu ihren Lebzeiten regelmäßig Gottesdienste gefeiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des 19. Jahrhunderts waren auf dem Haanhof 17 Knechte, 1 Schäfer, 1 Gärtner, 2 Dienstmädchen und 1 Kinderfräulein beschäftigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;1000 Jahre Bruchhausen – Beiträge zur Ortsgeschichte&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Bruchhausen – Beiträge zur Ortsgeschichte – Ein Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben vom „Arbeitskreis Heimatbuch“ im Heimat- und Geschichtsverein Bruchhausen. 1995, S. 109–115.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach weiterem Landerwerb in der Bruchhausener Gemarkung erreichte Gut Haanhof eine Gesamtfläche von ca. 110 Hektar an Ackerland und Wald. Wirtschaftliche Grundlage des Betriebes bildeten die ausgedehnten Flächen der Bruchhausener Heide, die ackerbaulich genutzt wurden beziehungsweise der [[Milchviehhaltung]] dienten. [[Weinbau]]flächen befanden sich in der Hanglage des „Eierborner Schlundes“ in Richtung [[Rheinbreitbach]]. Die [[Weinbergsterrasse|Terrassierung des Weinberges]] ist noch heute in der in den 1950er-Jahren aufgeforsteten Gemarkung am Weg nach Rheinbreitbach zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] waren umfangreiche [[Plantagen|Obstplantagen]] Grundlage der Bewirtschaftung; vor allem mit [[Süßkirsche|Süß-]] und [[Sauerkirsche]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den letzten Wochen des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] wurden die Gutsgebäude durch Beschuss geschädigt. Der umkämpfte Brückenkopf der [[Ludendorff-Brücke]] zwischen [[Erpel]] und [[Remagen]] liegt nach Luftlinie nur wenige Kilometer entfernt. Der weithin sichtbare Aussichtsturm des Haupthauses diente den [[Alliierte]]n bei der Erstürmung der Rheinhöhe als Zielpunkt. Nach der Eroberung diente der Haanhof den amerikanischen Truppen als Stützpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die agrarpolitische Entwicklung nach dem Zweiten Weltkrieg führte aber hier wie auch in der Bruchhausener Gemarkung zum Rückgang dieses arbeitsintensiven Betriebszweiges. Die große Flächenausstattung des Betriebes und der umfangreiche Gebäudebestand diente in den folgenden Jahren zur Zucht von [[Tiermast|Mast]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;schweinen und -rindern. Der fortschreitende Strukturwandel der Landwirtschaft führte jedoch letztlich zu Beginn der 1970er Jahre endgültig zu einer Umorientierung: Mit der Aufforstung weiter Ackerflächen des ehemaligen Heidegebietes wurde an die Entwicklung des letzten Jahrhunderts angeknüpft. Einzelne Weideflächen dienten weiterhin der [[Pferdehaltung]]. Nach der Abtrennung der Hofstelle wurden Teile der Gebäude umgewidmet und gingen in einer Freizeitanlage auf, die von ihrer Lage am Rande des Ballungsraumes Köln-Bonn profitiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Volkszählung]] am 25. Mai 1987 verzeichnete der Wohnplatz &amp;#039;&amp;#039;Haanhof&amp;#039;&amp;#039; 13 Einwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kapelle ==&lt;br /&gt;
Die Kapelle des Haanhofes ist ein [[barock]]er Rundbau, gekrönt von einem [[Glockenturm]]. Das Innere ist in den Farben gelb-blau gehalten, überdacht von einem [[Sternenhimmel]]. Johann Heinrich Aloys Haan ließ sie 1837 errichten und mit einem [[Krypta|Totenkeller]] ausstatten, in dem verstorbene Familienmitglieder aufgebahrt wurden, bevor sie auf dem Melatenfriedhof in Köln ihre letzte Ruhestätte fanden. Es ist davon auszugehen, dass auch die Kapelle – wie das Gutshaus – mit zahlreichen Kunstgegenständen aus dem Erbe von [[Jacob Lyversberg|Jakob Johann Lyversberg]] ausgestattet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kapelle herrschte zu Lebzeiten der Familie Haan bis 1870 reges kirchliches Leben, das auch auf die Nachbargemeinden ausstrahlte. Von 1840 bis etwa 1870 wurden hier Gottesdienste abgehalten. Möglich wurde die Ausrichtung der Messen im Dezember 1856 durch ein apostolisches [[Breve (Schriftstück)|Breve]] von [[Pius IX.|Papst Pius IX.]] (1792–1878) an Johann Heinrich Aloys Haan mit der Erlaubnis, das Heilige Sakrament während seines Aufenthaltes auf der „Haanenburg“ auf Dauer aufzubewahren. Nach dem Tod von Johann Heinrich Aloys Haan wurden die Gottesdienste bald eingestellt. Dach und Innenraum wurden im Laufe der Jahrzehnte stark geschädigt; zeitweise diente der Raum als Wirtschaftsgebäude. Nach vielen Renovierungsarbeiten wurde sie 1999 wieder eingeweiht. Heute feiert alljährlich zur Erntedankzeit die Evangelische Kirchengemeinde von Unkel-Linz einen Gottesdienst in der Kapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wochenendplatz „Bruchhauser Heide“ ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende der Landwirtschaft wurde in den 1970er-Jahren an Gut Haanhof ein Wochenendplatz eröffnet. Für die ursprünglich als Campingplatz geplante Anlage wurden einige der Gebäude umgenutzt. Im Laufe der Zeit entwickelte sich ein Dauerstellplatz mit Mobilheimen und Blockhäusern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;1000 Jahre Bruchhausen – Beiträge zur Ortsgeschichte – Ein Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben vom „Arbeitskreis Heimatbuch“ im Heimat- und Geschichtsverein Bruchhausen. 1995, {{DNB|951397737}}.&lt;br /&gt;
* Joachim Fest: &amp;#039;&amp;#039;Ich nicht. Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend.&amp;#039;&amp;#039; Reinbek 2006, ISBN 3-498-05305-1.&lt;br /&gt;
* G. Born-Siebicke, R. Brach, M. Rohfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Aus Feuer und Wasser – Geologischer Wanderführer durch Stadt und Land.&amp;#039;&amp;#039; Rheinbreitbach 2003, ISBN 3-934676-12-X.&lt;br /&gt;
* A. Fuchs, H. Wachowiak (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;„Zwischen Rhein und Wingert“ – Lese-, Bilder und Wanderbuch für Bruchhausen.&amp;#039;&amp;#039; Edition Wolkenburg. Erpel, Rheinbreitbach/Unkel 2004, ISBN 3-934676-13-8.&lt;br /&gt;
* S. Mägder: &amp;#039;&amp;#039;Jakob Johann Nepomuk Lyversberg, Kaufmann und Sammler.&amp;#039;&amp;#039; In: H. Kier, F. G. Zehnder: &amp;#039;&amp;#039;Lust und Verlust.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1995, ISBN 3-87909-472-1, S. 193ff.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;P. Heinrich Haan S.J.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stella Matutina.&amp;#039;&amp;#039; 3. Jahrgang, Heft 1, 1911, S. 14 ff.&lt;br /&gt;
* H. Vogts: &amp;#039;&amp;#039;Die ehemalige von Geyrsche Gemäldesammlung in Unkel.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimat-Jahrbuch des Kreises Neuwied.&amp;#039;&amp;#039; 1961, S. 86 ff.&lt;br /&gt;
* M. Rohfleisch: &amp;#039;&amp;#039;Gut auf der Höhe.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Rheinkiesel.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4, April 2000.&lt;br /&gt;
* J. Weiler: &amp;#039;&amp;#039;Mein Erlebnis an Silvester 1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimat-Jahrbuch des Kreises Neuwied.&amp;#039;&amp;#039; 2012, S. 364 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.gut-haanhof.de/ Website vom Gut Haanhof]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=50.60485|EW=7.240472|type=landmark|region=DE-RP}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Rheinland-Pfalz|Haanhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal in Unkel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Landkreis Neuwied)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Thomas Dresler</name></author>
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