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	<title>Gut Geissel - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gut_Geissel&amp;diff=2626973&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2025-09-04T09:04:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gut Geissel.jpg|mini|Südseite Gut Geissel]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Geissel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Denkmalschutz|denkmalgeschützter]] ehemaliger Sattelmeierhof im Osten der Gemeinde [[Langenberg (Kreis Gütersloh)|Langenberg]], [[Kreis Gütersloh]] ([[Nordrhein-Westfalen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gartenansicht Gut Geissel.jpg|mini|Gartenansicht]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordansicht1900.jpg|mini|Nordseite um 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und Architektur ==&lt;br /&gt;
Das Gut wurde 1231 erstmals urkundlich erwähnt als Graf Gottfried von Arnsberg den Hof zu Gestelle dem [[Kloster Marienfeld (Harsewinkel)|Kloster Marienfeld]] durch Schenkung übertrug. Eine weitere Erwähnung findet sich 1255. Der damalige Verwalter konnte das Gut nicht mehr aus eigenen Mitteln bewirtschaften und musste gegen eine Entschädigung auf seine Rechte verzichten. Weitere Erwähnungen in den Zehntregistern der Abtei Marienfeld erfolgten erst wieder 1456 „curia in Geystel“ und 1504 „sculte to Geystelen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Udo Mainzer |Titel=Das Gut Geissel bei Langenberg |Sammelwerk=Gütersloher Beiträge zur Heimat- und Landeskunde der Städte und Gemeinden des Kreises Gütersloh |Nummer=Heft 39/40 |Verlag=Flöttmann-Verlag |Ort=Gütersloh |Datum=September 1975 |Seiten=811 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. April 1520 verkauften der Abt Heinrich und der Konvent von Marienfeld das &amp;quot;Gut to Geiselen mit der Leibzucht und dem Kotten to Egelhorst&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; an den Grafen Otto von Rietberg. Zur Bewirtschaftung setzten die [[Grafschaft Rietberg|Grafen von Rietberg]] die Vorfahren der jetzigen Besitzerfamilie ein. Wann genau das Gut in den Besitz der Familie Geissel überging, ist nicht überliefert. Jedenfalls wird 1648 erstmals ein Meier zu Geissel erwähnt und ab 1681 regelmäßig in den Rietberger Kirchenbüchern genannt. Als die Familie 1748 in der männlichen Linie ausstarb, heiratete die Erbtochter Anna Margaretha einen Franz Arnold Wiesbrock, der sich von nun an Meier zu Geissel nannte. Unter seiner Regie erhielt das Gut bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts sein heutiges Aussehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dreiseitig von Wald umschlossene [[Fachwerk]]anlage mit geschlämmten [[Backstein]]ausfachungen besteht aus dem Wohn- und Wirtschaftsgebäude, dem Pferdestall und den Scheunen. Das Wohn- und Wirtschaftsgebäude ist mit 1748 bezeichnet. Bei dem Längsdielenhaus handelt es sich um ein niederdeutsches Vierständer-Hallenhaus, das mit einem zweifach vorkragenden Giebel und einer Feierabendglocke aus dem Jahr 1660 ausgestattet ist. Die kleinere Scheune unter einem [[Walmdach|Krüppelwalmdach]], mit einem vorkragenden Giebel, ist ein älteres Hofhaus. Sie diente auf dem Vorgängerhof als Wohn- und Stallhaus und ist mit 1713 bezeichnet. Die größere Scheune wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtet, der Pferdestall ist mit 1750 bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gut Geissel war ein sog. Vollspann (= volles Erbe)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Philipp Schwertener |Titel=Beiträge zur Verfassungs-, Wirtschafts- u. Rechtsgeschichte der Grafschaft Rietberg |Hrsg=Dr. phil. Franz Flaskamp, Stadtarchivar zu Wiedenbrück |Sammelwerk=Quellen u. Forschungen zur Natur u. Geschichte des Kreises Wiedenbrück |Nummer=17. Heft |Verlag=W. Vahle |Ort=Rietberg i. Westf. |Datum=1935 |Seiten=40, 61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und erreichte mit dem weiten Gebiet seines Eigenlandes sowie seinen [[Leibgedinge|Leibzuchten]] und [[Erbpacht|Erbpächtern]] nahezu [[Gutshof|gutsherrlichen Charakter]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Wilhelmine Herbort |Titel=Die Gemeinde Bokel - Die Bauerschaften der Gemeinde Bokel |Hrsg=Der Oberkreisdirektor des Landkreises Wiedenbrück |Sammelwerk=Monographie des Landkreises Wiedenbrück |Band=Siedlungsurkundliche Entwicklung - Die Gemeinden Bokel und Druffel |Ort=Gütersloh |Datum=1968 |Seiten=55}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der südlich gelegene Hof Igelhorst diente als [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]]. Das Gut gehörte zu den Rietberger Sattelmeiern und galt lange als größter und bedeutendster Hof in der Grafschaft Rietberg. Von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis in das späte 18. Jahrhundert waren die Meier zu Geissel als Bauernrichter im Gebiet Bokel und Rietberg tätig. Teils hatten sie Aufsichtsbefugnisse bis auf die Rietberger Schlosswälle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In napoleonischer Zeit fungierte das Gut als „Maximilian-Commune-[[Mairie]]“ im [[Königreich Westphalen]]. Johann Maximilian Geissel&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://livinginowl.net/2014/07/04/wo-fliest-das-wasser-des-lebens-wege-durch-das-land-gut-geissel/ |titel=Wo fließt das Wasser des Lebens? |werk=Living in OWL |datum=2014-07-04 |sprache=de-DE |abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (1775–1857) amtierte als französischer Maire bzw. Bürgermeister&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Ridder |Titel=Aus der Geschichte der ehemaligen Gemeinden des Amtes Rietberg - Bokel |Hrsg=Alwin Hanschmidt i. A. der Stadt Rietberg |Sammelwerk=700 Jahre Stadt Rietberg 1289 - 1989, Beiträge zu ihrer Geschichte |Auflage=2. Auflage |Verlag=Stadt Rietberg |Ort=Rietberg |Datum=1989 |ISBN=3-927609-00-5 |Seiten=321}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und baute das Anwesen in eine repräsentative Anlage um. An der Westseite des Wohnteils wurden nach Maßgabe mehrflügliger Herrensitze traufseitig zwei doppelgeschossige [[Ausfluchten]] angegliedert. Der entstandene Vorhof wurde als Ehrenhof gestaltet und ein barocker Garten angelegt. Eine repräsentative Treppe und eine dreiseitige Galerie wurden eingebaut. In Anlehnung an barocke Schlossbauten gab ein heller Schlemmputz, wie er an den Gebäuden der ehemaligen Grafschaft Rietberg zu finden ist, der Anlage ein herrschaftliches Gepräge. Die umgebenden Teiche wurden verbunden und zu einer das Gut rechteckig umschließenden Gräfte erweitert. Vorgelagert ist ein weiterer Teich mit einer kleinen Insel.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1841 erbaute Franz Arnold Geissel (1807–1898) eine Sandsteinbrücke samt Einfriedung in Form einer eisernen Zaunanlage mit großen Toren und Sandsteinpfeilern an den Zufahrten des Hofes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flächen rund um den Hof am Rande der Emsniederung waren früher teilweise sumpfig und nur bedingt ackerfähig. Nach der Flurbereinigung in den frühen 1980er Jahren und den mit ihr einhergehenden Entwässerungsmaßnahmen, konnten die Weiden in Ackerland umgewandelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute bewohnt und bewirtschaftet die Familie Geissel das Gut in vermutlich elfter Generation und öffnet es für Kulturveranstaltungen wie das Literatur- und Musikfestival „Wege durch das Land“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Die Glocke |url=https://www.die-glocke.de/regionales/artikel/wege-durch-das-land-bringen-unendlichen-spass-1650654606?bo_pwl=1&amp;amp;amp;cHash=fa93c12cb07cb563ece7ebc6d5146697 |titel=„Wege durch das Land“ bringen unendlichen Spaß |datum=2022-04-22 |sprache=de |abruf=2023-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Gesamtanlage ist nahezu unverändert erhalten. In den vergangenen dreißig Jahren wurden umfangreiche Renovierungen vorgenommen. Das Engagement der Besitzerfamilie wurde 2014 mit dem „Landbaukultur-Preis Westfalen-Lippe“ gewürdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.muensterschezeitung.de/fotos/westfalen-lippes-schonste-bauten-2444797 |titel=Westfalen-Lippes schönste Bauten |sprache=de |abruf=2023-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Haus ist das Stammhaus des Juristen [[Maximilian Geissel]] (1842–1931), der Justizrat und Ehrenbürger in [[Warburg]] war und nach seiner Pensionierung wieder auf dem Familiensitz wohnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bettina Geissel |Titel=Die Familie Geissel |Verlag=Privatarchiv der Familie Geissel |Datum=1931}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihm ist der Geissel’sche Garten in der [[Paderborn]]er Stadtmitte benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Hans-Hermann Igges |url=https://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/paderborn/22416706_Geisselscher-Garten-Wie-das-Paderborner-Kleinod-zu-seinem-Namen-kam.html |titel=Geisselscher Garten: Wie das Paderborner Kleinod zu seinem Namen kam |sprache=de |abruf=2023-09-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Geissel’scher Garten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Tochter Maria Anna Rosa Geissel, die den väterlichen Hof oft besuchte, wurde später unter dem Namen [[Jenny Kork]] als Malerin bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Das Gut Geissel liegt in der östlichen Randlandschaft der [[Beckumer Berge]] an der Schwelle zur flachen [[Ems]]niederung, aus der es sich inselartig erhebt. Aus dieser topographischen Situation erklärt sich zugleich der Hofname: Gestelle (=Geistsel), [[geest]], geist, nämlich bedeuten „erhöht gelegenes Land“, und noch heute tragen einige Flurstücke die Bezeichnung Geist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwanewert-Legende ==&lt;br /&gt;
Zu Beginn des 18. Jahrhunderts suchte der berüchtigte Schwanewert, ein Gastwirtssohn aus dem Delbrücker Land, als Soldatenwerber des preußischen [[Friedrich Wilhelm I. (Preußen)|Soldatenkönigs Friedrich Wilhelm I.]] in der Grafschaft Rietberg nach sog. „Langen Kerls“ für dessen [[Altpreußisches Infanterieregiment No. 6 (1806)|Garderegiment in Potsdam]]. Auf Gut Geissel soll er versucht haben, den langen Schäfer zu verschleppen. Die Entführung blieb aber nicht unbemerkt. Mit Hunden wurde dem Wagen des Schwanewert nachgesetzt und der Schäfer befreit. Schwanewert bekam als Lektion eine Tracht Prügel. Zum Gedenken an diesen Tag wurde dem Landespatron Johannes Nepomuk ein Denkmal gesetzt, dessen steinerner Sockel sich heute im Garten des Gutes befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rainer Stephan |Titel=Gut Geissel - ein ländliches Idyll im Verborgenen |Hrsg=Kreis Gütersloh in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft der Heimatvereine im Kreis Gütersloh |Sammelwerk=Heimatjahrbuch des Kreises Gütersloh |Verlag=Flöttmann Verlag |Ort=Gütersloh |Datum=1985 |ISBN=3-87231-023-2 |Seiten=94}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Legende nach soll Schwanewert nach seinem gewaltsamen Tod keine Ruhe gefunden haben und als [[schwarzer Hund]] mit einem Knüppel am Halsband und zinntellergroßen Augen („Knüppelrühe“) noch jahrzehntelang sein Unwesen getrieben haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Dehio|Dehio, Georg]], unter wissenschaftlicher Leitung von Ursula Quednau: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen II Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. [[Deutscher Kunstverlag]], Berlin/München 2011, ISBN 978-3-422-03114-2&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.die-glocke.de/lokalnachrichten/kreisguetersloh/langenberg/Wege-durch-das-Land-zum-Gut-Geissel-74a40a01-b0f4-461d-b0b8-a1fae5c623a9-ds Foto des Gutes und Bericht über eine Kulturveranstaltung] (abgerufen am 3. Mai 2012)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51.788786|EW=8.35135|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7689905-6|VIAF=240581611}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerkhaus im Kreis Gütersloh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Langenberg (Kreis Gütersloh)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus in Nordrhein-Westfalen|Geissel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wohngebäude im Kreis Gütersloh]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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