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	<title>Gut Ascheberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gut_Ascheberg&amp;diff=2230638&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RStehn am 29. November 2025 um 13:58 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gut Ascheberg, Herrenhaus.jpg|mini|hochkant=1.4|Das Herrenhaus &amp;#039;&amp;#039;Schloss Ascheberg&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Ascheberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; liegt am Westufer des [[Großer Plöner See|Großen Plöner Sees]] im [[Kreis Plön]] im östlichen [[Schleswig-Holstein]]. Das frühere [[Adliges Gut|Adlige Gut]] wird bis in die Gegenwart landwirtschaftlich betrieben. Der nur in Grundzügen erhaltene französische Garten zählte zu den bedeutendsten [[Barockgarten|Barockgärten]] des einstigen [[Herzogtum Holstein|Herzogtums Holstein]]. Das [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]], als &amp;#039;&amp;#039;Schloss Ascheberg&amp;#039;&amp;#039; bekannt, dient heute als Jugendfreizeit- und Erholungsstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichtlicher Überblick ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Gut Ascheberg, Stich 18. Jhd.JPG|mini|Entwurf für den Umbau des 18.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, A: Wirtschaftshof, B:&amp;amp;nbsp;barockes Herrenhaus, X: Standort des heutigen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
Eine erste Erwähnung &amp;#039;&amp;#039;Askebergs&amp;#039;&amp;#039; datiert auf das Jahr 1190. Ascheberg lag im [[Limes Saxoniae|sächsisch-wendischen Grenzgebiet]] und vermutlich existierte im Mittelalter an dieser Stelle eine [[Wasserburg]]. Im 13. Jahrhundert wurde erstmals ein befestigter Rittersitz gleichen Namens bezeugt. Das uradelige Geschlecht derer von Ascheberg starb im Jahr 1535 aus, bereits im 15.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war der Besitz an die uradelige Familie [[Rantzau (Adelsgeschlecht)|Rantzau]] gegangen, unter denen die spätere Gutswirtschaft begründet wurde. Die Rantzaus verblieben bis 1799 auf Ascheberg, unterbrochen nur von wenigen Erbgängen, die das Gut kurzzeitig auch an die [[Pogwisch]]s und die [[Sehestedt]]s brachten. Ascheberg wurde in dieser Zeit durchgehend bewirtschaftet, größere Bedeutung erhielt das Gut erst im 18. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem in den [[Reichsgraf]]enstand erhobenen [[Hans zu Rantzau]] begann ab 1720 ein umfangreicher Ausbau des Guts, das dieser nach französischem Vorbild zu einem barocken Landsitz ausbauen wollte. Weiter führte er ab 1739 größere Agrarreformen durch, die zum ersten Mal in der Geschichte Schleswigs und Holsteins in größerem Umfang zu einer Befreiung der Bauern und schließlich zur Abschaffung der [[Leibeigenschaft]] führten; ein Vorgang, der sich auf den weiteren Adligen Gütern der Herzogtümer zum Teil bis ins 19. Jahrhundert hinzog. Unter Hans Rantzau erlebte Ascheberg seine Glanzzeit und zu den Gästen auf dem Gut zählten in dieser Zeit unter anderem die dänischen Könige [[Friedrich V. (Dänemark und Norwegen)|Friedrich V.]] und [[Christian VII. (Dänemark und Norwegen)|Christian VII.]], sowie der zu Ruhm und Ehren gelangte frühere Arzt und Kabinettsminister [[Johann Friedrich Struensee]]. Auf Hans Rantzau folgte ab 1769 sein Sohn [[Schack Carl von Rantzau]], der auf dem Gut zahlreiche Feste veranstalten ließ und der in der Struensee-Affäre um die dänische Königin [[Caroline Mathilde von Großbritannien, Irland und Hannover|Caroline Mathilde]] eine bedeutende Rolle spielte. Sein ausschweifender Lebensstil brachte Schack Rantzau an den Rand des Ruins, so dass er Ascheberg schon vor seinem Tod 1789 verkauften musste. Das Gut ging 1774 an [[Christian Emil zu Rantzau]] († 1777), den Vater von [[Christian Detlev Karl zu Rantzau]] aus dem Rantzauer Familienzweig aus Rastorf-Oppendorf, zu Beginn des 19. Jahrhunderts wechselten die Besitzer dann mehrfach. Auf die Familien Schmettau, Hansen und Christian Schleiden (1780–1833) und dessen Ehefrau [[Elise Schleiden]], folgte ab 1825 die ritterschaftliche Familie [[Ahlefeld (Adelsgeschlecht)|Ahlefeld]] und daraus mit der Adoption von [[Konrad von Brockdorff-Ahlefeldt]] hervorgehend die Linie [[Brockdorff (Adelsgeschlecht)|Brockdorff]]-Ahlefeld, in deren Besitz sich Ascheberg bis in die Gegenwart befindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zur Übernahme durch Preußen 1867 war das Gut auch [[Patrimonialgericht]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Friedrich Kratzsch]]: Tabellarische Übersicht des Justiz-Organismus der sämtlichen Deutschen Bundesstaaten, 1836, S. 72, S. 68 f., [https://books.google.de/books?id=g0BLAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=7orPVN_cBYbgyQOH_4CoBA&amp;amp;ved=0CCAQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q=Holstein&amp;amp;f=false Digitalisat]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ascheberg wird noch immer landwirtschaftlich genutzt. Das einstige [[Adeliges Gut|Adlige Gut]] wurde durch Parzellierung und Pachtverträge von einstmals rund 2.900 Hektar auf eine Größe von ca. 1.100 reduziert. Das Gelände befindet sich in Privatbesitz, der Wirtschaftshof mit dem heutigen Gutshaus ist nur zu alljährlichen Bauernmärkten zugänglich. Das ehemalige Herrenhaus ist an eine christliche Jugendorganisation als [[Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung | Ferienheim]] verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Bild:Gut Ascheberg - Verwalterhaus.jpg|mini|Blick durch den Wirtschaftshof auf das Verwalterhaus]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Gut Ascheberg Wirtschaftsgebäude I.jpg|mini|Scheune von 1725]]&lt;br /&gt;
=== Das Herrenhaus ===&lt;br /&gt;
Auf Ascheberg gab es im Laufe der Jahrhunderte mehrere Herrenhäuser mit wechselndem Standort. Über den Standort und die Gestalt der alten Wasserburg ist kaum noch etwas bekannt, wahrscheinlich befand sie sich ungefähr an der Stelle des heutigen Schlosses am Ende der Lindenallee. Unter Hans zu Rantzau erfuhr das Gut in der ersten Hälfte des 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eine umfassende Neugestaltung. Der Standort der alten Wasserburg wurde aufgegeben und stattdessen am Zugang zur Ascheberger Halbinsel ein neuer Wirtschaftshof und im rechten Winkel dazu ein neues Herrenhaus im Stile des [[Barock]] geplant. An den Entwürfen für die Neugestaltung der Anlage war möglicherweise [[Johann Gottfried Rosenberg]] beteiligt, in welchem Umfang sie letztlich realisiert wurden, ist allerdings unbekannt. Das neue Gutshaus fand seinen Standort am Anfang der Lindenallee auf der Höhe der Zufahrt zum heutigen Wirtschaftshof. Es wurde als eingeschossiger Hauptbau geplant, der hofseitig durch zwei [[Kavaliershaus|Kavaliershäusern]] zu einer dreiflügeligen Anlage erweitert wurde und dem ein sogenanntes Krummhaus mit Pferdestall und Wagenremise symmetrisch gegenüberstand. Auch für das Herrenhaus ist nicht belegt, ob das Gebäude zur vollständigen Ausführung gelangte. Nach einem Bericht des im 19. Jahrhundert auf Ascheberg ansässigen Gutsherren Rudolf Schleiden war es zu seiner Zeit bereits baufällig&amp;lt;ref&amp;gt;Henning von Rumohr: &amp;#039;&amp;#039;Schlösser und Herrenhäuser in Ostholstein&amp;#039;&amp;#039;, Seite 107, 108. Verlag Weidlich, 1989&amp;lt;/ref&amp;gt; und wurde durch einen Neubau am anderen Ende der Lindenallee – in unmittelbarer Nachbarschaft des heutigen Schlosses – ersetzt. Dieses Herrenhaus entsprach in seiner Schlichtheit dem Stil des ausgehenden [[Klassizismus]] und hatte nur wenige Jahre Bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heutige [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] ist auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Schloss (Architektur)|Schloss]] Ascheberg&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Es wurde von 1869 bis 1870 durch [[Hermann Georg Krüger]] am Ende der barocken Lindenallee im Stil des [[Historismus]] errichtet und zitiert Einflüsse der italienischen [[Renaissance]]. Das [[Fensterachse|neunachsige]] Gebäude in den Formen einer großen Gründerzeitvilla verfügt über ein Keller- und drei Wohngeschosse, aus den Längsseiten treten zwei dreiachsige [[Risalit]]e hervor. Der nüchterne Bau aus gelben Lehmziegeln wird lediglich durch einen hohen Aussichtsturm akzentuiert. Da das Schloss schon seit Jahrzehnten als Jugendheim dient, haben sich keine bedeutenden Innenräume erhalten. Aufgrund der heutigen Nutzung des Gebäudes leben die Gutsbesitzer im einstigen Verwalterhaus am Ende des Wirtschaftshofs, das gelegentlich als „neues“ Herrenhaus bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gutsanlage und der Barockgarten ===&lt;br /&gt;
Die Gutsanlage ist heute von zwei Hauptachsen gekennzeichnet, die auf die Erweiterungen des 18. Jahrhunderts unter Hans zu Rantzau zurückgehen. Die eigentliche Hauptachse entlang der Lindenallee führt vom Standort des einstigen Herrenhauses des 18. Jahrhunderts in Richtung des Plöner Sees und des heutigen Schlosses, sie wird von der Achse des Wirtschaftshofs mit seinen Stallungen und dem Verwalterhaus gekreuzt. Die Gebäude des axial ausgerichteten Wirtschaftshofs stammen zum Teil noch aus dem 18. Jahrhundert. Die große Scheune ist möglicherweise durch [[Rudolph Matthias Dallin]] errichtet worden, das Baujahr 1725 ist durch andersfarbige Backsteine in die Fassade eingemauert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ascheberger Barockgarten zählte zu den berühmtesten französischen Gärten in Holstein, galt zeitgenössisch als Attraktion und stand den herzoglichen Gärten von [[Schloss Traventhal|Traventhal]], [[Plöner Schloss|Plön]] und [[Eutiner Schloss|Eutin]] nicht nach. Als ein Anhänger der [[Empfindsamkeit]] ließ sich Hans Rantzau von den Ideen der Aufklärung begeistern, in die Entwürfe für die Grünanlagen flossen neue Strömungen der Gartenkunst ein. Rantzau machte [[Jean-Jacques Rousseau]] das Angebot, auf Ascheberg zu leben, eine Einladung, der der [[Philosoph]] jedoch nicht nachkam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausbau der 20 Hektar großen Gartenanlage wurde von 1720 bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts vorangetrieben. Ein großformatiger Stich von 1732 zeigte eine zentrale Hauptachse – die heutige Lindenallee – umgeben von [[Boskett]]en und [[Broderieparterre]]. Ob der Plan bis in alle Einzelheiten verwirklicht wurde, ist ungewiss. Er war Besuchern zugänglich und Berichte erzählten von einer Vielzahl exotischer Vögel, die dort gehalten wurden. Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts verfiel die geometrisch gestaltete Anlage und wurde anschließend in einen Landschaftspark englischer Prägung umgestaltet. Erhalten haben sich neben einigen Alleen vor allem noch mehrere Wassergräben und eine zweibogige Granitbrücke aus dem Jahr 1759.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Quellen ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Cay Lorenz Hirschfeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Theorie der Gartenkunst.&amp;#039;&amp;#039; Band 1. Leipzig 1779; darin &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung von Aschberg&amp;#039;&amp;#039;, S. 75–81.&lt;br /&gt;
* Christian Elling: &amp;#039;&amp;#039;Nogle Herregardshaver fraa det 18. Aarhundrede i Danmark og Holsten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Danske Herregardshaver&amp;#039;&amp;#039;, København 1933, S. 341–346.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch|Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]] Hamburg, Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. 2., verb. und erw. Auflage. Deutscher Kunstverlag, München 1994. ISBN 3-422-03033-6.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Klüver: &amp;#039;&amp;#039;Ascheberg. Ein ostholsteinisches Guts- und Ortsbild&amp;#039;&amp;#039;. Eutin, Alfred Burkhardt, 1952.&lt;br /&gt;
* Ingo Bubert, Hanspeter Walter: &amp;#039;&amp;#039;Gutshöfe, Herrenhäuser und Schlösser im östlichen Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Sventana-Verlag, Schellhorn 1995, ISBN 3-927653-06-3.&lt;br /&gt;
* Margita Marion Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Ascheberg&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Gärten in Schleswig-Holstein.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Boyens, Heide 1998, ISBN 3-8042-0790-1, S. 158–165.&lt;br /&gt;
* Deert Lafrenz: &amp;#039;&amp;#039;Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein, 2015, Michael Imhof Verlag Petersberg, 2. Auflage, ISBN 978-3-86568-971-9, S. 49&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gut Ascheberg}}&lt;br /&gt;
* [https://www.schloss-ascheberg.de/ Webauftritt Schloss Ascheberg]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=54.135119|EW=10.340431|type=landmark|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Schleswig-Holstein|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Patrimonialgericht (Herzogtum Holstein)|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrenhaus im Kreis Plön|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss im Kreis Plön|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Schleswig-Holstein|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsstätte eines Beherbergungsbetriebes|Gut Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ascheberg (Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturdenkmal im Kreis Plön]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Kreis Plön)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schloss in Europa|Ascheberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Parkanlage in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliges Gut (Schleswig-Holstein)|Ascheberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RStehn</name></author>
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