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	<title>Gut Adolphshof - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T09:08:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gut_Adolphshof&amp;diff=1871368&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-11T06:53:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adolphshof Panorama.jpg|mini|hochkant=1.6|Wirtschaftshof des Adolphshofs]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gut Adolphshof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein ehemaliger [[Gutshof]] und heutiger [[Bauernhof|Landwirtschaftsbetrieb]] bei [[Hämelerwald]] in [[Niedersachsen]]. [[Namenspate]] war [[Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge|Adolph von Cambridge]], Statthalter des [[Königreich Hannover|Königreichs Hannover]]. Der Adolphshof ist der älteste [[Ökologische Landwirtschaft|ökologisch bewirtschaftete]] Hof in der [[Region Hannover]]. Bereits 1952 wurde er auf die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] umgestellt. Heute gehören zum Hof rund 130&amp;amp;nbsp;[[Hektar|ha]] Fläche mit Ackerbau und Tierhaltung (Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen) sowie eine sozialtherapeutische Einrichtung für betreute Personen. Die Produkte werden in einer [[Molkerei|Käserei]] sowie einer [[Bäckerei]] weiterverarbeitet und unter der Marke [[Demeter (Deutschland)|Demeter]] [[Direktvertrieb|direkt vermarktet]]. Etwa 100 Menschen leben auf dem [[Denkmalschutz|denkmalgeschützten]] Adolphshof und bilden eine familienähnliche Hofgemeinschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Zufahrt.jpg|mini|Zufahrtsstraße zum Adolphshof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Eingang.jpg|mini|Eingangstor]]&lt;br /&gt;
Der Adolphshof befindet sich etwa 2,5&amp;amp;nbsp;km südlich des Ortszentrums von [[Hämelerwald]]. Er liegt an der [[Landesstraße]] L&amp;amp;nbsp;413 zwischen Hämelerwald und [[Equord]]. Das Hofgrundstück findet sich etwa 250&amp;amp;nbsp;m östlich der Straße inmitten von weitläufigen Wiesen und Äckern. Hecken, Parks und waldähnlicher Baumbestand umgeben die Hofanlage. Sie liegt zwischen den Waldgebieten [[Hämeler Wald]] im Westen und Hain im Osten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodenverhältnisse ==&lt;br /&gt;
Der Hof befindet sich mit seinen Ländereien auf der &amp;#039;&amp;#039;Dolger Heide&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Schwicheldt]] und [[Dolgen (Sehnde)|Dolgen]]. Damit liegt er im Grenzbereich der sandigen, heideähnlichen [[Burgdorf-Peiner Geest]] im Norden und dem fruchtbaren [[Löß]]boden der [[Hildesheimer Börde]] im Süden. In dieser Zwischenzone liegt die &amp;#039;&amp;#039;Dolger Heide&amp;#039;&amp;#039; als mehrere Kilometer breite [[Endmoräne]] aus der [[Kaltzeit|Eiszeit]]. Auf ihr herrschen stark wechselnde Bodenverhältnisse mit sandigem [[Lehm]] und schweren [[Ton (Bodenart)|Tonböden]] mit wasserundurchlässigen [[Tonschiefer]]ablagerungen. Das Gelände konnte in früheren Zeiten wegen des [[Stauwasser|staunassen]] Untergrunds nicht als Ackerland genutzt werden. Ähnliche Bodenverhältnisse herrschen im nahe gelegenen [[Hämeler Wald]], der deswegen vor [[Entwaldung|Abholzung]] bewahrt blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehungszeit des Gutes Adolphshof Anfang des 19. Jahrhunderts war eine Nutzung des Bodens aufgrund seiner Feuchtigkeit nur als [[Weide (Grünland)|Weideland]] für [[Vieh]] möglich. Die Weide wurde als [[Allmende]] von den umliegenden Dörfern genutzt. Der Gründer des Gutshofes ließ ab etwa 1830 im Boden Tonröhren zur [[Drainage (Boden)|Drainage]] verlegen, was Ackerbau erst ermöglichte. Die Drainageröhren wurden anfangs manuell hergestellt, 1851 kam eine Maschine aus England zum Einsatz. Zum Brennen von Tonröhren und [[Backstein|Ziegelsteinen]] für den Hausbau war bis 1907 eine [[Ziegelei]] auf dem Gutshof in Betrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hofanlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Gutshaus.jpg|mini|Ehemaliges Gutshaus auf dem Gelände]]&lt;br /&gt;
Die Gebäude des Gutshofes sind in einem Rechteck um den Wirtschaftshof angeordnet. Das Ensemble besteht aus etwa sieben Gebäuden mit historischer Bausubstanz, darunter Stallanlagen, Wohngebäude der Landarbeiter sowie das Gutshaus von 1855. Seit 1987 steht der Adolphshof als beispielhafte Gutsanlage aus dem späten 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert unter [[Denkmalschutz]]. Gebäudemodernisierungen begannen 1996 mit dem Umbau des [[Kutscher]]hauses. 1999 erfolgte der erste Neubau eines Gebäudes für eine Wohngruppe für Menschen mit Behinderung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.adolphshof.de/sozialtherapie/ &amp;#039;&amp;#039;Sozialtherapie auf dem Gut Adolphshof.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Guts Adolphshof. Abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Jahren 2006–2009 kamen Großbauten als Wohngebäude der sozialtherapeutischen Einrichtung sowie als Werkstatt hinzu. Heute beherbergt der Hof in vier Häusern rund 100 Menschen, die die sozialtherapeutischen Einrichtungen nutzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.adolphshof.de/sozialtherapie/ &amp;#039;&amp;#039;Sozialtherapie auf dem Gut Adolphshof.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Guts Adolphshof. Abgerufen am 6.&amp;amp;nbsp;April 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Hof gehören 8&amp;amp;nbsp;ha Wald, 5&amp;amp;nbsp;km [[Hecke]]n, neun Teiche, Parkanlagen sowie eine Anpflanzung mit 700 [[Obstbaum|Obstbäumen]] alter Sorten. Seit 1981 gibt es eine [[Solaranlage]]. Die Klärung des Abwassers erfolgt seit 1992 in einer [[Pflanzenkläranlage]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organisation und Hofgemeinschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Sozialtherapie.jpg|mini|Neubau der Sozialtherapie]]&lt;br /&gt;
Bereits seit 1995 befindet sich der Adolphshof nicht mehr in Privateigentum. Das Eigentum ging damals auf den Verein „Gemeinnützige Landbau-Forschungsgesellschaft für biologisch dynamische Landwirtschaft Hämelerwald e.&amp;amp;nbsp;V.“ (GLF) über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2018 ist die &amp;#039;&amp;#039;HB-Stiftung Berneburg gGmbH&amp;#039;&amp;#039; Träger des Gut Adolphshofs. Sie verpachtet den Hof und das Land an die „Betriebsgemeinschaft Gut Adolphshof“ und einige Flächen an die „Gut Adolphshof Sozialtherapie gGmbH“. Aktuell gibt es drei Arbeits- und Lebensbereiche auf Gut Adolphshof:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Landwirtschaft mit Vermarktung (Pächter)&lt;br /&gt;
* Sozialtherapie mit einer sozialtherapeutischen Einrichtung mit 45 Plätzen (Pächter)&lt;br /&gt;
* Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Landwirtschaft und Ernährung (durch die HB-Stiftung Berneburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt leben auf dem Hof etwa 120 Menschen in verschiedenen Gebäuden. Auf dem Hof können [[Zivildienst]]&amp;lt;!--- veraltet ---&amp;gt; und das [[Freiwilliges ökologisches Jahr|freiwillige ökologische Jahr]] abgeleistet werden. Der Adolphshof wird durch die Niedersächsische Landesstiftung und die Stadt Hannover gefördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildungsarbeit ==&lt;br /&gt;
Als historisch gewachsener Bauernhof ermöglicht der Adolphshof seinen Besuchern Einblicke in die Landwirtschaft. Er bietet Hofführungen und Projekttage für Schüler an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://t3.adolphshof.de/bildung/angebote/ |titel=Angebote - Adolphshof |zugriff=2018-06-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit 1993 ist er vom Kultusministerium als außerschulischer Lernort anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://t3.adolphshof.de/bildung/unser-lernort/ |titel=Unser Lernort - Adolphshof |zugriff=2018-06-02 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Hof gehört zum „Bundesverband Lernort Bauernhof“. Außerdem bietet er als [[Demonstrationsbetriebe Ökologischer Landbau|Demonstrationsbetrieb Ökologischer Landbau]] Informationen über die [[Ökologische Landwirtschaft]] für Verbraucher, Schüler, Landwirte, Händler und Journalisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |text=&amp;#039;&amp;#039;Das Betriebsportrait des Adolphhofes als Demobetrieb.&amp;#039;&amp;#039; |url=http://www.oekolandbau.de/verbraucher/demonstrationsbetriebe/demobetriebe-im-portraet/niedersachsen/adolphshof/ |wayback=20131021011546}} www.oekolandbau.de.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Öffentlichkeit öffnet sich der Hof jährlich durch ein Hoffest im Mai sowie durch ein Apfelfest im Herbst. Es finden auch kulturelle Veranstaltungen, wie Musikkonzerte im Rahmen des [[Masala (Musikfestival)|Masala-Festivals]], statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion und Vermarktung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Markt.jpg|mini|Marktwagen des Adolphshofs auf einem Bauernmarkt in Hannover]]&lt;br /&gt;
Auf etwa 90&amp;amp;nbsp;ha landwirtschaftlicher Ackerfläche werden Getreide und Viehfutter produziert. Auf etwa 30&amp;amp;nbsp;ha Weideflächen wird Tierhaltung mit hofeigener Verarbeitung betrieben. Es werden rund 40 [[Hausrind#Kuh|Milchkühe]] ([[Rotbuntes Niederungsrind|Rotbunte]] und [[Schwarzbuntes Milchrind|Schwarzbunte]]), 60 [[Hausrind|Rinder]], 100 [[Hausziege|Ziegen]], 100 [[Hausschwein|Schweine]] und 10 [[Bienenstock|Bienenvölker]] gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Produkte sind Milch und Milchprodukte, Fleisch und Wurst, Getreide und Getreideerzeugnisse sowie Naturkostwaren wie Honig gemäß den [[Demeter (Deutschland)|Demeter]]-Richtlinien. Aber auch Kosmetika und Reinigungsmittel werden angeboten. Auf dem Hof befindet sich eine Käserei, die die Milch von Kühen und Ziegen verarbeitet. Die erzeugten Produkte werden in einem [[Hofladen]] direkt vermarktet. Außerdem werden die Waren auf Wochen- sowie [[Bauernmarkt|Bauernmärkten]] der Umgebung und in der nahe gelegenen Großstadt [[Hannover]] angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Solidarische Landwirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die [[Solidarische Landwirtschaft]] Gut Adolphshof wurde Anfang 2013 gegründet und zählt etwa 250 Mitglieder. Die Mitglieder der Wirtschaftsgemeinschaft, sogenannte Mitlandwirte, finanzieren einen Teil der Landwirtschaft auf dem Adolphshof und helfen auf freiwilliger Basis bei der Hofarbeit. Für ihr praktisches und finanzielles Engagement erhalten sie einen wöchentlichen Ernteanteil, bestehend aus saisonalem Gemüse, Kräutern, Kartoffeln, Brot, Milchprodukten, Eiern, Wurst und Fleisch. Diese Ernteanteile werden vom Hof an zwanzig von den Mitgliedern selbst verwaltete Depots in Hannover und im Umland geliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.adolphshof.de/solawi/ &amp;#039;&amp;#039;Solidarische Landwirtschaft Gut Adolphshof.&amp;#039;&amp;#039;] Website des Guts Adolphshof.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Wappen.jpg|mini|hochkant|Wappenstein mit [[Sachsenross]] auf dem Gutshof]]&lt;br /&gt;
Das Gut Adolphshof wurde 1827 vom Weinhändler Hermann Heinrich Siemering aus [[Hannover]] gegründet. Er erwarb auf der &amp;#039;&amp;#039;Dolger Heide&amp;#039;&amp;#039; rund 250&amp;amp;nbsp;ha Weideland. Finanzielle Unterstützung durch ein Darlehen erhielt er von [[Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge|Adolph von Cambridge]], dem Generalstatthalter des [[Königreich Hannover|Königreichs Hannover]] und Bruder des Königs von Hannover [[Georg IV. (Vereinigtes Königreich)|Georg IV.]] Zu Ehren des Geldgebers Adolph von Cambridge wurde die Gutsanlage nach ihm Adolphshof benannt, obwohl sie vom [[Volksmund]] anfangs „Siemeringshof“ genannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Aufbau des Gutshofes wurden Äcker und Weiden angelegt. Alle Gebäude, wie Wohngebäude, Scheunen und Ställe, mussten erst erbaut werden. Die [[Backstein|Ziegel]] dafür wurden in einer eigenen [[Ziegelei]] auf dem Hofgelände hergestellt. Die Ziegelei produzierte auch [[Drainage (Boden)|Drainagerohre]] zur Entwässerung des Bodens, ohne die kein Ackerbau möglich gewesen wäre. Der Gründer bewohnte ein [[Fachwerkhaus]] aus Lehm. Um 1830 entstand eine gutseigene Schule, die bis 1943 bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ab 1843 die Eisenbahnstrecke Minden–Magdeburg etwa 2,5&amp;amp;nbsp;km nördlich vom Gut vorbeiführte, beantragte der Sohn des Hofgründers eine [[Haltepunkt|Anhaltestelle]]. Damit wollte er landwirtschaftliche Produkte per Bahn abtransportieren lassen. Als der Antrag wegen eines fehlenden Wohnhauses abgelehnt wurde, ließ [[Fritz Siemering|Siemering junior]] 1848 ein Gasthaus für Förster, Jäger und Waldarbeiter errichten. Zu der Bahnstation gesellten sich bald weitere Wohnhäuser, und auf diese Weise entstand die Ansiedlung [[Hämelerwald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Arbeitsweisen und Produkte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grab Familie Hartmann Lindener Bergfriedhof.jpg|mini|hochkant|Grab des Hofbesitzers Heinrich Hartmann (1878–1931) auf dem [[Stadtteilfriedhof Lindener Berg|Lindener Bergfriedhof]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert produzierte der Gutshof Wolle, Butter, Käse, Raps, Erbsen, Bohnen und Getreide. Da viel Weideland vorhanden war, entstand eine Schafherde mit 800 Tieren. Eine [[Brennerei]] auf dem Hof stellte bis 1895 [[Branntwein]] her. Als Zugtiere beim [[Pflug#Pflügen|Pflügen]] wurden Ochsen und Pferde eingesetzt. Zum Einsähen wurde um 1870 eine Drillmaschine angeschafft. Die Getreideernte erfolgte anfangs durch [[Schnitter]] und später durch gespanngezogene Mähmaschinen. Das Ausdreschen wurde anfangs manuell vorgenommen und später von einer [[Dreschmaschine]] erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 umfasste der Adolphshof sechs Wohngebäude, in denen 54 Menschen lebten. Der Gutsbesitzer war in dieser Zeit mit nassen und ertragsarmen Jahren der Bewirtschaftung seines Gutes überdrüssig geworden. Im Jahre 1900 verkaufte er den Hof an den Landwirt Heinrich Hartmann (1878–1931). Er kam aus dem Dorf [[Linden (Hannover)|Linden]] bei Hannover und musste der dort einsetzenden Industrialisierung weichen. Mit dem neuen Gutsherren setzte ein neuer Aufschwung ein. Unter anderem wurden Früchte für eine Konservenfabrik angebaut. 1921 bekam der Adolphshof beim Bau einer vorbeiführenden [[Freileitung|Überlandleitung]] [[Elektrischer Strom|elektrischem Strom]]. Ab 1923 setzte die [[Mechanisierung]] durch den ersten [[Trecker]] auf dem Hof ein. Aufgrund der erheblichen Investitionen in Elektro- und Landmaschinen sowie durch die 1929 einsetzende [[Weltwirtschaftskrise]] geriet der Hof in eine wirtschaftliche Schieflage. Sie konnte mühsam durch Landverkauf und Erbverzicht ausgeglichen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Bei Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] 1939 wurde der Besitzer mit fast allen Gutsarbeitern zum Militär einberufen. Pferde wurden zum Kriegsdienst [[Requisition|requiriert]]. Den Wirtschaftsbetrieb führte die Gutsherrin mit älteren Bediensteten und einigen polnischen Kriegsgefangenen weiter. Der Gutsbesitzer kehrte im Frühjahr 1940 auf den Hof zurück. In diesem Jahr erhielt der Adolphshof den ersten [[Mähdrescher]] im Landkreis Peine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1944 wurde der Hof von einem feindlichen Flugzeug mit [[Fliegerbombe]]n angegriffen. Eine Sprengbombe detonierte mitten auf dem Gutshof und richtete großen Sachschaden an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] wurden auf dem Adolphshof [[Heimatvertriebene]] untergebracht. Unter den 158 Bewohnern im Jahre 1950 befanden sich neunzig Heimatvertriebene. Ab 1952 zogen viele weg, um besser bezahlte Arbeit in der Industrie aufzunehmen. Die fehlende Arbeitskraft auf dem Hof wurde durch einen höheren Mechanisierungsgrad ausgeglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ab 1952 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Adolphshof Werkstatt.jpg|mini|Neubau des Werkstattgebäudes]]&lt;br /&gt;
Anfang der [[1950er]] Jahre wurden auf den Äckern und Weiden große Mengen an [[Dünger|Mineraldünger]] eingesetzt. Dies war zu dieser Zeit üblich zur Ertragssteigerung. Der Düngereinsatz erschwerte zunehmend die Bodenbewirtschaftung. Als Tot- und [[Missgeburt]]en bei Schafen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zurückgeführt wurden, änderte der Gutsbesitzer Heinrich Hartmann junior seine Wirtschaftsweise. Als Alternative zu Dünger und Chemie stellte er den landwirtschaftlichen Betrieb innerhalb von zwei Jahren auf die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] um. Seither ist der Adolphshof ein [[Demeter (Deutschland)|Demeter]]-Anbaubetrieb. Der Nachfolger Henning Hartmann stärkte ab 1968 die Selbstverarbeitung und [[Direktvertrieb|Direktvermarktung]] der Produkte. Dazu wurde 1980 ein [[Hofladen]] eingerichtet, 1985 entstand eine [[Bäckerei]], später kam eine [[Molkerei|Käserei]] hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Otto Bode: &amp;#039;&amp;#039;Aus der Geschichte von Gut Adolphshof&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Lehrter Land &amp;amp; Leute Nr.&amp;amp;nbsp;5&amp;#039;&amp;#039;, Lehrte 1996.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Region Hannover, Teil 2, Band 13.2&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben von [[Christiane Segers-Glocke]], bearbeitet von Carolin Krumm, Verlag [[CW Niemeyer Buchverlage]], Hameln 2005, ISBN 3-8271-8255-7, S. 304.&lt;br /&gt;
* Adolf Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Benannt nach einem beliebten Vizekönig: Wie Gut Adolphshof zu seinem Namen kam – Repräsentieren und nicht regieren: Adolph Friedrich war in Hannover sehr populär&amp;#039;&amp;#039;. Sachsenspiegel&amp;amp;nbsp;34, [[Cellesche Zeitung]], 24.&amp;amp;nbsp;August 2013.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.adolphshof.de/ Offizielle Website]&lt;br /&gt;
* [https://denkmalatlas.niedersachsen.de/viewer/search/-/SUPERDEFAULT%253A%2528adolphshof%2529+OR+SUPERFULLTEXT%253A%2528adolphshof%2529+OR+SUPERUGCTERMS%253A%2528adolphshof%2529+OR+DEFAULT%253A%2528adolphshof%2529+OR+FULLTEXT%253A%2528adolphshof%2529+OR+NORMDATATERMS%253A%2528adolphshof%2529+OR+UGCTERMS%253A%2528adolphshof%2529+OR+CMS_TEXT_ALL%253A%2528adolphshof%2529/1/-/-/ &amp;#039;&amp;#039;Gut Adolphshof&amp;#039;&amp;#039;] im [[Denkmalatlas Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
* [http://www.ifeed.org/ief/c1.htm Luftbild der Hofanlage]&lt;br /&gt;
* [https://www.myheimat.de/peine/kultur/kleine-chronik-ueber-das-gut-adolphshof-bei-haemelerwald-von-siemering-den-gruender-des-hofes-zum-gutsbesitzer-hartmann-d171275.html Gutschronik bei myheimat.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52.333267|EW=10.118644|type=landmark|elevation=75|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Adolphshof, Gut}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gutshof in Niedersachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Ökologische Landwirtschaft)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Lehrte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation (Lehrte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge als Namensgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1827]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen (Region Hannover)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Lehrte)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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