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	<title>Gustav von Rochow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T21:24:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_von_Rochow&amp;diff=637325&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-12T07:28:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GustavvonRochow.jpg|mini|Gustav von Rochow.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Rochus von Rochow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1792]] auf [[Schloss Nennhausen]] bei [[Rathenow]]; † [[11. September]] [[1847]] auf [[Schloss Reckahn]], [[Landkreis Zauch-Belzig|Kreis Zauch-Belzig]]) war [[Preußen|königlich preußischer]] [[Innenminister|Innen-]] und [[Staatsminister (Deutschland)|Staatsminister]]. Er gilt als Reformer des preußischen [[Zuchthaus]]wesens, war Verfasser des preußischen Eisenbahngesetzes und Mitinitiator der Gründung des Dampfkesselüberwachungsvereins (ein Vorläufer des [[TÜV]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Gustav von Rochow entstammte einem [[Mark Brandenburg|märkischen]] [[Adel]]sgeschlecht, das ursprünglich aus der [[Schweiz]] stammte und im 11. Jahrhundert in Richtung [[Brandenburg]] zog, um die dort ansässigen [[Wenden]] zu belagern. So kam die Adelsfamilie zu ihrem ersten Besitz in der Mark, dem Ort [[Rochau|Rochow]] – siehe auch [[Rochow (Adelsgeschlecht)|Familie von Rochow]]. Er war der Sohn des [[Gutsbesitzer]]s Friedrich Heinrich Adolf Ludwig von Rochow (1770–1799), Gutsherr auf Jeserig und Neuhaus sowie [[Domherr]] zu [[Minden]], und der [[Schriftsteller]]in und [[Dichter]]in [[Caroline de la Motte Fouqué|Caroline]], geborene [[Briest (Adelsgeschlecht)|von Briest]] (1773–1831). Der Generalleutnant [[Theodor von Rochow]] war sein Bruder. Seine Schwester Klara (1796–1865) war mit dem Generalleutnant [[Friedrich Heinrich Ludwig von Pfuel]] verheiratet. Nach der Scheidung (1798) heiratete die Mutter in zweiter Ehe im Jahr 1803 den „märkischen Dichterfürsten“, Schriftsteller und preußischen [[Major]] [[Friedrich de la Motte Fouqué|Friedrich Baron de la Motte-Fouqué]] (1777–1843).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der Scheidung seiner Eltern und dem frühen Tod seines Vaters wuchs Rochow zunächst bis zu seinem 14. Lebensjahr (1806) bei seinen Großeltern mütterlicherseits, dem preußischen [[Rittmeister]] August von Briest und dessen Ehefrau Caroline Wilhelmine, geborene Zinnow, auf deren Gut Nennhausen bei Rathenow auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Schulabschluss am [[Berlinisches Gymnasium zum Grauen Kloster|Gymnasium zum Grauen Kloster]] in [[Berlin]] studierte er ab 1810 [[Rechtswissenschaft]]en an den Universitäten [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Heidelberg]] und [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]]. In Göttingen war er Mitglied des Corps Vandalia.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Kater: &amp;#039;&amp;#039;Pfeifenkopf der Vandalia Göttingen 1811–1813.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Einst und Jetzt]]. Jahrbuch des Vereins für corpsstudentische Geschichtsforschung&amp;#039;&amp;#039;. 31. Band. Selbstverlag, Emskirchen 1986, S. 210.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später nahm er an den [[Befreiungskriege]]n teil, aus denen er erst 1816 zurückkehrte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1816 verwaltete er die väterlichen Güter und wurde [[Kammerherr]]. 1818 heiratete Rochow Caroline [[Marwitz (Adelsgeschlecht)|von der Marwitz]] (1792–1857), die Hofdame der [[Maria Anna Amalie von Hessen-Homburg|Prinzessin Marianne von Preußen]] und Tochter des Hofmarschalls [[Behrendt Friedrich August von der Marwitz|Behrendt von der Marwitz]]. Im Jahr 1822 wurde er von seinen Standesgenossen im [[Havelland|Westhavelland]] zu ihrem [[Kreisdeputierter|Kreisdeputierten]] der [[Neumark (Landschaft)|Neumark]] gewählt und zum Protokollführer auch bei allen anderen [[Provinziallandtag (Preußen)|Provinzialständen]] berufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823 trat Rochow in den preußischen Staatsdienst ein und wurde Mitglied der [[Reichsschuldenverwaltung|Hauptverwaltung der Staatsschulden]], die die Regelung der durch die Befreiungskriege entstandenen Schulden zu organisieren hatte. Später war Rochow Vortragender Rat im Innenministerium und Protokollführer der „Königlichen Immediat-Untersuchungskommission zur Ermittlung hochverräterischer Verbindungen und staatsgefährlicher Umtriebe“. Im Jahr 1826 wurde er zum [[Oberregierungsrat|Geheimen Oberregierungsrat]] ernannt. Von 1831 bis 1834 war er schließlich [[Regierungspräsident (Deutschland)|Regierungspräsident]] in [[Merseburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höhepunkt seiner beruflichen Karriere erlebte Rochow am 28. April 1834, als er durch gezielte Unterstützung von Fürst [[Wilhelm zu Sayn-Wittgenstein-Hohenstein]] (1770–1851) zum „Minister des Innern und der Polizei“ ernannt wurde. Am Tag zuvor hatte ihm Wittgenstein schon geschrieben: „Es ist nun alles in Ordnung: Das Schiff wird nun bald vom Stapel laufen. Richten (Sie) sich ..... so ein, dass Sie bald auslaufen können.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Acta Borussica – Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1817–1934/38.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften. Verlag Olms-Weidmann, Hildesheim / Zürich / New York 2004.&amp;lt;!-- Seitenzahl wäre bei Zitaten in Mehrtausendseitern nicht verkehrt. --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Ursprünglich sollte Rochow eigentlich nur [[Polizeidirektor (Chef des Sicherheitsapparats)|Polizeidirektor]] werden und den amtierenden Staatsminister [[Gustav von Brenn]] entlasten. Doch Rochow hielt Brenn als Polizeiminister für unfähig und weigerte sich schlicht, unter diesem zu dienen. Außerdem glaubte er von sich selbst, besser zum Minister als zum Abteilungsleiter geeignet zu sein. So wurde Brenn schließlich in das Amt des „Innenministers für Gewerbeangelegenheiten“ abgedrängt, das durch den Abschied [[Friedrich von Schuckmann]]s Anfang 1834 frei geworden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss-Reckahn-3.JPG|mini|250px|Schloss Reckahn in Brandenburg.]]&lt;br /&gt;
In seiner Position als Minister des Innern (Polizeiminister) wurde Rochow 1835 Mitglied der preußischen Staatsregierung. Am 1.&amp;amp;nbsp;Mai&amp;amp;nbsp;/ 13.&amp;amp;nbsp;Juni 1842 schied er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt des Polizeiministers aus und zog sich auf das Familienschloss Reckahn zurück, doch behielt er den Rang eines Staatsministers bis zu seinem Tod. Von 1844 bis 1847 war er Präsident des [[Preußischer Staatsrat (1817–1918)|Preußischen Staatsrats]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Konservatismus|konservative]] Rochow begünstigte während seiner Amtszeit die Unterdrückung oppositioneller Bewegungen. So erregte er 1837/1838 mit seiner Äußerung vom „beschränkten Untertanenverstand“ besonders die liberalen Kreise in Deutschland &amp;lt;small&amp;gt;(zur Freiheitsbewegung der 1830er Jahre siehe: [[Hambacher Fest]])&amp;lt;/small&amp;gt;: Nach der Entlassung der „[[Göttinger Sieben]]“ (sieben Professoren der Universität Göttingen, darunter die [[Brüder Grimm|Gebrüder Grimm]], die gegen den Verfassungsbruch des demokratie-feindlichen hannoverschen Königs [[Ernst August I. (Hannover)|Ernst August I.]] protestiert hatten) beschied Rochow in einem „amtlichen Verweis“ den Bürgern von [[Elbląg|Elbing]], vertreten durch den Stadtverordneten-Vorsteher [[Jacob Riesen|Jacob von Riesen]],&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Cramer: &amp;#039;&amp;#039;Despotismus und Volkskraft. Eine Goethe’sche Confession&amp;#039;&amp;#039;. Vortrag, gehalten zu Cöln. C. G. Lückeritz’sche Verlagsbuchhandlung (Carl Habel), Berlin 1874, S. 5; [https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11190694?page=4,5 Digitale-Sammlungen.de.]&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich für ihren Landsmann, den [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrechtler]] [[Wilhelm Eduard Albrecht]] (1800–1876) eingesetzt hatten: „Es ziemt dem Untertanen, seinem Könige und Landesherrn schuldigen Gehorsam zu leisten und sich bei Befolgung der an ihn ergehenden Befehle mit der Verantwortlichkeit zu beruhigen, welche die von Gott eingesetzte Obrigkeit dafür übernimmt; aber es ziemt ihm nicht, an die Handlungen des Staatsoberhauptes den Maßstab seiner beschränkten Einsicht anzulegen und sich in dünkelhaftem Übermute ein öffentliches Urteil über die Rechtmäßigkeit derselben anzumaßen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Der vollständige Brief Rochows ist abgedruckt in: [[Georg Büchmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Geflügelte Worte. Der Citatenschatz des Deutschen Volks&amp;#039;&amp;#039;, 5. umgearb. und verm. Auflage. Berlin 1868, S. 228; {{archive.org |geflgelteworte00bchm |Blatt=228}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Wort vom „beschränkten Untertanenverstand“ kursierte noch lange Zeit in der liberalen Presse und wurde in seiner Umkehrung („beschränkter Gustav“) auch gegen ihn selbst verwandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Aus seiner Studentenzeit in Heidelberg ist ein bisher unbekanntes Bildnis neu überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans F. Schweers: &amp;#039;&amp;#039;Gemälde in deutschen Museen. Katalog der ausgestellten und ihre Werke&amp;#039;&amp;#039;. (Band-vgl. V 204), 3. Auflage, K. G. Saur, München 2002, ISBN 3-598-24041-4, S. 259.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Adolf von Rochow|Adolf Friedrich August von Rochow]]: &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts derer von Rochow und ihrer Besitzungen.&amp;#039;&amp;#039; Ernst und Korn, Berlin 1861, S. 189 ff.; {{archive.org |bub_gb_DLZBAAAAcAAJ |Blatt=189}}.&lt;br /&gt;
* {{ADB|28|734|735|Rochow, Gustav Adolf Rochus v.|Karl Wippermann|ADB:Rochow, Gustav Adolf von}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Vom Leben am preußischen Hofe. 1815–1852.&amp;#039;&amp;#039; Aufzeichnungen von Caroline v. Rochow geb. v. d. Marwitz und Marie de la Motto-Fouqué. Bearbeitet von Luise v. d. Marwitz. E. S. Mittler &amp;amp; Sohn, Berlin 1908.&lt;br /&gt;
* [[Walter von Hueck]], [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]], [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Genealogisches Handbuch des Adels]]. Adelige Häuser A (Uradel).&amp;#039;&amp;#039; Band VIII, Band 38 der Gesamtreihe &amp;#039;&amp;#039;GHdA&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1966, {{ISSN|0435-2408}}, S. 399.&lt;br /&gt;
* {{NDB|21|684|685|Rochow, Gustav Adolf Rochus|[[Bärbel Holtz]]|104245565}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Acta Borussica]] – Die Protokolle des Preußischen Staatsministeriums.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1817–1934/38.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ([[Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften|BBAW]]). Verlag Olms-Weidmann, Hildesheim / Zürich / New York 2004.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
* [http://stabikat.sbb.spk-berlin.de:8080/DB=1/SET=2/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=1016&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Rochow%2C+Gustav+Adolf+Rochus+von Literaturliste.] In: Online-Katalog der [[Staatsbibliothek zu Berlin]].&lt;br /&gt;
* Rundfunk Berlin-Brandenburg (Hrsg.): [https://www.preussen-chronik.de/_/person_jsp/key=person_gustav%2Badolf%2Brochus%2Bvon_rochow.html Preussen-Chronik.de.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Navigationsleiste Preußische Innenminister}}{{Normdaten|TYP=p|GND=104245565|VIAF=76750059}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rochow, Gustav von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Provinz Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person in den Koalitionskriegen (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Preußischer Staatsrat (1817–1918)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Rochow|Gustav]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adliger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1792]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1847]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rochow, Gustav von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rochow, Gustav Adolf Rochus von (vollständiger Name); Rochow, Gustav Adolph Rochus von&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=preußischer Staatsminister und Innenminister&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1792&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Gut [[Nennhausen]] bei Rathenow, Brandenburg&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=11. September 1847&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Reckahn|Schloss Reckahn]], Landkreis Zauch-Belzig, Brandenburg&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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