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	<title>Gustav Stille - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Stille.jpg|mini|Gustav Stille (um 1915)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Wilhelm Bernhard Stille&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. November]] [[1845]] in [[Steinau (Niedersachsen)]]; † [[7. Februar]] [[1920]] in [[Stade]]) war ein deutscher [[Mediziner]] und [[Schriftsteller]], der neben [[Roman]]en und [[Theaterstück]]en in [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutscher Sprache]] [[Bevölkerungspolitik|bevölkerungspolitische]] und [[Rassenideologie|rassenideologische]] Schriften mit betont [[Geschichte des Antisemitismus bis 1945|antisemitischen]] Tendenzen veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Am 21. November 1845 in Steinau als fünfter Sohn eines Pastors geboren, prägte das streng [[Protestantismus|protestantische]] Elternhaus Stilles Kindheit. Er besuchte das Gymnasium [[Athenaeum Stade|Athenaeum in Stade]], das er 1867 mit dem Reifezeugnis abschloss. Während seines Studiums wurde er 1867 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Burschenschaft Germania Tübingen]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Alten Herren der Deutschen Burschenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Überlingen am Bodensee 1920, S. 238.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Studium der Humanmedizin an den [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Universitäten Tübingen]] und [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel|Kiel]] ließ Stille sich von 1872 bis 1903 als praktischer Landarzt in [[Ihlienworth]] in der Nähe seines Geburtsort Steinau nieder. Er heiratete eine Pastorentochter, wurde Vater dreier Söhne und begann nebenbei mit seiner schriftstellerischen Tätigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 wurde er nach Teilnahme am „Internationalen medicinischen Congress der [[Malthusianismus|Malthusian]] league“ in Amsterdam zu deren Vizepräsidenten gewählt. In seinem frühen schriftstellerischen Wirken erörterte Stille sozialpolitische Themen, darunter den &amp;#039;&amp;#039;[[Bevölkerungsfalle#Neo-Malthusianismus|Neo-Malthusianismus]], das Heilmittel des [[Pauperismus]]&amp;#039;&amp;#039; (Berlin 1880). Erst nach der Bekanntschaft mit dem antisemitischen Publizisten [[Otto Glagau]] schrieb er mit antisemitischer Stoßrichtung zur Innen-, Außen- und Bevölkerungspolitik. Die Lösung der [[Soziale Frage|sozialen Frage]] meinte er im Kampf gegen die angebliche Verbindung von [[Kapitalismus]] und [[Judentum]] zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem großen Publikum bekannt wurde Stille mit seinem 1891 in Leipzig erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Der Kampf gegen das Judenthum&amp;#039;&amp;#039;, das bis 1912 acht Auflagen erlebte. Stille propagierte darin die Aufhebung der [[Jüdische Emanzipation|Judenemanzipation]], Ausnahmegesetze gegen die „Fremdlinge“, den Kampf gegen „[[Rassenschande]] und Mammonsdienst“ sowie letztlich den „Kampf gegen die Judenmacht bis zu ihrer völligen Vernichtung“. Mit seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Volkskraft und Weltpolitik&amp;#039;&amp;#039; forderte er 1897 die Abkehr von der traditionellen [[Kolonialpolitik]], stattdessen [[Lebensraum im Osten|Lebensraumerweiterung in Osteuropa]] und dessen „[[Germanisierung]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 zog Stille nach Stade, wo er jedoch nur noch sporadisch als niedergelassener Arzt tätig wurde und sich ganz überwiegend publizistischen und politischen Aktivitäten widmete. Er gab nun das &amp;#039;&amp;#039;Antisemitische Jahrbuch&amp;#039;&amp;#039; heraus, das in Berlin erschien und für die antisemitische [[Deutschsoziale Partei]] eintrat. 1918 verlieh ihm [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Kaiser Wilhelm&amp;amp;nbsp;II.]] wegen seines Einsatzes als Arzt und für „Mäßigungsbestrebungen“ den Ehrentitel „[[Geheimer Sanitätsrat]]“. Am 7. Februar 1920 verstarb Gustav Stille in Stade an [[Arteriosklerose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] wurde sein Stück &amp;#039;&amp;#039;Twee Feldgraue&amp;#039;&amp;#039; ([[Pockwitz (Druckerei)|Pockwitz]], Stade 1919) auf die [[Liste der auszusondernden Literatur]] gesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.polunbi.de/bibliothek/1948-nslit-s.html polunbi.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1949 wurde in [[Hamburg-Bergedorf]] eine Straße „nach dem Arzt und niederdeutschen Schriftsteller“ benannt und erst 2006 nach Recherchen des Historikers [[Hans-Jürgen Döscher]] zu den antisemitischen Schriften Stilles umbenannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2018-04 |url=http://athe-stade.de/Athenaeum-Online/Pressespiegel/2009-01/Doescher.pdf |text=&amp;#039;&amp;#039;Über das Leben eines Stader Antisemiten. Historiker Döscher über Gustav Stille&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2018-04-13 06:46:02 InternetArchiveBot}} (PDF; 28&amp;amp;nbsp;kB). In: &amp;#039;&amp;#039;Stader Tageblatt&amp;#039;&amp;#039;, 4. Februar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Döscher]]: &amp;#039;&amp;#039;„Kampf gegen das Judenthum“.Gustav Stille (1845–1920), Antisemit im deutschen Kaiserreich&amp;#039;&amp;#039;. Metropol, Berlin 2008, ISBN 978-3-938690-90-1. Eine positive Rezension von [[Michael Epkenhans]] in: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]&amp;#039;&amp;#039;, 2. Februar 2009.&lt;br /&gt;
* Hans Jürgen Döscher: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Stille&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Wolfgang Benz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Antisemitismus]]. Judenfeindschaft in Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;, Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Personen&amp;#039;&amp;#039;. De Gruyter / Saur, Berlin 2009, ISBN 978-3-598-24072-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117259152}}&lt;br /&gt;
* {{PBuB|ID=981}}&lt;br /&gt;
* [http://athenaeum-stade.de/Athenaeum-Online/Pressespiegel/2009-01/Doescher.pdf &amp;#039;&amp;#039;Über das Leben eines Stader Antisemiten. Historiker Döscher über Gustav Stille&amp;#039;&amp;#039;] (PDF) In: &amp;#039;&amp;#039;[[Stader Tageblatt]]&amp;#039;&amp;#039;, 4. Februar 2009.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117259152|LCCN=no2004035991|VIAF=83447637}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Stille, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor (Antisemitismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1845]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1920]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Stille, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Stille, Gustav Wilhelm Bernhard (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mediziner und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. November 1845&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Steinau (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Februar 1920&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stade]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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