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	<title>Gustav Steinmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: ersetze direkte Einbindung von CSS-Klasse durch &lt;a href=&quot;/index.php/Vorlage:Person&quot; title=&quot;Vorlage:Person&quot;&gt;Vorlage:Person&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Geologen und Paläontologen; zum Orgelbauer siehe [[Gustav Steinmann Orgelbau]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Johann Heinrich Conrad Gottfried Gustav Steinmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. April]] [[1856]] in [[Braunschweig]]; † [[7. Oktober]] [[1929]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Geologie|Geologe]] und [[Paläontologie|Paläontologe]]. Er war erster Direktor der neu errichteten geologisch-paläontologischen Institute an den Universitäten [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Freiburg im Breisgau]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität|Bonn]] (siehe [[Gustav Steinmann#Ehrungen und Auszeichnungen|Ehrungen und Auszeichnungen]]). Sein offizielles [[Autorenkürzel der Botaniker und Mykologen|botanisches Autorenkürzel]] lautet „{{Person|Steinm.}}“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als für die damalige Zeit herausragend gelten seine regionalgeologischen Arbeiten, z.&amp;amp;nbsp;B. über [[Südamerika]], und seine modernen Ansichten zur [[Alpen]]geologie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Max Pfannenstiel]] |Titel=Zur Geschichte der Geologisch-Mineralogischen Sammlungen der Universität Freiburg i. Br |Herausgeber=E. Zentgraf |Sammelwerk=Aus der Geschichte der Naturwissenschaften an der Universität Freiburg i. Br |Seiten=77–96 |Ort=Freiburg im Breisgau |Verlag=Eberhard Albert Universitätsbuchhandlung |Jahr=1957}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Seine Vorfahren waren Landwirte in [[Woltorf]] bei Braunschweig, sein Vater in der Militärverwaltung und danach in der des Hoftheaters. Schon als Schüler interessierte er sich für Naturwissenschaft und hatte ein eigenes kleines Gewächshaus im Garten der Familie. Nach dem Studium in Braunschweig und München, wo er bei [[Karl von Zittel]] 1877 über &amp;#039;&amp;#039;fossile Hydrozoen aus der Familie der Coryniden&amp;#039;&amp;#039; promoviert wurde. Ein weiterer Lehrer in München war [[Carl Wilhelm von Gümbel]] (Petrographie), bei dem er den Umgang mit Dünnschliffen lernte. 1877 kam Steinmann nach [[Straßburg]] als Assistent von [[Ernst Wilhelm Benecke]], wo er im Jahre 1880 habilitierte mit einer Arbeit über Fossilien der Jura und Kreide von Caracoles in Bolivien (auf die Venia legendi verzichtete er, da er sich übergangen fühlte&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Kollege war Extraordinarius geworden, obwohl er sich nach ihm habilitierte&amp;lt;/ref&amp;gt;). Unter Benecke kartierte er im damals teilweise deutschen Lothringen. 1882/83 kam er selbst erstmals nach Südamerika als Teil einer astronomischen Expedition zur Beobachtung des [[Venustransit]]s in [[Punta Arenas]] unter [[Arthur von Auwers]]. Dabei erkundete er auch die Geologie von Südpatagonien und anschließend Chile (u.&amp;amp;nbsp;a. kreidezeitliche Ammoniten und Geologie von [[Quiriquina]]) und Bolivien. Nach einem Jahr (1885–1886) als außerordentlicher Professor in [[Jena]] ging Steinmann nach Freiburg im Breisgau, wo er 1899/1900 Rektor war und bis zu seinem Wechsel nach Bonn im Jahre 1906 blieb. 1904 erfolgte die zweite Südamerikareise (besonders nach Bolivien, Peru). 1906 ging er als Nachfolger von [[Clemens August Schlüter]] als Direktor des Geologischen Instituts nach Bonn, wo er Mittel für einen Neubau des Instituts vom preußischen Kultusministerium zugesagt bekommen hatte, das 1911 eröffnet wurde. 1908 bereiste er Peru. 1924 wurde er emeritiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er befasste sich vor allem mit der Geologie Südamerikas und gab ab 1892 die Reihe &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Geologie und Paläontologie von Südamerika&amp;#039;&amp;#039; heraus (sie erschienen bis 1927 in insgesamt 29 Bänden). 1892 erschien seine geologische Karte von Südamerika (in Berghaus, Physikalischer Atlas, Gotha 1892) und 1891 eine Skizze der Geologie Südamerikas in &amp;#039;&amp;#039;The American Naturalist&amp;#039;&amp;#039;. 1926 wurde er auf dem Internationalen Geologenkongress in Madrid in die Kommission der Internationalen Geologischen Weltkarte für den Bereich Südamerika gewählt. 1929 erschien sein Standardwerk zur Geologie Perus. In Freiburg und später in Bonn befasste er sich auch mit dem Pleistozän des Oberrheins und anderen Aspekten regionaler Geologie, mit den Schweizer Alpen (besonders Graubünden) und allgemein mit Paläontologie und Abstammungslehre, wobei er eine umstrittene Theorie der vielstämmigen Herkunft größerer Organismengruppen vertrat (dargelegt in seinen Büchern &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Paläontologie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Die geologischen Grundlagen der Abstammungslehre&amp;#039;&amp;#039;). Neben Südamerika bereiste er auch den [[Ural]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=O. Wittmann |Titel=Geschichte des Oberrheinischen Geologischen Vereins 1871–1958 |Sammelwerk=Jahresberichte und Mitteilungen des oberrheinischen geologischen Vereins, Neue Folge |Band=40 |Seiten=1–76 |Ort=Stuttgart |Jahr=1958}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1929 Ostasien (Java, Indonesien, Japan, Hongkong).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Gustav Steinmanns archäologischen Veröffentlichungen gehört sein Beitrag zum Fundbericht über das [[Doppelgrab von Oberkassel]]. Darin hat er den Fundort beschrieben, an dem die beiden menschlichen Skelette aus dem [[Jungpaläolithikum]] gefunden worden waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Steinmann war Gründungsmitglied der [[Geologische Vereinigung|Geologischen Vereinigung]] (und deren Vorsitzender von 1920 bis 1930 und zeitweise Herausgeber der Geologischen Rundschau), erster Schriftführer des [[Oberrheinischer Geologischer Verein|Oberrheinischen Geologischen Vereins]] und Vorsitzender der [[Naturforschende Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau|Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau]]. Er war Ehrenmitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft. Er ist Träger der Goldenen Moreno Medaille des Museums der Universität von La Plata (1925). Er war korrespondierendes Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]] und der &amp;#039;&amp;#039;Academia Nacional de Ciencias en Córdoba&amp;#039;&amp;#039; in Argentinien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 heiratete er die Frauenrechtlerin und Politikerin [[Adelheid Steinmann|Adelheid Holtzmann]]. Aus der Ehe ging ein Sohn hervor, der Lehrer in Essen wurde. Zu den Enkeln gehörte [[Wulf Steinmann]] (1930–2019), Mitglied der [[Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste|Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste]] und Präsident und Rektor der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]] (1982–1994).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Nach Gustav Steinmann ist die [[Gustav-Steinmann-Medaille]] benannt, die seit 1938 von der Geologischen Vereinigung verliehen wird. Laut Satzung werden Wissenschaftler ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise um die &amp;#039;&amp;#039;Förderung der allgemeinen und regionalen Geowissenschaften&amp;#039;&amp;#039; verdient gemacht haben.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls [http://www.steinmann.uni-bonn.de/institut/namensgeber nach Gustav Steinmann benannt] ist das [http://www.Steinmann.Uni-Bonn.de/institut Steinmann-Institut für Geologie, Mineralogie und Paläontologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn].&lt;br /&gt;
* Weiterhin auch die so genannte &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Steinmann-Trinität&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die für das [[Penninikum]] der Alpen typische Vergesellschaftung von Ozeanboden[[basalt]]en ([[Ophiolith]]e), [[Kieselgestein]]en ([[Radiolarit]]e) und Tiefseetonen ([[Bündnerschiefer]]).&lt;br /&gt;
* 3. April 1929: Ehrenmitglied im [[Oberrheinischer Geologischer Verein|Oberrheinischen Geologischen Verein (OGV)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften == &lt;br /&gt;
* 1879: Oberrheinischer Geologischer Verein (OGV)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* mit [[Ludwig Döderlein]]: &amp;#039;&amp;#039;Elemente der Paläontologie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig: Engelmann, 1890 (Döderlein behandelte die Wirbeltiere)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Sketch of the Geology of South America&amp;#039;&amp;#039;, American Naturalist, Vol. 25, No. 298, 1891&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über Thecospira im rhätischen Sandstein von Nürtingen.&amp;#039;&amp;#039; In: Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Palaeontologie, Jahrgang 1894, Stuttgart 1894. S. 276–277 &lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erläuterungen zur Geologischen Specialkarte des Grossherzogtums Baden&amp;#039;&amp;#039;, G. Steinmann &amp;amp; C. Regelmann, Heidelberg, 1903&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Paläontologie&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1903, 2. Auflage 1907&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die geologischen Grundlagen der Abstammungslehre&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig 1908&lt;br /&gt;
* Herausgeber mit Otto Wilckens: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der regionalen Geologie&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg: Winter, 1910–1921 ff. (mehrbändig)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diluviale Menschenfunde in Obercassel bei Bonn&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Die Naturwissenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 27, 1914, zusammen mit [[Max Verworn]] und [[Robert Bonnet]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Eiszeit und der vorgeschichtliche Mensch&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig; Berlin: Teubner, 1917&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Der diluviale Menschenfund von Obercassel bei Bonn&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 1919, zusammen mit Max Verworn und Robert Bonnet&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geologie von Perú&amp;#039;&amp;#039;, Heidelberg: Carl Winter [Verl.], 1929&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugen Seibold]], [[Ilse Seibold]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Steinmann (1856–1929): Ein deutscher Ordinarius der Kaiserzeit&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;International Journal of Earth Sciences&amp;#039;&amp;#039;. Band 99, Supplement 1, 2010, S. 3–15, [[DOI:10.1007/s00531-010-0561-y]]&lt;br /&gt;
* [[Otto Wilckens]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Steinmann. Sein Leben und sein Wirken&amp;#039;&amp;#039;, Geologische Rundschau, Band 21, 1930, S. 389–415&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|214|216|Steinmann, Gustav|Eckhard Villinger|117259217}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Marc Krecher |Titel=Gustav Steinmann und sein Einfluss auf die Erforschung von Gebirgsbildungsprozessen in Alpen und Apennin |Sammelwerk=[[Berichte der Naturforschenden Gesellschaft zu Freiburg]] |Band=105 |Datum=2015 |Seiten=37–86 |Online={{ZOBODAT/URL|pdf/Berichte-naturf-Ges-Freiburg-Br_105_0037-0086.pdf}} |Format=PDF |KBytes=2314 |Abruf=2022-04-24}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117259217}}&lt;br /&gt;
* {{IPNI|Steinm.}}&lt;br /&gt;
* [http://www.g-v.de/content/category/1/14/38/ Empfänger der Gustav-Steinmann-Medaille seit 1938]&lt;br /&gt;
* [http://www.geologie.uni-freiburg.de/root/history/steinmann.html Zum Wirken G. Steinmanns in Freiburg] (aus [[Max Pfannenstiel]] 1957)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117259217|LCCN=n/87/830354|VIAF=69187283}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Steinmann, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paläontologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rektor (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kartograf (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1856]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1929]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Steinmann, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Steinmann, Johann Heinrich Conrad Gottfried Gustav (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Geologe und Paläontologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. April 1856&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. Oktober 1929&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InkoBot</name></author>
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