<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_Selve</id>
	<title>Gustav Selve - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_Selve"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Selve&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T05:51:11Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Selve&amp;diff=386347&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L.Willms: /* Fortgang aus Altena und Tod */  &quot;mit den ANDEREN Unternehmern&quot; -- Selve war ja selber ein Unternehmer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Selve&amp;diff=386347&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-08-16T08:21:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fortgang aus Altena und Tod: &lt;/span&gt;  &amp;quot;mit den ANDEREN Unternehmern&amp;quot; -- Selve war ja selber ein Unternehmer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Selve A.jpg|miniatur|Medaille mit dem Porträt Gustav Selves]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Selve&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Februar]] [[1842]] in [[Lüdenscheid]]; † [[7. November]] [[1909]] in [[Bonn]]) war ein deutscher [[Unternehmer]]. Er zählte vor dem Ersten Weltkrieg zu den bedeutendsten Großindustriellen Deutschlands, führte bereits früh [[Sozialleistung]]en für die von ihm beschäftigten Arbeiter ein und gilt als einer der Wegbereiter des modernen [[Sozialversicherung]]swesens, das später durch [[Otto von Bismarck]] gesetzlich verankert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altena - Gustav-Selve-Palais (Lenneuferstraße) 01 ies.jpg|mini|Gustav-Selve-Palais an der Lüdenscheider Straße in Altena]]&lt;br /&gt;
Gustav Selve wurde 1842 in Lüdenscheid als ältester Sohn des Landwirts und Mühlenbesitzers &amp;#039;&amp;#039;Hermann Dietrich Selve&amp;#039;&amp;#039; (1813–1881) und dessen Frau Anna Katharina (geb. Selve) (1813–1868) auf deren Hofgut Peddensiepen bei [[Honsel (Lüdenscheid)|Honsel]] geboren. Er hatte zwei Brüder und zwei Schwestern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. September 1872 heiratete er &amp;#039;&amp;#039;Maria Fischer&amp;#039;&amp;#039; (* 9. Mai 1853; † 1929), eine Tochter des Lüdenscheider Fabrikbesitzers und Politikers Heinrich Fischer (1825–1890). Aus der Ehe gingen zwei Töchter und zwei Söhne hervor, von denen einer jedoch jung verstarb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt; Zwei Jahre nach der Hochzeit bezog er mit seiner Familie eine Villa an der Lüdenscheider Straße in Altena, die aufgrund der aufwendigen Gestaltung von der Altenaer Bevölkerung auch als &amp;#039;&amp;#039;Villa Alpenburg&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Altena - Gustav-Selve-Palais 04 ies.jpg | thumb | 220x124px | right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmerische Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altena - Basse &amp;amp; Selve 06 ies.jpg|mini|Fabrikgebäude der Fa. Basse &amp;amp; Selve an der Lenne in Altena]]&lt;br /&gt;
Gustav Selve besuchte die [[Gewerbeschule]] in [[Iserlohn]]. Anschließend arbeitete er zunächst für das Lüdenscheider Kupfer- und Messingwalzwerk Caspar Noell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Selves Vater Hermann Diedrich (Dietrich) (* 1813; † 1881) gründete im Jahr 1861 zusammen mit dem Manufakturwarenhändler Carl Basse das Messingwalzwerk [[Basse &amp;amp; Selve]] in Bärenstein bei Werdohl, in dem der Sohn fortan arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot;&amp;gt;Ralf Stremmel: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Selve. Ein Großindustrieller im Deutschen Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Reidemeister, Geschichtsblätter für Lüdenscheid Stadt und Land&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 180 (vom 3. November 2009), S. 1481–1486.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1872 wurde er zum Teilhaber und [[Geschäftsführung (Deutschland)|Geschäftsführer]], ab 1883 war er nach dem Rückzug der Familie Basse Alleininhaber des Unternehmens, dessen [[Firmensitz]] 1869 nach [[Altena]] verlegt worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Aluminiumguss]] wurde ein Werkstoff entwickelt, der für Automobil-, Motorboot- und Luftschiffteile verwendet wurde. Durch die Produktion von [[Neusilber]]-Blech für Patronenhülsen, [[Nickel]] für Münzplättchen und Messing (Legierung aus Kupfer und Zink) für Beschläge aller Art beschäftigte das Unternehmen &amp;#039;&amp;#039;Basse &amp;amp; Selve&amp;#039;&amp;#039; allein in Altena bis zu 2400 Mitarbeiter, weltweit bis zu 3500 Mitarbeiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barth&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Barth: &amp;#039;&amp;#039;Das Denkmal für den Industriellen Gustav Selve (1842–1909) in Altena.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Denkmalpflege in Westfalen-Lippe&amp;#039;&amp;#039; ({{ISSN|0947-8299}}), Jahrgang 2007, Heft 1, S. 24–27. ([http://www.lwl.org/wafd-download/PDF/Denkmalpflege_1_07.pdf online] als PDF-Datei; 1,37 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 gründete er in [[Thun]] im Schweizer Kanton Bern die Firma [[Baoshida Swissmetal|Schweizerische Metallwerke Selve &amp;amp; Co.]]&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.beoberland.ch/selve/report.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Soziales und politisches Engagement ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet der [[Wohlfahrtspflege]] und der Fürsorge um die soziale Lage seiner Arbeiterschaft nahm im Leben Gustav Selves großen Raum ein. Die Schaffung von Arbeiterwohnungen, Kleinkinder- und Handarbeitsschulen, Konsum- und Badeanstalten sowie die Einrichtung eines Unterstützungsfonds für Hilfsbedürftige und eine Fabriksparkasse sind nur einige von ihm ins Leben gerufene Einrichtungen. Im Gegenzug verlangte er von seiner Belegschaft hohe Leistungsbereitschaft. Sein Wahlspruch war „Treue um Treue“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.deutsche-biographie.de/downloadPDF?url=sfz121157.pdf Stremmel, Ralf: „Selve, Gustav“. In: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 231–232 (Onlinefassung)], abgerufen am 24. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gustav Selve bedachte seine Stammbelegschaft testamentarisch mit finanziellen Zuwendungen gestaffelt nach Familienstand und Betriebszugehörigkeit. Zum 50-jährigen Firmenjubiläum, zwei Jahres nach Gustav Selves Tod, ließen die Mitarbeiter ihrem verstorbenen Chef auf dem Felssporn zwischen seinem Wohnhaus und einem Teil der Selveschen Werksanlagen ein Denkmal errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lwl.org/wafd-download/PDF/Denkmalpflege_1_07.pdf Ulrich Barth: &amp;#039;&amp;#039;Das Denkmal für den Industriellen Gustav Selve (1842–1909) in Altena&amp;#039;&amp;#039;. In: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe, Ausgabe 01.07, S. 24–27], abgerufen am 24. Mai 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Altenaer Baugesellschaft 1871.jpg|miniatur|Aktie über 100 Taler der Altenaer Baugesellschaft vom 1. Juni 1871]]&lt;br /&gt;
Die Gründung der [[Altenaer Baugesellschaft]] (ABG) im Februar 1870 ging wesentlich auf sein Engagement zurück.&lt;br /&gt;
Er war Mitglied im Präsidium der &amp;#039;&amp;#039;Zentralstelle zur Bekämpfung der Tuberkulose&amp;#039;&amp;#039; und stiftete 1897 100.000 [[Mark (1871)|Mark]] für die Errichtung einer Lungenheilstätte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot;&amp;gt;{{NDB|24|231|232|Selve, Gustav|Ralf Stremmel|189539097}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. August 1898 wurde in Lüdenscheid-[[Hellersen]] die &amp;#039;&amp;#039;[[Hellersen#Haus Hellersen|Volksheilstätte für Lungenkranke des Kreises Altena]]&amp;#039;&amp;#039; als erste derartige Einrichtung in der [[Provinz Westfalen]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisch war Gustav Selve national-konservativ eingestellt und ein glühender Verehrer des Deutschen Kaisers sowie des Reichskanzlers [[Otto von Bismarck]]. Vor Reichstagswahlen belehrte er seine Arbeiter, die immerhin ein Fünftel der Altenaer Bevölkerung ausmachten, welche Partei sie zu wählen hätten, wobei diese dem Rat des Unternehmers folgten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot; /&amp;gt; Im Jahr 1895 spendete er 11.000 Mark für ein Bismarck-Standbild auf der Lüdenscheider Straße in Altena, direkt gegenüber in der von ihm bewohnten &amp;#039;&amp;#039;Villa Alpenburg&amp;#039;&amp;#039;. Das 2,65&amp;amp;nbsp;m hohe Standbild aus Bronze wurde nach einem Modell des Bildhauers [[Arnold Künne]] gegossen und am 1. September 1895 enthüllt. Das Denkmal wurde im Zweiten Weltkrieg für Rüstungszwecke demontiert und eingeschmolzen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sieglinde Seele]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Bismarck-Denkmäler.&amp;#039;&amp;#039; Michael Imhof Verlag, Petersberg 2005, ISBN 3-86568-019-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1885 war Gustav Selve [[Stadtverordneter]] in Altena. Die Stadtverordnetenversammlung wurde nach dem [[Drei-Klassen-Wahlrecht]] gewählt. Selve bildete aufgrund seines außerordentlich hohen Einkommens zeitweise alleine die Erste Klasse und konnte so ein Drittel der Stadtverordneten bestimmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot; /&amp;gt; In der Bevölkerung wurde er deswegen oft halb scherzhaft als &amp;#039;&amp;#039;König von Altena&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Selve war Mitglied des [[Verein Deutscher Ingenieure|Vereins Deutscher Ingenieure]] (VDI) und des VDI-Bezirksvereins an der Lenne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Angelegenheiten des Vereines |Sammelwerk=[[VDI-Z Integrierte Produktion|Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure]] |Band=11 |Nummer=1|Datum=1867-01 |Seiten=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fortgang aus Altena und Tod ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der [[Emission (Umwelt)|Emissionen]] seiner Produktionsstätten kam es zu Konflikten mit der Stadt Altena und deren Bevölkerung. Vor allem die Nickelhütte im Werk Schwarzenstein beeinträchtigte mit schädlichen, schwefelhaltigen Emissionen die Landwirtschaft und den Gartenbau in ihrer Umgebung, weshalb es häufiger zu Protesten der Anwohner kam.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch mit den anderen Unternehmern der Stadt geriet Selve zunehmend in Konflikt. Da er seinen Arbeitern relativ hohe Löhne zahlte und für die Zeit außergewöhnliche Sozialleistungen bot, verschärfte er in den Augen der örtlichen Konkurrenten den Wettbewerb um Arbeitskräfte erheblich. Auch die Altenaer Einzelhändler sahen in der von Selve für seine Arbeiter betriebenen Konsumanstalt eine starke Konkurrenz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verwaltung der Stadt Altena stieß Selve, der ein stärkeres kommunales soziales Engagement, z. B. im sozialen Wohnungsbau forderte, auf Widerstand. Ausschlaggebend für seinen Fortgang aus Altena war schließlich ein Streit mit dem [[Magistrat (Deutschland)|Magistrat]] der Stadt. Selve hatte eine oberirdische Stromleitung von seinem Werk Hünengraben zu seiner Villa Alpenburg an der Lüdenscheider Straße verlegen lassen, was auf den Protest von Anwohnern stieß, die darin eine Verschandelung der Straße sahen. Obwohl Selve vorher eine Baugenehmigung eingeholt hatte, ordnete die Stadtverwaltung nach einem über mehrere offene Briefe, die in den Lokalzeitungen veröffentlicht wurden, ausgetragenen Streit an, dass Selve die Stromleitung wieder demontieren musste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Reidemeister&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Bonn Villa Selve Rheinfront 1898.jpg|mini|Villa Selve in Bonn, vormals Villa Martius, vom Rhein aus gesehen, 1898]]&lt;br /&gt;
1896 verließ Selve schließlich Altena und zog zunächst nach [[Bad Honnef]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt; 1899 zog er nach [[Bonn]], wo er die am Rheinufer stehende [[Villa Selve|Villa Martius]] erworben hatte, die er um eine Gartenhalle erweitern ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Olga Sonntag: &amp;#039;&amp;#039;Villen am Bonner Rheinufer. 1819–1914.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, Katalog 1, Bouvier Verlag, Bonn 1998, ISBN 3-416-02618-7, S. 351–361.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Villa lag im Ortsteil [[Gronau (Bonn)|Gronau]] im Zentrum des heutigen Landschaftsparks zwischen der Villa Loeschigk, die später als [[Palais Schaumburg]] bezeichnet wurde, und der [[Villa Hammerschmidt]]. Seine unmittelbaren Nachbarn waren hier Prinz [[Adolf zu Schaumburg-Lippe]] und dessen Frau Prinzessin [[Viktoria von Preußen (1866–1929)|Viktoria von Preußen]], eine Tochter Kaiser [[Friedrich III. (Deutsches Reich)|Friedrichs III.]] und Schwester Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelms II.]] Auch von Bonn aus leitete Gustav Selve weiterhin sein Sauerländer Unternehmen. Die Altenaer &amp;#039;&amp;#039;Villa Alpenburg&amp;#039;&amp;#039; blieb im Besitz der Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selve starb in seiner Bonner Villa am 7. November 1909. Seine Asche wurde auf dem Evangelischen Friedhof seiner Geburtsstadt Lüdenscheid beigesetzt, auf dem Gustav Selve bereits 1893 ein Mausoleum als [[Mausoleum der Familie Selve|Erbbegräbnis der Familie]] hatte errichten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Zeitpunkt seines Todes hatte er die von seinem Vater übernommene Fabrik zu einem multinationalen Konzern aufgebaut. Er besaß Werke in Altena, [[Hemer]], Lüdenscheid, außerdem Produktionsanlagen im Rheinland, in Sachsen, Ostpreußen, der Schweiz und Italien. Am Ende wurde sein jährliches Einkommen auf 1,6 Millionen Mark geschätzt. (Ein Arbeiter Selves verdiente etwa 1000 Mark im Jahr.) Im Jahr 1909 nahm er auf einer Liste der reichsten Einwohner [[Preußen]]s den 33. Platz ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Konzern wurde von seinem Sohn [[Walther von Selve]] fortgeführt. 1921 wurde Basse &amp;amp; Selve in eine [[Aktiengesellschaft]] umgewandelt. Daraus ging später die [[Vereinigte Deutsche Metallwerke|Vereinigte Deutsche Metallwerke AG (VDM)]] (später &amp;#039;&amp;#039;ThyssenKrupp VDM&amp;#039;&amp;#039;) hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Altena - Gustav-Selve-Denkmal 03 ies.jpg|mini|Gustav-Selve-Denkmal in Altena]]&lt;br /&gt;
* 1888 wurde Gustav Selve zum [[Kommerzienrat]], 1897 zum [[Geheimrat|Geheimen]] Kommerzienrat ernannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1909 wurde ihm der [[Königlicher Kronen-Orden (Preußen)|Königliche Kronen-Orden]] 3. Klasse verliehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stremmel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Mitarbeiter seiner Altenaer Werke bedankten sich mit der Errichtung des bis heute noch gut erhaltenen [[Gustav-Selve-Denkmal]]s (im Volksmund &amp;#039;&amp;#039;zum stillen Gustav&amp;#039;&amp;#039; genannt) in Altena am Berg zwischen Lenne- und Rahmedetal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Barth&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ihm zu Ehren sind in Altena die Gustav-Selve-Straße und in Hemer die Selvestraße benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Basse &amp;amp; Selve, Altena i. W. Entwicklung und Geschichte der Firma. Festschrift zur Feier des 50jährigen Bestehens 1861–1911.&amp;#039;&amp;#039; [[Meisenbach, Riffarth und Co.|Meisenbach &amp;amp; Riffarth]], (Berlin-)Schöneberg, o. J. (1911).&lt;br /&gt;
* Ralf Stremmel: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Selve. Annäherungen an einen Großindustriellen und märkischen Wirtschaftsbürger im Kaiserreich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Märker, Landeskundliche Zeitschrift für den Bereich der ehemaligen Grafschaft Mark und den Märkischen Kreis&amp;#039;&amp;#039; ({{ISSN|0024-9661}}), Altena 2002, S. 5–20.&lt;br /&gt;
* Eckhard Trox: &amp;#039;&amp;#039;Triumph der Luxusklasse. Selve, Maybach und die Traditionen des Motorenbaus im Süden Westfalens.&amp;#039;&amp;#039; Lüdenscheid 2004, ISBN 3-929614-51-0.&amp;lt;!--zweifelhaft, ob in diesem Band tatsächlich Infos zu Gustav Selve enthalten sind - bezieht sich wohl eher auf die unternehmerischen Aktivitäten von [[Walther von Selve]]--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kulturring Altena (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Aber bitte vorwärts, vorwärts! Die Unternehmerfamilie Selve.&amp;#039;&amp;#039; Altena 2006.&lt;br /&gt;
* {{NDB|24|231|232|Selve, Gustav|Ralf Stremmel|189539097}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gustav Selve}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=189539097|VIAF=220823167}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Selve, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Altena)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Lüdenscheid)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Preußischen Königlichen Kronenordens 3. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Selve, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Februar 1842&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Lüdenscheid]]-[[Peddensiepen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=7. November 1909&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bonn]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;L.Willms</name></author>
	</entry>
</feed>