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	<title>Gustav Schiefer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Berlin2019 am 1. Mai 2026 um 00:05 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Schiefer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Juli]] [[1876]] in [[Althütte|Fautspach]]; † [[19. Mai]] [[1956]] in [[München]]) war ein deutscher Gewerkschaftsführer und Stadtrat ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]). Er war von 1947 bis zu seinem Tod Mitglied des [[Bayerischer Senat|Bayerischen Senats]] und von 1947 bis 1954 dessen 1. Vizepräsident.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werdegang ==&lt;br /&gt;
Schiefer wurde als Sohn der Maria Schiefer geboren. Vom 11. bis zum 14. Lebensjahr besuchte er die Volksschule, unterbrochen von einer jeweils halbjährigen Tätigkeit als Ziegeleiarbeiter, mit der er zum Unterhalt der Familie beitrug. Zwischen 1890 und 1894 absolvierte er eine Schreinerlehre, die dreieinhalb Jahre dauerte, da die Familie das Lehrgeld nicht bezahlen konnte. Im Anschluss führten ihn seine Wanderjahre als Geselle durch Deutschland, Österreich, Italien und die Schweiz. Nach seiner Rückkehr leistete er von 1897 bis 1899 seinen Militärdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1894 schloss er sich im Holzarbeiter-Verband der Gewerkschaftsbewegung an, der er zeitlebens engstens verbunden blieb. Von 1900 an war er im Bereich Sozialpolitik tätig, zunächst als Angestellter beim [[Hauptverband Deutscher Krankenkassen]]. 1908 war er einer der Mitbegründer der Münchner Ortskrankenkasse und erhielt 1911 eine Anstellung beim Gewerkschaftsverein München. Dort war er für die Wahlen der Selbstverwaltungskörperschaften im Rahmen der [[Reichsversicherungsordnung]] (RVO) in ganz Bayern zuständig. Die Teilnahme als Soldat am [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] unterbrach seinen beruflichen Werdegang. Nach Kriegsende übernahm er 1918 als geschäftsführender Vorsitzender die Leitung des Münchner Ortsausschusses des [[Allgemeiner Deutscher Gewerkschaftsbund|Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes]] (ADGB) und gehörte nach der [[Novemberrevolution]] kurzzeitig als 3. Schriftführer dem [[Provisorischer Nationalrat (Bayern)|Provisorischen Nationalrat]] der [[Münchner Räterepublik]] an. Später wurde er zum Vorsitzenden des Vereins &amp;#039;&amp;#039;Münchner Gewerkschaftshaus&amp;#039;&amp;#039; gewählt. Innerhalb der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] betätigte Schiefer sich weiter politisch und zog 1924 in den [[Münchner Stadtrat]] ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die „[[Machtergreifung]]“ der [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] 1933 führte zu einer scharfen Zäsur in Schiefers Werdegang. Er wurde als ADGB-Geschäftsführer entlassen und verlor sein Mandat im Stadtrat. Er wurde derart misshandelt, dass er mehrere Wochen im Krankenhaus Schwabing verbringen musste. In der Folge war er an der Seite von [[Wilhelm Leuschner]] und [[Jakob Kaiser]] im [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus]] aktiv. Nach seiner Inhaftierung saß er im [[Justizvollzugsanstalt München|Gefängnis Stadelheim]] und nach dem Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 sechs Wochen im [[Konzentrationslager Dachau|KZ Dachau]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Schwab: Alle Kraft für den Aufbau, Gewerkschaften in München 1945/46, Archiv der Münchner Arbeiterbewegung, München 2021, S. 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Mai 1945 wurde er wieder als Vorsitzender der [[Allgemeine Ortskrankenkasse|Allgemeinen Ortskrankenkasse München]], als Vorsitzender des Landesverbandes der Allgemeinen Ortskrankenkassen in Bayern und als Vorstandsmitglied der Ortskrankenkassenverbände im Bundesgebiet eingesetzt. Von 1950 bis 1953 war er stellvertretender Landesvorsitzender des [[DGB Bezirk Bayern|DGB-Landesbezirks Bayern]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem berufenen und später gewählten Münchner Stadtrat gehörte er wieder von 1945 bis 1952 an und war ab Juli 1946 Mitglied der [[Verfassung des Freistaates Bayern#Verfassunggebende Landesversammlung|Verfassunggebenden Landesversammlung]]. Mit Konstituierung des Bayerischen Senats am 4. Dezember 1947 wurde er zu dessen 1. Vizepräsidenten bestimmt. Dieses Amt bekleidete er bis zum 31. Dezember 1953. Dem Senat gehörte er bis zu seinem Tod im Juni 1956 an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1951: [[Goldene Bürgermedaille der Landeshauptstadt München]]&lt;br /&gt;
* 1952: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* Benennung einer Straße im Münchner Stadtteil Lerchenau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{BoslBayerBio|1|674|674|Schiefer, Gustav|autor=MM}}&lt;br /&gt;
* Karl Ritter von Klimesch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Köpfe der Politik, Wirtschaft, Kunst und Wissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Augsburg, Naumann 1953&lt;br /&gt;
* SPD-Stadtratsfraktion (München) (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre SPD im Münchner Rathaus&amp;#039;&amp;#039;, Buchendorfer Verlag München 1994, ISBN 3-927984-24-8, S. 82&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{HdBG Parlament|134138325}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=134138325|VIAF=13520443}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Schiefer, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:ADGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DGB-Funktionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrat (München)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Verfassunggebenden Landesversammlung (Bayern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Bayerischen Senats]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1956]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Schiefer, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Gewerkschaftsführer und Stadtrat&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Juli 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Althütte|Fautspach]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Mai 1956&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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