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	<title>Gustav Lierow - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Erichsohn am 28. Juli 2024 um 18:59 Uhr</title>
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		<updated>2024-07-28T18:59:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lohmen Kirche 2011-04-20 298.JPG|mini|Dorfkirche Lohmen (2015)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Wilhelm Lierow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[30. Januar]] [[1813]] in [[Dobbertin|Spendin]]; † [[22. Februar]] [[1891]] in [[Lohmen (Mecklenburg)|Lohmen]]) war ein deutscher evangelisch-lutherischer Pastor, Dichter und Schriftsteller.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gustav Lierow war der dritte Sohn des Erbpächters Hartwig Christoph Lierow und Dorothea (Maria, Amalia, Friederike) geborene Haack auf dem Gutshof Spendin im Klosteramt Dobbertin. Er wurde am 5. Februar 1813 durch Pastor Samuel Dietrich Hoppe in der [[Kloster Dobbertin|Klosterkirche]] zu [[Dobbertin]] getauft. Taufpaten waren der Küchenmeister Gustav Hartwig Schulze vom Klosteramt und der Kaufmann Adolph Erich aus Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenbuch der Gemeinde Dobbertin 1805–1905.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Lierow bekam im [[Kloster Dobbertin]] Privatunterricht mit den Kindern des Klosterhauptmanns Ferdinand [[Raven (Adelsgeschlecht)|von Raven]] auf [[Kuhlen-Wendorf|Müsselmow]], vormals Königlich Preußischer Rittmeister im Husaren-Regiment. Das gusseiserne zwei Meter hohe Grabkreuz des 1831 verstorbenen Klosterhauptmann von Raven steht noch auf dem [[Klosterfriedhof Dobbertin|Dobbertiner Klosterfriedhof]].&lt;br /&gt;
Zum Schulunterricht beim Hauslehrer Zander und dem Klosterpastor Friedrich Birkenstädt&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Liste der Persönlichkeiten des Klosters Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 2010–2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Amtshaus zu Dobbertin ging Gustav ab 1819 den zwei Kilometer langen Feldweg von Spendin täglich in Holzpantoffeln. Eine wichtige Erscheinung während der Schulausbildung der Kinder war die musisch gebildete Klosterhauptmännin Elisabeth von Raven, eine geborene Freiin [[Stenglin (Adelsgeschlecht)|von Stenglin]]. Sie las nicht nur den jungen Goethe vor und musizierte mit ihnen, als Gönnerin hatte sie sich auch in späteren Jahren noch um Gustav Lierow gekümmert und ihm dabei manchen Weg geebnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman, Spurensuche im Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Lierow ging 1828 auf das Gymnasium in [[Güstrow]]. Nach dem Abitur studierte er ab 1832 in Berlin bei den Professoren [[Friedrich Schleiermacher]] und [[August Neander]] Theologie. Danach hielt er sich ein Jahr an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttinger Universität]] auf und kehrte noch einmal nach Berlin zurück. Sein Examen legte Lierow 1835 an der [[Universität Rostock]] ab,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://purl.uni-rostock.de/matrikel/200000763 Eintrag] im [[Rostocker Matrikelportal]]&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er 1834 Mitglied des [[Corps]] Pomerania Rostock wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kösener Corpslisten|Kösener Korps-Listen 1910]], &amp;#039;&amp;#039;183a&amp;#039;&amp;#039;, 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier fand er Förderung und geistige Anregung bei dem bedeutenden Philosophen und Sozialreformer [[Victor Aimé Huber|Victor Aime Huber.]]&lt;br /&gt;
Und in Rostock kam es auch zu den ersten Begegnungen mit [[John Brinckman]], denn beide hatten sich dort für das Semester vom 1. Juli 1833 bis zum 30. Juni 1834 eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rostocker Matrikelportal]]: &amp;#039;&amp;#039;Immatrikulation im Rektorenjahr 1833/1834&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 19. John Brinckman, Rostock. Nr. 33. Gustav Adolf Wilhelm Lierow, Dobbertin.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um in der Nähe seiner Eltern in Spendin und dem Klosteramt in Dobbertin als aussichtsreichsten Arbeitgeber zu sein, diente Gustav Lierow die damals üblichen drei Hauslehrerjahre auf dem Gut von Georg Friedrich Gebhardi in [[Lübz|Ruthen]] bei [[Lübz]] ab. Dieser war nicht nur ein Freund seines Vaters, sondern auch ein Sohn des berühmten Göttinger Historiker Georg Friedrich Gebhardi.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Der Schwan an der [[Mildenitz (Fluss)|Mildenitz]]. Literarischer Spaziergang durch Mecklenburg.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg Magazin.&amp;#039;&amp;#039; SVZ Nr. 25/98 vom 19. Juni 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Pastor in Lohmen ===&lt;br /&gt;
1838 verstarb Pastor Detlof Hartwig Dietrich Heinrich Zander, Sohn des Hof- und Landgerichtsadvokat zu Güstrow und Syndicus des Klosters Dobbertin, in Lohmen. Der dritte Sohn des Pastors war [[Christian Zander (Theologe)|Prof. Dr. Christian Ludwig Enoch Zander]], der erste Direktor der [[Lauenburgische Gelehrtenschule|Lauenburgischen Gelehrtenschule]] zu [[Ratzeburg]] 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Zander-Archiv 1859, Abschrift durch Paul-Rene Zander 1953.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohmen Pfarrhaus 2011-04-20 201.JPG|mini|links|Pfarrhaus Lohmen (2015)]]&lt;br /&gt;
Die [[Dorfkirche Lohmen|Dorfkirche zu Lohmen]] war schon seit 600 Jahren [[Kirchenpatronat|Patronatskirche]] des Klosters Dobbertin.&amp;lt;ref&amp;gt;MUB I. (1863) Nr. 425.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1838 war Gustav Lierows älterer Bruder Ludwig schon zwölf Jahren Amtsschreiber und Amtsactuar beim Klosterhauptmann [[Carl Peter Johann von Le Fort]] in Dobbertin. So war es gewissermaßen folgerichtig, dass Gustav Lierow die Pastorenstelle in Lohmen bei der Wahl am 17. Juni 1838 vor den Pastoren Schroeder und Zander bekam.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenarchiv Lohmen, Protokoll vom 17. Juni 1838.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenarchiv Lohmen, Bestallung der Prediger, Band 1, 1748–1945.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch sein Eintritt in das Pfarramt am 30. September 1838 erfolgte unter besonders schwierigen Umständen. Ein Teil der Kirchgemeinde war mit seiner Wahl nicht einverstanden und hielt sich von der Kirche zurück. Denn die Lohmener Bauern mochten anfangs den 25-jährigen Sohn des Spendiner Gutspächters vom Dobbertiner Klosteramt gar nicht. Mit seiner Freundlichkeit und Festigkeit gelang es ihm die Widerstrebenden nach und nach zu gewinnen. Durch sein leutseliges Wesen und seinen harmlosen Humor wurde er eine bei Jung und Alt beliebte Persönlichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav Willgeroth]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Mecklenburg-Schwerinschen Pfarren seit dem dreißigjährigen Kriege.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, Wismar 1924, S. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Da er noch von der Kanzel so schön predigen konnte, blieb er dann bis zu seinem Tode 53 Jahre lang ihr Pastor. Die Lohmener meinten: &amp;#039;&amp;#039;Wat wie hebben, da weiten wi, oewer wat wi kregen, dat weiten wi nich.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Lohmens dichtender Pfarrer.&amp;#039;&amp;#039; SVZ Schwerin, Mecklenburg-Magazin 13. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das östlich der Dorfkirche gelegene recht große Pfarrgehöft bestand aus dem Predigerhaus mit angrenzendem Viehhaus und gegenüberliegendem Backhaus und einer Scheune. Südwärts der Dorfkirche befanden sich das Prediger-Witwenhaus, das Küsterhaus und der Wagen-Schauer des Pfarrers.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 3.2-4 &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaftliche Brandversicherung.&amp;#039;&amp;#039; Plan der Gebäude der Pfarre zu Lohmen 1802.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 3. November 1874 brannte abends das Pfarrgehöft mit dem Pfarrhaus in Lohmen völlig ab. Dabei wurden neben Gedichten und Liedern auch Pastor Lierows handschriftliche Dokumentation zur Geschichte des Kirchenumbaus von 1870 bis 1874 mit der Restauration und der Beschreibung der Kirche vernichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Lisch: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche zu Lohmen.&amp;#039;&amp;#039; MJB 40 (1875) S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während seiner Amtszeit wurden sämtliche Gebäude der Pfarre durch die Handwerker des Klosterbauhofes mit dem Amtsmaurermeister Reincke wieder neu errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 3.2-3/1 &amp;#039;&amp;#039;Landeskloster/Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3914, 3846, 3847.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohmen Kirche 2011-04-20 212.JPG|mini|Wappen in der Patronatskirche zu Lohmen (2011)]]&lt;br /&gt;
Von 1872 bis 1874 wurde im Auftrag des Dobbertiner Klostervorstehers [[Christian Joachim Hugo von Bernstorff|Graf von Bernstorff]] und der [[Verweser|Provisor]] [[Josias von Plüskow]] und Heinrich [[Bülow (Adelsgeschlecht)|von Bülow]] die innere Restauration der Lohmener Patronatskirche vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Landtag zu Malchin, Protokoll vom 13. November 1872, Nr. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die denkmalpflegerische Betreuung erfolgte durch [[Georg Christian Friedrich Lisch]] aus [[Schwerin]], die Wiederherstellung der [[Fresko|Frescowandgemälde]] durch den [[Dresden]]er Historienmaler [[Karl Christian Andreae]] und die Baubetreuung oblag dem [[Zwickau]]er Architekten [[Ludwig Möckel]], der ab 1883 das [[Doberaner Münster]] restaurierte. Lisch wurde auch hier als Fachexperte und Persönlichkeit benötigt, wie aus dem Schriftverkehr seines Nachlasses zur Lohmener Kirche zu entnehmen ist. So bat am 22. August 1872 Pastor Lierow ihn bei der Kirchenbesichtigung in seinem Pfarrhaus aufnehmen zu dürfen. Am 29. Oktober 1872 bat Graf von Bernstorff den Geh. Archivrat Lisch um eine Information zur Restauration der Lohmener Kirche aus &amp;#039;&amp;#039;seiner sachkundigen Feder&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Nachrichten aus Mecklenburg&amp;#039;&amp;#039; in den Mecklenburgischen Anzeigen. Der Klosterhauptmann Graf von Bernstorff wollte damit vor der kommenden Landtagsdebatte auf die Restauration aufmerksam machen.&amp;lt;ref&amp;gt;LHAS 10.9-L/6 Nachlaß Lisch, Friedrich, Nr. 45 Kirche zu Lohmen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Einweihung der restaurierten Kirche fand am 14. Juni 1874 im Beisein der Klostervorsteher, Handwerker und Künstler durch den Güstrower Superintendenten Polstorff und Pastor Lierow statt.&amp;lt;ref&amp;gt;3.2-3/1 &amp;#039;&amp;#039;Landeskloster/Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3848 Einweihung der Kirche zu Lohmen 1874.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Lierow wurde am 30. September 1888 zum Kirchenrat ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== John Brinckman ===&lt;br /&gt;
Als Dorfpastor konnte sich Gustav Lierows im großen Pfarrgarten und am Lohmer See auch wieder schriftstellerisch betätigen. 1842 brachte er einen selbstständigen Gedichtband &amp;#039;&amp;#039;Lyrische Gedichte&amp;#039;&amp;#039; in der Leopoldschen Universitätsbuchhandlung in Rostock heraus. Ein Exemplar gelangte sogar in die Schweriner Großherzogliche Privatbibliothek der Großherzogin Alexandrine, die Tochter König [[Friedrich Wilhelm III. (Preußen)|Friedrich Wilhelm III.]] von [[Preußen]]. Es befindet sich heute in der [[Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern|Mecklenburgischen Landesbibliothek]] zu [[Schwerin]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[John Brinckman]] konnte sich nach seiner Rückkehr aus Amerika 1842 bei seinem Freund Gustav Lierow im Lohmener Pfarrhaus mit dem großen Garten und am Lohmer See erholen.&amp;lt;ref&amp;gt;Behrend Böckmann: &amp;#039;&amp;#039; Gustav Lierow, dei Fründ von John Brinckman.&amp;#039;&amp;#039; SVZ, Güstrower Anzeiger 8. Juli 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach ihrer gemeinsamen schriftstellerischen Arbeit im September 1842 am &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburger Album&amp;#039;&amp;#039; brachten dieses 1843 zusammen mit dem Schweriner Schriftsteller David Jacob Assur heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman, Spurensuche im Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Brüder Ludwig und Gustav Lierow brachten John Brinckman mit ihren Kontakten und den Beziehungen des landesweit bekannten Klosters Dobbertin mehrfach Glück. So auch bei der Arbeitssuche als Hauslehrer in Rey und Dobbertin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der literarisch aktive Pastor Gustav Lierow soll auch mit zahlreichen weiteren Persönlichkeiten seiner Zeit bekannt und befreundet gewesen sein. So stand er auch mit [[Fritz Reuter]] und [[Ludwig Reinhard]] in freundschaftlichen Beziehungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Lohmens dichtender Pfarrer.&amp;#039;&amp;#039; SVZ Schwerin, Mecklenburg-Magazin, 13. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Briefe aus Reuters Eisenacher Zeiten belegen die Verbindungen zwischen den beiden fast gleichaltrigen Mecklenburgern.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman. Spurensuche im Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; 2014, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Familie Lierow ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lohmen Friedhof 2011-04-20 196.JPG|mini|Grabstätte des Kirchenrats Gustav Lierow in Lohmen  (2015)]]&lt;br /&gt;
Am 15. Oktober 1847 heiratet Gustav Lierow Johanna Dorothea Friederike Ottilie Langfeldt, die Tochter von Carl Joachim Simon, des späteren Stadtrichters und Gerichtsrats zu [[Parchim]]. Sie wurde am 20. Juni 1822 in [[Neustadt-Glewe|Neustadt]] geboren und starb am 31. Mai 1878 im Alter von 56 Jahren in Lohmen. Sie war die Tante des letzten großherzoglichen Staatsministers von Mecklenburg-Schwerin, [[Adolf Langfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus ihrer Ehe gingen vier Kinder hervor. Sein am 12. Dezember 1852 in Lohmen geborener Sohn Heinrich war nach dem Abitur in Parchim und Studium in Leipzig, Bonn und Rostock ab 1881 Oberlehrer an der Realschule in [[Oschatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Lierow war 53 Jahre Pastor in Lohmen. Während seiner Amtsführung ging 1874 das ganze Pfarrgehöft in Flammen auf, er hat den Bau des heutigen Pfarrhauses nebst den beiden großen Scheunen mit begleitet und in den Jahren an der inneren Kirchenrestauration mitgewirkt. Nebenbei war er literarisch interessiert und als dichtender Pfarrer auch bei den Klosterdamen in Dobbertin sehr beliebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Lierow starb am 22. Februar 1891 an einem Nierenleiden und wurde am 28. Februar 1981 auf dem Friedhof in Lohmen beigesetzt, wo sich seine gepflegte Grabstätte heute noch befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Lohmens dichtender Pfarrer.&amp;#039;&amp;#039; SVZ Schwerin, Mecklenburg-Magazin, 13. April 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1842 &amp;#039;&amp;#039;Lyrische Gedichte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1843 &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgisches Album.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben mit John Brinckman.&lt;br /&gt;
* 1844 &amp;#039;&amp;#039;Christliche Zeitlieder.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1882 &amp;#039;&amp;#039;Am Reformationsfest.&amp;#039;&amp;#039; Ein Zeitlied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
=== Gedruckte Quellen ===&lt;br /&gt;
* [[Mecklenburgisches Urkundenbuch]] (MUB)&lt;br /&gt;
* [[Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde|Mecklenburgische Jahrbücher]] (MJB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ungedruckte Quellen ===&lt;br /&gt;
[[Landeshauptarchiv Schwerin]] (LHAS)&lt;br /&gt;
* LHAS 3.2-3/1 &amp;#039;&amp;#039;Landeskloster/Klosteramt Dobbertin&amp;#039;&amp;#039; 7.25 Lohmen.&lt;br /&gt;
* LHAS 3.2-4 &amp;#039;&amp;#039;Ritterschaftliche Brandversicherung.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* LHAS 5.11-2 &amp;#039;&amp;#039;Landtagsverhandlungen, Landtagsversammlungen, Landtagsprotokolle und Landtagsausschuß&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* LHAS 5.12-4/2 &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgisches Ministerium für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* LHAS 10.9 &amp;#039;&amp;#039;Personalnachlass Lisch, Friedrich.&amp;#039;&amp;#039; Sachakten Dörfer, Nr. 59 Lohmen 1866–1874, enthält: &amp;#039;&amp;#039;Notizen, Manuskripte, Druckschriften und Korrespondenz zur Geschichte der Kirche in Lohmen.&amp;#039;&amp;#039; Auch Briefe von Karl Andreae aus Dresden, Pastor Gustav Lierow aus Lohmen und Klosterhauptmann Graf von Bernstorff aus Dobbertin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landeskirchliches Archiv Schwerin (LKAS)&lt;br /&gt;
* LKAS, OKR Schwerin, Personalia und Examina, L 69 Gustav (Adolf Wilhelm) Lierow.&lt;br /&gt;
* LKAS, OKR Schwerin, Kirchenarchiv Lohmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Lisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kirche zu Lohmen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MJB.&amp;#039;&amp;#039; 40 (1875) II. Zur Baukunde, Kirchliche Bauwerke, S. 161–168.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Schlie]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst- und Geschichts-Denkmäler des Grossherzogthums Mecklenburg-Schwerin.&amp;#039;&amp;#039; IV. Band: &amp;#039;&amp;#039;Die Amtsgerichte Schwaan, Bützow, Sternberg, Güstrow, Krakow, Goldberg, Parchim, Lübz und Plau.&amp;#039;&amp;#039; Schwerin 1901. (Neudruck: 1993, ISBN 3-910179-08-8, S. 382–387)&lt;br /&gt;
* Carl Schröder: In: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburg und die Mecklenburger in der schönen Literatur.&amp;#039;&amp;#039; 1909, S. 361, 373, 401.&lt;br /&gt;
* Franz Brümmer: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Wilhelm Lierow.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleimon bis Minnich.&amp;#039;&amp;#039; 1913, S. 258.&lt;br /&gt;
* [[John Brinckman]]: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Lierow.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mecklenburgisches Album 1843.&amp;#039;&amp;#039; G. B. Leopold’s Universitäts-Buchhandlung 1843.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Borchert (Publizist)|Jürgen Borchert]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Schwan an der Mildenitz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schweriner Volkszeitung|SVZ, Mecklenburg-Magazin]].&amp;#039;&amp;#039; 19. Juni 1998, S. 25.&lt;br /&gt;
* Jürgen Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Dorftag in Lohmen. Auf den Spuren von John Brinckman.&amp;#039;&amp;#039; Mecklenburg 8/99, S. 19.&lt;br /&gt;
* Jürgen Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Neuer mecklenburgischer Zettelkasten.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 2000, ISBN 3-356-00871-4, S. 7–26.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Müns, Jürgen Grambow: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman. Briefe, Dokumente, Texte.&amp;#039;&amp;#039; Band I. Leer 2002, ISBN 3-7963-0355-2.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Müns, Jürgen Grambow: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman. Briefe, Dokumente, Texte.&amp;#039;&amp;#039; Band II. Leer 2004, ISBN 3-7963-0365-X.&lt;br /&gt;
* [[Grete Grewolls]]: &amp;#039;&amp;#039;Lierow, Gustav (Adolf Wilhelm).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wer war wer in Mecklenburg und Vorpommern.&amp;#039;&amp;#039; 2011.&lt;br /&gt;
* [[Horst Alsleben]]: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckmann. Spurensuche im Klosteramt Dobbertin.&amp;#039;&amp;#039; Dobbertiner Manuskripte, Heft 15, Dobbertin 2014.&lt;br /&gt;
* Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Lohmens dichtender Pfarrer. Von Fritz Reuter bis Ludwig Reinhard: Gustav Lierow pflegte Kontakte zu zahlreichen Persönlichkeiten seiner Zeit.&amp;#039;&amp;#039; SVZ, Mecklenburg-Magazin. 13. April 2018.&lt;br /&gt;
* Horst Alsleben: &amp;#039;&amp;#039;Lohmens dichtender Pfarrer.&amp;#039;&amp;#039; SVZ, Lübz - Goldberg - Plau, 13. April 2019.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Siegmund, Gerd Richardt: &amp;#039;&amp;#039;John Brinckman. Die Bildbiografie.&amp;#039;&amp;#039; Rostock 2014, ISBN 978-3-356-01815-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|270743782}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1055118195|VIAF=309667590}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lierow, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kloster Dobbertin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1813]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1891]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lierow, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Lierow, Gustav Adolf Wilhelm (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Pastor, Dichter und Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=30. Januar 1813&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dobbertin|Spendin]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Februar 1891&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lohmen (Mecklenburg)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Erichsohn</name></author>
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