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	<title>Gustav Koenigs - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Koenigs&amp;diff=1421366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nico308: Mitgliedschaft ergänzt</title>
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		<updated>2026-05-01T08:10:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Mitgliedschaft ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Hermann Wilhelm August Koenigs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[21. Dezember]] [[1882]] in [[Düsseldorf]]; † [[15. April]] [[1945]] in [[Potsdam]]) war ein deutscher Verwaltungsjurist. Von 1931 bis 1940 war er [[Staatssekretär]] im [[Reichsverkehrsministerium]]. Von den Verschwörern des [[Attentat vom 20. Juli 1944|20. Juli 1944]] wurde er als Reichsverkehrsminister in Erwägung gezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und frühe Jahre ==&lt;br /&gt;
Gustav Koenigs Vater war ebenfalls preußischer Verwaltungsbeamter. Da der Vater später an das preußische [[Ministerium für Handel und Gewerbe]] wechselte, wuchs Koenigs in [[Berlin]] auf, wo er in [[Berlin-Schöneberg|Schöneberg]] die Schule besuchte. Er studierte [[Rechtswissenschaften]] in [[Freiburg im Breisgau]], [[Bonn]] und Berlin. Er war seit 1901 Mitglied der [[Studentenverbindung]] Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau.&amp;lt;ref&amp;gt;Bremer Gesellschaft (Hrsg.), Mitgliederliste der Bremer Gesellschaft zu Freiburg im Breisgau - Dezember 1928, Freiburg im Breisgau 1928, S. 8, Nr. 75.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Nach dem Studium schlug Koenigs dem väterlichen Vorbild folgend ebenfalls die Laufbahn eines preußischen Verwaltungsbeamten ein. Nach seinem [[Referendariat]] war er ab 1909 auf verschiedenen Posten im [[Kreis Blumenthal]], seiner Geburtsstadt Düsseldorf sowie in [[Nauen]] tätig. 1920 wechselte er als [[Ministerialrat]] in die Abteilung für [[Wasserstraße]]n beim preußischen [[Ministerium der öffentlichen Arbeiten]]. Mit dem Wechsel der Zuständigkeit für die Wasserstraßen ging Koenigs bald darauf zum Reichsverkehrsministerium (RVM), wo er am 1. April 1921 zum [[Ministerialdirigent]]en befördert und zum Leiter der Abteilung für [[Binnenschifffahrt|Binnen-]] und [[Seeschifffahrt]] ernannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatssekretär im RVM ==&lt;br /&gt;
Am 30. Dezember 1931 wurde er [[Staatssekretär]] im zu dieser Zeit von [[Theodor von Guérard]] geleiteten Verkehrsministerium. Auch unter Guérards Nachfolgern [[Gottfried Treviranus]] und [[Paul von Eltz-Rübenach]] behielt er diese Position. Da die [[Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft]] entsprechend den Regelungen des [[Dawes-Plan]]s eine eigenständige Gesellschaft war, war das RVM vor allem für die Bereiche [[Luftfahrt]], [[Kraftverkehr]], [[Schifffahrt]] und [[Wasserbau]] zuständig, im [[Eisenbahn]]bereich beschränkten sich die Zuständigkeiten auf administrative und technische Aufsichtsfunktionen. Zusammen mit Minister Eltz-Rübenach blieb Koenigs auch nach dem [[Machtergreifung|30. Januar 1933]] in seinem Amt. Bereits 1933 unterzeichnete Koenigs erste gegen Juden und Sozialdemokraten gerichtete Erlasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gottwaldt-Schulle-22&amp;quot;&amp;gt;Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das RVM verlor in der Folgezeit einen Teil seiner Kompetenzen durch Ausgliederung der Luftfahrt in das neue [[Reichsluftfahrtministerium]] von [[Hermann Göring]] und des [[Fernstraße]]nbaus an [[Fritz Todt]] als &amp;#039;&amp;#039;Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des sogenannten [[Röhm-Putsch]]s am 30. Juni 1934 wurde der Abteilungsleiter für Schifffahrt im RVM und Leiter der [[Katholische Aktion|Katholischen Aktion]], [[Erich Klausener]], von einem [[Schutzstaffel|SS-Kommando]] an seinem Arbeitsplatz im Ministerium ermordet. Der dadurch erheblich eingeschüchterte Koenigs bat daraufhin bei Eltz-Rübenach um seine Entlassung. Dieser überredete ihn jedoch zum Verbleib im Amt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gottwaldt-Schulle-95&amp;quot;&amp;gt;Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar 1935 wurde Koenigs als Nachfolger von [[Carl Friedrich von Siemens]] Präsident des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft. Am 30. Januar 1937 lehnte Minister Eltz-Rübenach die Verleihung des [[Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP|Goldenen Parteiabzeichens der NSDAP]] ab und musste daraufhin zurücktreten. [[Adolf Hitler|Hitler]] nahm den Wechsel zum Anlass, mit dem [[Gesetz zur Neuregelung der Verhältnisse der Reichsbank und der Deutschen Reichsbahn]] die Reichsbahn wieder in die direkte Verwaltung des Reiches zu übernehmen. Die Hauptverwaltung der Reichsbahn wurde Teil des Reichsverkehrsministeriums, neuer Verkehrsminister wurde der Reichsbahn-Generaldirektor [[Julius Dorpmüller]]. Als neuer „leitender Staatssekretär“ übernahm der bereits 1931 der NSDAP beigetretene [[Wilhelm Kleinmann]] die Leitung der Eisenbahnabteilungen, dem eigentlich dienstälteren Koenigs verblieben als zweitem Staatssekretär die Abteilungen für Schifffahrt, Wasserbau und Kraftverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1940, nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]], trat Koenigs als Staatssekretär zurück, angeblich auf Druck der Partei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gottwaldt-Schulle-98&amp;quot;&amp;gt;Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 98.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Stelle wurde nicht erneut besetzt und Staatssekretär Kleinmann übernahm seine Abteilungen. Anschließend wurde er als [[Treuhänder]] mit der Verwaltung des Stahlkonzerns [[ARBED]] in [[Luxemburg]] als [[Feindvermögen]] beauftragt, in dieser Funktion kam es bald zu Spannungen mit dem dortigen [[Gauleiter]] und [[Chef der Zivilverwaltung]] [[Gustav Simon (Gauleiter)|Gustav Simon]]. Dennoch zog Koenigs 1943 nach [[Esch-sur-Alzette]], nachdem seine Berliner Wohnung ausgebombt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin hatte Koenigs lose gesellschaftliche Kontakte zu Vertretern des konservativen [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstands gegen den Nationalsozialismus]], so zu [[Carl Friedrich Goerdeler|Carl Goerdeler]], [[Ulrich von Hassell]] und [[Johannes Popitz]]. Goerdeler führte Koenigs als möglichen Verkehrsminister oder Staatssekretär auf einer seiner Kabinettslisten, was dieser jedoch ablehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Gerhard Ritter]] |Titel=Carl Goerdeler und die deutsche Widerstandsbewegung |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Datum=1984 |ISBN=978-3-421-06181-2 |Seiten=617 |Online=https://www.google.de/books/edition/Carl_Goerdeler_und_die_deutsche_Widersta/_t88PQAACAAJ?hl=de |Abruf=2025-01-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem gescheiterten [[Attentat vom 20. Juli 1944]] wurde Koenigs von der [[Gestapo]] verhaftet und bis Weihnachten 1944 im [[KZ Ravensbrück]] festgehalten. Kurz nach seiner Freilassung starb Koenigs am 15. April 1945 bei einem Luftangriff in Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg wurde Koenigs in Würdigung seines Wirkens für die Binnenschifffahrt Namenspatron für eine [[Binnenschiffsklasse]], das &amp;#039;&amp;#039;[[Gustav-Koenigs-Schiff]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Parteimitgliedschaft ==&lt;br /&gt;
Während der [[Weimarer Republik]] war Koenigs Mitglied der [[Deutsche Volkspartei|Deutschen Volkspartei]] (DVP) unter [[Gustav Stresemann]]. Nach 1933 blieb Koenigs zunächst parteilos, trat dann aber zum 30. Januar 1938 in die [[NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 5.501.056).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gottwaldt-Schulle-97&amp;quot;&amp;gt;Alfred Gottwaldt, Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, S. 97&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Aus der ersten Ehe mit Ingeborg Koenigs, geborener Lange, ging ein Sohn, [[Folkmar Koenigs]] (1916–2009&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrufe/folkmar-koenigs-geb-1916/1593968.html | archive-is=20120911162836 | text=Karolin Steinke: &amp;#039;&amp;#039;Folkmar Koenigs (Geb. 1916)&amp;#039;&amp;#039;, tagesspiegel.de vom 4. September 2009}}&amp;#039;&amp;#039; (abgerufen am 4. September 2009)&amp;lt;/ref&amp;gt;), hervor, der seinem Vater in die juristische Laufbahn folgte und langjährig eine Professur für [[Handelsrecht|Handels-]] und [[Kartellrecht]] an der [[TU Berlin]] innehatte. In zweiter Ehe war er verheiratet mit Konstanze von [[Kaler]] zu Lanzenheim, die mit [[Fritz von der Lancken]] freundschaftlich verbunden war. Gustav Koenigs war ein Neffe des Landrats [[Richard Koenigs|Max Richard Walther Koenigs]], des Bankiers [[Ernst Friedrich Wilhelm Koenigs]] sowie des Chemikers Franz Wilhelm Koenigs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Alfred Gottwaldt]], Diana Schulle: &amp;#039;&amp;#039;„Juden ist die Benutzung von Speisewagen untersagt“. Die antijüdische Politik des Reichsverkehrsministeriums zwischen 1933 und 1945.&amp;#039;&amp;#039; Forschungsgutachten, erarbeitet im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Hentrich &amp;amp; Hentrich, Teetz 2007, ISBN 978-3-938485-64-4, (&amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Centrum Judaicum&amp;#039;&amp;#039; 6)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133529576}}&lt;br /&gt;
* {{GDW|gustav-koenigs}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|GND=133529576}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133529576|VIAF=65198900}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koenigs, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Attentat vom 20. Juli 1944)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatssekretär im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ministerialrat (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter (Studentenverbindung)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1882]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koenigs, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Koenigs, Gustav Hermann Wilhelm August&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Verwaltungsjurist und Staatssekretär&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. Dezember 1882&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Düsseldorf]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. April 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Potsdam]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nico308</name></author>
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