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	<title>Gustav Koczor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T00:44:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Koczor&amp;diff=2073957&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2024-12-07T16:14:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Theophil Koczor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. November]] [[1909]] in [[Kőszeg|Güns]]; † Oktober [[1948]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitgeschichte: Heft 3 2009&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|ztg|03|00|2009|178|ALTSEITE=168|II. Biographische Einbettung Tobais Portschys|anno-plus=ja}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; war ein [[österreich]]ischer [[Politiker]] ([[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]]) aus [[Oberschützen]]. Er hatte 1938 das Amt des [[Reichsgau Steiermark|Gaupressechefs der Steiermark]] inne und wurde am 15. März 1938 von Gauleiter [[Tobias Portschy]], einem früheren Schulkollegen Koczors,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zeitgeschichte: Heft 3 2009&amp;quot;/&amp;gt; zum Mitglied des [[Burgenländischer Landtag|Burgenländischen Landtags]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Gustav Koczor wurde am 26. November 1909 in Güns geboren und wuchs nach dem frühen Tod seines Vaters bei seinem Patenonkel, Superintendent Theophil Beyer, als eine Art [[Pflegekind|Ziehsohn]] bei dessen Familie in Oberschützen auf. Hier absolvierte er seine Schulausbildung, besuchte die Lehrerbildungsanstalt und war ein Schulkollege des späteren Gauleiters Tobias Portschy. 1928 [[Matura|maturierte]] Koczor und zog danach für das Studium an der [[Universität Graz]] in die steirische Landeshauptstadt. Später wollte Koczor Lehrer werden und studierte an den Universitäten Graz, [[Humboldt-Universität zu Berlin|Berlin]] und [[Universität Wien|Wien]] [[Romanistik]] und [[Germanistik]]. Das &amp;#039;&amp;#039;Tagblatt&amp;#039;&amp;#039;, der &amp;#039;&amp;#039;Generalanzeiger für das Burgenland&amp;#039;&amp;#039;, vermeldete im Oktober 1929, dass ein Gustav Koczor und eine Irene Hauser Eltern eines Knaben geworden seien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburt Sohn&amp;quot;&amp;gt;{{ANNO|tbb|20|10|1929|8|Aus dem Günser Matrikelamte.}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingetragen wurde dies im Günser Matrikelamt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geburt Sohn&amp;quot;/&amp;gt; Wie ein Beitrag anlässlich eines Akademiker-Kränzchens in Oberschützen in der &amp;#039;&amp;#039;[[Oberwarther Sonntags-Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom Januar 1931 zeigt, war Koczor in diesem Jahr bereits in [[Graz]] (Elisabethstraße 93) wohnhaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|oso|18|01|1931|3|* Akademiker-Kränzchen in Oberschützen.}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort dürfte er bereits spätestens ab dem Jahr 1929 gelebt haben. Schon sehr früh soll Koczor ein überzeugter Anhänger des [[Deutschtum]]s und des [[Nationalsozialismus]] gewesen sein. Im Studienjahr 1929/30 war er bereits Propagandaleiter des [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes]] (NSDStB) der Universität Graz. Zum 1. September 1931 trat er der NSDAP in der Ortsgruppe Oberschützen bei (Mitgliedsnummer 611.180).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-III/536524&amp;lt;/ref&amp;gt; Von September 1931 bis ins Jahr 1935 war er für die [[Sturmabteilung|SA]] tätig und war dabei einer ihrer Mitbegründer in Oberschützen. Ab dem Jahr 1937 gehörte er der [[Schutzstaffel|SS]] an (SS-Nummer 299.595).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Auflösung des bisherigen und Ernennung des neuen burgenländischen Landtages am 15. März 1938 wurde der in den zeitgenössischen Medien als Gaupresseschef bezeichnete Koczor von Portschy zum burgenländischen Landtagsabgeordneten ernannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|nwg|17|03|1938|26|Der neue burgenländische Landtag.}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ezg|20|03|1938|7|Bestellung des neuen Landtages.}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit der Amtsübernahme des bisherigen Gauwahlleiters des Burgenlandes, Tobias Portschy, als stellvertretender Gauleiter der Steiermark traten gleichzeitig auch die ebenfalls aus dem Burgenland stammenden [[Friedrich Schirl]] und Gustav Koczor ihre Ämter als Gauschatzmeister respektive Gaupresseamtsleiter der Steiermark an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|gre|09|06|1938|6|Tagesbericht}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vob|24|06|1938|9|Neubesetzung der Gauämter in der Steiermark}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Ernennung erfolgte am 28. Mai 1938 durch Reichskommissar Gauleiter [[Josef Bürckel]]. Koczors Aufgabe als kommissarischer Gauamtsleiter des Gaupresseamtes des Gaues Steiermark lag unter anderem in der Kontrolle aller Presseorgane, die in seinem Zuständigkeitsbereich erschienen, aber auch die Zuständigkeit für den Pressenachwuchs. Als [[Reichsredner|Gauredner]] hatte er in weiterer Folge Auftritte in verschiedenen steirischen Ortschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|mtz|21|01|1939|3|Heimatliches – Möderbrugg.}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|mtz|04|02|1939|4|Aus der Bewegung – Versammlungskalender für den Monat Februar}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Außerdem schrieb Koczor Berichte in verschiedenen lokalen und teils völkischen Zeitungen; darunter etwa den Artikel &amp;#039;&amp;#039;Der Soldat und das Opfer&amp;#039;&amp;#039; in der &amp;#039;&amp;#039;[[Murtaler Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 19. April 1941&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|mtz|19|04|1941|9|Der Soldat und das Opfer}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; oder den Artikel &amp;#039;&amp;#039;Hofzaun des Reiches. Die Untersteiermark ein Jahr unter deutscher Obhut&amp;#039;&amp;#039; im &amp;#039;&amp;#039;[[Völkischer Beobachter|Völkischen Beobachter]]&amp;#039;&amp;#039; vom 12. April 1942.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vob|12|04|1942|2|Hofzaun des Reiches. Die Untersteiermark ein Jahr unter deutscher Obhut}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;Völkischen Beobachter&amp;#039;&amp;#039; beispielsweise veröffentlichte er auch Artikel in seiner Funktion als SS-[[Kriegsberichterstattung|Kriegsberichter]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|vob|22|08|1944|2|Im Kirchhof von Birsen. Der Tod hält Ernte auf eigenem Acker}}, abgerufen am 29. Oktober 2023&amp;lt;/ref&amp;gt; Als solcher soll er Ende 1944 in [[Lettland]] und anschließend in der [[Rijeka|Provinz Fiume]] (bei Rijeka) stationiert gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er selbst hatte erstmals im Dezember 1929 laienhaften Kontakt zu journalistischer Arbeitsweise, als er bei einer Waisenhauszeitung mitarbeitete. Zu diesem Zeitpunkt war er als Erzieher bei besagter Anstalt tätig und wurde von der Leiterin des Hauses mit der Mitarbeit an der hauseigenen Zeitung betraut. 1931 erschien ein Artikel Koczors im &amp;#039;&amp;#039;Kampf&amp;#039;&amp;#039;, wobei allerdings nicht bekannt ist, welches Thema dieser Beitrag behandelte und wann genau er erschien. Während der „illegalen Zeit“ fungierte Koczor als Redakteur der Burgenland-Ausgabe des &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Beobachter|Österreichischen Beobachters]]&amp;#039;&amp;#039; und arbeitete in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] als Journalist für die &amp;#039;&amp;#039;[[Grenzmark-Zeitung|Grenzmark Burgenland]]&amp;#039;&amp;#039; (die spätere &amp;#039;&amp;#039;Grenzmark-Zeitung&amp;#039;&amp;#039;). Dabei war er sogar ein Gründungsmitglied dieser Zeitung, deren Hauptschriftleitung er später nach einer nur halbtägigen Einführung an [[Josef Gamauf]] übergab. Nach seiner Bestellung zum Gaupresseamtsleiter war er nur noch vereinzelt journalistisch tätig (siehe beispielsweise die obengenannten Artikel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verläuft sich seine Spur weitestgehend, weshalb sein Leben nach Ende des Krieges nicht genau rekonstruiert werden kann. Laut eigenen Angaben soll er zuerst in jugoslawischer und anschließenden für drei Monate in englischer [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]] gewesen sein. Laut Familienaufzeichnungen soll Koczor im Oktober 1948 in einem Lazarett in [[Linz]] verstorben sein. Über die näheren Umstände ist jedoch nichts bekannt. Laut einem Beitrag in den &amp;#039;&amp;#039;Oberschützer Museumsblättern&amp;#039;&amp;#039; soll es jedoch einige Ungereimtheiten hinsichtlich seines Ablebens geben, da sein vermeintlicher Tod in keinen offiziellen Quellen aufscheint. Weitere Verwirrung stiftet unter anderem die Anklage Koczors wegen Verstoßes gegen §§ 10 und 11 VG (illegale Tätigkeit und führende Funktion als Gaupresseamtsleiter) vor dem [[Volksgericht (Österreich)|Volksgericht Graz]]. Da sein Tod offenbar auch der Justiz nicht bekannt war, wurde das Verfahren erst im April 1956 eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Tobias Mindler: &amp;#039;&amp;#039;Die Presse und ihre Journalisten im Gebiet des heutigen Burgenlandes, 1938–1945. Biographische Skizzen und Versuch einer Typologisierung&amp;#039;&amp;#039;. Wien: Diplomarbeit, 2006.&lt;br /&gt;
* Tobias Mindler: &amp;#039;&amp;#039;Die Medienelite des Burgenlandes: Zeitungslandschaft und Journalisten von 1921 bis 1945&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Bestellung des neuen Landtages.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pullendorfer Bote. Beilage zur Oberwarther Sonntags-Zeitung.&amp;#039;&amp;#039; Jg. 59, Nr. 13, 3. April 1938, [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=oso&amp;amp;datum=19380403&amp;amp;seite=9&amp;amp;zoom=33 S. 1].&lt;br /&gt;
* [https://www.museum-oberschuetzen.com/kontakt/images/Museumsbl%C3%A4tter5.pdf &amp;#039;&amp;#039;Oberschützer Museumsblätter&amp;#039;&amp;#039;, Folge 5, 2008]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Koczor, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Journalist (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Burgenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Kriegsgefangener Jugoslawiens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreichischer Kriegsgefangener der Briten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1909]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Transleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Koczor, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Koczor, Gustav Theophil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Journalist, Politiker (NSDAP), Landtagsabgeordneter und Gaupressechef&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. November 1909&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kőszeg|Güns]], [[Österreich-Ungarn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=Oktober 1948&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Linz]], [[Österreich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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