<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_K%C3%B6llmann</id>
	<title>Gustav Köllmann - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_K%C3%B6llmann"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_K%C3%B6llmann&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-12T12:50:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_K%C3%B6llmann&amp;diff=750699&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Qwertz1894: /* Die Köllmann-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_K%C3%B6llmann&amp;diff=750699&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-07-20T14:39:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Köllmann-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Köllmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[10. März]] [[1874]] in [[Barmen]], seit 1930 [[Wuppertal]]; † [[5. Mai]] [[1966]] in [[Langenberg (Rheinland)]]) war ein deutscher [[Maschinenbau]]-[[Ingenieur]] und [[Unternehmer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Köllmann studierte Maschinenbau an der [[Karlsruher Institut für Technologie|Technischen Hochschule Karlsruhe]] und wurde während seines Studiums 1892 Mitglied der &amp;#039;&amp;#039;[[Karlsruher Burschenschaft Teutonia|Karlsruher Burschenschaft Germania]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Willy Nolte]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1934, S. 257.&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach war er zunächst als [[Praktikant]] in [[Chemnitz]] tätig und trat 1899 in die väterliche Maschinenfabrik ein, wo er den [[Werkzeugmaschine]]nbau einführte. Als Leiter eines rüstungswichtigen Betriebs im [[Deutsches Reich 1933 bis 1945|nationalsozialistischen Deutschen Reich]] wurde Gustav Köllmann zum [[Wehrwirtschaftsführer]] ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Köllmann-Werke AG ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Köllmann Werke AG 1941 1000 RM.jpg|mini|hochkant|Vorzugsaktie über 1000 RM der Köllmann Werke AG vom 9. Oktober 1941]]&lt;br /&gt;
Am 18. Juli 1904 gründete Gustav Köllmann in [[Leipzig]] die &amp;#039;&amp;#039;Mechanische Werkstatt G. Köllmann [[Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Deutschland)|GmbH]]&amp;#039;&amp;#039; und produzierte ab 1905 vorwiegend [[Zahnrad|Präzisionszahnräder]]. Die [[Firma]] wurde am 8. Juli 1907 in &amp;#039;&amp;#039;Zahnräderfabrik Köllmann GmbH&amp;#039;&amp;#039; geändert, das Unternehmen spezialisierte sich später auf die Herstellung von [[Kegelrad|Kegelrädern]] für Hinterachsen sowie [[Wechselgetriebe]] für die [[Automobilindustrie]] und war damit die erste Spezialfabrik in Deutschland auf diesem Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. August 1912 wandelte Köllmann das Unternehmen mit Wirkung ab 1. Januar 1912 als &amp;#039;&amp;#039;Zahnräderfabrik Köllmann AG&amp;#039;&amp;#039; in eine Familien-[[Aktiengesellschaft]] um. Diese Gesellschaft firmierte ab 19. Februar 1928 als &amp;#039;&amp;#039;Köllmann-Werke AG&amp;#039;&amp;#039;. Um die Verzahnungswerkzeuge, die Köllmann für die Zahnradfertigung benötigte, selbst herstellen zu können, gründete er 1919 in Leipzig die &amp;#039;&amp;#039;Köllmann Werkzeugfabrik GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Im Ersten Weltkrieg wurde für die Automobil-, Flugzeug- und Luftschiffindustrie produziert. Die Köllmann-Werke lieferten seit 1927 in Zusammenarbeit mit der &amp;#039;&amp;#039;Deutschen Getriebe-Gesellschaft mbH&amp;#039;&amp;#039; in [[Berlin]] die ersten synchronisierten [[Triebwagen]]getriebe für die [[Deutsche Reichsbahn (1920–1945)|Deutsche Reichsbahn]] und andere europäische Eisenbahngesellschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 übernahm Gustav Köllmann schließlich die &amp;#039;&amp;#039;Köllmann Maschinenbau-GmbH&amp;#039;&amp;#039;, die Maschinen- und Zahnräderfabrik seines Bruders in Langenberg (Rheinland), und baute dort Lang[[fräsmaschine]]n. 1935 gründete er auf dem Gelände Oststraße 5 in [[Liebertwolkwitz]] bei Leipzig (heute Ostende 5 im Leipziger Ortsteil Liebertwolkwitz) das Zweigwerk &amp;#039;&amp;#039;Köllmann Getriebebau-GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Seit 1940 wurden Zwangsarbeiter im Ort beschäftigt. Zu diesem Zweck wurden im Ort mehrere Lager für Zwangsarbeiter unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zwangsarbeit-in-leipzig.de/karte |titel=Karte Zwangsarbeit in Leipzig |werk=Gedenkstätte Zwangsarbeit Leipzig |sprache=de |abruf=2025-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1941 übernahm Köllmann die &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Getriebe-Gesellschaft&amp;#039;&amp;#039; in Berlin. Köllmann wohnte zu dieser Zeit in der Villa Friedensstraße 6 in [[Gohlis (Leipzig)|Leipzig-Gohlis]]. Im Zweiten Weltkrieg wurden in den Werken, die dann zu 35 % dem [[ThyssenKrupp AG#Thyssen AG|Thyssen-Konzern]] gehörten und die über 500 [[Zwangsarbeit in der Zeit des Nationalsozialismus|Zwangsarbeiter]] beschäftigten, Getriebe für Rüstungszwecke (Panzer, U-Boote, Flugzeuge) gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Syndikus]] der &amp;#039;&amp;#039;Köllmann Werkzeugfabrik GmbH&amp;#039;&amp;#039;, [[Wolfgang Heinze (Widerstandskämpfer)|Wolfgang Heinze]], wurde 1944 wegen Widerstandshandlungen gegen den Nationalsozialismus von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhaftet und am 12. Januar 1945 in Dresden hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Köllmann-Werke nach dem Zweiten Weltkrieg ==&lt;br /&gt;
Gustav Köllmann wurde im November 1945 durch eine Belegschaftsversammlung einstimmig abgesetzt. Zwei [[Prokurist]]en wurden aus unbekannten Gründen von der sowjetischen Besatzungsmacht verhaftet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elitenwechsel&amp;quot;&amp;gt;Frank Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Elitenwechsel in Industrieunternehmen im Wirtschaftsraum Leipzig von 1945 bis Anfang der fünfziger Jahre.&amp;#039;&amp;#039; In: Werner Bramke, Ulrich Hess (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wirtschaft und Gesellschaft in Sachsen im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Studien zur Erforschung von regionenbezogenen Identifikationsprozessen&amp;#039;&amp;#039;, Band 2.) Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 1998, ISBN 3-931922-88-X, S. 214.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Prokurist Edmund Beaumont starb im März 1946 im sowjetischen [[Speziallager Nr. 1 Mühlberg]].&amp;lt;ref&amp;gt;Initiativgruppe Lager Mühlberg e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Totenbuch – Speziallager Nr. 1 des sowjetischen NKWD, Mühlberg/Elbe.&amp;#039;&amp;#039; Mühlberg/Elbe 2008, ISBN 978-3-00-026999-8, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine weitere [[Entnazifizierung]] leitender Mitarbeiter ist nicht belegt. Im Dezember 1945 wurde durch das Amt für Betriebsneuordnung beim Landrat in Leipzig der Meister Curt Deutsch ([[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]]-Mitglied) zum „kommissarischen Leiter“ des Köllmann-Getriebewerks in Liebertwolkwitz bestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Elitenwechsel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leipziger Hauptwerk und die Werkzeugfabrik (Torgauer Straße 74 und 80) wurden durch die sowjetische Besatzungsmacht [[Demontage (Reparation)|demontiert]]. Außerdem wurden die noch verbliebenen Teile des Leipziger Werks am 3. März 1948 [[Verstaatlichung|verstaatlicht]] und der &amp;#039;&amp;#039;[[Vereinigung Volkseigener Betriebe|VVB]] Maschinenbau&amp;#039;&amp;#039; unterstellt. Das Werk in Liebertwolkwitz firmierte ab 1. Juli 1946 als &amp;#039;&amp;#039;[[Sowjetische Aktiengesellschaft|SAG]] für Maschinenbau Köllmann-Getriebebau GmbH&amp;#039;&amp;#039;. Beide Betriebsteile wurden schließlich 1958 mit der Maschinenfabrik &amp;#039;&amp;#039;G. E. Reinhardt Buchdruck-Metallutensilien&amp;#039;&amp;#039; (Waisenhausstraße 19, heute [[Arno-Nitzsche-Straße]], in [[Connewitz]]) zum &amp;#039;&amp;#039;[[Volkseigener Betrieb|VEB]] Fahrzeuggetriebewerke „Joliot-Curie“ Leipzig&amp;#039;&amp;#039; zusammengeführt, der ab 1978 dem &amp;#039;&amp;#039;[[VEB IFA-Kombinat Nutzkraftwagen Ludwigsfelde]]&amp;#039;&amp;#039; unterstellt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|politischen Wende]] ging 1990 aus dem Connewitzer Werk das &amp;#039;&amp;#039;Zahnradwerk Leipzig&amp;#039;&amp;#039; hervor, das 1991 zur Liebertwolkwitzer Betriebsstätte verlegt und 1993 als &amp;#039;&amp;#039;Zahnradwerke Leipzig GmbH&amp;#039;&amp;#039; [[Reprivatisierung|reprivatisiert]] wurde. Allerdings erfolgte 1998 nach Liquiditätsproblemen die Gesamtvollstreckung. Nach Gewährung von Krediten durch die [[Deutsche Ausgleichsbank]] konnte dann schließlich 1999 die &amp;#039;&amp;#039;Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH&amp;#039;&amp;#039; gegründet werden. In das von [[Otto Droge]] 1938 umgebaute Fabrikgebäude an der Torgauer Straße zog nach umfassender Sanierung das [[Stadtarchiv Leipzig]] ein.&lt;br /&gt;
[[Datei:Köllmann Werke AG 1953.jpg|mini|Aktie über 400 DM der Köllmann Werke AG vom Februar 1953]]&lt;br /&gt;
Den westdeutschen Betriebssitz verlegte man 1949 nach Langenberg und 1951 nach [[Düsseldorf-Heerdt]], wohin auch die Produktion verlagert wurde. 1955 erfolgte die Übernahme durch die &amp;#039;&amp;#039;Maschinenfabrik Ernst Thielenhaus&amp;#039;&amp;#039;, wo man 1964 die Getriebeproduktion und den Kompressoren- bzw. Maschinenbau in einem neuen Werk in Wuppertal vereinigte. Mit Neuorganisation der Thielenhaus-Gruppe wurde 2002 die &amp;#039;&amp;#039;Zahnradwerk Köllmann GmbH&amp;#039;&amp;#039; als &amp;#039;&amp;#039;Koellmann Airtec&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Koellmann Gear&amp;#039;&amp;#039; in die &amp;#039;&amp;#039;Thielenhaus Technologies GmbH&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Horst Riedel: &amp;#039;&amp;#039;Stadtlexikon Leipzig von A bis Z.&amp;#039;&amp;#039;  Pro Leipzig, Leipzig 2005, ISBN 3-936508-03-8, S. 308 f.&lt;br /&gt;
* {{NDB|12|323|324|Gustav Köllmann|[[Hans Christoph von Seherr-Thoss|Hans Christoph Graf von Seherr-Thoß]]|136119484}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Offizielle Seite der &amp;#039;&amp;#039;Thielenhaus Microfinish&amp;#039;&amp;#039; – [http://www.thielenhaus-technologies.com/ www.thielenhaus-technologies.com]&lt;br /&gt;
* Offizielle Seite der &amp;#039;&amp;#039;Neuen ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig-Liebertwolkwitz) – [http://www.nzwl.de/ www.nzwl.de]&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=co/043257|TEXT=Frühe Dokumente und Zeitungsartikel zur|NAME=Köllmann-Werke AG}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=136119484|VIAF=80518098}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kollmann, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinenbauingenieur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Leipzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Köllmann, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Maschinenbau-Ingenieur und Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=10. März 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Barmen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Langenberg (Rheinland)]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Qwertz1894</name></author>
	</entry>
</feed>