<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_Jonak</id>
	<title>Gustav Jonak - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Gustav_Jonak"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Jonak&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T02:32:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Jonak&amp;diff=567347&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hardenacke: /* Literatur */ + wikilink</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Jonak&amp;diff=567347&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-08T17:30:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; + wikilink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Jonak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[23. Mai]] [[1903]] in [[Olmütz]], [[Nordmähren]], [[Österreich-Ungarn]]; † [[23. Dezember]] [[1985]] in [[Nürtingen]]) war im [[NS-Staat]] im Rang eines [[SS-Obersturmbannführer]]s Leiter des Referates IV D 1 (Protektoratsangelegenheiten) des [[Reichssicherheitshauptamt]]es und Leiter des Oberlandratsamtes [[Ostrava|Mährisch-Ostrau]]. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war er [[Regierungsdirektor]] im [[Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg|Innenministerium Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Herkunft, Studium und frühe politische Betätigung ===&lt;br /&gt;
Gustav Jonak war der Sohn eines [[kaiserlich und königlich|k.u.k.]] Richters und späteren Notars im mährischen Olmütz, der 1917 in seinen Diensträumen in [[Nový Jičín|Neutitschein]] (Regierungsbezirk [[Opava|Troppau]]) von einem tschechischen [[Fahnenflucht|Deserteur]] ermordet wurde. Bereits während des Besuchs der Oberschule in [[Nový Jičín|Neutitschein]] schloss er sich dem „Völkischen Bund der Deutschen in Nordmähren“ an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Universität Innsbruck]] nahm Jonak ein [[Rechtswissenschaft|Jurastudium]] auf, das er an der [[Universität Grenoble]] und der Wiener [[Wirtschaftsuniversität Wien|Hochschule für Welthandel]] fortsetzte und 1929 in Prag an der [[Karls-Universität|deutschen Karl Ferdinands-Universität]] mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] abschloss. Während seiner Studienzeit schloss er sich dem [[volksdeutsche]]n „Aufbruch“-Kreis um [[Rudolf Kaspar]] an und trat 1922 in die &amp;#039;&amp;#039;Innsbrucker akademische [[Burschenschaft]] Germania&amp;#039;&amp;#039; ein. In Prag wurde er 1925 Mitglied der [[Burschenschaft Teutonia Prag|Prager Burschenschaft Teutonia]] und noch 1960 wurde er Ehrenmitglied der [[Wiener akademische Burschenschaft Albia|Wiener akademischen Burschenschaft Albia]]. 1925 und 1926 war Jonak Vorsitzender der Prager Studentenschaft und zwischen 1929 und 1932 vertrat er die [[sudetendeutsche]]n Burschenschaften im Hauptausschuss der [[Deutsche Burschenschaft|Deutschen Burschenschaft]]. Im gleichen Zeitraum arbeitete er als Rechtspraktikant im Kreisgericht Neutitschein und als Rechtsanwaltsanwärter in Neutitschein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 trat Jonak der [[Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei (Tschechoslowakei)|Sudetendeutschen Nationalsozialistischen Partei]] (DNSAP) bei. Von 1931 bis 1932 war er Stadtrat und Vorsitzender des Rechtsausschusses der Stadt Neutitschein. Anschließend diente er im tschechischen Infanterieregiment Nr. 3 in [[Kroměříž|Kremsier]]. Von 1934 bis 1936 war er Rechtsanwaltsanwärter (Konzipient) in [[Moravská Třebová|Mährisch-Trübau]]. Nach der Selbstauflösung der DNSAP trat Jonak im August 1936 der [[Sudetendeutsche Partei|Sudetendeutschen Partei]] unter [[Konrad Henlein]] bei und wurde Henleins Generalsekretär und Kanzleileiter. Von 1934 bis 1937 war er Vorsitzender der Sudetendeutschen Burschenschaft (BdS). Nach seiner Advokaturprüfung in deutscher und tschechischer Sprache beim Obergericht in [[Brünn]] war er von 1936 bis 1938 Rechtsanwalt in Mährisch-Trübau. Jonak ging jedoch zunehmend in Opposition zu der zögerlichen Haltung Henleins und schloss sich dem radikalen Flügel der Partei an, der die Angliederung des Sudetenlandes an das [[Deutsches Reich|Deutsche Reich]] forderte und die Bildung des [[Tschechoslowakei|tschechoslowakischen Staates]] als Schöpfung der Siegermächte des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] in Frage stellte. Zusammen mit Rudolf Kaspar, der ausgeschlossen wurde, verließ auch Jonak 1937 die Partei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Im Deutschen Reich ===&lt;br /&gt;
[[File:SS-Verordnungsblatt 20. April 1942 Seite 2.jpg|thumb|hochkant|Beförderung zum [[SS-Obersturmbannführer]] an [[Führergeburtstag|Hitlers Geburtstag]] 1942 im SS-Verordnungsblatt]]&lt;br /&gt;
Nach dem [[Münchner Abkommen]] trat Jonak im November 1938 in den Verwaltungsdienst ein, arbeitete dort bei der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] in [[Berlin]], nachdem er bereits 1936 Verbindung zum [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|Sicherheitsdienst]] (SD) aufgenommen hatte. Er wurde zum [[Assessor]] im [[Reichsministerium des Innern]] ernannt. [[Reinhard Heydrich]] bestellte ihn im Mai 1939 als [[Regierungsrat (Deutschland)|Regierungsrat]] zum Leiter des neueingerichteten Referates II T, das zuständig war für Grundsatzangelegenheiten des [[Protektorat Böhmen und Mähren|Protektorats]]. Schon kurz darauf wurde das Referat in die Sonderdienststelle BM (Böhmen und Mähren) und schließlich in das Referat IV D 1 des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) umgewandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 3. Juli 1940 beantragte Jonak die Aufnahme in die [[NSDAP]] und wurde rückwirkend zum 1. November 1938 aufgenommen (Mitgliedsnummer 6.899.866).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/18200966&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab August 1942 leitete Jonak, mittlerweile zum Oberregierungsrat befördert, das Oberlandratsamt Mährisch-Trübau. Seine Nachfolge im RSHA trat SS-Sturmbannführer [[Bruno Lettow]] an. 1943 wurde er zusätzlich Vorsitzender des Beirates der Wittkowitzer Bergbau- und Eisenhüttengewerkschaft. 1945 war er Verbindungsführer der Verwaltung beim Oberkommando der [[1. Panzerarmee (Wehrmacht)|1. Panzerarmee]] und wurde kommissarischer Polizeipräsident von Mährisch-Ostrau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Enddienstrang in der SS war Obersturmbannführer (SS-Nummer 337.797).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach Kriegsende ===&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende geriet Jonak im Mai 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft, wurde aber bald an die Tschechoslowakei ausgeliefert. 1947 wurde er vom tschechischen Volksgericht in Mährisch-Trübau zu zwölf Jahren Haft verurteilt. 1955 wurde er nach schwerer Krankheit aus der Haft in [[Cheb]] entlassen. Zeitgleich mit der Rückkehr der letzten deutschen Kriegsgefangenen aus der UdSSR wurde auch Jonak im Oktober 1955 in die Bundesrepublik entlassen. Er kam in das deutsche Lager in [[Moschendorf (Hof)|Hof-Moschendorf]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jonak siedelte nach [[Weilheim an der Teck]] über und wurde dort Gemeinderat. 1959 zog er nach [[Nürtingen]]. Er arbeitete zunächst beim Landratsamt Esslingen, ehe er in Diensten des Landes [[Baden-Württemberg]] zum Landessozialrichter und danach zum [[Ministerialrat]] im Innenministerium aufstieg und Leiter der Abteilung VII (Planungsabteilung für Raumordnung) wurde. Er war mit der Bildung der Ministerialkonferenz für [[Raumordnung]] betraut und korrespondierendes Mitglied der „Akademie für Landesplanung“ in Hannover. Außerdem war er Mitglied des Verwaltungsrates der Konferenz für Raumordnung Nord-West-Europa und Landessozialrichter. Vor der Pensionierung 1968 wurde er noch zum [[Regierungsdirektor]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere in den sechziger Jahren eingeleitete Ermittlungsverfahren gegen Jonak wurden eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1957 war Jonak Mitglied der [[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]] und des Landschaftsrates [[Kuhländchen]]. Ab 1956 schrieb er für die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Nation und Europa|Nation Europa]]&amp;#039;&amp;#039; auch unter den Pseudonymen Gerd Junker und Gerd Jäger und anderen. Er setzte sich in zahlreichen Artikeln mit der Zeitgeschichte, insbesondere mit der [[Kriegsschuldfrage]] auseinander. Er war zudem Mitglied der [[Ranke-Gesellschaft]]. Ab 1968 war Jonak Kandidat und Redner der [[Nationaldemokratische Partei Deutschlands|NPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 3: &amp;#039;&amp;#039;I–L.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1999, ISBN 3-8253-0865-0, S. 26–27.&lt;br /&gt;
* [[Michael Wildt]]: &amp;#039;&amp;#039;Generation des Unbedingten. Das Führungskorps des Reichssicherheitshauptamtes.&amp;#039;&amp;#039; Hamburger Edition HIS Verlagsges. mbH, Hamburg 2002, ISBN 3-930908-75-1.&lt;br /&gt;
* Matthias Gafke: &amp;#039;&amp;#039;Heydrichs Ostmärker. Das österreichische Führungspersonal der Sicherheitspolizei und des SD 1939-1945.&amp;#039;&amp;#039; WBG Academic, Darmstadt 2015, ISBN 978-3-534-26465-0, S. 285&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1113207647|VIAF=2695147373406941580000}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Jonak, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Reichssicherheitshauptamt)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestapo-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNSAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SdP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsanwalt (Tschechoslowakei)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Landessozialgericht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verwaltungsjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Protektorat Böhmen und Mähren)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (NS-Kriegsverbrechen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1903]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1985]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Regierungsdirektor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenmitglied einer Studentenverbindung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenfunktionär]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Jonak, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher SS-Obersturmbannführer, Referatsleiter im Reichssicherheitshauptamt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=23. Mai 1903&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Olmütz]], [[Mähren]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=23. Dezember 1985&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Nürtingen]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hardenacke</name></author>
	</entry>
</feed>