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	<title>Gustav Gurschner - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Gurschner&amp;diff=1440159&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Tippfehler korrigiert.</title>
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		<updated>2026-01-21T04:27:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler korrigiert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Gurschner.png|mini|Gustav Gurschner (1900)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Gurschner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1873]] in [[Mühldorf am Inn]]; † [[2. August]] [[1970]] in [[Wien]]) war ein [[Österreich|österreichischer]] [[Bildhauerei|Bildhauer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Sein Vater Alfons Gurschner war Vermessungsingenieur und heiratete in [[Bozen]] Aloisia Grass, die Tochter eines Messerschmieds. Sohn Gustav kam während eines Auslandsaufenthalts – der Vater war an einem Flussregulierungsprojekt zur Regulierung des [[Inn]] in [[Bayern]] beteiligt – zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gustav Gurschner besuchte die Volks- und die Bürgerschule in Bozen; den Sommer verbrachte er regelmäßig mit seinen Geschwistern bei den Großeltern in [[Mölten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885 ging Gurschner auf die Bozner Fachschule für Holz- und Steinbearbeitung; kurze Zeit war er auch an der Fachschule in [[Laas (Südtirol)|Laas-Vinschgau]]. 1888 wechselte er auf Anraten seines Bozner Lehrers Haider an die [[Kunstgewerbeschule]] nach Wien. Seine Lehrer waren August Kühne sowie von 1891 bis 1894 [[Otto König (Bildhauer)|Otto König]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Militärdienst als [[Einjährig-Freiwilliger]] bei den [[k.u.k. Kaiserjäger|Kaiserjägern]] in [[Innsbruck]] (1895/96) wechselte er nach [[München]], wo er sich in der [[Plastik (Kunst)|Großplastik]] fortbilden wollte. Er heiratete [[Alice Gurschner|Alice Pollak]], die sich als Schriftstellerin betätigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 reiste Gurschner nach Paris, wo er seine Begeisterung für den [[Jugendstil]] entdeckte. Maßgeblich inspiriert wurde er dort von Künstlern des [[Art Nouveau#Art Nouveau in Frankreich|Art Nouveau]] wie [[Alexandre Charpentier]], der ihn auch zur Gestaltung von Gebrauchsgegenständen und Kleinplastik animierte. So stellte er eine Vielzahl kunstgewerblicher Objekte wie Türklopfer, Leuchter, elektrische Lampen, Gürtelschnallen und viele weitere Gegenstände des täglichen Hausgebrauchs her.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich an Ausstellungen der [[Wiener Secession]], einer Künstlergruppe, die sich von der Hauptrichtung des Jugendstils abgespalten hatte. Im Zuge der Aufspaltung der Secession schloss sich Gurschner mit Gleichgesinnten zum [[Hagenbund]] zusammen, der 1908 ein Künstlerhaus errichtete, in dem Kunstausstellungen stattfinden konnten. Gurschner war langjähriger Obmann des Künstlerbundes und des Kunsthauses.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:St.-Anna-Kirche Mölten Grabstein Aloisia, von Gustav Gurschner.JPG|mini|Grabstein von Gurschners Mutter an der St.-Anna-Kirche in Mölten, gefertigt von Gustav Gurschner]]&lt;br /&gt;
Gurschners Hauptbetätigungsfeld wurde das [[Porträt]]. Er porträtierte Mitglieder des [[Habsburg|österreichischen Kaiserhauses]], Politiker, Künstler, Industrielle und Adelige. Stilistisch war er ein Gegner der Entwicklung vom [[Expressionismus]] zur abstrakten Kunst und blieb seinen eher gegenständlichen und ästhetisch begründeten Kunstvorstellungen aus der Zeit des Jugendstils treu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gurschner wurde als Künstler auch an den Königshof von Rumänien gerufen, wo er unter anderem die junge Königin Maria und König [[Karl I. (Rumänien)|Carol I.]] porträtierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1914 war Gurschner mit [[Leopold Wirth]] Initiator einer Kampagne zur Anwerbung einer Freiwilligenarmee, die den albanischen Fürsten [[Wilhelm zu Wied (1876–1945)|Wilhelm Prinz zu Wied]] in [[Durrës]] gegen aufständische Truppen unterstützen sollte. Nach einer erfolgreichen Euphorie mit zweitausend angeworbenen Freiwilligen in zwei Tagen, stockte die Aktion, die nach italienischer Intervention beendet wurde. Anfang Juli kamen schließlich einhundertfünfzig Freiwillige in Albanien an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hanns Christian Löhr |Titel=Die Gründung Albaniens: Wilhelm zu Wied und die Balkan-Diplomatie der Grossmächte, 1912–1914 |Verlag=Peter Lang |Ort=Frankfurt am Main |Datum=2010 |ISBN=978-3-631-60117-4 |Seiten=222ff |Online=https://books.google.com/books?id=mOAQPeRc5O8C&amp;amp;newbks=0&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;pg=PA222&amp;amp;dq=Gurschner+albanien&amp;amp;hl=de |Abruf=2022-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Die neueste Dummheit der auswärtigen Politik Österreichs |Sammelwerk=Arbeiterwille |Ort=Graz |Datum=1914-07-01 |Seiten=2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gurschner war auch ein früher Motorsportler. Er zählte zu den ersten Sportautofahrern Österreichs. Auf seine Anregung hin wurden das [[kaiserlich-königlich|k.k.]] Freiwillige Automobilkorps und das k.k. Freiwillige Motorfahrerkorps für das Militär gegründet. Als [[Oberleutnant]] (der Reserve) wurde er schließlich zum Kommandanten des k.k. Freiwilligen-Motorfahrkorps ernannt. Seine Kontakte zur Armee fand auch in vielen Auszeichnungen, Abzeichen und Denkmälern für die Gefallenen des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] ihren Niederschlag, wie etwa im Reiterdenkmal für die Gefallenen des [[K.u.k. Böhmisches Dragoner-Regiment „Fürst zu Windisch-Graetz“ Nr. 14|k.u.k. Dragoner-Regiments Nr. 14]] in der [[Augustinerkirche (Wien)|Wiener Augustinerkirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im letzten Kriegsjahr, am 10. April 1918, wurde Gustav Gurschner in die Kunstgruppe des [[k.u.k. Kriegspressequartier]]s aufgenommen. Etwa 80 Entwürfe von Armee[[Plakette|plaketten]], die zugunsten der Kriegsfürsorge von ihm geschaffen wurden, brachten ihm eine halbe Million [[Österreichische Krone|Kronen]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Ilse Krumpöck: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2004, S. 63 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb im Alter von 96 Jahren in Wien und wurde auf dem Hietzinger Friedhof (Gruppe 70, Grabnummer 19) am 7. August 1970 beigesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.friedhoefewien.at/verstorbenensuche-detail?fname=Gustav+Gurschner&amp;amp;id=04%3E3NZG.00&amp;amp;initialId=04%3E3NZG.00&amp;amp;fdate=1970-08-07&amp;amp;c=018&amp;amp;hist=false&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gurschners Bruder Emil (1886–1938)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.biographien.ac.at/oebl/oebl_G/Gurschner_Emil_1886_1938.xml Gurschner, Emil (1886–1938), Bildhauer] im [[Österreichisches Biographisches Lexikon|Österreichischen Biographischen Lexikon]].&amp;lt;/ref&amp;gt; war ebenfalls Bildhauer; Gustavs und Emils Neffe&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kovacek.at/de/13624/herbert-gurschner Herbert Gurschner] auf den Seiten der Galerie Kovacek (Wien).&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Herbert Gurschner|Herbert]] (1901–1975) war als Maler u.&amp;amp;nbsp;a. in [[London]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Silberne Medaille für Plastik und bronzene Medaille für das Kunstgewerbe auf der Pariser Weltausstellung 1900&lt;br /&gt;
* Goldene Medaille in Turin&lt;br /&gt;
* [[Viktoria-Orden]] in London&lt;br /&gt;
* Verdienstorden und [[Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Orden der Krone von Rumänien|Kommandeurkreuz der Krone in Rumänien]]&lt;br /&gt;
* Offizierskreuz des [[Franz-Joseph-Orden]]s&lt;br /&gt;
* Lorbeer des Künstlerhauses in Wien&lt;br /&gt;
* Ehrentitel eines Professors&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auszug) ==&lt;br /&gt;
* Bildnisrelief &amp;#039;&amp;#039;Kaiser [[Franz Joseph I.]]&amp;#039;&amp;#039;, 1907, [[Bronze]]guss, 45 × 4 cm, [[Heeresgeschichtliches Museum]], Wien&lt;br /&gt;
* Bildnisrelief &amp;#039;&amp;#039;[[Karl von Kopal]]&amp;#039;&amp;#039;, 1911, Bronzeguss, 56 × 5 × 45 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
* Reliefplakette &amp;#039;&amp;#039;Plakette des k.k. freiwilligen Automobilkorps&amp;#039;&amp;#039;, [[Messing]]blech, 44 × 4 × 51 cm, Heeresgeschichtliches Museum, Wien&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Franz Windisch-Graetz: &amp;#039;&amp;#039;Leben und Werk des Bildhauers Gustav Gurschner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Alte und moderne Kunst]].&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang XI, Heft 87, Wien 1966, S. 34–39 ([https://hauspublikationen.mak.at/viewer/image/1368513255279_0001/36/LOG_0018/ hauspublikationen.mak.at]).&lt;br /&gt;
* [[Josef Schwarz (Priester)|Josef Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik von Mölten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Schlern]].&amp;#039;&amp;#039; 1970, S. 484–487.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ilse Krumpöck: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum&amp;#039;&amp;#039;, Wien 2004, S. 63 f.&lt;br /&gt;
* W. F–d.: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Gurschner and His Work.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Artist (Journal)|The Artist]]&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;An Illustrated Monthly Record of Arts, Crafts and Industries&amp;#039;&amp;#039; (American Edition) Vol.&amp;amp;nbsp;28, №&amp;amp;nbsp;246 (July, 1900), S. 73–83 ([https://archive.org/details/jstor-25581532/page/n1/mode/2up Digitalisat] im [[Internet Archive]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Gustav Gurschner}}&lt;br /&gt;
* Hilda Strauß-Gutmann: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=nwj&amp;amp;datum=19300430&amp;amp;seite=8 &amp;#039;&amp;#039;Besuch bei Gustav Gurschner.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Neues Wiener Journal]], 30.&amp;amp;nbsp;April 1930, S.&amp;amp;nbsp;8&amp;amp;nbsp;f.&lt;br /&gt;
* [https://www.dorotheum.com/de/l/5948470/ Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Sklavin&amp;#039;&amp;#039;] auf dorotheum.com (mit Hinweis auf Gurschners ehemaliges Atelier in der Lindengasse 9 im VII. Wiener Gemeindebezirk).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1019053984|VIAF=85892346}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gurschner, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Person (Südliches Tirol)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Franz-Joseph-Ordens (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Rumänien (Komtur)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1873]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1970]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gurschner, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1873&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Mühldorf am Inn]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1970&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
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