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	<title>Gustav Gaertner - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T10:16:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Gaertner&amp;diff=1029027&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polarlys: hochkant</title>
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		<updated>2025-08-30T15:40:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;hochkant&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Mediziner Gustav Gaertner. Zum Verwaltungsjuristen und Politiker siehe [[Gustav Gärtner]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Gaertner.jpg|mini|Gustav Gaertner]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pneumatophor Walcher-Gaertner 001.JPG|mini|Darstellung des Pneumatophor Walcher-Gaertner, von Waldek, Wagner &amp;amp; Benda hergestellt (1895)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gaertner Tonometer.JPG|mini|hochkant|Gaertner-Tonometer (ca. 1900)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Gaertner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. September]] [[1855]] in [[Pardubice|Pardubitz]], [[Böhmen]]; † [[4. November]] [[1937]] in [[Wien]]) war ein österreichischer Arzt und [[Pathologe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Er war ein Sohn des Landwirtes und Destillateurs Alois Gaertner und dessen Frau Josephine (Liebermann). 1897 heiratete er Melanie (Schalek), aus der Ehe stammten eine Tochter (die Bildhauerin [[Hanna Gaertner]]) und ein Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung und Beruf ==&lt;br /&gt;
Er besuchte zunächst das Gymnasium in [[Königgrätz]] und ging dann zum Studium der Medizin an die [[Universität Wien]]. 1879 schloss er das Studium mit der [[Promotion (Doktor)|Promotion]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaertner arbeitete dann in verschiedenen Abteilungen des [[Wiener Allgemeines Krankenhaus|Wiener Allgemeinen Krankenhauses]] und ab 1882 am Institut für allgemeine und experimentelle Pathologie bei [[Salomon Stricker]] (1834–1898) als dessen Vorlesungsassistent und realisierte die von Stricker angeregte Einführung der [[Projektor|Projektion]] im [[Hörsaal]] als Unterrichtsmittel. Bereits 1884 wurde Gaertner für den Lehrstuhl der experimentellen Pathologie in [[Innsbruck]] vorgeschlagen, eine Intrige verhinderte die Berufung. 1885 erlangte er die [[Dozentur]] für das Fach der allgemeinen und experimentellen Pathologie und 1890 erhielt er die außerordentliche Professur, arbeitete dann hauptsächlich als praktischer Arzt. Im Jahr 1892 wurde er zum Mitglied der [[Leopoldina]] gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|IDName=gustav-gaertner|Name=Gustav Gaertner|Datum=1. Juli 2022}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] meldete er sich freiwillig als Arzt für das [[Garnison]]sspital [[Grinzing]] und führte dort eine eigene Abteilung. Erst 1918 erhielt Gaertner eine ordentliche Professur an der Universität Wien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistung ==&lt;br /&gt;
Gaertner arbeitete im Wesentlichen auf drei Gebieten: experimentell-pathologische Untersuchungen, [[Ernährung]]slehre und praktische bzw. wissenschaftliche Apparate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst beschäftigte er sich mit der Splanchnikusinnervation der [[Niere]] und der Nierensekretion (1880). Es folgten Arbeiten zur Elektrodiagnostik und zur Messung der [[Elektrodermale Aktivität|elektrodermalen Aktivität]] (1905). Er führte auch Versuche mit [[intravenös]]en [[Infusion]]en starker [[Salzlösung]]en durch (1893), was während der Kriegszeit als Mittel gegen profuse [[Durchfall|Durchfälle]] bei [[Cholera]] eingesetzt wurde. Darüber hinaus experimentierte er mit der intravenösen Sauerstoffinfusion als therapeutisches Verfahren und regte die Verwendung von [[Helium]] oder [[Wasserstoff]] für die [[Dekompression]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er wies auf den Füllungszustand der Handrücken[[vene]]n als Indikator des rechten Herzvorhofdruckes hin („Gaertner-Zeichen“ 1903) und befasste sich mit der [[Innervation]] der Hirngefäße (vermehrter Blutabfluss bei [[Epilepsie]] 1887).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gebiet der Ernährungslehre propagierte er die [[Reduktionsdiät]]. Über die Erfahrungen mit dem von ihm entwickelten [[Ergometrie|Ergostaten]] (quantitativ-energetische Messung von körperlicher Arbeit) entwarf er Sollgewichtstabellen. 1898 schlug er zur künstlichen Kinderernährung eine spezielle [[Muttermilch|Fettmilch]] vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaertner entwickelte eine große Zahl praktischer bzw. medizinischer Apparate: ein Tonometer zur [[Blutdruckmessung]] am Finger (Gärtner-Tonometer 1899), eine Kreisel[[zentrifuge]], eine Hauswaage mit drehbarer Skalenscheibe, ein [[Pulsmessung|Pulskontrollgerät]] für Operationen (Sphygmoskop 1903), einen tragbaren [[Beatmungsgerät|Beatmungsapparat]] (Pneumatophor 1896, von [[Waldek, Wagner &amp;amp; Benda]] hergestellt), ein [[Klistier]] mit Doppelgebläse (Pneumoklys), ein Gerät zur Durchgängigkeitsprüfung der Nase (Rhinometer), ein Gerät zur [[Hämatokrit]]bestimmung (Hämatograph), ein tragbares Duschbad (Ombrophor), das elektrische Zweizellenbad (1889), ein Messgerät für die Blutströmungsgeschwindigkeit (Kaolin-Rheostat 1890), ein Ruderbad für die [[Hydrotherapie]] und ein Gerät zur Messung der [[Schallstärke]] bei der [[Auskultation]] (Stethophonometer).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber einen neuen Blutdruckmesser (Tonometer)&amp;#039;&amp;#039;. Wien Med Wochenschr 49 (1899) 1412&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Messung des Drucks im rechten Vorhof. Eine neue klinische Untersuchungsmethode&amp;#039;&amp;#039;. Münchn Med Wochenschr 50 (1903) 2038, 2080&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Diätetische Entfettungskuren&amp;#039;&amp;#039;. 1913&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{NDB|6|25||Gärtner, Gustav|Marlene Jantsch|117671053}}&lt;br /&gt;
* A. Durig: &amp;#039;&amp;#039;Prof. Dr. Gustav Gärtner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wien Klin Wochenschr.&amp;#039;&amp;#039; 1925, 38.&lt;br /&gt;
* Solomon Robert Kagan: &amp;#039;&amp;#039;Jewish Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Boston 1952, S. 304.&lt;br /&gt;
* A. Kronfeld: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Gustav Gaertner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wien Med Wochenschr&amp;#039;&amp;#039; 87, S. 1237.&lt;br /&gt;
* [[Erna Lesky]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener medizinische Schule im 19. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Graz 1965, S. 564.&lt;br /&gt;
* J. Pal: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Gustav Gaertner.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wien Med Wochenschr&amp;#039;&amp;#039; 75 (1925), S. 2153.&lt;br /&gt;
* [[Julius Wagner-Jauregg]]: &amp;#039;&amp;#039;Professor Dr. Gustav Gaertner zum 80. Geburtstage.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wien Med Wochenschr&amp;#039;&amp;#039; 85 (1935), S. 1077.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=http://www.meduniwien.ac.at/histmed/gaertner_biographie.htm |titel=Gustav Gärtner 1855 - 1937 |hrsg=Institut für Geschichte der Medizin |archiv-url=http://web.archive.org/web/20080118222927/http://www.meduniwien.ac.at/histmed/gaertner_biographie.htm |archiv-datum=2008-01-18 |kommentar=Kurzbiographie, Portrait |offline=1 |abruf=2020-09-03}}&lt;br /&gt;
* Ole Daniel Enersen: {{Webarchiv | url=http://www.whonamedit.com/doctor.cfm/2968.html | wayback=20250220181053 | text=Gustav Gaertner}} bei whonamedit.com&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117671053|VIAF=5714655}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gaertner, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pathologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Wien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Österreich-Ungarn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kaisertum Österreich)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gaertner, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Gärtner, Gustav&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer Arzt und Pathologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. September 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Pardubice|Pardubitz]], Böhmen&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=4. November 1937&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
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