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	<title>Gustav Felix Flatow - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T04:59:38Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Felix_Flatow&amp;diff=503926&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;08Linus: lf</title>
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		<updated>2025-10-20T22:42:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Flatow.jpg|mini|Gustav Felix Flatow]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin-kreuzberg flatow-memorial-plaque 20050313 531.jpg|mini|Gedenktafel in [[Berlin-Kreuzberg]] für Alfred und Gustav Felix Flatow]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Felix Flatow&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Januar]] [[1875]] in [[Kościerzyna|Berent]], [[Westpreußen]]; † [[29. Januar]] [[1945]] im [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Gerätturnen|Gerätturner]] und [[Olympiasieger]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Flatow absolvierte nach dem Schulbesuch zwischen 1890 und 1893 eine kaufmännische Ausbildung in Berlin. Anschließend war er bis 1899 kaufmännisch tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flatow war dort ab 1893 Mitglied des Turnvereins 1850. Bei den [[Olympische Sommerspiele 1896|Olympischen Sommerspielen 1896]] in [[Athen]] nahm er als einer von zehn deutschen Turnern ebenso wie sein Cousin [[Alfred Flatow]] teil und siegte im Mannschaftswettbewerb (dafür erhielt er die Silber-Medaille, Gold gab es erst ab 1904) am [[Barren (Turngerät)|Barren]] und am [[Reck]]. Flatow konnte diesen Erfolg bei den [[Olympische Sommerspiele 1900|Olympischen Sommerspielen 1900]] in [[Paris]] jedoch nicht wiederholen und zog sich völlig aus dem Sport zurück, um sich der Leitung der 1899 durch ihn übernommenen Textilfirma Edmond Leon zu widmen. Zudem war er ab 1925 an der holländischen Textilfirma „Brandel“ in [[Rotterdam]] beteiligt und Ende der 1930er Jahre sein eigenes Textilunternehmen gründete, zeigt seinen Unternehmergeist und seine Widerstandsfähigkeit. Allerdings war diese Zeit durch die zunehmende Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Bürger durch das NS-Regime geprägt, was wirtschaftliche Aktivitäten für jüdische Unternehmer enorm erschwerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Flatow musste 1933 aufgrund der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Verfolgung als [[Judentum|Jude]] in die [[Niederlande]] emigrieren. Nach der [[Deutsche Besatzung der Niederlande 1940-1945|deutschen Besetzung 1940]] konnte er sich eine Zeit lang verstecken. Zu Silvester 1943 wurden er, seine Frau und sein Sohn jedoch verhaftet und im Februar 1944 in das [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]] [[Deportation|deportiert]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nooij&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ad Nooij |url=http://www.oudbennekom.nl/upload/file/Archief%20Kostersteen/Kostersteen%20nr_%20112.pdf |titel=Een ondergedoken Jodin verdwijnt spoorloos in Bennekom |hrsg=Historische Vereniging Oud-Bennekom |seiten=13 |format=PDF |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20161006062110/http://www.oudbennekom.nl/upload/file/Archief%20Kostersteen/Kostersteen%20nr_%20112.pdf |archiv-datum=2016-10-06 |abruf=2016-10-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in dem sein Cousin Alfred Flatow bereits 1942 ums Leben gekommen war. Aufgrund seiner sportlichen Erfolge wurde er dort als „Prominenter“ geführt&amp;lt;ref&amp;gt;Axel Feuß: &amp;#039;&amp;#039;Das Theresienstadt-Konvolut&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg 2002, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; und erhielt zusätzliche Lebensmittelrationen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berlin.de/ba-charlottenburg-wilmersdorf/ueber-den-bezirk/geschichte/stolpersteine/artikel.179295.php berlin.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz dieser in Theresienstadt vergleichsweise bevorzugten Versorgung&amp;lt;ref&amp;gt;Anna Hájková: &amp;#039;&amp;#039;The Last Ghetto. An Everyday History of Theresienstadt&amp;#039;&amp;#039;. Oxford 2020, S. 100 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; magerte Gustav Flatow um 20&amp;amp;nbsp;kg ab und starb im Januar 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Verhaftung der Familie gelang es der Tochter Anni (Amalie Beatrice Sara) Flatow, zu entkommen und in [[Ede (Niederlande)|Bennekom]] unterzutauchen. Dort verliert sich ihre Spur. Ihre Mutter Margarete und ihr Bruder [[Stefan Flatow|Stefan]] überlebten den Holocaust und setzten nach dem Krieg vergeblich alle Hebel in Bewegung, um Informationen über ihr Schicksal zu erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Nooij&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung an Gustav Flatow ==&lt;br /&gt;
Die Urne von Gustav Flatow wurde 1986 von Journalisten entdeckt und im heutigen [[Terezín]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gfflatow.jpg|mini|links|hochkant|Alfred und Gustav Felix Flatow auf einer &amp;#039;&amp;#039;bundesdeutschen Briefmarke&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1997 ehrte die Stadt [[Berlin]] die jüdischen Turner Alfred Flatow und Gustav Flatow, indem sie die Reichssportfeldstraße in der Nähe des [[Olympiastadion Berlin|Olympiastadions]] in [[Flatowallee]] umbenannte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.berliner-zeitung.de/reichssportfeldstrasse-heisst-ab-heute-flatowallee-charlottenburg-erinnert-an-zwei-olympiasieger-16035484 &amp;#039;&amp;#039;Reichssportfeldstraße heißt ab heute Flatowallee: Charlottenburg erinnert an zwei Olympiasieger&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 6. Oktober 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Umbenennung erinnert an ihr sportliches Erbe und ihr tragisches Schicksal während des Holocaust. Auf der [[Lohmühleninsel]] am [[Landwehrkanal]] im Berliner Ortsteil [[Berlin-Kreuzberg|Kreuzberg]] erinnert die Flatow-Sporthalle sowohl mit ihrem Namen als auch mit einer Gedenktafel an die beiden Flatows. Die Benennung der Sporthalle sowie die Gedenktafel dienen der Erinnerung an ihr sportliches Erbe und ihr tragisches Schicksal. Die [[Deutsche Post AG|Deutsche Post]] gab zum 100-jährigen Jubiläum der Olympischen Spiele eine Serie mit vier [[Briefmarke]]n heraus; eine davon zeigt Gustav und Alfred Flatow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Berlin-Köpenick trägt die sportbetonte [[Flatow-Oberschule]] den Namen der beiden Cousins. Die Schule ehrt mit ihrem Namen ihr sportliches Erbe und gedenkt ihrer tragischen Geschichte. Im Jahr 1989 wurde er in die [[International Jewish Sports Hall of Fame]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.jewishsports.net/BioPages/GustavFlatow.htm |wayback=20100923224842 |text=Gustav Flatow. |archiv-bot=2025-06-07 14:07:12 InternetArchiveBot }} In: [[International Jewish Sports Hall of Fame]] (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor seinem ehemaligen Wohnhaus in [[Berlin-Charlottenburg]], Schlüterstraße 49, wurden am 24. Juli 2012, [[Stolpersteine]] für ihn und seine Familie verlegt. Auch ein Stein für die Tochter Anni Flatow wurde dort verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{stolpersteine-berlin.de |Pfad=schluterstr/49/amalia-flatow |ID=4263 |Eintrag=Amalia Flatow |Autor=Volker Kluge}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{absatz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken an der Schlüterstr. 49 ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot; class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
   Gedenktafel Schlüterstr 49 (Charl) Gustav Felix Flatow.jpg|Gedenktafel für Gustav Flatow&lt;br /&gt;
   Stolperstein Schlüterstr 49 (Charl) Margarete Flatow.jpg|Stolperstein für Margarete Flatow&lt;br /&gt;
   Stolperstein Schlüterstr 49 (Charl) Amalia Flatow.jpg|Stolperstein für Amalia Flatow&lt;br /&gt;
   Stolperstein Schlüterstr 49 (Charl) Stefan Flatow.jpg|Stolperstein für Stefan Flatow&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Lorenz Peiffer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von Olympiasiegern zu „Reichsfeinden“ – Die Cousins Alfred und Gustav Felix Flatow&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Diethelm Blecking]], Lorenz Peiffer (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Sportler im „Jahrhundert der Lager“. Profiteure, Widerständler und Opfer.&amp;#039;&amp;#039; Die Werkstatt, Göttingen 2012, S. 255–261.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.ghetto-theresienstadt.de/pages/f/flatowf.htm Gustav Felix Flatow im Prominentenalbum der jüdischen Selbstverwaltung im Ghetto Theresienstadt.] In: &amp;#039;&amp;#039;Theresienstadt-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* [https://www.yadvashem.org/yv/de/exhibitions/sport/gustav-and-alfred-flatow.asp &amp;#039;&amp;#039;Gustav und Alfred Flatow&amp;#039;&amp;#039;.] [[Yad Vashem]] (deutsch).&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishsports.net/BioPages/GustavFlatow.htm Gustav Flatow.] In: [[International Jewish Sports Hall of Fame]] (englisch).&lt;br /&gt;
* {{Olympedia|70227}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=123580218|VIAF=18134964}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Flatow, Gustav Felix}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiasieger (Turnen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Holocaust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die in Berlin-Charlottenburg ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus dem Deutschen Reich zur Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prominenter Häftling im Ghetto Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der International Jewish Sports Hall of Fame]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Olympiateilnehmer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1896]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teilnehmer der Olympischen Sommerspiele 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Turner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Flatow, Gustav Felix&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Turner und Olympiasieger&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Januar 1875&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kościerzyna|Berent]], [[Westpreußen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. Januar 1945&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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