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	<title>Gustav Entz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T05:47:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Entz&amp;diff=1119856&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rensi: Ergänzt und teilweise berichtigt nach dem angeführten Kirchenlexikon.</title>
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		<updated>2026-04-01T20:40:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzt und teilweise berichtigt nach dem angeführten Kirchenlexikon.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Entz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[14. September]] [[1884]] in [[Wien]]; † [[15. Oktober]] [[1957]] ebenda) war ein österreichischer evangelischer Pfarrer und Professor für [[Praktische Theologie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach dem Gymnasiumsbesuch in Wien studierte Entz [[evangelische Theologie]] und Philosophie in Wien, Berlin und Marburg/Lahn. In Berlin besuchte er das Seminar von [[Adolf von Harnack]], von dessen Denken er sich begeisterte. 1908 ging er in den Schuldienst und hatte die Leitung des Theologenheims in Wien inne. 1911 schloss er seine Studien mit einer philosophischen Dissertation über [[Platon]] ab. 1917 folgte noch eine theologische Lizentiatenarbeit.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenlexikon, Sp. 312.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 wurde Entz ordiniert. Von 1914 bis 1922 war er Pfarrer der Gemeinde Wien-Hietzing. An Samstagen lud er Schüler zum gemeinsamen Lesen griechischer [[Philosophie|Philosophen]] ins Pfarrhaus ein.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.evang-wien.at/pages/1_news/news_arch/nl_2006_37.html | wayback=20070423204815 | text=Evangelische Kirche Wien}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gasthaus Hullesch in [[Hadersdorf-Weidlingau|Hadersdorf]] (heute Wien XIV., Mauerbacher Straße) wurde 1919 ein „Verein der evangelischen Glaubensgenossen von Hadersdorf [[Weidlingau]]“ ins Leben gerufen, dem bald darauf auch in [[Purkersdorf]] und [[Pressbaum]] Vereine gleicher Art folgten. Der erste [[Gottesdienst]] wurde von Pfarrer Entz am 27. Juli im Hause Hartmeyer in Hadersdorf, Viktor-Hagel-Gasse 2, gefeiert, die erste Predigtstation am 1. November 1919 im Hause des Oberingenieurs Bade in Weidlingau eröffnet. In Purkersdorf fand zwei Wochen später eine [[Martin Luther|Luther]]-Feier im Hause Konsul Meyer, Fürstenberggasse 2, statt. In Pressbaum wurde der erste Gottesdienst am 6. Juni 1920 in der [[Volksschule]] gefeiert. Hier wie auch in Purkersdorf entstanden eigene Predigtstationen. Es wurde alle 4 bis 6 Wochen durch Pfarrer Entz und [[Vikar]] Hans Huebmer Gottesdienst gehalten. Erstmals wurde an die Gründung einer eigenen Pfarr- oder Filialgemeinde von Wien-Hietzing für die Westbahngemeinden gedacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://members.a1.net/calyx/homepurk1eck/festschrift75/2_zeittafel_14_45.html |wayback=20160304195017 |text=Geschichte Ev. Pfarre Purkersdorf |archiv-bot=2025-06-07 14:04:40 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1922 wurde Entz Pfarrer der Teilgemeinde Wien-Innere Stadt in der [[Lutherische Stadtkirche (Wien)|Lutherischen Stadtkirche]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.stadtkirche.at/geschichte%20und%20kultur.htm | wayback=20070928151628 | text=Stadtkirche Wien}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1922 erhielt er den [[Lehrstuhl]] für [[Praktische Theologie]] in der Wiener Universität, der [[Homiletik]], [[Poimenik]], [[Katechetik]], Religions-, Missions-, [[Diakoniewissenschaft]] sowie [[Ökumenik]] und [[Diasporakunde]] umfasste, und den er bis 1955 innehatte. Zwischen 1938 und 1949 wirkte er als [[Dekan (Kirche)|Dekan]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenlexikon, Sp. 313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine völkisch-nationale und [[Antisemitismus (bis 1945)|antisemitische]] Grundeinstellung erleichterte es Entz, nach dem [[Anschluss Österreichs]] 1938 einen Antrag auf Mitgliedschaft in der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] zu stellen, die ihm jedoch wegen früherer Zugehörigkeit zu einer [[Freimaurerloge]] verweigert wurde. Ende 1941 wurde er auf einer Liste &amp;#039;&amp;#039;Neuer Mitarbeiter&amp;#039;&amp;#039; des deutschchristlichen [[Eisenach]]er [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben|Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]] aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neue Mitarbeiter&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Verbandsmitteilungen&amp;#039;&amp;#039; Nr. 5/6, 15. Dezember 1941, S. 133&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Wintersemester 1944/45 wurde von Berlin aus die Stilllegung der [[Fakultät (Hochschule)|Fakultät]] verfügt, was aber durch Entz rückgängig gemacht werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv | url=http://www.univie.ac.at/etf/somef/Wien/gschichte.htm | wayback=20050214030005 | text=Universität Wien}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 kam Entz der gescheiterte Beitrittsversuch zur NSDAP zugute. Er setzte sich für die Entnazifizierung Belasteter ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenlexikon, Sp. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er blieb weiter Ordinarius und wurde 1950 [[Prodekan]]. Zu seinen Schülern zählte u. a. der Theologe und Diakoniewissenschaftler [[Herbert Krimm]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629043348/http://www.bautz.de/bbkl/k/krimm_h.shtml |autor=Matthias Wolfes|artikel=KRIMM, Herbert|band=25|spalten=739-750}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Auseinandersetzung ==&lt;br /&gt;
[[Karl W. Schwarz]] beschreibt Entz folgendermaßen:&lt;br /&gt;
:„Von Haus aus [[Deutschnationalismus|deutschnational]], wurde Gustav Entz ein glühender Anhänger des [[Nationalsozialismus]] und ein entschiedener Gegner des katholischen [[Bundesstaat Österreich|Ständestaates]], den er in Wort und Schrift bekämpfte. Nach dem ‚Anschluss‘ mit dem Dekanat betraut, spürte er die Chancen seiner Fakultät und versuchte, diese für größere Aufgaben ins Gespräch zu bringen. Aus dem Briefwechsel mit den Reichsstellen in Berlin ist zu erkennen, dass er seine Gesprächspartner in Wien und Berlin geschickt ausspielte, um so das ihm anvertraute Haus durch die Wirrnisse der NS-Zeit hindurchzulavieren.“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://evang.at/wiener-theologische-fakultaeten-stellen-sich-ihren-altlasten/ &amp;#039;&amp;#039;Wiener Theologische Fakultäten stellen sich ihren „Altlasten“. 20 Wissenschaftler präsentieren in der Dokumentation „Zukunft mit Altlasten“ die Entwicklung an der Universität Wien und an der Akademie der Wissenschaften in den Jahren 1945 bis 1955.&amp;#039;&amp;#039;] (Seitenaufruf am 1. Februar 2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entz wurde am 1.&amp;amp;nbsp;April 1938 [[förderndes Mitglied der SS]]. In seinem Gau-Akt wird „Wehrdienst“ verneint, und Entz als „tauglich ohne Waffe“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Franz Graf-Stuhlhofer]]: &amp;#039;&amp;#039;Wiener Evangelische Professoren der Theologie im Spiegel der Gau-Akten. Dokumentation zu Beth, Egli, Entz, Hajek, Hoffmann, Koch, Kühnert, Opitz, Schneider und Wilke&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch für die Geschichte des Protestantismus in Österreich 116 (2000/01) 191-225, dort 197.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch 1954 kam die antisemitische Grundeinstellung von Entz in Vorträgen zum Ausdruck. Eine Auseinandersetzung mit seiner ,politischen Theologie‘ wurde von seinen ihn verehrenden Studenten (sie bezeichneten ihn als „Papa Entz“) blockiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://web.archive.org/web/20161221005203/http://www.christenundjuden.org/publikationen/239-schwarz-trinks-herausgesagt Karl W. Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Einsichten eines Visionärs&amp;#039;&amp;#039;; Rezension über den Entz-Kritiker Ulrich Trinks: &amp;#039;&amp;#039;Herausgesagt&amp;#039;&amp;#039;] (Seitenaufruf am 1. Februar 2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2001 wurde die ehemals errichtete Gustav-Entz-Stiftung in Wilhelm-Dantine-Stiftung umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 1923: Dr. theol. h. c. Königsberg&amp;lt;ref&amp;gt;Kirchenlexikon, Sp. 314.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1954: [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,9&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ehrenritter des Johanniterordens&amp;lt;ref&amp;gt;Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: &amp;#039;&amp;#039;Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren&amp;#039;&amp;#039;. V&amp;amp;R unipress, Wien 2014, S. 345&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Pessimismus]] und Weltflucht bei [[Platon]]&amp;#039;&amp;#039;; Tübingen: Mohr, 1911&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;400 Jahre Protestantismus in Österreich&amp;#039;&amp;#039;; im Eigenverlag: Wien, Prof. D. Dr. G. Entz, [1939]&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Gustav Entz, Fritz Brand, Robert Kauer: &amp;#039;&amp;#039;Die Übertrittsbewegung, Wien, Evangelischer Zentralverein für innere Mission in Österreich&amp;#039;&amp;#039;; Schriften des Evangelischen Zentralvereines für Innere Mission in Österreich 22; Wien: Evangelischer Zentralverein für Innere Mission in Österreich, 1938&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Erinnerungen an 50 Jahre kirchlicher und theologischer Arbeit&amp;#039;&amp;#039; (maschinenschriftlich im Archiv der Fakultätsbibliothek Wien)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Karl W. Schwarz]]: &amp;#039;&amp;#039;Entz, Gustav&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 35, Nordhausen: Bautz 2014, Sp. 312-315.&lt;br /&gt;
* Karl Schwarz, [[Falk Wagner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Zeitenwechsel und Beständigkeit. Beiträge zur Geschichte der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Wien 1821-1996&amp;#039;&amp;#039; ([[Schriftenreihe des Universitätsarchivs, Universität Wien]]; 10). WUV, Wien 1997; über Entz als Dekan S. 156–204, über Entz als Prof. für Praktische Theologie S. 501–512.&lt;br /&gt;
* Karl Schwarz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gustav Entz – ein Theologe in den Wirrnissen des 20. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039; (= Studien und Texte zur Kirchengeschichte und Geschichte, 4.  Reihe: Zeitzeugen, Bd. 6). Evangelischer Presseverband, Wien 2012, 160 Seiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130145289}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130145289|LCCN=no/2006/125588|VIAF=74951902}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Entz, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Theologe (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Praktischer Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Förderndes Mitglied der SS]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im Wingolf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Evangelische Kirche A.B. in Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Wien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenritter (Johanniterorden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Österreicher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1884]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Entz, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=österreichischer evangelischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=14. September 1884&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Oktober 1957&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Wien]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rensi</name></author>
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