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	<title>Gustav Bruhn - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Coffins am 5. Oktober 2025 um 19:39 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Bruhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. März]] [[1889]] in [[Angermünde]] ([[Uckermark]]); † [[14. Februar]] [[1944]] im [[KZ Neuengamme]]) war Politiker der [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und [[Widerstand gegen den Nationalsozialismus|Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gustav Bruhn war ein Sohn des Stellwerkmeisters Wilhelm Bruhn und seiner Frau Minna, geb. Ziegler. Er erlernte nach seiner Schulentlassung das Tischlerhandwerk und ging als Geselle auf Wanderschaft. 1909 wurde er zum dreijährigen Militärdienst nach Kiel einberufen. Dort lernte er seine Lebensgefährtin [[Elisabeth Bruhn|Elisabeth Holz]] kennen, die er 1913 heiratete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 trat Bruhn in Hannover in die [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]] ein. Als der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]] begann, kam er zunächst zu einer Matrosendivision, später zu einer Pionierkompanie nach Flandern, in der er bis zum Kriegsende blieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er schloss sich 1918 dem [[Spartakusbund]] an. Nach dem Krieg ging er zusammen mit seiner Lebensgefährtin nach [[Heide (Holstein)]]. In den Tagen der [[Novemberrevolution]] sprach er in Soldatenuniform zur Heider Bevölkerung und war bald als „der Rote“ in ganz [[Dithmarschen]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 trat Bruhn von der SPD zur [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]] über. In Heide und Umgebung war er neben dem Redakteur [[Carl Metze]] und dem Kaufmann [[Paul Burmähl]] einer der bekanntesten USPD-ler. Er sprach auf vielen Versammlungen in Heide und in [[Norderdithmarschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 war Bruhn Mitbegründer der Heider KPD und folgte Erich Böhlig 1923 als Vorsitzender. Bruhn wurde zudem [[Stadtverordneter]] und [[Kreistag]]sabgeordneter. In der KPD nahm er bald wichtige Positionen ein. Er wurde zum V. Weltkongress der [[Kommunistische Internationale|Kommunistischen Internationale]] 1924 nach [[Moskau]] delegiert. In den folgenden Jahren berichtete er vielfach öffentlich über seine Erfahrungen und Eindrücke aus sowjetischen Betrieben. Ab 1925 war er als Parteisekretär und Unterbezirksleiter in Heide und [[Itzehoe]], später in [[Lübeck]], tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1927 wurde er wegen Vertriebs der Broschüre &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands revolutionäre Matrosen&amp;#039;&amp;#039; verhaftet. Zu drei Jahren [[Festungshaft]] verurteilt, kam Gustav Bruhn auf die Festung Gollnow/Pommern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1928 wurde Bruhn als Kandidat der KPD für den [[Preußischer Landtag|Preußischen Landtag]] aufgestellt. Er wurde gewählt und durch die [[Politische Immunität|Abgeordnetenimmunität]] aus der Festungshaft befreit. Anschließend wurde er Mitglied der KPD-Bezirksleitung Wasserkante.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bruhns zogen 1928 von Heide (Holstein) nach [[Hamburg-Altona|Altona]]. 1933 wurde Bruhn mehrmals verhaftet. Wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ wurde er 1935 zu drei Jahren [[Zuchthaus]] verurteilt, mit anschließender [[Schutzhaft]] im [[KZ Sachsenhausen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Freilassung 1939 arbeitete er als führender Funktionär in der [[Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe]] und leitete die illegale Arbeit in Hamburger Großbetrieben an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erste der in Hamburg gegen Oppositionelle einsetzenden Verhaftungswelle wurden am 18. Oktober 1942 Gustav und [[Elisabeth Bruhn]] festgenommen. Die Gefangenen wurden in Fuhlsbüttel von der [[Geheime Staatspolizei|Gestapo]] verhört. Die Gestapozentrale und Gefängnisse wurde aber bei Luftangriffen zerstört. So bekamen Untersuchungshäftlinge, darunter auch etwa 50 Widerstandskämpfer und -kämpferinnen für zwei Monate Hafturlaub, mit der Auflage, während dieser Zeit keinen Kontakt zu „Tatgenossen“ aufzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 20 der Beurlaubten, darunter Elisabeth und Gustav Bruhn, beschlossen, sich nach Ablauf der Frist nicht der Nazi-Justiz auszuliefern, sondern den Widerstandskampf aus dem Untergrund heraus weiterzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Leitung von Gustav Bruhn und [[Walter Bohne]] wurde die antifaschistische Tätigkeit fortgesetzt und der Versuch unternommen, die im Oktober 1942 zerschlagene Organisation wieder aufzubauen. Es gelang aber dem [[V-Person|V-Mann]] [[Alfons Pannek]], der sich als aktiver Illegaler ausgab, sich in die Gruppe einzuschleichen und das Vertrauen Bruhns zu gewinnen. Am 13. Dezember 1943 lieferte er Bruhn als ersten der Gestapo aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Staatspolizeileitstelle Hamburg]] stellte bei [[Heinrich Himmler]] für Gustav und Elisabeth Bruhn, [[Hans Hornberger]] und [[Kurt Schill]] den Antrag auf „[[Sonderbehandlung]]“. Ohne Gerichtsverfahren wurden die vier Kommunisten am 14. Februar 1944 in das KZ Neuengamme gebracht und dort am gleichen Tag im Exekutionsbunker ermordet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Sohn [[Heinrich Bruhn]] lebte in der [[DDR]] und war Professor an der [[Sektion Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kissenstein Elisabeth und Gustav Bruhn Ehrenhain FriedhofOhlsdorf.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Ehrenhain&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Bruhn Elisabeth /  Gustav&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
An Bruhn wird im KZ Sachsenhausen und in der [[Gedenkstätte Deutscher Widerstand]] in Berlin erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seiner Geburtsstadt [[Angermünde]] sind eine Grundschule und eine Straße nach ihm benannt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Gedenkstätte der Sozialisten]]  auf dem Berliner [[Zentralfriedhof Friedrichsfelde]] ist sein Name auf der großen Porphyr-Gedenktafel verzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ehrenhain des [[Friedhof Ohlsdorf|Friedhofes Ohlsdorf]] erinnert ein Gedenkstein an Gustav und Elisabeth Bruhn. Einen [[Stolpersteine|Stolperstein]] für Gustav Bruhn hat [[Gunter Demnig]] in der Schellingstraße 16 in [[Hamburg-Eilbek|Eilbek]] verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ursel Hochmuth]]: &amp;#039;&amp;#039;Niemand und nichts wird vergessen. Biogramme und Briefe Hamburger Widerstandskämpfer 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Hamburg 2005, ISBN 3-89965-121-9.&lt;br /&gt;
* [[Peter Steinbach (Historiker)|Peter Steinbach]], [[Johannes Tuchel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Widerstandes 1933–1945&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck, München 1998, S. 36f.&lt;br /&gt;
* [http://www.bundesstiftung-aufarbeitung.de/wer-war-wer-in-der-ddr-%2363%3b-1424.html?ID=4139 &amp;#039;&amp;#039;Bruhn, Gustav.&amp;#039;&amp;#039;] In: [[Hermann Weber (Historiker, 1928)|Hermann Weber]], [[Andreas Herbst]]: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und stark erweiterte Auflage. Dietz, Berlin 2008, ISBN 978-3-320-02130-6.&lt;br /&gt;
* Ingo Wille: Elisabeth und Gustav Bruhn, in &amp;#039;&amp;#039;Stolpersteine in Hamburg-Eilbek&amp;#039;&amp;#039;, Hamburg 2024, S. 64 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{GDW|gustav-bruhn}}&lt;br /&gt;
* Kathleen Marowsky: [http://www.unter-hamburg.de/kommunistischer_widerstan.369.0.html &amp;#039;&amp;#039;Die Bästlein-Jacobs-Abshagen Gruppe – Ein Beispiel des kommunistischen Widerstands in Hamburg im „Dritten Reich“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Unter-Hamburg.de&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Ingo Wille: [Biografie] Maria und Gustav Bruhn bei [https://www.stolpersteine-hamburg.de/?MAIN%20ID=7&amp;amp;BIO%20ID=3530 www.stolpersteine-hamburg.de (Bruhn)] (2014)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|LCCN=|NDL=|VIAF=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-10-05}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bruhn, Gustav}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Landtags (Freistaat Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bästlein-Jacob-Abshagen-Gruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Häftling im KZ Sachsenhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer der NS-Justiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:USPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kreis Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Dithmarschen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person, für die im Bezirk Wandsbek ein Stolperstein verlegt wurde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1944]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bruhn, Gustav&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Politiker der KPD und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. März 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Angermünde]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Februar 1944&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Neuengamme]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Coffins</name></author>
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