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	<title>Gustav Adolph von Halem - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:28:00Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Adolph_von_Halem&amp;diff=2685550&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2025-03-10T15:45:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Tippfehler&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den deutschen Diplomaten, für den gleichnamigen Politiker siehe [[Gustav Adolf von Halem]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav von Halem (SS SF).jpg|miniatur|Gustav Adolph von Halem als Zeuge während der [[Nürnberger Prozesse]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolph von Halem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[4. November]] [[1899]] in [[Bremen]]; † [[12. Januar]] [[1999]] in [[Rasdorf]]) war ein deutscher Diplomat in der [[Zeit des Nationalsozialismus]] und [[Verleger]] und [[Kaufmann|Filmkaufmann]] in der [[Bundesrepublik Deutschland]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gustav Adolph von Halem war der Sohn des Verlegers [[Otto von Halem]] und der Molli Pflüger. Den Besuch des [[Karls-Gymnasium (Stuttgart)|Karls-Gymnasium]]s in [[Stuttgart]] beendete er 1917 mit dem [[Kriegsabitur]] und wurde bis 1919 Soldat. Er studierte [[Rechtswissenschaft]]en an den Universitäten [[Eberhard Karls Universität Tübingen|Tübingen]], [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] und [[Georg-August-Universität Göttingen|Göttingen]], seit 1920 war er Mitglied des [[Corps Suevia Tübingen]]. 1923 schloss Von Halem sein Studium mit dem Referendarexamen ab und wurde 1924 nach erfolgreicher Verteidigung seiner [[Dissertation]] &amp;#039;&amp;#039;Surrogations- oder Differenztheorie (§§ 325/326 BGB)&amp;#039;&amp;#039; [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945&amp;#039;&amp;#039;. Bd. II. Schöningh, Paderborn 2000–2014, S. 183–184.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach zwei Jahren Volontariat bei der [[Allianz Versicherungs-AG]] wurde er 1926 in den [[Auswärtiger Dienst|Auswärtigen Dienst]] des [[Deutsches Reich|Deutschen Reiches]] aufgenommen und bestand 1929 die diplomatisch-konsularische Prüfung. Sein erster Auslandseinsatz begann 1929 in [[London]], 1932 wechselte er als Vizekonsul an das Generalkonsulat [[Memelland|Memel]] und von dort 1936 zur Gesandtschaft nach [[Prag]]. Am 2. Dezember 1935 wurde er [[Schutzstaffel|SS-Mitglied]] (SS-Nummer 292.039) und hatte schließlich 1944 den Rang eines [[SS-Standartenführer|Standartenführers]] (Oberst). Zum 1. März 1937 war er der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] beigetreten (Mitgliedsnummer 3.810.740).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/13221097&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurück im Amt in [[Berlin]] wurde von Halem stellvertretender Protokollchef. Er versuchte im Namen des [[Ernst von Weizsäcker|Staatssekretärs von Weizsäcker]] den kolumbianischen Gesandten in Berlin einzuschüchtern, als dieser am 10. November 1938 Fotos von den [[Novemberpogrom]]en in Berlin machte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Simon (Historiker)|Hermann Simon]]: [https://www.via-regia.org/bibliothek/pdf/heft6465/simon_neue_quellen.pdf &amp;#039;&amp;#039;Neue Quellen zum Novemberpogrom in Berlin&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 70&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenige Tage später trat Halem weisungsgemäß aus dem [[Johanniterorden]] aus, wegen der Doppelmitgliedschaft zur NSDAP, Eintritt war 1931 als Ehrenritter, direkt der Balley angehörig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1942 übernahm von Halem das Generalkonsulat in [[Mailand]] und kam am 21. Oktober 1944 im Range eines Gesandten zum [[Generalbevollmächtigter|Generalbevollmächtigten]] bei der [[Republik von Salò|Italienischen Sozialrepublik]] [[Rudolf Rahn]]. Kurz vor Kriegsende löste Reichsaußenminister [[Joachim von Ribbentrop|Ribbentrop]] noch den Gesandten in [[Portugal]] [[Oswald von Hoyningen-Huene]] ab, und von Halem wurde am 28. Februar 1945 dessen Nachfolger in [[Lissabon]]. Von Halem erhielt noch das [[Agrément]] des portugiesischen Diktators [[António de Oliveira Salazar|Salazar]], musste aber wenige Tage später am 6. Mai 1945 die Gesandtschaft schließen. Halem hatte noch eine Gedenkfeier für [[Adolf Hitler]] organisiert, in Portugal war nach dessen Ableben Trauerbeflaggung angeordnet worden. Als Anfang Mai 1945 ein Schiff aus der Türkei mit dem deutschen Diplomaten [[Helmut Allerdt]] und anderen Deutschen, die nach Deutschland zurückgebracht werden sollten, in Lissabon anlegte, wollte Allardt für sich und die Familien der deutschen Diplomaten in Portugal um Asyl bitten. Gustav Adolf von Halem lehnte dies „als deutscher Gesandter und Nationalsozialist“ empört ab und bestand darauf, „die Gruppe habe weiterzufahren und sich in Deutschland zur Erringung des Endsieges zur Verfügung zu stellen“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=41124221 |Titel=Kreuzbanner über Portugal &lt;br /&gt;
 |Jahr=1947 |Nr=34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Eckart Conze]], [[Annette Weinke]], Andrea Wiegeshoff: &amp;#039;&amp;#039;Das Amt und die Vergangenheit. Deutsche Diplomaten im Dritten Reich und in der Bundesrepublik&amp;#039;&amp;#039;. Teil der [[Anne-Frank-Shoah-Bibliothek]], Karl Blessing-Verlag, 2010, S. 329–330. ISBN 978-3-89667-430-2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende befand sich von Halem in US-amerikanischer [[Internierung]] und wurde im Sommer 1947 im Rahmen der [[Nürnberger Prozesse]] mehrmals vernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.archives.gov/files/research/captured-german-records/microfilm/m1019.pdf &amp;#039;&amp;#039;Publication Number: M-1019, Publication Title: Records of the United States Nuernberg War Crimes trials Interrogations, 1946–1949, Date Published: 1977&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 186&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuletzt war er auf dem [[Hohenasperg]] interniert und wurde 1947 entlassen. Über seine [[Entnazifizierung]] ist nichts bekannt. In der Bundesrepublik gründete er den väterlichen Halem-Verlag neu, verkaufte diesen allerdings 1955 und wurde nun als Exportchef der Neuen Deutschen Filmverleih GmbH in [[München]] tätig. In [[Paris]] war er noch bis 1967 für die [[german films|Export-Union des Deutschen Films]] tätig. Von Halem war auch Juror in der [[Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft|Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Schwiegervater aus seiner ersten Ehe mit Adelheid von Waldthausen war der Diplomat [[Julius von Waldthausen]]. Aus seiner ersten Ehe stammen die Söhne Johann Hilman (1932–1978) und Gustav-Adolph (1935 in Berlin, † 2024). Sein dritter Sohn, der Sänger [[Victor von Halem]] (1940–2022), wurde in seiner zweiten Ehe mit Viktoria Margarethe von Dörnberg geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Surrogats- oder Differenztheorie (§§ 325/326 BGB).&amp;#039;&amp;#039; Göttingen, Jur. Diss. 1924.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 2: Gerhard Keiper, Martin Kröger: &amp;#039;&amp;#039;G–K.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71841-X.&lt;br /&gt;
* [[Hans Friedrich von Ehrenkrook]], Otto Reichert, [[Friedrich Wilhelm Euler (Genealoge)|Friedrich Wilhelm Euler]], Friedrich Wilhelm Freiherr v. Lyncker u. Ehrenkrook: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser / B (Briefadel) Band IV, Band  20 der Gesamtreihe [[Genealogisches Handbuch des Adels|GHdA]], Hrsg. Deutsche Adelsverbände / [[Deutsches Adelsarchiv]], [[Starke Verlag|C. A. Starke]], Glücksburg/Ostsee 1959, S.&amp;amp;nbsp;227–228. {{ISSN|0435-2408}}.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Johanniter-Ordensblatt&amp;#039;&amp;#039;, Mitteilungsblatt für die Mitglieder des Johanniterordens, 142. Nachweisung, Ausgabe vom 30. November 1938, Eigenverlag, Berlin 1938, S. 62.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|125032994}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=125032994|VIAF=40327551}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Halem, Gustav Adolph von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschaffender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist im auswärtigen Dienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Botschafter in Portugal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der deutschen Außenpolitik 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Italiens 1943–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halem (Adelsgeschlecht)|Gustav Adolph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1999]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Corpsstudent (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Halem, Gustav Adolph von &lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Diplomat und Filmkaufmann&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=4. November 1899  &lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bremen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=12. Januar 1999&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Rasdorf]] &lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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