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	<title>Gustav Adolph Michaelis - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T03:07:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Adolph_Michaelis&amp;diff=755352&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2025-02-04T14:37:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Karl Christian Aubel - Portrait Gustav Adolf Michaelis.jpg|miniatur|Porträt Michaelis’ von [[Karl Christian Aubel]] 1821/22]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolph Michaelis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Michaelis&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. Juli]] [[1798]] in [[Hamburg-Harburg (Stadtteil)|Harburg]]; † [[8. August]] [[1848]] in [[Lehrte]]) war ein deutscher Arzt und [[Geburtshilfe|Geburtshelfer]]. Er war der Vater des Archäologen [[Adolf Michaelis]] (1835–1910).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Michaelis entstammte einer Gelehrten- und Ärztefamilie. Sein Großvater, [[Johann David Michaelis]] (1717–1791), war [[Professor]] für [[Theologie]] und [[Orientalistik]] an der [[Georg-August-Universität Göttingen|Universität Göttingen]]. Der Vater, Gottfried Philipp Michaelis (1768–1811), war [[praktischer Arzt]] und Geburtshelfer in [[Hamburg-Harburg (Stadtteil)|Harburg]] und machte 1809 mit der Idee einer [[Krankheitsprävention|prophylaktischen]] [[Hysterektomie|Gebärmutterentfernung]] bei [[Kaiserschnitt|Schnittentbindungen]] auf sich aufmerksam, die 1876 von [[Edouardo Porro]] (1842–1902) in [[Padua]] umgesetzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=n6Y-AMPCAEkC&amp;amp;pg=PA181#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Der Kayserliche Schnitt: die Geschichte einer Operation], Seite 181, Lehmann, V., Schattauer, 2006&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine Tante [[Caroline Schelling]], geborene Michaelis (1763–1809) war [[Schriftsteller]]in.&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Nach dem frühen Tod seines Vaters 1811 wurde der 13-jährige Gustav Adolph von seiner Tante Luise, geb. Michaelis, und deren Ehemann [[Christian Rudolf Wilhelm Wiedemann]] aufgenommen. Dieser war Medizinprofessor und erster Direktor der Kieler Hebammenlehranstalt.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerald Neitzke, St. Hoffmann: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolph Michaelis – Arzt, Forscher, Lehrer.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Gynäkologe.&amp;#039;&amp;#039; Band 32, 1998, S. 660–664, {{DOI|10.1007/PL00003279}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er besuchte ein Kieler [[Gymnasium]] und begann im Frühjahr 1817 ein [[Studium der Medizin]] in [[Göttingen]]. Die dortige Medizinische Fakultät stand unter dem Einfluss des Chirurgen [[Konrad Johann Martin Langenbeck|Konrad J. M. Langenbeck]]. Geburtshilfe wurde von [[Friedrich Benjamin Osiander]] gelehrt. Durch Wiedemann war Michaelis bereits mit den Gedankengängen der &amp;#039;&amp;#039;Wiener Schule&amp;#039;&amp;#039; vertraut, die unter [[Johann Lukas Boër]] eine konservative Geburtshilfe lehrte. Im Gegensatz dazu vertrat Osiander eine interventionelle Geburtsmedizin. So wurden in seiner Abteilung 40 % der Geburten vaginal-operativ mit der [[Geburtszange|Zange]] beendet. Michaelis verschrieb sich nicht kategorisch einer der Schulen, sondern lernte von beiden. Neben dem Medizinstudium befasste sich Michaelis mit Literatur, Kunst, Mathematik und Naturwissenschaften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner [[Promotion (Doktor)|Promotion]] kehrte er am 25. Juli 1820 nach Kiel zurück. Im Sommer 1821 reiste er zusammen mit [[Justus Olshausen]], [[Victor Aimé Huber]] und Heinrich Splitter zur Erweiterung seiner medizinischen Kenntnisse für ein Jahr nach [[Paris]]. Auf der Rückreise wurde er in [[Heidelberg]] auf die Arbeiten von [[Franz Naegele|Franz Karl Naegele]] zum weiblichen Becken in der Geburtsmedizin aufmerksam. Michaelis hatte die Absicht, sich in [[Schleswig-Holstein]] niederzulassen, wofür er als „Ausländer“ sein Examen und die Doktorprüfung wiederholen musste. Er ging an die Auswertung seiner in Paris gemachten Beobachtung über Zellgewebsverhärtung der Neugeborenen und konnte sich am 23. Oktober 1823 mit der Schrift &amp;#039;&amp;#039;De induratione telae cellulosae recens natorum&amp;#039;&amp;#039; [[Habilitation|habilitieren]]. Als Deutschem blieb ihm trotz seiner frühen Habilitation eine Professur im damals [[Dänemark|dänischen]] Kiel vorerst versagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 heiratete Michaelis Julie Jahn, die Schwester des Archäologen [[Otto Jahn (Archäologe)|Otto Jahn]]. Zunächst musste Michaelis das Hauptgewicht seiner ärztlichen Tätigkeit auf den Ausbau einer eigenen Praxis legen, weil die Deutsche Kanzlei in [[Kopenhagen]] nicht bereit war, ihn als Assistenten Wiedemanns zu bestätigen. Diese Bestätigung erfolgte erst im Jahre 1830, nachdem er bereits einige Jahre seinem Onkel geholfen hatte. Ab 1836 leitete weitgehend er die Geschäfte der Hebammenlehranstalt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1836 erlangte er den Status eines Physikus für [[Kiel]], [[Bordesholm]] und [[Kronshagen]] und avancierte schließlich zum außerordentlichen Professor ohne Besoldung. 1838 wurde er in die [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina]] aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ferdinand Neigebaur|J. D. F. Neigebaur]]: Geschichte der kaiserlichen Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der Naturforscher während des zweiten Jahrhunderts ihres Bestehens. Friedrich Frommann, Jena 1860, S. 267&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Leopoldina|5655|IDName=gustav-adolph-michaelis|Name=Gustav Adolph Michaelis|Kommentar=|Datum=27. November 2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Tode Wiedemanns am 21. Dezember 1840 führte er die Anstalt zunächst interimistisch. Erst eine Bittschrift seiner Studenten an den dänischen König konnte die Ernennung zum Vorsteher des Gebärhauses und Oberlehrers der Hebammenanstalt durchsetzen. Die Ernennung dazu erfolgte am 28. August 1841, allerdings blieb die ordentliche Professur aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ausgedehnten Studien zur Form des weiblichen [[Becken (Anatomie)|Beckens]] beschrieb er die [[Michaelis-Raute|Michaelissche Raute]]. Seine prominenteste Patientin mit einem [[Rachitis|rachitisch]] verformten Becken war Frau Adametz aus [[Wilster]], bei der er 1836 den vierten [[Kaiserschnitt]] von insgesamt sieben Schnittentbindungen ausführte.&lt;br /&gt;
Als 1847 durch Puerperalfieber ([[Kindbettfieber]]) dreizehn Wöchnerinnen in weniger als sechs Wochen starben, schloss er die Anstalt in Kiel und beschloss, eine neue aufzubauen. Michaelis war einer der wenigen Geburtshelfer seiner Zeit, der die Richtigkeit der Erkenntnisse [[Ignaz Semmelweis|Semmelweis’]] erkannte, und damit auch, dass er durch Missachtung der [[Hygiene]] den Tod vieler Frauen, auch den seiner Cousine, mitverursacht hatte. Er stürzte daraufhin in eine tiefe seelische Krise und nahm sich am 8. August 1848 in [[Lehrte]] das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ADB|21|680|680|Michaelis, Gustav Adolph|[[Franz von Winckel]]|ADB:Michaelis, Gustav Adolph}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Tode übernahm [[Carl Conrad Theodor Litzmann]] die Leitung der Klinik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Familie ==&lt;br /&gt;
Gustav Adolph Michaelis und seine Frau Julie geborene Jahn (1806–1892) hatten vier Kinder:&lt;br /&gt;
* Emma Michaelis (1829–1881), verheiratet mit dem Historiker [[Johann Gustav Droysen]].&lt;br /&gt;
* Sophie Michaelis (1833–1882), verheiratet mit dem Gynäkologen [[Jakob Heinrich Hermann Schwartz|Hermann Schwartz]].&lt;br /&gt;
* [[Adolf Michaelis]] (1835–1910), Archäologe.&lt;br /&gt;
* Ida Michaelis (1837–1915), verheiratet mit dem Archäologen [[Eugen Petersen]] (1836–1919).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über das Leuchten der Ostsee, nach eigenen Beobachtungen nebst einigen Bemerkungen über diese Erscheinung in anderen Meeren.&amp;#039;&amp;#039; Perthes und Besser, Hamburg 1830. ([https://books.google.de/books?id=BFcHAQAAIAAJ&amp;amp;pg=PA1 Google Books])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das enge Becken nach eigenen Beobachtungen und Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; Wigand, Leipzig 1851.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Über die Retina, besonders über die Macula lutea und das Foramen centrale.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nova acta. Verhandlungen der [[Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina|Kaiserlichen-Leopoldisch-Carolinischen Akademie der Naturforscher]].&amp;#039;&amp;#039; Band 19, 2. Abteilung, 1842.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kaiserschnitt, unglücklich für Mutter und Kind.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen aus dem Gebiete der Medicin, Chirurgie und Pharmacie.&amp;#039;&amp;#039; Band 2, 1833, S. 111–124.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen aus dem Gebiete der Geburtshülfe.&amp;#039;&amp;#039; Kiel 1833.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Merkwürdiger Fall von einem zum vierten Male bei derselben Frau mit glücklichem Erfolge vorgenommenen Kaiserschnitte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mittheilungen aus dem Gebiete der Medicin, Chirurgie und Pharmacie.&amp;#039;&amp;#039; Band 4, 1836, S. 60–61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
Die Kieler Hebammenschule und eine Straße, die heute zum Klinikgelände gehört, wurden nach Gustav Adolph Michaelis benannt. Die [[Michaelis-Raute|Michaelissche Raute]] trägt seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Johann Wolfgang von Goethe|Goethe]] hat sich, wie aus seinem Tagebucheintrag vom 21. Oktober 1830 hervorgeht,&amp;lt;ref&amp;gt;Malte Herwig: [http://www.malteherwig.com/Artikel/meeresleuchten.pdf &amp;#039;&amp;#039;Intertextuelle Irrlichter: Das Meeresleuchten in der Klassischen Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039;], PDF-Datei&amp;lt;/ref&amp;gt; durch die Erklärung des Meeresleuchtens durch Gustav Adolph Michaelis im Jahre 1830 an der Arbeit zur [[Faust. Der Tragödie zweiter Teil#Klassische Walpurgisnacht|Meeresgötterszene]] im Faust beeinflussen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Walter Jonat]], [[Christian Andree (Medizinhistoriker)|Christian Andree]], [[Thoralf Schollmeyer]]: &amp;#039;&amp;#039;Universitäts-Frauenklinik Kiel und Michaelis-Hebammenschule 1805–2005. Eine medizinhistorische Studie zum 200-jährigen Bestehen.&amp;#039;&amp;#039; Thieme, Stuttgart 2005.&lt;br /&gt;
* {{ADB|21|679|681|Michaelis, Gustav Adolph|[[Franz von Winckel]]|ADB:Michaelis, Gustav Adolph}}&lt;br /&gt;
* Gertrud Marquardsen: &amp;#039;&amp;#039;Das Werden und Wirken Gustav Adolf Michaelis’, unter besonderer Berücksichtigung seiner Stellung in der Geburtshilfe.&amp;#039;&amp;#039; Medizinische [[Dissertation]], [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel]] 1948.&lt;br /&gt;
* Gerald Neitzke: &amp;#039;&amp;#039;Michaelis, Gustav Adolph.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner E. Gerabek]], Bernhard D. Haage, [[Gundolf Keil]], Wolfgang Wegner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie Medizingeschichte.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 986.&lt;br /&gt;
* [[Kurt Semm]]: &amp;#039;&amp;#039; Gustav Adolph Michaelis (1798–1948).&amp;#039;&amp;#039; Zentralbl Gynäkologie 110 (1988), 1234–1242&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-kiel.de/ufk/ Michaelis Hebammenschule]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102552495|LCCN=no2017082775|VIAF=19144648144910481083}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Michaelis, Gustav Adolph}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gynäkologe, Geburtshelfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Leopoldina (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kiel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1798]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1848]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Michaelis, Gustav Adolph&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Michaelis, Gustav Adolf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arzt und Geburtshelfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. Juli 1798&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Harburg (Stadtteil)|Harburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. August 1848&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Lehrte]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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