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	<title>Gustav Adolf Wislicenus - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T03:15:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Adolf_Wislicenus&amp;diff=339946&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EinDao: Ergänzung, Foto</title>
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		<updated>2026-04-24T07:36:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung, Foto&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Adolf Wislicenus portret (cropped).jpg|mini|Gustav Adolf Wislicenus]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Wislicenus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[20. November]] [[1803]] in [[Battaune]] bei [[Eilenburg]]; † [[14. Oktober]] [[1875]] in [[Zürich]]) war ein deutscher evangelischer Theologe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Wislicenus war ein Sohn des Pfarrers Gottlob Timotheus Wislicenus&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen.&amp;#039;&amp;#039; Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2003–2009, Bd. 10, S. 45 (Series Pastorum).&amp;lt;/ref&amp;gt;, wurde aber schon mit 11 Jahren Vollwaise; Verwandte in [[Torgau]] und dann in [[Merseburg]] zogen ihn auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er von 1821 bis 1824 Theologie an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg#Friedrichs-Universität|Friedrichsuniversität Halle]] bei [[Wilhelm Gesenius]] und [[Julius August Ludwig Wegscheider]]. Er trat dort 1821 der [[burschenschaft]]lichen &amp;#039;&amp;#039;Quellengesellschaft&amp;#039;&amp;#039; und dem [[Jünglingsbund]] bei; deshalb wurde er 1824 zu zwölfjähriger [[Festungshaft]] verurteilt, aber 1829 begnadigt. Er studierte dann in [[Berlin]] zu Ende und wurde 1834 Pfarrer in Kleineichstädt und Gröckstädt bei [[Querfurt]]. 1841 wechselte er an [[St. Laurentius (Halle)]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Gustav Adolf Wislicenus (1803–1875) evangelischer Theologe, Autor. Grab, Friedhof Sihlfeld, Zürich.jpg|mini|Grab, [[Friedhof Sihlfeld]].]]&lt;br /&gt;
1842 schloss er sich den [[Lichtfreunde]]n an und hielt am 29. Mai 1844 in [[Köthen]] auf deren Pfingstversammlung vor etwa 500 Zuhörern einen Vortrag über die Autorität der [[Bibel]], wobei er in seiner [[Geschichte der modernen Bibelkritik|Bibelkritik]] über den klassischen Rationalismus seiner früheren Hochschullehrer hinausging und Gedanken von [[David Friedrich Strauß]] und [[Ludwig Feuerbach]] aufnahm. Nach heftigen öffentlichen Angriffen durch den Hallenser Theologieprofessor [[Ferdinand Guericke]] und den uckermärkischen Superintendenten [[Carl Büchsel]] verteidigte sich Wislicenus in der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Ob Schrift? Ob Geist?&amp;#039;&amp;#039; (1845). Im Sommer 1845 wurde Wislicenus – auf Betreiben des Königs [[Friedrich Wilhelm IV.]] und seines Kultusministers [[Friedrich Eichhorn|Eichhorn]], aber gegen den Widerstand des Kirchenvorstandes und der Stadtverordnetenversammlung – zuerst suspendiert und später seines Amtes enthoben. Seinen Prozess schilderte er in der Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die Amtsentsetzung des Pfarrers Gustav Adolph Wislicenus in Halle durch das Consistorium der Provinz Sachsen&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1846).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.onb.ac.at/OnbViewer/viewer.faces?doc=ABO_%2BZ202739600 Digitalisat]; vgl. auch [[Martin Friedrich]]: &amp;#039;&amp;#039;Die preußische Landeskirche im Vormärz.&amp;#039;&amp;#039; Spenner, Waltrop 1994, S. 213–218.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach lebte er als Prediger der [[Bund Freireligiöser Gemeinden Deutschlands|Freien evangelischen Gemeinde]] in Halle und begründete die Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Kirchliche Reform&amp;#039;&amp;#039;. Aufgrund seines Engagements auch in politischen demokratischen Vereinigungen wurde er 1848 eingeladen, als einer der 574 Delegierten an der Konstitution des [[Vorparlament]]s in der [[Paulskirche (Frankfurt am Main)|Paulskirche]] in [[Frankfurt am Main]] teilzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Schrift &amp;#039;&amp;#039;Die Bibel im Lichte der Bildung unsrer Zeit&amp;#039;&amp;#039; (Leipzig 1853) wurde Wislicenus im September 1853 wegen [[Gotteslästerung]] zu einer zweijährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Der Vollstreckung entzog er sich durch die Flucht in die [[Vereinigte Staaten von Amerika|Vereinigten Staaten von Amerika]]. Im Mai 1856 kehrte er nach Europa zurück und ließ sich zuerst in [[Hottingen (Stadt Zürich)|Hottingen]], 1863 in [[Fluntern]] bei Zürich nieder, wo er sein Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Die Bibel, für denkende Leser betrachtet&amp;#039;&amp;#039; veröffentlichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wislicenus war ab 1834 mit der Pfarrerstochter Emilie Charlotte Giese verheiratet. Sein Sohn [[Johannes Wislicenus]] wurde in Leipzig Chemiker. Sein etwas jüngerer Bruder [[Adolf Timotheus Wislicenus]] wurde ebenfalls wegen seines Engagements bei den Lichtfreuden als Pfarrer abgesetzt. Gustav Adolf Wislicenus fand seine letzte Ruhestätte auf dem [[Friedhof Sihlfeld]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ob Schrift? Ob Geist? Verantwortung gegen meine Ankläger&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1845.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Neue Zeit. 2. Blatt. Die alten Landstände und der neue Landtag&amp;#039;&amp;#039;. Halberstadt 1848 (Flugschrift).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bibel im Lichte der Bildung unserer Zeit&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1853.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Bibel für denkende Leser betrachtet&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1863/64.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/search?View=default&amp;amp;db=100&amp;amp;id=BV006905680 Digitalisat Teil 1]; [https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/search?View=default&amp;amp;db=100&amp;amp;id=BV006905681Digitalisat Teil 2].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gegenwart und Zukunft der Religion. Zu der von Strauss angeregten Frage über „den alten und den neuen Glauben“&amp;#039;&amp;#039;. Leipzig 1873.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb11164061.html Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Friedrich Weichsel]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Berliner Conferenz und Wislicenus. Ein offenes Sendschreiben.&amp;#039;&amp;#039; Holle’sche Buchhandlung, Wolfenbüttel 1846.&lt;br /&gt;
* Ferdinand Friedrich Weichsel: &amp;#039;&amp;#039;Sammelband von Schriften, den Prediger Wislicenus betreffend.&amp;#039;&amp;#039; Holle’sche Buchhandlung, Wolfenbüttel 1846.&lt;br /&gt;
* {{ADB|43|542|545|Wislicenus, Gustav Adolf|[[Gustav Wilhelm Frank|Gustav Frank]]|ADB:Wislicenus, Gustav Adolf}}&lt;br /&gt;
* [[Walter Nigg]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des religiösen Liberalismus. Entstehung, Blütezeit, Ausklang&amp;#039;&amp;#039;. Niehans, Zürich/Leipzig 1937.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629164145/http://www.bautz.de/bbkl/w/wislicenus.shtml |band=13|spalten=1424-1426|autor=[[Martin Friedrich]]|artikel=Wislicenus, Gustav Adolf}}&lt;br /&gt;
* Wolfgang Brekle: &amp;#039;&amp;#039;Warum ein Pfarrerssohn mehrfach zu Haftstrafen verurteilt wurde.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Volkszeitung&amp;#039;&amp;#039;, Heimatgeschichte (Ausg. Delitzsch/Eilenburg), 20. Mai 1999, S. 29.&lt;br /&gt;
* Helge Dvorak: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Band I: &amp;#039;&amp;#039;Politiker.&amp;#039;&amp;#039; Teilband 6: &amp;#039;&amp;#039;T–Z.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 2005, ISBN 3-8253-5063-0, S. 342–345.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Joachim Böttcher]]: &amp;#039;&amp;#039;Wislicenus, Gustav Adolph.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bedeutende historische Persönlichkeiten der Dübener Heide,&amp;#039;&amp;#039; AMF – Nr. 237, 2012, S. 109.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|104242949}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|28099 |Autor=Christian Baertschi |Datum=2013-11-12 }}&lt;br /&gt;
* http://www.wislicenus.info/gustav_adolf_wislicenus.htm&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=104242949|VIAF=20111807}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Wislicenus, Gustav Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freireligiöser Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Evangelischer Geistlicher (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Halle (Saale))]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Vorparlaments]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Emigrant in den Vereinigten Staaten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1803]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1875]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Wislicenus, Gustav Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher evangelischer Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=20. November 1803&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Battaune]] bei [[Eilenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=14. Oktober 1875&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Zürich]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EinDao</name></author>
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