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	<title>Gustav Adolf Scheel - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Dieringer63: Link auf Robert Kriechbaumer; Kleinkram</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Link auf Robert Kriechbaumer; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gustav Adolf Scheel.jpg|mini|hochkant|Scheel, 1938 oder später]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Scheel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. November]] [[1907]] in [[Rosenberg (Baden)]]; † [[25. März]]&amp;lt;ref&amp;gt;In einigen Quellen wird abweichend der 23. März genannt.&amp;lt;!-- siehe Diskussionsseite --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; [[1979]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischer]] Funktionär und [[Organisationsstruktur der SS|SS-Führer]], zuletzt im Rang eines [[SS-Obergruppenführer]]s und [[Polizeigeneral|Generals der Polizei]]. In der Zeit des Nationalsozialismus war er unter anderem [[Reichsstudentenführer]]. Nach dem [[Westfeldzug]] war er [[Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD]] im besetzten Elsass. Ab 1941 war er [[Gauleiter]] und [[Reichsstatthalter]] in Salzburg. Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] mehrfach verhaftet und interniert, lebte er von 1954 bis zu seinem Tod als niedergelassener Arzt in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben bis 1933 ==&lt;br /&gt;
Gustav Adolf Scheel war Sohn eines evangelischen Pfarrers. Er besuchte humanistische Gymnasien in Freiburg, Tauberbischofsheim und [[Karl-Friedrich-Gymnasium|Mannheim]]. Schon als Schüler engagierte er sich auf dem nationalistischen Flügel der deutschen [[Jugendbewegung]] ([[Deutsche Freischar]], [[Großdeutscher Jugendbund]]). Dabei kam er frühzeitig in Kontakt mit NS-Kreisen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{NDB|22|603|603|Scheel, Gustav Adolf|Hermann Weiß|11897713X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1928 studierte er an der [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]] zunächst Rechtswissenschaft, Volkswirtschaft und Theologie, um Pfarrer zu werden. Er intensivierte seine Mitarbeit in studentischen Zirkeln und trat im Wintersemester 1928/29 dem &amp;#039;&amp;#039;[[Verein Deutscher Studenten]] Heidelberg&amp;#039;&amp;#039; (VDSt) bei.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kyffhäuser-Verband der Vereine Deutscher Studenten. Anschriftenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 12, 1931, {{ZDB|504756-0}}, S. 194.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr später war er Vorsitzender dieser Korporation. Er blieb bis zu seinem Tod [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Alter Herr]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bernhard Grün]]: &amp;#039;&amp;#039;Zwischen Fronteinsatz und Freiheitsklang. Studententum und Kameradschaftswesen im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Historia academica. Schriftenreihe der Studentengeschichtlichen Vereinigung des [[Coburger Convent|Coburger Convents]].&amp;#039;&amp;#039; 57). Würzburg 2020, S. 34.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 trat er dem [[Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbund]] (NSDStB), am 1. Oktober 1930 der [[Sturmabteilung|SA]] und zum 1. Dezember 1930 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 391.271).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-II/1081309&amp;lt;/ref&amp;gt; Er zog für kurze Zeit nach [[Tübingen]] und begann ein [[Medizinstudium]], das er an der [[Universität Heidelberg]] fortsetzte. Nach Heidelberg zurückgekehrt, wurde er rasch zu einem der Hauptpropagandisten der Nationalsozialisten an der Hochschule. Als Hochschulgruppenführer des NSDStB leitete er die Kundgebungen der Heidelberger NS-Studenten gegen den Pazifisten [[Emil Gumbel]], die 1932 zum Entzug von dessen Lehrberechtigung führten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeit des Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
=== Hauptamtlicher Studentenfunktionär ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1933 beteiligte er sich an der Organisation der [[Bücherverbrennung 1933 in Deutschland|Bücherverbrennung]] in Heidelberg und trat dort auch als Redner auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 wurde Scheel auch Vorsitzender des Heidelberger [[Allgemeiner Studierendenausschuss|AStA]]. In dieser Zeit wurde er Mentor von [[Hanns Martin Schleyer]], der sich unter Scheels Anleitung der NSDAP und der SS anschloss,&amp;lt;ref&amp;gt;Ausführlicher dazu [[Lutz Hachmeister]]: &amp;#039;&amp;#039;Schleyer. Eine deutsche Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Beck, München 2004, ISBN 3-406-51863-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; und konnte somit Einfluss auf die Berufungen und Personalpolitik der Universität nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1934 machte Scheel sein medizinisches Staatsexamen, absolvierte sein Medizinalpraktikum und [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Ende Mai 1935 in Heidelberg zum Dr. med. Er wurde zudem in die Bundesführung des NSDStB berufen und am 6. November 1936 zum [[Reichsstudentenführer]] ernannt und wurde somit Hauptamtsleiter der NSDAP. Als Studentenfunktionär und später auch als Inhaber der Kontrolle über das [[Deutsches Studentenwerk|Deutsche Studentenwerk]], als dieses dem Reichsstudentenführer unterstellt wurde, trat Scheel für die Ausschließung von „Studenten jüdischer Abstammung“ von der „Nutznießung sozialer Einrichtungen an der Universität“ ein. Ab 1938 war er zudem Präsident des [[Deutsches Studienwerk für Ausländer|Deutschen Studienwerks für Ausländer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bavarikon.de/ |titel=Scheel, Gustav |titelerg=Biogramm |werk=bavarikon |hrsg=Bayerische Staatsbibliothek |sprache=de |abruf=2025-06-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 26. Mai 1939 eröffnete er das von [[Arnold Brügmann]] geleitete &amp;#039;&amp;#039;Institut für Studentengeschichte und Hochschulkunde&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Weidisch: &amp;#039;&amp;#039;Würzburg im »Dritten Reich«.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrich Wagner (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Würzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1–2: &amp;#039;&amp;#039;Vom Übergang an Bayern bis zum 21. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2007, ISBN 978-3-8062-1478-9, S. 196–289 und 1271–1290, hier S. 256 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; auf der [[Würzburg]]er [[Festung Marienberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere in SS und SD ===&lt;br /&gt;
Seit Mitte September 1934 war Scheel Mitglied der [[Schutzstaffel|SS]] (SS-Nummer 107.189) und machte ab diesem Zeitpunkt als hauptamtlicher [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS|SD-Mitarbeiter]] innerhalb dieses NS-Geheimdienstes eine rasche Karriere. Von August 1935 bis September 1939 leitete er den [[SD-Oberabschnitt]] Südwest mit Dienststelle in [[Stuttgart]]. Als Studentenfunktionär brachte er eine große Anzahl NS-Jungakademiker zum SD, die nach dem deutschen [[Überfall auf die Sowjetunion]] hohe Positionen innehatten ([[Walter Stahlecker]], [[Martin Sandberger]], [[Erwin Weinmann]], [[Albert Rapp]], [[Erich Ehrlinger]] und [[Eugen Steimle]]). Alle genannten gingen danach den Weg über verschiedene Abteilungen des [[Reichssicherheitshauptamt]]es (RSHA) und wurden nach Kriegsbeginn gegen die Sowjetunion Anführer verschiedener [[Einsatzgruppen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Deutsche Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg|Besetzung Frankreichs]] im Sommer 1940 und der Zuordnung des [[Elsass]] zum [[Gau Baden-Elsass]] fungierte Scheel als Befehlshaber der Sipo ([[Hauptamt Sicherheitspolizei|Sicherheitspolizei]]) und des SD bei der Zivilverwaltung im Elsass. Er befahl am 2. Juli 1940 den beiden ihm unterstehenden Einsatzkommandos (s.&amp;amp;nbsp;u.) die Errichtung des [[Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck]] in einem von der [[Französische Armee|französischen Armee]] errichteten Barackenlager, das am 2. August 1940 eröffnet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Lothar Kettenacker]]: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialistische Volkstumspolitik im Elsaß.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1973, ISBN 3-421-01621-6, S. 246.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Pflock: [https://www.gedenkstaettenforum.de/uploads/media/GedRund133_15-26.pdf &amp;#039;&amp;#039;Sicherungslager Schirmeck-Vorbruck – Ein erster Überblick über Ereignisgeschichte und Rezeption.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Gedenkstättenrundbrief.&amp;#039;&amp;#039; Band 133, 2006, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gesamte SS-Gewalt im Elsass lag in seinen Händen. &amp;lt;!--  Seit dem 30. Juni waren &amp;#039;&amp;#039;zwei Einsatzkommandos der Sicherheitspolizei mit einer Gesamtstärke von 260 Mann&amp;#039;&amp;#039; im Einsatz, die &amp;#039;&amp;#039;zunächst Haussuchungen bei Juden vornahmen, wobei allein in [[Straßburg]] über 400 jüdische Wohnungen beschlagnahmt&amp;#039;&amp;#039;, und das heißt die Bewohnerinnen und Bewohner deportiert wurden. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1940 organisierte er die [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] der [[Jüdische Gemeinde Karlsruhe|Karlsruher Juden]] im Zuge der [[Wagner-Bürckel-Aktion]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gauleiter in Salzburg ===&lt;br /&gt;
1941 war er bereits [[SS-Brigadeführer]] und [[Generalmajor]] der Polizei. Scheel war vom 1. Mai 1941 bis 24. November 1941 [[Höherer SS- und Polizeiführer]] Alpenland und wurde am 27. November 1941 [[Gauleiter]] und [[Reichsstatthalter]] des [[Reichsgau Salzburg|Reichsgaus Salzburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Hanisch (Historiker)|Ernst Hanisch]]: &amp;#039;&amp;#039;Gau der guten Nerven. Die nationalsozialistische Herrschaft in Salzburg 1938–1945.&amp;#039;&amp;#039; Pustet, Salzburg u. a. 1997, ISBN 3-7025-0325-0, S. 138 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach Aufdeckung von Widerstandsgruppen in Salzburg organisierte er dort eine groß angelegte Verhaftungswelle und mehrere Hinrichtungen von Eisenbahnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 setzte er sich beim Vorgehen gegen die Widerstandsgruppe [[Weiße Rose]] dafür ein, dass deren Mitglieder „nicht als Studenten hingerichtet“ würden, sondern als „[[Asoziale (Nationalsozialismus)|asoziale]] ehemalige Wehrmachtsangehörige“, da diese „Verbrecher“ nicht das Bild der Studentenschaft beflecken dürften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende Juni 1944 wurde Scheel als Reichsdozentenführer Leiter des [[Nationalsozialistischer Deutscher Dozentenbund|Nationalsozialistischen Deutschen Dozentenbundes]]. Er trat hier die Nachfolge von [[Walter Schultze (Politiker)|Walter Schultze]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. August 1944 wurde Scheel zum [[SS-Obergruppenführer]] und zugleich zum Gauleiter und Präsidialrat im [[Reichsforschungsrat]] befördert.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Lilla]]: [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/scheel-gustav Gustav Scheel in der Bayerischen Landesbibliothek Online]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich 1944/45 Deutschlands Niederlage abzeichnete, wurde er noch Führer des [[Volkssturm]]s im Gau Salzburg. Am 29. April 1945 bestimmte ihn [[Adolf Hitler]] in seinem [[Politisches Testament Adolf Hitlers|politischen Testament]] zum [[Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung|Reichsminister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung]]. Laut dem Salzburger Erzbischof [[Andreas Rohracher]] hat Scheel auf dessen Bitten zu Kriegsende den Befehl zur Verteidigung der Stadt Salzburg widerrufen und damit die Zerstörung der Stadt verhindert.&amp;lt;ref&amp;gt;die Angabe ist nicht verifizierbar; Rohracher war selbst NS-belastet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheel galt in der [[Nachkriegszeit in Deutschland|Nachkriegszeit]] trotz seiner schweren Verbrechen als „Vorzeige-Nationalsozialist“ mit landesväterlichen Zügen, der die Studenten und Universitäten umsorgt habe. In der jüngeren Forschung wird er differenzierter bewertet. Wegen fehlender Skandale und Affären und seiner Ablehnung von Korruption wird er günstiger als andere NS-Größen beurteilt. Auch die ihm zugute geschriebene Rettung Salzburgs, die allerdings nur auf der Aussage eines einzigen „Zeugen“ beruht, wird meist positiv vermerkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Kriegsende brachte Scheel den Großmufti von Jerusalem und SS-Kollaborateur [[Mohammed Amin al-Husseini]], der sich in Österreich befand, von Salzburg mit einem „zuverlässigen Mann“ über die Schweizer Grenze vor den [[Anti-Hitler-Koalition|Alliierten]] in Sicherheit. Deswegen war der Großmufti Scheel sehr dankbar; [[Der Spiegel]] gibt sogar an, dass Scheel auf Grund dessen 1952 eine Einladung als Arzt und Klinikleiter nach Teheran erhielt, die er ablehnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=25655690 |Titel=Nazi-Verschwörung. Der Mufti läßt grüßen. |Jahr=1953 |Nr=5 |Seiten=5–6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach der kampflosen Übergabe Salzburgs an die Amerikaner am 4. Mai floh Scheel, stellte sich jedoch am 14. Mai 1945 in St. Veit den US-Amerikanern und wurde interniert. Nach mehreren Stationen in Lagern und Gefängnissen wurde er am 24. Dezember 1947 aus der Haft entlassen. Auf eigenen Antrag wurde er erneut interniert und nach Heidelberg zur [[Entnazifizierung]] verbracht. Im dortigen [[Spruchkammerverfahren]] wurde er 1948 zu fünf Jahren [[Arbeitslager]] verurteilt und als Hauptschuldiger eingestuft. Man entzog ihm die ärztliche [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]]. Am 24. Dezember 1948 wurde er nach einem Berufungsverfahren als Mitschuldiger eingestuft. Zu seinen Gunsten hatte unter anderem der Salzburger Erzbischof [[Andreas Rohracher]] interveniert; denn Scheel hatte bei Kriegsende auf sein Bitten den Befehl zur Verteidigung der Stadt ignoriert und damit die drohende Zerstörung verhindert. Scheel erhielt daraufhin die Approbation wieder und wurde entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er arbeitete anschließend zunächst als Nachtarbeiter im [[Hamburger Hafen]] und dann als Assistenzarzt am Rautenberg-Krankenhaus in Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 bis 1953 gehörte er zusammen mit anderen NS-Größen wie [[Werner Best]] zum [[Naumann-Kreis]]. Im Januar 1953 wurde er von der [[Royal Military Police|britischen Militärpolizei]] wegen des Verdachts des Aufbaus einer Geheimorganisation verhaftet und später deutschen Behörden übergeben. Ein halbes Jahr verbrachte Scheel im [[Justizvollzugsanstalt Werl|Zuchthaus Werl]] und Gefängnis Karlsruhe. Am 17. Juni 1953 wurde er aus der Haft entlassen. Sein Verfahren wurde am 3. Dezember 1954 eingestellt. Ein Freund von ihm war in jener Zeit der auch in Hamburg lebende ehemalige NSDAP-Politiker [[Alfred Eduard Frauenfeld]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Fischer Taschenbuch.&amp;#039;&amp;#039; Band 16048). 2. Auflage. Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 162 (Quelle: [[Bundesarchiv (Deutschland)|BA]] N 1080/272).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstätte Gustav Adolf Scheel.jpg|mini|hochkant|Grabstätte auf dem [[Friedhof Ohlsdorf]]]]&lt;br /&gt;
Vom Februar 1954 bis zum 8. April 1977 war er niedergelassener Arzt in Hamburg. Scheel war mit [[Hanns Martin Schleyer]] bis zu dessen Tod eng befreundet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Scheel war ab 1935 verheiratet und Vater von vier&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ernst Hanisch |Hrsg=[[Robert Kriechbaumer]], Franz Schausberger, Hubert Weinberger |Titel=Unwirtliche Zeiten. Salzburg nach dem Zweiten Weltkrieg 1945-1947 |Sammelwerk=Schriftenreihe des Forschungsinstitutes für politisch-historische Studien der Dr.-Wilfried-Haslauer-Bibliothek, Salzburg |Band=85 |Auflage=1 |Verlag=Bölau Verlag |Ort=Wien / Köln |Datum=2023 |ISBN=978-3-205-21739-8 |Seiten=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Europäisches Studententum.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Deutsche Hochschule für Politik#Integration in Auslandswissenschaftliche Fakultät und Deutsches Auslandswissenschaftliches Institut (DAWI)|Deutsches Institut für Außenpolitische Forschung]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Europa. Handbuch der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung des neuen Europa.&amp;#039;&amp;#039; Geleitwort [[Joachim von Ribbentrop]]. Helingsche Verlagsanstalt, Leipzig 1943, S. 33–38.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Discours aux étudiants français.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsch-französische Monatshefte.&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;Cahiers franco-allemands.&amp;#039;&amp;#039; Band 10, Nr. 3/4, März–April 1938, {{ZDB|208336-X}}, S. 106–108 (Zugleich Rede im Februar 1938 in München).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Birgit Arnold]]: &amp;#039;&amp;#039;„Deutscher Student, es ist nicht nötig, daß Du lebst, wohl aber, daß Du Deine Pflicht gegenüber Deinem Volk erfüllst.“ Gustav Adolf Scheel, Reichsstudentenführer und Gauleiter von Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Michael Kißener]], [[Joachim Scholtyseck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Führer der Provinz. NS-Biographien aus Baden und Württemberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Karlsruher Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). UVK – Universitäts-Verlag Konstanz, Konstanz 1997, ISBN 3-87940-566-2, S. 567–594.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Benz]], [[Hermann Graml]], [[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;dtv.&amp;#039;&amp;#039; Band 34408). 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuchverlag, München 2007, ISBN 978-3-423-34408-1, S. 966.&lt;br /&gt;
* [[Ruth Bettina Birn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Höheren SS- und Polizeiführer. Himmlers Vertreter im Reich und in den besetzten Gebieten.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1986, ISBN 3-7700-0710-7 (Zugleich: Universität Stuttgart, phil. Dissertation, 1985).&lt;br /&gt;
* [[Michael Grüttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon zur nationalsozialistischen Wissenschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Band 6). Synchron – Wissenschafts-Verlag der Autoren, Heidelberg 2004, ISBN 3-935025-68-8, S. 146.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Scheel: Landesvater, Retter von Salzburg oder Verbrecher?&amp;#039;&amp;#039; In: Johannes Hofinger: &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in Salzburg. Opfer. Täter. Gegner,.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Studien-Verlag, Innsbruck u.&amp;amp;nbsp;a. 2018 (= &amp;#039;&amp;#039;Nationalsozialismus in den österreichischen Bundesländern.&amp;#039;&amp;#039; Band 5) (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe des Archivs der Stadt Salzburg.&amp;#039;&amp;#039; Band 44), ISBN 978-3-7065-5211-0, S. 138–140.&lt;br /&gt;
* Philipp T. Haase: &amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Scheel: Studentenführer, Gauleiter, Verschwörer. Ein politischer Werdegang.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wolfgang Proske]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Täter. Helfer. Trittbrettfahrer.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;NS-Belastete aus dem Norden des heutigen Baden-Württemberg.&amp;#039;&amp;#039; Kugelberg Verlag, Gerstetten 2018, ISBN 978-3-945893-09-8, S. 295–325.&lt;br /&gt;
* {{NDB|22|603|603|Scheel, Gustav Adolf|[[Hermann Weiß (Historiker)|Hermann Weiß]]|11897713X}}&lt;br /&gt;
*  [[Joachim Lilla]]: [http://verwaltungshandbuch.bayerische-landesbibliothek-online.de/scheel-gustav &amp;#039;&amp;#039;Scheel, Gustav.&amp;#039;&amp;#039;] In: Joachim Lilla: &amp;#039;&amp;#039;Staatsminister, leitende Verwaltungsbeamte und (NS-)Funktionsträger in Bayern 1918 bis 1945.&amp;#039;&amp;#039; (Stand: Oktober 2012).&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20060226144808/http://www.bautz.de/bbkl/s/s1/scheel_g_a.shtml |autor=[[Marc Zirlewagen]]|band=24|spalten=1270–1275}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11897713X}}&lt;br /&gt;
* {{Pressemappe|FID=pe/026083}}&lt;br /&gt;
* {{ReichstagDB|11897713X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Scheel, Gustav Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsminister (Deutsches Reich, 1933–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landeshauptmann (Land Salzburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsstatthalter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SS- und Polizeiführer]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bildung und Erziehung im Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Korporierter im VVDSt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1907]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Scheel, Gustav Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Scheel, Gustav&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (NSDAP), MdR, NS-Studentenführer, Gauleiter der NSDAP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. November 1907&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rosenberg (Baden)|Rosenberg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. März 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dieringer63</name></author>
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