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	<title>Gustav Adolf Lohse - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Gustav_Adolf_Lohse&amp;diff=1420072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kalorie: Bedeutung als Mitherausgeber von Standardwerk schon in Einleitung</title>
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		<updated>2025-06-02T15:07:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bedeutung als Mitherausgeber von Standardwerk schon in Einleitung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Lohse, Gustav Adolf.jpg|thumb|Gustav Adolf Lohse um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gustav Adolf Lohse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Dezember]] [[1910]] in [[Hamburg-Uhlenhorst]]; † [[30. April]] [[1994]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Zahnarzt]] und [[Koleopterologie|Koleopterologe]]. Zusammen mit [[Heinz Freude]] und [[Karl Wilhelm Harde]] war er Herausgeber des mehrbändigen Standardwerks &amp;#039;&amp;#039;Die Käfer Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sohn des Kunsthändlers Gustav Lohse und seiner Ehefrau Elfriede geborene Leseberg studierte nach dem Abitur in Hamburg und [[München]] Zahnheilkunde. Er wurde 1933 nach seiner Dissertation mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Zum heutigen Stand der [[Karies|Caries]]forschung&amp;#039;&amp;#039; zum [[Doktor|Doktor der Zahnmedizin (Dr. med. dent.]]) [[Promotion (Doktor)|promoviert]]. Er führte dann ab 1934 in Hamburg eine Zahnarztpraxis mit bescheidenem Einkommen, weil ihm aufgrund seiner Einstufung als „[[Halbjude]]“ wegen seiner jüdischen Mutter die [[Kassenzulassung]] verwehrt worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1936 lernte Lohse Erika Riebe kennen, die Mutter seiner 1938 geborenen Tochter Marlies. Er erhielt aber wegen der [[Nürnberger Gesetze|nationalsozialistischen Rassegesetze]] keine [[Ehefähigkeit|Heiratserlaubnis]]. 1940 wurde er zur [[Wehrmacht]] eingezogen, aber schon 1941 wegen sogenannter „Wehrunwürdigkeit“ wieder entlassen. Man verpflichtete ihn zu Arbeiten wie dem Aufräumen nach Bombenangriffen, der Bergung von Leichen und dem Bau von [[Barrikade]]n. 1944 wurde ihm die Weiterführung seiner Zahnarztpraxis untersagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende konnte er die Praxis wieder öffnen und seine Lebensgefährtin heiraten, wobei die Ehe rückwirkend legalisiert wurde. 1946 wurde sein Sohn Ulrich geboren. 1974 zwang ihn eine Erkrankung an [[Lymphdrüsenkrebs]] zur Aufgabe seiner Zahnarztpraxis. Dank einer neuen [[Chemotherapie]] überwand er seine Krankheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenschaftliche Arbeit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lohse hatte als 13-Jähriger mit dem Käfersammeln begonnen und setzte diese Tätigkeit und die wissenschaftliche Bearbeitung der Käfer sein gesamtes Leben lang fort. Seine erste koleopterologische Publikation erschien 1938 und trug den Titel &amp;#039;&amp;#039;3 neue Arten der hiesigen Fauna&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1940 trat er dem Verein für naturwissenschaftliche Heimatforschung in Hamburg bei, dessen erster Vorsitzender er nach dem Krieg jahrzehntelang war. 1954 wurde er Schriftleiter der koleopterologischen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Entomologische Blätter&amp;#039;&amp;#039;. Er übte dieses Amt bis 1991 aus und prägte den Inhalt dieser Zeitschrift entscheidend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem er sich jahrelang auf die [[Fauna|faunistische]] Erforschung norddeutscher Käfer beschränkt hatte, erhielten seit Ende der 50er Jahre seine [[Taxonomie|taxonomischen]] Arbeiten immer größere Bedeutung. Lohses Vorliebe galt den mitteleuropäischen [[Kurzflügler]]n (Staphylinidae) und speziell den [[Holarktis|holarktischen]] Aleocharinae und der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Lesteva]]&amp;#039;&amp;#039;. Insgesamt beschrieb Lohse in 282 Publikationen koleopterologischen Inhalts 8 Gattungen bzw. Untergattungen und 143 neue Arten bzw. Unterarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine größte Leistung dürfte die Mitherausgabe des mehrbändigen Standardwerkes &amp;#039;&amp;#039;Die Käfer Mitteleuropas&amp;#039;&amp;#039; sein. Er hatte entscheidenden Anteil an der Verwirklichung des umfangreichen Werkes, auch indem er einen großen Teil selbst dazu beitrug. Mehrfach übernahm er selbst die Bearbeitung von schwierigen Gruppen, wenn es nicht gelang, dafür einen Spezialisten zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 wurde ihm in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiet der [[Systematik (Biologie)|systematischen Entomologie]] von der [[Universität Hamburg]] die Würde eines [[Doctor honoris causa]] verliehen. 1980 erhielt er die [[Deutsche Entomologische Gesellschaft#Fabricius-Medaille .28DEG.2FDGaaE.29|Fabricius-Medaille]] der [[Deutsche Entomologische Gesellschaft|Deutschen Entomologischen Gesellschaft]], 1986 die Ehrenmedaille für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der [[Entomofauna|Entomofaunistik]] auf Beschluss des Internationalen Komitees des XI. Symposiums über Entomofaunistik in Mitteleuropa. 1989 folgte die Auszeichnung mit dem [[Ernst-Jünger-Preis für Entomologie]] des Landes [[Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* G. Vukovits: &amp;#039;&amp;#039;Zum Gedenken an Dr. Dr. h.c. Gustav Adolf Lohse&amp;#039;&amp;#039;, Koleopterologische Rundschau, Band 65, Wien, Juni 1995, {{ISSN|0075-6547}}, S. 237–250&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1158185391|LCCN=n83238197|VIAF=2965761}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Lohse, Gustav Adolf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entomologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnarzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrendoktor der Universität Hamburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1910]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1994]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Lohse, Gustav Adolf&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Zahnarzt und Koleopterologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Dezember 1910&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Hamburg-Uhlenhorst]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=30. April 1994&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg-Uhlenhorst]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Kalorie</name></author>
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