<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Guntramsdorf</id>
	<title>Guntramsdorf - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Guntramsdorf"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guntramsdorf&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T15:45:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guntramsdorf&amp;diff=208564&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Guntramsdorf&amp;diff=208564&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-09-15T02:09:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{österreichbezogen}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Österreich&lt;br /&gt;
|Art                = Marktgemeinde&lt;br /&gt;
|Name               = Guntramsdorf&lt;br /&gt;
|Wappen             = AUT Guntramsdorf COA.jpg&lt;br /&gt;
|lat_deg            = 48/02/54/N&lt;br /&gt;
|lon_deg            = 16/18/54/E&lt;br /&gt;
|Höhe               = 193&lt;br /&gt;
|Fläche             = 14.86&lt;br /&gt;
|PLZ                = 2353&lt;br /&gt;
|Vorwahl            = 02236&lt;br /&gt;
|Kfz                = MD&lt;br /&gt;
|Gemeindekennzahl   = 31710&lt;br /&gt;
|LOCODE             = AT GUN&lt;br /&gt;
|NUTS               = AT127&lt;br /&gt;
|Straße             = Rathaus Viertel 1/1&lt;br /&gt;
|Website            = [https://www.guntramsdorf.at/ www.guntramsdorf.at]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister      = Robert Weber&lt;br /&gt;
|Partei             = SPÖ&lt;br /&gt;
|Gemeinderatanzahl  = 33&lt;br /&gt;
|Gemeinderat        = &lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Legende = ja&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = AT&lt;br /&gt;
| Breite = 0.9&lt;br /&gt;
|SPÖ|FPÖ|ÖVP|NEOS|GRÜNE&lt;br /&gt;
| SPÖ   = 20&lt;br /&gt;
| ÖVP   = 4&lt;br /&gt;
| FPÖ   = 5&lt;br /&gt;
| NEOS  = 3&lt;br /&gt;
| GRÜNE = 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
|Wahljahr           = [[Gemeinderatswahlen in Niederösterreich 2025|2025]]&lt;br /&gt;
|Bild1              = Guntramsdorf 6264.JPG&lt;br /&gt;
|Bildbeschreibung1  = Das Rathaus Viertel beim Lokalbahnhof&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Marktgemeinde]] mit {{EWZ|AT|31710}} Einwohnern (Stand {{EWD|AT|31710}}) im [[Industrieviertel]] in [[Niederösterreich]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Der Ort liegt am westlichen Rand des [[Wiener Becken]]s an der [[Thermenlinie]]. Großteils liegt das Siedlungsgebiet in der Ebene. Nur die schon jahrhundertealten [[Weinberg|Weingärten]] liegen an den Hängen des [[Eichkogel]]s&amp;amp;nbsp;(367&amp;amp;nbsp;m über Seehöhe) und des [[Anninger]]s&amp;amp;nbsp;(675&amp;amp;nbsp;m) am Rande des [[Wienerwald]]es.&lt;br /&gt;
Das Ortsbild wird unter anderem durch mehrere Teiche geprägt. Einige davon sind von der Gemeinde für die Öffentlichkeit als Badeteiche und Naherholungsgebiet erschlossen, darunter der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;#039;&amp;#039; an der &amp;#039;&amp;#039;Neudorfer Haide&amp;#039;&amp;#039; im heutigen Ortsteil Neu-Guntramsdorf und der sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Windradlteich&amp;#039;&amp;#039; nahe dem Altort. Beide Teiche liegen direkt an der B17&amp;amp;nbsp;([[Wiener Neustädter Straße]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Teiche am Gemeindegebiet sind um 1900 nach Grundwassereinbruch in Lehmgruben, die zur Ziegelgewinnung ([[Ziegelteich]]e) verwendet wurden, entstanden. Am südlichen Ortsrand befindet sich direkt an der Gemeindegrenze zu Traiskirchen (Grenze zur Katastralgemeinde Möllersdorf) ein im Privatbesitz befindlicher Teich, der als &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;amp;nbsp;II&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gliederung ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist [[Kongruenz (Geometrie)|kongruent]] mit der gleichnamigen [[Katastralgemeinde#Österreich|Katastralgemeinde]]. Die wesentlichen [[Ortschaft#Österreich|Ortschaften]] neben dem Markt selbst sind die Dörfer &amp;#039;&amp;#039;Neu-Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039; (unter 2.000 Einwohner) sowie &amp;#039;&amp;#039;Blumensiedlung&amp;#039;&amp;#039; (unter 300 Einwohner).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;166. Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Österreichischer Amtskalender]] online&amp;#039;&amp;#039;. (Erscheinungsverlauf: ab 2002 nachgewiesen). Jusline Österreich GmbH/Verlag Österreich, Wien 2013, {{ZDB|259-8}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Großteil der Besiedlung ist im &amp;#039;&amp;#039;Altort&amp;#039;&amp;#039; anzutreffen, daneben besteht seit 1938 die Siedlung &amp;#039;&amp;#039;[[Neu-Guntramsdorf]]&amp;#039;&amp;#039; (nach einem Konzept von [[Georg Laub]])&amp;lt;ref&amp;gt;Ingeburg Weinberger: &amp;#039;&amp;#039;Siedeln heißt nicht bauen, sondern vielmehr! Ideologietransfer im Siedlungsbau des Nationalsozialismus in Groß-Wien.&amp;#039;&amp;#039; [https://othes.univie.ac.at/12674/1/2010-11-24_6000437.pdf Dissertation 2010, 514 S. – Online S. 215], abgerufen am 1. März 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;, etwa zwei Kilometer nördlich des Altortes, am Ufer des &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;#039;&amp;#039;-Teiches, nebst der &amp;#039;&amp;#039;Neudorfer Haide&amp;#039;&amp;#039; an dem &amp;#039;&amp;#039;Grillenhügel&amp;#039;&amp;#039;, einem Ausläufer des Eichkogels.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen dem Altort und Neu-Guntramsdorf entwickelte sich seit etwa 1980 eine durchgehende Besiedlungsachse. Damit entstand seit etwa 2000 ein nahezu geschlossenes Siedlungsgebiet, geteilt durch den [[Wiener Neustädter Kanal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
{{Nachbargemeinden&lt;br /&gt;
| NORDWEST = [[Mödling]]&lt;br /&gt;
| NORD = [[Wiener Neudorf]]&lt;br /&gt;
| NORDOST = [[Biedermannsdorf]]&lt;br /&gt;
| WEST = [[Gaaden]]&lt;br /&gt;
| OST = [[Laxenburg]]&lt;br /&gt;
| SUEDWEST = [[Gumpoldskirchen]]&lt;br /&gt;
| SUED = [[Möllersdorf (Gemeinde Traiskirchen)|Möllersdorf]] &amp;lt;small&amp;gt;([[Bezirk Baden (Niederösterreich)|Bez.&amp;amp;nbsp;Baden]])&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| SUEDOST = [[Münchendorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Grenze zu Biedermannsdorf liegt im Industriezentrum Niederösterreich Süd und ist nur ca. 150&amp;amp;nbsp;m lang.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brequin 6 Mödling Neudorf Guntramsdorf.jpg|mini|Guntramsdorf mit Teich (am heutigen Siedlungsgebiet zwischen dem &amp;#039;&amp;#039;Grillenhügel&amp;#039;&amp;#039;, einem Ausläufer des Eichkogels, nebst der heutigen Badnerbahnstation Neu-Guntramsdorf, und dem &amp;#039;&amp;#039;Teichhügel&amp;#039;&amp;#039;, dem heutigen Friedhof), 1755 [[Carte des environs de Schönbrun et ceux de Laxemburg]] (Norden ist links).]]&lt;br /&gt;
Vom 1.&amp;amp;nbsp;bis ins 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war das Gebiet Teil der [[Römisches Reich|römischen]] Provinz [[Pannonien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der [[Schwechat (Fluss)|Schwechat]]-Terrasse südlich der Wiener Stadtgrenze wurde ein Gräberfeld aus der [[Latènezeit]] freigelegt. Es waren insgesamt 18&amp;amp;nbsp;Gräber, teilweise mit Steinumfriedungen, davon 14&amp;amp;nbsp;Körper- und zwei Brandbestattungen. An Grabbeigaben wurden ein Schwertscheiden-Fragment und einfache Keramikobjekte gefunden. Medizinisch bedeutungsvoll waren drei Schädel mit [[Trepanation]]sspuren, und zwar sowohl einfache, als auch zwei- und dreifache Bohrungen. Nach den Heilungsspuren an der Schädeldecke war die einfache Bohrung zumindest für einige Zeit erfolgreich, die Zwei- und Dreifachbohrungen dürften letal geendet haben, wie Entzündungsspuren am Knochen zeigen. Die Objekte sind im Heimatmuseum Guntramsdorf sowie im [[Schloss Asparn|Urgeschichte-Museum in Asparn/Zaya]] ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Susanne Sievers]], [[Otto Helmut Urban]], Peter C. Ramsl: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon zur Keltischen Archäologie&amp;#039;&amp;#039;. Bände &amp;#039;&amp;#039;A–K&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L–Z&amp;#039;&amp;#039;. [[Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften]], Wien 2012, ISBN 978-3-7001-6765-5, S.&amp;amp;nbsp;709.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine Abbildung des Schädels mit der erfolgreichen Einfachtrepanation und den später erfolgten letal endenden Dreifachtrepanationen ist zu sehen in [[Helmut Birkhan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kelten. Bilder ihrer Kultur.&amp;#039;&amp;#039; Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1999, ISBN 3-7001-2814-2, S.&amp;amp;nbsp;340, Bild&amp;amp;nbsp;614.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Aufnahmeblatt 4756-4d Baden, Gruntramsdorf.jpg|mini|Guntramsdorf und Umgebung um das Jahr 1872 ([[Franzisco-Josephinische Landesaufnahme|Aufnahmeblatt]] der Landesaufnahme)]]&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Zeit von Guntramsdorf beginnt mit der ersten [[Marcha orientalis|Ostmark]] des Reiches [[Karl der Große|Karls des Großen]] (um&amp;amp;nbsp;800). Der Name von Guntramsdorf weist auf den Gründer hin, der „Guntram“ geheißen haben mag. Laut Urkunde aus dem Jahre&amp;amp;nbsp;859&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Widemann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Traditionen des Hochstifts Regensburg und des Klosters Sankt Emmeram&amp;#039;&amp;#039;. Zweiter Neudruck der Ausgabe München 1943. Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte, Nue Folge Band 8, {{ZDB|503539-9}}. Scientia-Verlag, Aalen 1988, ISBN 3-511-03769-7.&amp;lt;/ref&amp;gt; schenkte Graf [[Kocel|Kozel]], Fürst von Pannonien (Ungarn), dem [[Kloster Sankt Emmeram|Kloster Regensburg]] Güter. Als Zeugen werden angeführt: Graf [[Ratpot (Präfekt)|Ratpot]] und Graf Guntram. Dieser Graf Guntram dürfte der Gründer von Guntramsdorf sein, da vor diesem kein Guntram in Urkunden erwähnt aufscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit [[Leopold III. (Österreich)|Leopolds&amp;amp;nbsp;III.]] (1095–1136) befand sich Guntramsdorf im Besitze des Ritters Heinrich II. von [[Kuenringer|Kuenring]]. Dieser nannte sich Heinric de Gundrammisdorf. Seinen Namen erhielt er von der Burg Guntramsdorf, zwischen Mödling und [[Baden (Niederösterreich)|Baden]] gelegen. Dieser befestigte Rittersitz stand wahrscheinlich auf dem Platze des späteren Schlosses. Von diesem Schloss ist heute nur mehr der Barockpavillon erhalten. Um 1200 befand sich Guntramsdorf im Besitze der Herzöge von [[Mödling]]. Von 1246 bis 1365 war Guntramsdorf im Besitze des Rittergeschlechtes der Guntramsdorfer. Dieses Rittergeschlecht besaß nach Wisgrill&amp;amp;nbsp;III. Güter und Beziehungen im ganzen Lande. Im Jahr 1570 wurde die Herrschaft vom [[Stift Zwettl]] an das [[Stift Heiligenkreuz]] verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Link: &amp;#039;&amp;#039;Annales Austrio-Clara-Vallenses&amp;#039;&amp;#039; (Wien 1723) Bd. 2, S. 471.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ortschronik von Guntramsdorf berichtet, dass im Mittelalter im Bereich des heutigen Friedhofes (der sich am &amp;#039;&amp;#039;Teichhügel&amp;#039;&amp;#039; befindet, südlich davon &amp;#039;&amp;#039;Teichgasse&amp;#039;&amp;#039;) ein künstlicher Fischteich bestanden hatte; er ist auch in der [[Josephinische Landesaufnahme|Josephinischen Landesaufnahme]] dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://maps.arcanum.com/de/map/firstsurvey-lower-austria/embed/?bbox=1811640.700550944%2C6114793.3808845645%2C1820736.7069168799%2C6118018.068015345&amp;amp;map-list=1&amp;amp;layers=151 Josephinische Landesaufnahme, Bereich Guntramsdorf] auf &amp;#039;&amp;#039;maps.arcanum.com&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 28. September 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Besonderheit wird berichtet, dass der Fischfangertrag dieses Teiches einen zweistelligen Anteil am Haushalt des damaligen Landesfürsten darstellte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Baden in 1-25.000, Stand 1901 kleine Datei.jpg|mini|Guntramsdorf und der Eichkogel (Mitte links) um 1900]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Anschluss Österreichs]] 1938 wurde der Ort in die Stadt [[Wien]] zum 24.&amp;amp;nbsp;Bezirk eingemeindet. In diese Periode fällt auch die erste große Wohnbauaktivität des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts in Guntramsdorf. Mit konfiszierten ehemals österreichischen Gewerkschaftsgeldern wurden östlich des sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;#039;&amp;#039;-Teiches, an der &amp;#039;&amp;#039;Neudorfer Haide&amp;#039;&amp;#039; und auf einem Ausleger des &amp;#039;&amp;#039;Grillenhügels&amp;#039;&amp;#039;, selbst ein Ausleger des Eichkogels, im heutigen Ortsteil Neu-Guntramsdorf zahlreiche Wohnblöcke geschaffen. Die Siedlung wurde als zukunftsweisende Wohnform für Arbeiter beworben und &amp;#039;&amp;#039;Holzwebersiedlung&amp;#039;&amp;#039; nach dem Nationalsozialisten und [[Juliputsch]]isten [[Franz Holzweber]] (1904–1934) benannt. Eine große nationalsozialistische Inszenierung begleitete den Spatenstich durch [[Gauleiter]] [[Odilo Globocnik]] am 13. August 1938,&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|ovz|14|08|1938|09|NAME=Volks-Zeitung|Heimstätten zwischen Feldern und Gärten. Spatenstich zur Holzweber-Siedlung durch Gauleiter Globocnik|ZUSATZ=Nr. 223/1938 (LXXXIV. Jahrgang)|ALTSEITE=1 (Bild) und 9.}};&amp;lt;br /&amp;gt;(Bildunterschrift:) {{ANNO|dkb|14|08|1938|01|NAME=|Unter den flatternden Fahnen des deutschen Sozialismus, mit Eichenlaub am Arbeitsgerät&amp;amp;nbsp;– so geht es mit wuchtigen Schritten zu neuer Arbeit für unsere Volksgemeinschaft|ZUSATZ=Nr. 223/1938 (XII. Jahrgang)|ALTSEITE=1.}};&amp;lt;br /&amp;gt;{{ANNO|dkb|14|08|1938|08|AUTOR=–a–|Aus dem Heideland wächst eine neue Stadt. Spatenstichfeier zur „Holzweber-Siedlung“|ZUSATZ=Nr. 223/1938 (XII. Jahrgang)|ALTSEITE=8&amp;amp;nbsp;f.}};&amp;lt;br /&amp;gt;(Bildunterschrift:) {{ANNO|wrb|21|08|1938|07|AUTOR=|Rechts: Gauleiter Globocnik vollführte den Spatenstich (…)|ZUSATZ=Nr. 34/1938 (XLIII. Jahrgang)|ALTSEITE=7, unten rechts.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; noch vor der Eingemeindung von Guntramsdorf als Teil Wiens. Die von [[Georg Laub]] geplante Siedlung beinhaltete die Zugänglichmachung des &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;#039;&amp;#039;-Teiches und einer eigenen Badnerbahnstation. Ausbau zu einer „Holzweberstadt“ wurden durch den Bau der [[Flugmotorenwerke Ostmark]] verworfen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;z983&amp;quot;&amp;gt;{{cite book | last=Weinberger | first=Ingeburg | title=NS-Siedlungen in Wien : Projekte – Realisierungen – Ideologietransfer | publisher=LIT Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG | date=2015 | isbn=978-3-643-50627-6 | doi=10.26530/oapen_574656 | url=http://oapen.org/download?type=document&amp;amp;docid=574656 | access-date=2025-08-11 | page= |language=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Kriegsende gelangte die Siedlung unter starkem Bevölkerungsanstieg&amp;lt;ref group=&amp;quot;Anm.&amp;quot;&amp;gt;Laut [[Volkszählung in Österreich#Zählungen 1918–2001|Volkszählung]] 1951 hatte die in diesem Jahr erstmals genannte &amp;#039;&amp;#039;Eichkogelsiedlung&amp;#039;&amp;#039; 1.661 Bewohner.&amp;amp;nbsp;– Aus: Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Marktgemeinde&amp;#039;&amp;#039;, Guntramsdorf 1957.&amp;lt;/ref&amp;gt; in das Eigentum der gemeinnützigen Wohnungsbau- und Siedlungsgesellschaft &amp;#039;&amp;#039;Neue Heimat&amp;#039;&amp;#039;. 1951 wird erstmals im &amp;#039;&amp;#039;Ortsverzeichnis von Österreich&amp;#039;&amp;#039; der Ortschaftsbestandteil &amp;#039;&amp;#039;Eichkogelsiedlung&amp;#039;&amp;#039; genannt; ab 1961 erscheint die Siedlung in den auf den zehnjährlichen Volkszählungen aufbauenden Ortsverzeichnissen als &amp;#039;&amp;#039;Neu-Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Rausch (Historiker)|Wilhelm Rausch]] (Hrsg.), [[Hermann Rafetseder]] (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Gebiets- und Namensänderungen der Stadtgemeinden Österreichs seit der Mitte des 19. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Forschungen zur Geschichte der Städte und Märkte Österreichs, Band 2. Landesverlag, Linz (an der Donau) 1989, ISBN 3-900387-22-2, S. 336.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Flugmotorenwerke Ostmark wurden dann ab 1941 im Norden von Neu-Guntramsdorf, angrenzend an das Ortsgebiet von Wiener Neudorf erbaut. Zur Errichtung und zum Betrieb des Werkes zog man Zwangsarbeiter und Häftlinge aus dem [[KZ&amp;amp;nbsp;Mauthausen]] heran. Für die Unterbringung von bis zu 3.170 Häftlingen wurde 1943 auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet ein großes [[Liste der Außenlager des KZ Mauthausen|Nebenlager]] des KZ Mauthausen errichtet. Im ehemaligen Lagerbereich finden seit 1995 an einer Gedenkstätte Führungen für Schulen von einem lokalen KZ-Gedenkverein und jährliche Gedenkfeiern statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten Apriltagen 1945 kam es im Raum Guntramsdorf zu schweren Kämpfen zwischen Teilen der deutschen [[6. Panzerarmee (Wehrmacht)|6. Panzerarmee]] unter [[Sepp Dietrich]] und der sowjetischen [[3. Ukrainische Front|3.&amp;amp;nbsp;Ukrainischen Front]] unter Marschall [[Fjodor Iwanowitsch Tolbuchin|Tolbuchin]]. Nach dem überraschenden Einbruch Tolbuchins ins südliche Wiener Becken am 1. April wurde in der Nacht zum 2. April die [[SS-Verfügungsdivision|2.&amp;amp;nbsp;SS-Panzerdivision]] vom Raum [[Neusiedler See]] in den Süden Wiens verlegt und eine Widerstandslinie von Gumpoldskirchen über Guntramsdorf und Laxenburg bis Moosbrunn errichtet. Da Tolbuchin seine Truppen zur Westumfassung von Wien und zum Generalangriff von Süden vom 2.&amp;amp;nbsp;bis 4.&amp;amp;nbsp;April umgliederte, blieb Guntramsdorf in diesen drei Tagen Frontgebiet, und erlitt vor allem durch sowjetischen Beschuss schwere Schäden.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Egger, Franz Jordan: &amp;#039;&amp;#039;Brände an der Donau. Das Finale des Zweiten Weltkriegs in Wien, Niederösterreich und dem Nordburgenland.&amp;#039;&amp;#039; Stocker, Graz 2004, ISBN 3-7020-1053-X, S. 101–112. (Teilweise zugleich: Dissertation, Universität Wien, Wien 2002: Hans Egger: &amp;#039;&amp;#039;Der Krieg 1939–1945 im Osten Österreichs und seine Vorgeschichte&amp;#039;&amp;#039;). (Die Arbeit bringt Details der Kämpfe um Gumpoldskirchen und Guntramsdorf).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 wurde der Ort gemeinsam mit den anderen im Jahr 1938 eingemeindeten Kommunen wieder eigenständig und fiel wieder an Niederösterreich zurück. Die Energieversorgung liegt aber nach wie vor beim Wiener und nicht beim niederösterreichischen Landesenergieversorger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerungsentwicklung ===&lt;br /&gt;
{{Einwohner_B_Diagramm|width=450|float=none|Name=Guntramsdorf|maxEinwohner=10000&lt;br /&gt;
|werte=(1869,2141)(1880,2776)(1890,3959)(1900,4729)(1910,5486)(1923,4539)(1934,4653)(1939,4700)(1951,5420)(1961,5886)(1971,6017)(1981,6090)(1991,6977)(2001,8421)(2011,8949)(2021,9143)(2025,9450)&lt;br /&gt;
|quelle=[[Statistik Austria]], Gebietsstand 1.1.2021&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Guntramsdorf 6263.JPG |mini|Das neue Rathaus, erbaut 2013.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Guntramsdorf Rathaus.jpg|mini|Das frühere Rathaus, abgerissen 2015.]]&lt;br /&gt;
=== Gemeindevertretung ===&lt;br /&gt;
* [[Bürgermeister]]: Robert Weber, SPÖ (3. Amtszeit)&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinde Guntramsdorf: [https://www.guntramsdorf.at/cgi-bin/ONLWYSIWYG2008/ONL.cgi?WHAT=INFOSHOW&amp;amp;ONLFA=GUN&amp;amp;INFONUMMER=27058776 &amp;#039;&amp;#039;SPÖ, NEOS und GRÜNE einigen sich auf Zusammenarbeit im zukünftigen Gemeinderat&amp;#039;&amp;#039;] (abgerufen am 28. März 2015)&amp;lt;/ref&amp;gt;{{Gemeinderatswahl NÖ Ref|Jahr=2015|zugriff=2019-03-08}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christoph Dworak |url=https://www.noen.at/moedling/gemeinderatswahl-1-440-vorzugsstimmen-fuer-robert-weber-guntramsdorf-459232747 |titel=1.440 Vorzugsstimmen für Robert Weber, Guntramsdorf |datum=2025-02-01 |sprache=de |abruf=2025-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Vizebürgermeister]]: Nikolaus Brenner, SPÖ&lt;br /&gt;
* [[Jugendgemeinderat]]: Paul Gangoly, SPÖ&lt;br /&gt;
* Umweltgemeinderat: Martin Cerne, SPÖ&lt;br /&gt;
* Bildungsgemeinderätin: Gabriele Pollreiß, SPÖ&lt;br /&gt;
* [[Gemeinderat (Österreich)|Gemeinderat]] (33 Mandate):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Gemeinderatswahl 2025&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marktgemeinde Guntramsdorf |url=https://www.guntramsdorf.at/cgi-bin/ONLWYSIWYG2008/ONL.cgi?WHAT=INFOSHOW&amp;amp;INFONUMMER=111618152&amp;amp;ONLFA=GUN&amp;amp;KAPNUMMER=1 |titel=Marktgemeinde Guntramsdorf - 2025-01-26: Gemeinderatswahl |werk= |hrsg= |datum= |sprache= |abruf=2020-02-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!Liste&lt;br /&gt;
!Stimmen&lt;br /&gt;
!Prozent&lt;br /&gt;
!Mandate&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Sozialdemokratische Partei Österreichs|SPÖ]]&lt;br /&gt;
|2.790&lt;br /&gt;
|58,48 %&lt;br /&gt;
|20&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Österreichische Volkspartei|ÖVP]]&lt;br /&gt;
|533&lt;br /&gt;
|11,17 %&lt;br /&gt;
|4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Freiheitliche Partei Österreichs|FPÖ]]&lt;br /&gt;
|725&lt;br /&gt;
|15,20 %&lt;br /&gt;
|5&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[NEOS – Das Neue Österreich und Liberales Forum|NEOS]]&lt;br /&gt;
|497&lt;br /&gt;
|10,42 %&lt;br /&gt;
|3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Die Grünen – Die Grüne Alternative|GRÜNE]]&lt;br /&gt;
|226&lt;br /&gt;
|4,74 %&lt;br /&gt;
|1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Summe&lt;br /&gt;
|4.771 gültige Stimmen &lt;br /&gt;
|100 %&lt;br /&gt;
|33 Mandate&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Abgegebene Stimmen: 4.826 Stimmen, 55 ungültige Stimmen. Wahlbeteiligung 2025: 64,36 %, Wahlberechtigt: 7.499 Personen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Industriebetriebe sind schon im 19. Jahrhundert nachgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hösch: &amp;#039;&amp;#039;Lagetypologie der Industriebetriebe im Viertel unter dem Wienerwald bis 1850.&amp;#039;&amp;#039; [[Dissertation]] [[Technische Universität Wien]] 1984, {{OCLC|636465269}}, Textband, S. 355 f. – [https://catalogplus.tuwien.at/primo-explore/fulldisplay?docid=UTW_alma2158570720003336&amp;amp;context=L&amp;amp;vid=UTW&amp;amp;lang=de_DE&amp;amp;search_scope=UTW&amp;amp;adaptor=Local%20Search%20Engine&amp;amp;tab=default_tab&amp;amp;query=any,contains,h%C3%B6sch%20manfred&amp;amp;mode=basic Volltext online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Charakter einer überwiegend agrarischen Gemeinde hat sich in der zweiten Hälfte des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts zu einem wichtigen Industriestandort verändert. So gehören Teile des [[Industriezentrum NÖ-Süd|Industriezentrums NÖ-Süd]], das von der [[Ecoplus]] verwaltet wird, zum nördlichen Teil der Gemeinde. Aber auch andere große Industriebetriebe wie die Lackfabrik Axalta, der früheren DuPont (Stolllack) von [[Herbert Turnauer]], die Assmannmühle und zahlreiche andere Klein- und Mittelbetriebe sind hier angesiedelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli und August 2013 nahm die Marktgemeinde Guntramsdorf, auf Initiative des damaligen Umweltgemeinderates und Vizebürgermeisters, Robert Weber (ab 2015 Bürgermeister), fünf eigene Solarkraftwerke auf Dächern verschiedener öffentlicher Gebäude in Betrieb. Mehr als der gesamte Strombedarf (130 %) für die öffentliche Straßenbeleuchtung im Ort kann damit gedeckt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Unternehmen in Guntramsdorf:&lt;br /&gt;
* [[Danfoss]] Österreich (Kälte-, Wärme- und Regeltechnik)&lt;br /&gt;
* [[RWA Raiffeisen Ware Austria|Raiffeisen Lagerhaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur der [[Weinbau]] hat sich über die Zeit bewahrt. Guntramsdorf gehört zur Weinbauregion &amp;#039;&amp;#039;Thermenregion&amp;#039;&amp;#039;. Im Ort selbst gibt es bis zu 28&amp;amp;nbsp;[[Heurige]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Straßennetz:&amp;#039;&amp;#039; Guntramsdorf liegt an der [[Wiener Neustädter Straße]] B&amp;amp;nbsp;17 (der früheren Triester Bundesstraße) sowie an der A2&amp;amp;nbsp;[[Süd Autobahn]]. Eine direkte Verbindung der A2 zum niedrigrangigen Straßennetz in Guntramsdorf besteht zurzeit nicht, wird aber immer wieder diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guntramsdorf Bahnhof Lokalbahn.jpg|mini|[[Bahnhof Guntramsdorf Lokalbahn]]]]&lt;br /&gt;
Hinsichtlich der Anbindung an das &amp;#039;&amp;#039;Schienennetz&amp;#039;&amp;#039; besteht eine Besonderheit. Das Guntramsdorfer Gemeindegebiet wird von zwei Strecken der [[Österreichische Bundesbahnen|Österreichischen Bundesbahnen]] ([[Österreichische Südbahn|Südbahn]] und [[Aspangbahn]]) sowie eine der privaten [[Wiener Lokalbahnen]] ([[Lokalbahn Wien–Baden]]) berührt und hat an jeder dieser Strecken mindestens einen Bahnhof, wobei der Bahnhof der Südbahn teilweise auf Gumpoldskirchner Gemeindegebiet liegt. Die für Österreich einmalige Besonderheit besteht darin, dass diese drei Strecken auf dem Gemeindegebiet keinerlei Kreuzungspunkt oder Verbindungslinie besitzen. Topologisch sind alle drei Linien parallel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzlich bestehen im [[Industriezentrum Niederösterreich Süd]] ausgedehnte Gleisanlagen, die nur zum Teil auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet liegen. Die Verbindung zum Schienennetz erfolgen über zwei Anschlussbahnen. Ein davon zweigt nördlich des Bahnhofes Guntramsdorf Kaiserau auf freier Strecke von der Aspangbahn ab. Die andere zweigt nördlich der Station Neu-Guntramsdorf von der Lokalbahn Wien–Baden ab. In Guntramsdorf wird überlegt, die zweitgenannte Anschlussbahn mit der erstgenannten zu verbinden, um so den Schienengüterverkehr im guntramsdorfer Gemeindegebiet beenden zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptverkehrsträger im lokalen und näheren regionalen Schienenverkehr ist aufgrund der zentralen Lage des Bahnhofes Guntramsdorf Lokalbahn und der hohen Zugfrequenz auf der [[Lokalbahn Wien–Baden]]. Im Ortsteil Neu-Guntramsdorf befindet sich eine zweite Haltestelle. Der Pendlerverkehr von und nach der Bundeshauptstadt [[Wien]] erfolgt überwiegend über diese [[straßenbahn]]ähnliche Privatbahn, nicht zuletzt da die B17 und die A2 zu den Hauptverkehrszeiten staugefährdet sind. Vor der Entstehung der Badner Bahn war Guntramsdorf seit 1886 über eine Dampftramwaystrecke mit Wiener Neudorf verbunden und ab 1899 am Netz der ehemaligen [[Straßenbahn Baden]] angeschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Personennahverkehr werden die Badner Bahn in sehr hohem Maß und die Südbahn in deutlich geringerem Ausmaß verwendet. Die Aspangbahn spielt praktisch keine Rolle im Personennahverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Wasserwege:&amp;#039;&amp;#039; Guntramsdorf liegt am ältesten künstlichen Wasserweg Ostösterreichs, dem [[Wiener Neustädter Kanal]]. Bemerkenswert ist die dreistufige Schleusenanlage, geplant und erbaut 1797 bis 1799 von [[Sebastian von Maillard]]. Nach dem Ausscheiden Maillards 1799 wurde der Kanal unter der Bauleitung von Joseph Schemerl von Leytenbach 1803 bis Wiener Neustadt und 1811 bis zum Pöttschinger Sattel verlängert. Eine geplante Verbindung nach [[Győr|Raab]] und zur Adria wurde nie fertiggestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;Valerie Else Riebe: &amp;#039;&amp;#039;Der Wr. Neustädter Schiffahrts Kanal.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Wien 1936. S. 18 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Verkehrsweg wurde diese Wasserstraße seit dem Baubeginn der Aspangbahn 1879 nur mehr in den südlichen Abschnitten genützt&amp;lt;ref&amp;gt;Valerie Else Riebe: &amp;#039;&amp;#039;Der Wr. Neustädter Schiffahrts Kanal.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Wien 1936. S. 76 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ab 1936 durch den Bau von Kleinkraftwerken an Kanalschleusen ganz unmöglich gemacht&amp;lt;ref&amp;gt;Valerie Else Riebe: &amp;#039;&amp;#039;Der Wr. Neustädter Schiffahrts Kanal.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag, Wien 1936. S. 111.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Bedeutung des Kanals liegt zuletzt in der Wasser- und Energieversorgung lokaler Wirtschaftsunternehmen. Auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet wird der Wiener Neustädter Kanal teilweise von der [[EuroVelo in Österreich|überregionalen Radroute Eurovelo 9]] begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es verkehrt zudem die [[Regionalbus]]linie Guntramsdorf – [[Bahnhof Traiskirchen Aspangbahn|Traiskirchen Aspangbahnhof]] – Bad Voeslau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Guntramsdorf liegt im Gebiet des [[Verkehrsverbund Ost-Region|Verkehrsverbund Ost-Region VOR]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
In der Gemeinde gibt es fünf [[Kindergarten|Kindergärten]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.noe.gv.at/noe/Kindergaerten-Schulen/Kindergaerten_in_NOE.html |titel=Kindergärten in NÖ |hrsg= NÖ Landesregierung |abruf=2020-10-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zwei [[Volksschule in Österreich|Volksschulen]], eine [[Mittelschule (Österreich)|Mittelschule]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.schulen-online.at/ |titel=Schulensuche |werk=Schulen online |abruf=2020-09-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ein Bundesoberstufenrealgymnasium (BORG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiters betreibt die &amp;#039;&amp;#039;Bauakademie Wien&amp;#039;&amp;#039; in Guntramsdorf einen Lehrbauhof zur Vertiefung der praktischen Fertigkeiten der gelehrten Berufsausbildungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=BAUAkademie Wien |url=https://wien.bauakademie.at/article/172-impressum |titel={{!}} BAUAkademie Wien |abruf=2025-07-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Bauten ===&lt;br /&gt;
{{weitereBDA}}&lt;br /&gt;
* Neben dem renovierten Heimatmuseum Ernst Wurth, das vom ehemaligen Volksschuldirektor Ernst Wurth errichtet wurde, gibt es im Haus der ehemaligen Karl Endler Walzengravuranstalt, die von 1914 bis 1986 Walzen für den Textildruck erzeugte, das sehenswerte Industriemuseum [[Museum Walzengravieranstalt Guntramsdorf]].&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche Guntramsdorf|Pfarrkirche hl. Jakobus]] am Kirchenplatz&lt;br /&gt;
* [[Pfarrkirche Neu-Guntramsdorf|Pfarrkirche hl. Josef der Arbeiter]] in Neu-Guntramsdorf&lt;br /&gt;
Naturschutzgebiet Eichkogel&lt;br /&gt;
[[Datei:Eichkogel, Weinberge im schönen Abendlicht 13.jpg |mini| 220x124px |rechts| Die Weingärten am Eichkogel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
Mitte bis Ende Juli finden in Guntramsdorf seit 45 Jahren die &amp;#039;&amp;#039;[[Jakobitage]]&amp;#039;&amp;#039; statt – ein Weinfest, bei dem die lokalen Winzer am Kirchenplatz ausschenken. Circa 3000 Gäste aus nah und fern pro Tag, insgesamt circa 30.000 bis 35.000, besuchen über 13 Tage hinweg die Stände.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.jakobitage.net/sponsoring/ |titel=SPONSORPARTNER – Jakobitage Guntramsdorf |abruf=2019-07-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang August findet jährlich am Gelände des Badeteiches &amp;#039;&amp;#039;Ozean&amp;#039;&amp;#039; eine sogenannte Beach-Party statt. Das Fest, bei dem hauptsächlich [[Reggae]] von Livebands gespielt wird, ist weit über die Grenzen des Bezirkes bekannt und lockt seit Jahren tausende Besucher auch aus der nahe gelegenen Bundeshauptstadt Wien an. Seit 2018 gibt es auch die Bike Night, einen Tag vor der eigentlichen Beach Party.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
In Guntramsdorf gibt es auch mehrere Sportmöglichkeiten: Ob Fußball, Volleyball, (Tisch-)Tennis, Judo, Reiten, Sportschießen oder Golf. Der [[Judo]]-Verein ATUS-Guntramsdorf, der älteste Judo-Verein Niederösterreichs, ist besonders erfolgreich. Seine Mannschaft brachte schon zahlreiche niederösterreichische Landesmeister in mehreren Gewichtsklassen hervor.&lt;br /&gt;
Besonders erfolgreich ist auch der Tischtennisclub Guntramsdorf. 1985 wurde er gegründet und gehört von Beginn an zu den Nachwuchs-Hochburgen des Landes Niederösterreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* [[Ernst Aigner (Fußballspieler)|Ernst Aigner]] (* 1966), Profifußballspieler bei u.&amp;amp;nbsp;a. [[FK Austria Wien]] und als Nationalspieler Teilnehmer bei der WM 1990 in Italien&lt;br /&gt;
* [[Leopoldine Blahetka]] (1809–1885), Pianistin und Komponistin&lt;br /&gt;
* [[Gerald Groß]] (* 1964), Journalist und PR-Unternehmer&lt;br /&gt;
* [[Lila Gruner]] (1870–1950), Malerin, Grafikerin und Zeichenlehrerin&lt;br /&gt;
* [[Gabriele Heinisch-Hosek]] (* 1961), Politikerin, Bundesministerin a.&amp;amp;nbsp;D. für Bildung und Kultur, zuletzt Nationalratsabgeordnete sowie SPÖ-Bereichssprecherin für Frauen und Gleichbehandlung&lt;br /&gt;
* [[Christian Höbart]] (* 1975), ehemaliger freiheitlichen [[Nationalrat (Österreich)|Abgeordneter zum Nationalrat]], Generalsekretär [[Team HC Strache – Allianz für Österreich|Team HC Strache]]&lt;br /&gt;
* [[Max Hussarek von Heinlein]] (1865–1935), christlichsozialer Politiker, k.k. österreichischer Ministerpräsident, Schlossbesitzer in Guntramsdorf&lt;br /&gt;
* [[Josef von Kühn]] (1833–1913), Volksküchen-Gründer, Besitzer von Schloss und Zinshaus „Kühnhof“ in Guntramsdorf&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Fuss]] (1845–1913), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Franz Josef Mayer-Gunthof]] (1894–1977), Industrieller, Präsident der [[Industriellenvereinigung]] 1960–1972&lt;br /&gt;
* [[Hannelore Reischl]] (* 1957), Politikerin, Abgeordnete zum Wiener Landtag&lt;br /&gt;
* [[Hans-Henning Scharsach]] (* 1943), Journalist&lt;br /&gt;
* [[Josef Schoiswohl]] (1901–1991), Katholischer Diözesanbischof von Graz-Seckau&lt;br /&gt;
* [[Josef Staudinger]] (1949–2015), Präsident der [[Kammer für Arbeiter und Angestellte|Arbeiterkammer Niederösterreich]], ehemaliger Bürgermeister von Guntramsdorf (SPÖ), Gewerkschaftsfunktionär (Bau-Holz)&lt;br /&gt;
* [[Mongo Stojka]] (1929–2014), Sänger, Gitarrist und Autor&lt;br /&gt;
* [[Sabine Swoboda]] (* 1975), Beachvolleyballspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Austria Topographie Schweickhardt Niederösterreich |viertel=I |band=2 |seite=98 |text=Gundramsdorf}}&lt;br /&gt;
* Joseph I. Müller: &amp;#039;&amp;#039;Chronik des Marktes Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;. Pasternak, Mödling 1897.&lt;br /&gt;
* Josef Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Marktgemeinde und Pfarre Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;. (Illustriert). Eigenverlag Knoll, Guntramsdorf 1957.&lt;br /&gt;
** —: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage. Eigenverlag Knoll, Guntramsdorf 1967.&lt;br /&gt;
* Hans Sternhart, Hans Pötschner: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Badner Bahn&amp;#039;&amp;#039;. Slezak, Wien 1973, ISBN 3-900134-19-7.&lt;br /&gt;
* Josef Knoll: &amp;#039;&amp;#039;Heimatbuch Guntramsdorf&amp;#039;&amp;#039;. Eigenverlag Knoll, Guntramsdorf 1977. (Eigentlich: Verbesserte und erweiterte Auflage der Chronik aus 1967).&lt;br /&gt;
* Ernst Wurth: &amp;#039;&amp;#039;Ziegelwerke in Guntramsdorf. 1618–1918&amp;#039;&amp;#039;. Philipp, Baden bei Wien (1980).&lt;br /&gt;
* Paul Slezak, Friedrich Slezak, [[Josef Otto Slezak]]: &amp;#039;&amp;#039;Vom Schiffskanal zur Eisenbahn. Wiener Neustädter Kanal und Aspangbahn&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Internationales Archiv für Lokomotivgeschichte, Band 30, {{ZDB|256348-4}}. Slezak, Wien 1989, ISBN 978-3-85416-151-6.&lt;br /&gt;
* Fritz Lange: &amp;#039;&amp;#039;Von Wien zur Adria – Der Wiener Neustädter Kanal&amp;#039;&amp;#039;. Sutton Verlag, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-621-X.&lt;br /&gt;
* Ernst Wurth: &amp;#039;&amp;#039;Guntramsdorf in alten Ansichten&amp;#039;&amp;#039;. Europäische Bibliothek, Zaltbommel 1992, ISBN 90-288-5522-X.&lt;br /&gt;
* Alexandra Treidl: &amp;#039;&amp;#039;Die Schlossanlage Guntramsdorf. Über den Umgang mit einer historischen Schlossanlage im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;. Diplomarbeit. Universität für Bodenkultur Wien, Wien 2005.&lt;br /&gt;
* Michael Schagerl, Ina Bloch, Anita Vietauer: Naturinseln im Siedlungsgebiet. Ziegelteiche in Wien und Niederösterreich. Abhandlungen der Zoologisch-Botanischen Gesellschaft in Österreich. Band 36. Wien 2007&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.guntramsdorf.at/ Website der Gemeinde]&lt;br /&gt;
* [https://guntramsdorf.topothek.at Topothek Guntramsdorf] Bildmaterial zur Gemeinde Guntramsdorf, verortet, beschlagwortet und datiert&lt;br /&gt;
* Gemeindezeitung [http://www.dieauslese.at „die Auslese“]&lt;br /&gt;
* {{Austriaforum|AEIOU/Guntramsdorf}}&lt;br /&gt;
* {{Nömuseum|o|1007}}&lt;br /&gt;
{{StatistikAustria|31710}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;Anm.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Bezirk Mödling&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Gemeindegliederung von Guntramsdorf&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4336333-7|LCCN=n/89/119014|VIAF=168728264}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Guntramsdorf| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Niederösterreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>